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Im Juli 2010 hielt Diplom-Agrar-Ingenieur Johannes Scheringer im Rahmen des Borger Gesprächskreises einen Vortrag  zu dem Thema: Ist die Energiegewinnung aus Biomasse Konkurrenz zur Nahrungsmittelproduktion? - Die zunehmend beliebter werdende Gesprächsreihe des gemeinnützigen Vereins Grüne Welt & M-V Kulinaris e.V. bereichert das geistig-kulturelle Leben in der Region in und um Ribnitz-Damgarten. Foto: Eckart Kreitlow








  • Das Vorhaben, eine Gaststätte zu betreiben, wurde inzwischen aufgegeben






  • Da wir ursprünglich einmal vorhatten, eigenständig eine Speisegaststätte betreiben zu wollen, qualifizierten wir uns im Bildungszentrum Ribnitz-Damgarten im Rahmen einer Umschulung von Anfang Oktober 1996 bis zur erfolgreichen Absolvierung der IHK-Prüfung im Juli 1998 zum Koch.


    Das Vorhaben, eine eigene Speisegaststätte betreiben zu wollen, gaben wir inzwischen auf, vor allem deshalb, weil die dafür notwendigen Investitionen uns zu hoch erschienen bzw. zu hohe Investitionskosten zu erwarten gewesen wären, um alle behördlichen Auflagen und die gesetzlich geltenden Anforderungen bei der Erteilung einer Gaststättenerlaubnis zu erfüllen.


    Ein für die Nutzung als Speisegaststätte geeignetes Objekt mit mehreren Räumen war bereits vorhanden. Auch lagen uns derzeit seit Anfang November 2007 nach einem vorangegangenen etwa dreieinhalb Jahre geführten bzw. etwa dreieinhalbjährig andauernden, aber dann doch letztendlich erfolgreich verlaufenen Behördenkampf baurechtlich für die Gäststättennutzung in diesem Objekt alle erforderlichen Genehmigungen vor.


    Doch hätten noch zusätzlich weitere kostenintensive Baumaßnahmen in diesem Objekt realisiert werden müssen, bevor der Betrieb einer Speisegaststätte möglich gewesen und von den zuständigen bundesdeutschen Behörden eine Gaststättenerlaubnis erteilt worden wäre. Deshalb nahmen wir von dem Vorhaben Abstand.


    Weiterhin denkbar wäre für uns aber noch nach wie vor, dass wir statt einer Speisegaststätte zusätzlich zu unserer seit dem Jahre 1993 bestehenden Zimmervermietung Ferienhof-Gästehaus "Am Kiefernwald" im Ribnitz-Damgartener Ortsteil Borg ein Hof-Cafe oder einen Ferienhof-Imbiss eröffnen, da dafür vermutlich die behördlichen Auflagen und die Investitionen nicht so hoch wie bei einer Speisegaststätte sind.


    Parallel zur Ausbildung zum Koch legten wir gleichzeitig über die Handwerkskammer in Rostock im Juni 1998 erfolgreich die Ausbildereignungsprüfung ab. Nach diesen fachlichen Ausbildungen arbeiteten wir in mehreren gastronomischen Einrichtungen, in insgesamt zwölf, unter anderem in einem behindertengerechten Landhotel mit 98 Betten in Gülstorf östlich der Elbe im Amtsbereich Neuhaus, Landkreis Lüneburg, im Bundesland Niedersachsen.


    Auch als Leiter einer Cafeteria und Lehrausbilder in Oranienburg bei einem gemeinnützigen Bildungsunternehmen für benachteiligte Jugendliche sowie in weiteren Gaststätten und Restaurants. Wenngleich die Arbeit in der Gastronomie uns zumeist sehr viel Spaß gemacht hatte, so entsprach die Bezahlung in dem gastronomischen Bereich durchweg leider nicht unseren Vorstellungen.


    Vor allem zwecks Chancenerhöhung für den angestrebten bzw. erwünschten weiteren Erhalt von Lehr- und Ausbildungsaufträgen als Dozent und Lehrausbilder im Gastgewerbe erfolgt mit zeitweiligen Unterbrechungen eine Fortbildung zum IHK-Dienstleistungsfachwirt bzw. Fachwirt der IHK im Gastgewerbe, die von uns bereits im September 2007 begonnen wurde.


    Derzeit erhielten wir zeitweise in der Erwachsenenqualifizierung bei einer Bildungseinrichtung auf dem ehemaligen Fracht- und Ausbildungsschiff der Deutschen Seereederei MS "Georg Büchner", das von 2003 bis Ende Mai 2013 fest vertäut im Stadthafen der Hansestadt Rostock lag sowie zum Hotelschiff umgebaut und bis 2012 auch als Jugendherberge genutzt wurde, Aufträge als Dozent im Gastgewerbe.


    Bei der Bildungsarbeit als Dozent in der Erwachsenenqualifizierung sammelten wir positive Erfahrungen. Nach einigen gemeinsamen Veranstaltungen entwickelte sich zumeist wechselseitig zwischen den Teilnehmerinnen und Teilnehmern, die alle aus dem gastronomischen Bereich kamen, und uns ein gutes Verhältnis.


    Die Atmosphäre während der mehrwöchigen Bildungsveranstaltungen zu unterschiedlichen Themenkomplexen von der Lebensmittelhygiene über Bier- und Weinherstellung, Weinanbaugebiete, Alkoholische Gärung, Methoden zur Haltbarmachung von Lebensmitteln, Formen der Ernährung, Kräuterkunde, gesunde Ernährung, Diäten, moderne Gartechnik und schonende Garverfahren, gewerbliche Versicherungen für das Gastgewerbe, Warenkalkulation, Unternehmensformen und Marketing war häufig sehr entspannt sowie angenehm und bereitete daher Freude.


    Dies bestärkte uns zu dem Zeitpunkt ganz wesentlich darin, eine IHK - Fortbildung zum Fachwirt im Gastgewerbe zu beginnen, um fachlich noch kompetenter zu werden und eher eventuell weitere Lehraufträge zu erhalten. Sehr erfreulich ist in dem Zusammenhang, dass bereits der erste fachtheoretische Prüfungsteil "Dienstleistungsfachwirt - Handlungsfeldübergreifende Qualifikationen" am 12.Oktober 2009 bei der IHK zu Rostock erfolgreich gleich im ersten Anlauf von uns absolviert worden ist.


    Demzufolge können wir uns nunmehr neben unseren sehr vielseitigen selbstständigen beruflichen Tätigkeiten uneingeschränkt auf die abschließenden Folgeprüfungen konzentrieren, sofern wir bei unserer oft sehr angespannten beruflichen Tätigkeit weiterhin die Zeit finden werden, diese 2007 begonnene Fortbildung in der Gesamtheit erfolgreich zu beenden.


    Andererseits wären für die Fortführung des zweiten Teils der Fortbildung noch weitere nicht geringe finanzielle Investitionen notwendig, so dass nicht zuletzt unter diesen Gesichtspunkten abgewägt werden muss, ob die Fortführung der Fortbildung zum Fachwirt im Gastgewerbe für uns persönlich auch tatsächlich sinnvoll ist oder wir uns nicht doch lieber stattdessen auf andere Schwerpunkte konzentrieren sollten.










      Nach 3 Jahren und 6 Monaten endlich am 2.November 2007 Erhalt der Baugenehmigung!

      Ob es in allen Ländern so lange dauert, eine Genehmigung zu erhalten, wie in Deutschland? Diese Frage kann man sicher seriös nicht so leicht beantworten. Jedoch scheint in der Bundesrepublik zumindest einiges dringend notwendig, es zu verbessern oder zu reformieren.

      Nach 3 Jahren und 6 Monaten bekamen wir endlich am 2. November 2007 die Baugenehmigung!

      Die eingereichten Unterlagen tragen den Eingangsstempel der Unteren Bauaufsichtsbehörde des Landkreises Nordvorpommern vom 11.Mai 2004!

      Nun haben wir es mit der Eröffnung unserer Gaststätte nicht so sehr eilig, denn wir wollen erst den IHK-Küchenmeisterabschluss oder alternativ den Abschluss Fachwirt der IHK im Gastgewerbe erreichen.

      Doch dass es mit den offenbar erforderlichen Genehmigungen und Erlaubnissen für eine Gaststätte so lange dauern würde, hätten wir, wenn wir es nicht selbst nun quasi live erlebt hätten, nie für möglich gehalten.

      Hätte uns das damals einer erzählt, dann hätte uns bestimmt der Glaube gefehlt, dass es so überhaupt sein könnte.

      Zumal uns zudem noch, was lobend zu erwähnen ist, alle am Genehmigungsprozess beteiligten Entscheidungsträger (und das sind etliche) wohlgesonnen waren und unser Vorhaben von Anfang an unterstützten.

      Vermutlich deshalb, weil dadurch, dass neben dem Angebot einer niveauvollen Gastronomie auch noch zusätzlich Kulturveranstaltungen angeboten sowie eventuell ein bis zwei Ausbildungsplätze im Ausbildungsberuf Koch/Köchin geschaffen werden sollen und damit das Gaststättenvorhaben wahrscheinlich eher einen gemeinnützigen als nur alleine einen eigennützigen Charakter trägt bzw. tragen wird.

      Im September 2003 reichten wir zunächst bei der Unteren Bauaufsichtsbehörde des Landkreises Nordvorpommern in fünffacher Ausfertigung erst einmal so genannte Bauvorbescheidsunterlagen ein, da der Standort baurechtlich im Außenbereich liegt und dort sehr strenge Maßstäbe gelten, so dass es zu dem Zeitpunkt keinesfalls sicher war, eine Genehmigung zu erhalten.

      Gleichzeitig davon noch ein Exemplar sicherheitshalber (einmal mehr ist manchmal besser, als einmal zu wenig) an die Industrie- und Handelskammer zu Rostock und ein weiteres Exemplar an das Landesbauministerium (insgesamt schon mal Papier aus Zellulose von 5 Bäumen, kleiner Scherz!).

      Ende Februar 2004 (fast so schnell wie bei der Feuerwehr, aber nur fast!) erhielten wir einen positiven Bauvorscheid, so dass wir von nun davon ausgehen konnten, an der Stelle eine Gaststätte irgendwann betreiben zu dürfen, denn baurechtlich durfte die nun nicht mehr (zumindest nicht so ohne weiteres) abgelehnt werden.

      Jetzt ließen wir uns von einem Architekten ein Projekt mit den vorgeschriebenen Unterlagen machen, die dann am 11.Mai 2004 bei der zuständigen so genannten Unteren Bauaufsichtsbehörde eingereicht wurden. Damit nahm der bürokratische Hürdenlauf erst einmal seinen Anfang bis er schließlich in baurechtlicher Hinsicht (Konzession dauert auch nochmal 3 bis 4 Monate!) nach 42 Monaten mit einem glücklichen Finale endete!

      Zwischendurch mussten wir aber noch unzählige Nachforderungen erfüllen, die mit zum Teil erheblichen Kosten verbunden waren. Bei der Menge der Vorschriften, Änderungen und neuen Durchführungsbestimmungen können die Beamten alles wahrscheinlich kaum noch bewältigen, so dass normalerweise eine Vereinfachung angesagt wäre, weil dies ja tatsächlich auch ein Investitionshemmnis ist, doch statt mit weniger Bürokratie ist wohl eher mit dem Gegenteil zu rechnen.

      Hinzu kommt, dass die gesetzlichen Auflagen in dem Gastgewerbe so enorm kostenintensiv geworden sind, dass, wenn das so weiter geht, bald nur noch die Gebrüder Aldi (richtig heißen sie Karl und Theo Albrecht) oder andere Milliardäre, von denen es in Deutschland mittlerweile 122 geben soll, eine Gaststätte betreiben können.

      Unser kleiner Service, falls Sie einmal zu dem sehr geschätzten weltweit anerkannten PISA-Test eingeladen werden sollten, die entscheidende Frage:

      Kann man, auch wenn man unternehmerisch noch so top ist, alleine und durch redliche Arbeit (ohne Börsenspekulationen) ein Milliardenvermögen, also eintausend Millionen Euro und mehr, eine 1 mit neun Nullen dahinter, erwirtschaften?

      Eine richtige Antwort: Trotz nicht selten enormer Arbeit, besonders in der Saison, als Gastwirt auf keinen Fall! Die andere Frage: Was ist Glück? Ist ein Mensch mit so wahnsinnig viel Geld wirklich glücklich? Schwer zu beantworten! Das Allerwichtigste ist sicher die Gesundheit!

      -   Beitragserstellung:  2.11.2007    -


      Eckart Kreitlow   





    Die zukünftige Gaststätte mit etwa 30 Sitzplätzen wird  in 1 bis 2 Jahren in einem schönen Antlitz und nach erfolgtem Umbau  vielleicht eröffnet.Südseite Ferienhof-Gästehaus















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    Blick auf die Ostsee und den Strand in Ostseebad Dierhagen auf der Halbinsel Fischland in Mecklenburg-Vorpommern. Foto: Eckart KreitlowBlick auf die Ostsee und den Strand in Ostseebad Dierhagen auf der Halbinsel Fischland in Mecklenburg-Vorpommern. Foto: Eckart KreitlowBlick auf die Ostsee und den Strand in Ostseebad Dierhagen auf der Halbinsel Fischland in Mecklenburg-Vorpommern. Foto: Eckart Kreitlow



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    Eine Fähre der Scandlines Reederei verlässt Rostock mit Kurs Gedser / Dänemark. Foto: Eckart KreitlowEine Fähre der Scandlines Reederei verlässt Rostock mit Kurs Gedser / Dänemark. Foto: Eckart KreitlowEine Fähre der Scandlines Reederei verlässt Rostock mit Kurs Gedser / Dänemark. Foto: Eckart KreitlowEine Fähre der Scandlines Reederei verlässt Rostock mit Kurs Gedser / Dänemark. Foto: Eckart Kreitlow



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