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    Zur gegenwärtigen Situation im Irak

    ein Beitrag von Dr. Hikmat Al-Sabty, Mitglied der Fraktion DIE LINKE im Landtag M-V




    Die Situation der Bevölkerung des Iraks hat sich nach dem Ende des Baath-Regimes nicht verbessert, sondern sogar verschlechtert. Die Hoffnungen auf politische Veränderungen nach dem Ende der religiös-politischen Gewalt blieben aus.

    Erschwerend kommt hinzu, dass die Sicherheitslage im Land prekär ist und die Menschenrechte sowie die Pressefreiheit nicht respektiert werden. Die Korruption und die Arbeitslosigkeit (derzeit ca. 75%) werden von der Regierung nicht bekämpft.

    Sauberes Trinkwasser bekommen die Menschen im Irak täglich nur für ein paar Stunden. Strom ist in den ländlichen Räumen eine Rarität.
    Eine medizinische Behandlung der Krankheiten, die wegen des Einsatzes von Nuklearwaffen entstanden sind, fehlen.

    Die Amerikaner haben 2003 thermobare Waffen, weißen Phosphor und bunkerbrechende Bomben mit angereichertem Uran im Irak, z.B. in Falludscha, eingesetzt.

    Die Folgen dieser Munition sind Krebs und Leukämie bei Kindern. Die Säuglingssterblichkeit hat wesentlich zugenommen. Die Lebensdauer des angereicherten Urans beträgt 4,5 Milliarden Jahre.

    Da der Boden mit Strahlung kontaminiert ist, ist das Anbauen landwirtschaftlicher Produkte unmöglich. Laut wissenschaftlicher Gutachten muss der Boden mindestens zwei Meter tief abgetragen werden, um ihn für landwirtschaftliche Zwecke nutzen zu können.

    Die Frauenrechte werden tagtäglich mit Füssen getreten. Angeblich unsittliches Verhalten, wie zum Beispiel das Nichttragen eines Kopftuchs, wird mit Erpressung und Bestrafung geahndet. Frauen werden zu unmenschlichen Beschneidungen gezwungen und sterben an Komplikationen.

    Aus diesem Grund sind Abertausende von jungen Frauen traumatisiert. Die Selbstmorde bei den Frauen sind zu einer Alltagssituation geworden.

    Kinder werden entführt, um ihre Organe zu entnehmen und sie auf dem Schwarzmarkt zu verkaufen. Eine dieser kriminellen Organhandel-Mafia-Strukturen wurde kürzlich n Schweden entdeckt.

    Da das Leben für junge Menschen im Irak schwer geworden ist, verlassen viele Irakerinnen und Iraker das Land.

    Die Schleusergeschäfte expandierten in den letzten Jahren (15.000 $ pro Kopf). Auf dem Fluchtweg sind die Menschen Vergewaltigung, Beraubung, Ertrinken und Tötung ausgesetzt.

    Die irakische Regierung ist nicht in der Lage, ein System der sozialen Sicherheit zu entwickeln.

    Es gibt keine finanzielle Unterstützung für Arbeitslose, Arme, Behinderte und Waisen. Rentnerinnen, Rentner und Witwen leben unterhalb des Existenzminimums.

    Die religiösen Minderheiten bleiben gegen Überfälle der Fundamentalisten ungeschützt.

    Christen, Mandäer und Yezidi sind seit 2003 Zielscheibe der von Saudi-Arabien und den Golfstaaten unterstützten Milizen geworden.

    Kinos, Lokale (Alkoholverkaufsstätten), Sportanlagen, Schwimmbäder, Kunststätten, Frisörläden und Physiotherapiepraxen sind für die Fundamentalisten „Verderbungsstätte westlicher Art“ geworden.

    Deshalb droht ihnen Vernichtung. Musiker, die ihre Instrumente auf offener Strasse tragen, setzen ihr Leben aufs Spiel.

    Kritische Journalistinnen und Journalisten, die Beiträge gegen die Regierung veröffentlichen, werden erpresst und bedroht.





      Die   Kommission für die Verteidigung der Menschenrechte des irakischen Volkes in Deutschland    hat in ihrem

      Berichtsentwurf die irakische Regierung aufgefordert:


      1. Bekämpfung der Armut und des Hungers

      2. Bekämpfung der Arbeitslosigkeit, Herstellen der sozialen Sicherheit und der Gerechtigkeit.

      3. Besserung der Situation der Behinderten, Waisen, Rentner/innen und Witwen

      4. Schaffung von Technologien zur Beseitigung der Nuklearstrahlung und von Landminen.

      5. Dialog mit der Türkei bezüglich der Wasserknappheit des Euphrat und Tigris.

      6. Wiederherstellung des Bildungssystems im ländlichen Raum, marode Schulen sanieren und den Lehrerberuf attraktiv machen.

      7. Gesundheitsfürsorge für alle Bevölkerungsschichten.

      8. Bekämpfung der Diskriminierung von Frauen, Künstlern, Journalisten, Homosexuellen und Andersdenkenden.

      9. Chancengleichheit auf dem Arbeitsmarkt und im öffentlichen Dienst.







    Für Freiheit und Gerechtigkeit muss die irakische Regierung den oben genannten Forderungen zustimmen, damit Demokratie und Menschenrechte bewahrt werden.

    Dies kann in einem Land wie dem Irak, der über die zweitgrößte Ölreserve der Welt verfügt, realisiert werden. Das Wohl der Menschen muss im Vordergrund stehen und nicht die jeweilige religiöse Zugehörigkeit.






    >>>>>     Die aktuelle Situation im Irak von Dr. Hikmat Al-Sabty     >>>>>








    -    Dieser Beitrag von Dr. Hikmat Al-Sabty wurde in den NUOZ veröffentlicht:     →     ab   24. Juli 2012    -












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