Brennpunkte aktuell

Eigenheimsiedlung Am Mühlenberg in der Bernsteinstadt Ribnitz-Damgarten. Foto: Eckart Kreitlow




Nachrichten, Berichte, Kommentare, Hintergründe,
Meinungen über aktuelle Krisenherde in der Welt!










    Atomarer   Super-GAU   in Japan gefährdet auch die Nachbarstaaten der Region










    Physiker:   Fukushima  könnte "schlimmer als Tschernobyl" werden









    Japans selbstlose Helden kämpfen in der Strahlenhölle von Fukushima gegen das atomare Inferno


    In der Strahlenhölle auf dem Gelände der schwer beschädigten bzw. weitestgehend zerstörten Reaktoren des Atomkraftwerkes von Fukushima kämpfen selbstlose Menschen, die wahre Helden sind, weil sie höchstwahrscheinlich sogar dort ihr eigenes Leben für das Leben tausender anderer Menschen opfern, verzweifelt, um den Strahlenaustritt zu reduzieren und die Lage eventuell doch noch zu stabilisieren. Ob es gelingt, können wir nur hoffen. Die Informationen dazu sind sehr widersprüchlich. Im Zentrum der verzweifelten Anstrengungen stehen Versuche, die Kühlung der Brennstäbe wieder in Gang zu setzen. Sollte dies nicht mehr gelingen, bliebe vermutlich nur noch der Bau einer riesigen Betonhülle, ähnlich wie damals vor etwa 25 Jahren bei der gewaltigen Tschernobyl-Katastrophe.



    Schlimmstes Erdbeben in der Geschichte, gewaltige Tsunami und sogar Atomkatastrophe in Japan



    Der viertgrößte Inselstaat Japan, der mit seinen etwa 130 Millionen Einwohnern zu den bevölkerungsreichsten Ländern der Welt zählt, wurde am 11.März 2011 um 14:45 Uhr Ortszeit (6:45 Uhr MEZ) von dem wahrscheinlich in seiner langen Geschichte verheerendsten Erdbeben und danach von mehreren schweren Nachbeben sowie mindestens einer riesigen Flutwelle nach nachträglichen Ermittlungen von sage und schreibe bis zu 23 m Höhe, einem so genannten Tsunami mit ungeheurer Energie, heimgesucht.

    Um die Welt gehende erschütternde Fotos von den Orten des Geschehens vermitteln zum Teil apokalyptische Eindrücke. Das Hauptbeben hatte die Stärke 8,9 auf der Richterskala, nachträglich hochgestuft auf 9,0. Die Zerstörungen sind gewaltig. Es ist mit einer sehr hohen Anzahl von Toten und Verletzten zu rechnen. Nach Satellitenmessungen via GPS in den USA, wie Agenturen berichten, sollen sich durch das Erdbeben sogar die Landmassen der japanischen Hauptinsel Honshū um 2,4 Meter verschoben haben.

    Wissenschaftler des italienischen Instituts für Geophysik und Vulkanologie vermeldeten topaktuell, das 1999 gegründete Institut ist eines der renommiertesten geowissenschaftlichen Forschungseinrichtungen mit Sitz in Rom, nach ihren Ermittlungen habe sich die Erdrotationsachse um etwa 10 Zentimeter verschoben. Dies sei die größte Verschiebung der Erdrotationsachse seit dem schweren Erdbeben 1960 in Chile.



    Das Horrorszenario in Japan nimmt kein Ende:   Sogar im dritten Atomkraftwerk droht ein GAU



    Japan liegt in einem der erdbebenreichsten Gebiete der Welt überhaupt, zu denen unter anderem auch das Gebiet in und um den Japangraben gehört, in deren Nähe auch das Zentrum des jüngsten und bisher schwersten Erdbebens in Japans Geschichte lag. Das Epizentrum befand sich im Meer etwa 130 km von der Millionenstadt Sendai in der Region Töhoku am Pazifik und etwa 400 km von der japanischen Hauptstadt Tokio entfernt.

    Menschen in aller Welt bekunden ihre Anteilnahme. Die Japaner sind in diesen schweren Stunden und Tagen ob des ihnen widerfahrenen Schicksals zu bedauern. Bewunderung aber für die Menschen in Japan, deren Land auch "das Land der aufgehenden Sonne" genannt wird, rufen Berichte über ihren Zusammenhalt hervor sowie darüber, wie man sofort daran geht, die verheerenden Katastrophenfolgen zu überwinden.

    Tief betroffen versuchen die japanische Regierung und Premierminister Naoto Kan persönlich sich ein Bild über das gewaltige Ausmaß der Katastrophe zu machen und den von den schicksalsreichen Naturereignissen schwer Betroffenen Mut zuzusprechen sowie unverzüglich Hilfsmaßnahmen einzuleiten. Regierungen in aller Welt sagten Hilfen zu, darunter auch Deutschland, wie dies die Bundeskanzlerin Frau Dr. Angela Merkel dem japanischen Regierungschef übermittelte.

    Nach jüngsten Meldungen der japanischen Nachrichtenagentur musste sogar Atomalarm ausgerufen werden, da es offenbar, man mag es sich gar nicht vorstellen, ähnlich wie in Tschernobyl vor fast 25 Jahren, im Kernkraftwek Fukushima 1 zu einer Kernschmelze, also zu einem so genannten Supergau, dem schlimmsten aller Fälle, gekommen sein soll. Das Reaktorgebäude ist offenbar durch Explosionen vollständig zerstört, zumindest jedoch schwer beschädigt.



    Erschütternde Fotos vom Geschehen in Japan vermitteln zum Teil apokalyptische Eindrücke



    Radioaktives Cäsium sei bereits außerhalb, ein wichtiges Indiz für die offenbar bereits stattgefundene Kernschmelze, im Umkreis des AKW gefunden worden. Die Internationale Atomenergiebehörde (IAEO) wurde verständigt. Das zwölf Kilometer von dem AKW Fukushima 1 entfernte Atomkraftwerk Fukushima 2 meldete auch eine sehr besorgniserregende Havarie im Kühlsystem des Reaktors.

    Die 55 japanischen AKW erfüllen bzw. genügen zwar hohen und höchsten Sicherheitsstandards, doch zeigen die aktuellen Ereignisse den Kernkraftbetreibern das selbst die leider nicht in jedem Fall ausreichen, um Gefährdungen der Menschen zu vermeiden und extremen Naturgewalten zu widerstehen.

    Nicht zuletzt deshalb warnen weltweit von der Atomlobby unabhängige Forscher sowie verantwortungsvolle Politiker, vor allem jene, die nicht von der Atomindustrie direkt oder indirekt abhängig sind und die Gefahren erkannt haben, vor den schwer bzw. gar unkalkulierbaren Risiken der Nutzung der Kernenergie, doch leider bisher ohne Erfolg.

    Allerdings wird die gigantische Naturkatastrophe in Japan, die leider gleichzeitig noch zu einer gewaltigen Atomkatastrophe wurde, sicher dazu führen, dass die Atomprofiteure und ihre Lobbyisten es künftig schwerer haben werden, die Risiken der Kernenergie zu bagatellisieren oder gar zu negieren.



    Atomindustrie darf Risiken der Kernenergie nicht weiter bagatellisieren oder gar negieren



    Laut der Übersicht "Kernenergie nach Ländern" von Wikipedia deckte Japan im Jahre 2010 etwa ein Drittel (29 Prozent) seines Energiebedarfs durch Kernenergie. Zwei weitere Kernkraftwerke sind seit 2010 noch im Bau. Nach ihrer Fertigstellung liefern dann 57 AKW Strom aus Kernenernergie. 12 AKW sind in Japan in Planung, doch wird nun wohl mit größter Wahrscheinlichkeit das Zeitalter der Nutzung von Kernenergie nach diesen furchtbarsten Ereignissen insbesondere wegen der offensichtlichen Nichtbeherrschbarkeit der Technologie in unvorhersehbaren Extremsituationen nicht nur in Japan endgültig vorbei sein.

    Völlig klar ist, dass wir Menschen zwar gegen Naturkatastrophen weitestgehend machtlos sind. Bestenfalls können wir die Folgen mildern, bei Erdbeben zum Beispiel durch eine entsprechende mehr oder weniger erdbebensichere Bauweise, doch Atomkatastrophen sind zu verhindern, indem man unter anderem künftig verstärkt auf die Stromgewinnung aus erneuerbaren Energien setzt, die Grundlagenforschung dazu forciert und die Atomkraftwerke lieber früher als später abschaltet.

    Die gebetsmühlenartigen Beteuerungen der Energiekonzerne und ihrer ihnen de facto offenbar hörigen bzw. treu ergebenen gut dotierten Steigbügelhalter in der Politik, die Atomkraftwerke seien angeblich sicher, denen es vermutlich allerdings in Wirklichkeit nur um die in der so genannten Marktwirtschaft vordergründigen Sicherung von Maximalgewinn bzw. Maximalprofit geht, werden zumindest seit dieser größten Katastrophe in Japans Geschichte in diesen Märztagen des Jahres 2011, aber auch schon vorher von der Atomlobby unabhängigen und an humanistischen Werten wie Verantwortungsgefühl, Moral und Ethik orientierten Wissenschaftlern, ad absurdum geführt und sind deshalb verantwortungslos.

    Zusätzlich zu den Problemen der Reaktorsicherheit und einer Reihe weiterer Probleme kommen noch die Probleme mit der Endlagerung des Atommülls, denn auch die Problematik der Endlagerung ist weltweit unbefriedigend gelöst. Der Super-GAU in Japans AKW Fukushima 1 beweist, dass selbst alte Brennstäbe in so genannten Abklingbecken bei Verdampfung des Kühlwassers infolge von Katastrophen oder Havarien sich selbst entzünden und dann im weiteren Verlauf der Ereignisse zu Strahlenschleudern werden können.



    Spät, aber noch nicht zu spät: Ändert die Bundesregierung nun endlich ihre Atompolitik?




    -     Beitragserstellung:   12.März 2011    Ergänzungen:   13.März 2011   /   19.März 2011    -

    Eckart Kreitlow










    Tagtäglich Hunger- und Flüchtlingstragödien in Afrika und an den Aussengrenzen der Europäischen Union!


    Alleine was auf den Internetseiten verschiedener Hilfsorganisationen an Informationen zu finden ist, darf bzw. sollte Niemanden von uns unberührt lassen.

    Greifen wir nur einmal borderline-europe heraus. Dort erfährt man, dass Tausende Menschen in kurzen Zeiträumen bei dem Versuch umkommen, über das Meer nach Europa zu gelangen. In dieser Woche kenterte vor türkischen Küste ein Flüchtlingsboot mit Migranten. Alleine dort ertranken mindestens 51 Menschen.

    Es ist sicher klar, dass Europa nicht Millionen und Abermillionen Flüchtlinge aufnehmen kann, doch müssen menschliche Lösungen gesucht und gefunden werden. Wir können und dürfen da nicht gleichgültig sein.

    Die effektivste Lösung, zumindest der wesentlichste Teil, wäre wahrscheinlich, eine faire Weltwirtschaftspolitik durchzusetzen und Afrika nicht als billigen Rohstoffmarkt zu missbrauchen. Mit den Erlösen, die den afrikanischen Produzenten verbleiben, können die Menschen dort nicht auf einen grünen Zweig kommen.

    Die Erlöse decken noch nicht einmal die Unkosten, geschweige denn, dass man davon Leben kann! Weitere Probleme sind in manchen afrikanischen Staaten (leider auch in Staaten anderer Kontinente) korrupte Regierungen, die vorwiegend in ihre eigenen Taschen wirtschaften, Hilfsgelder nicht zweckentsprechend einsetzen, ihr eigenes Volk skrupellos ausbeuten etc..

    In einigen Regionen toben blutige Bürgerkriege wie zum Beispiel in Darfur im Sudan. Selbst, man mag es kaum glauben, zumal wir im 21.Jahrhundert leben, Sklavenhandel soll es teilweise noch geben, ebenfalls im Sudan, aber auch in anderen afrikanischen Staaten. Sogar Kinder werden als Soldaten missbraucht!

    Jedenfalls kann und darf alles nicht dem Selbstlauf überlassen bleiben. Die Lösungen müssen durchdacht und vor allem wirksam sein, so dass die Menschen in ihren Ländern eine vernünftige Perspektive haben und ein menschenwürdiges Leben führen können. Dann wären auch keine Flüchtlingsströme mehr zu erwarten, auf jeden Fall nicht in den gegenwärtigen Dimensionen.

    Die Perfektionierung der Abschottung mit militärischen Mitteln und modernsten Grenzsicherungsanlagen, die die Flüchtlinge an dem Verlassen ihrer Heimatländer hindern sollen, ist keinesfalls der richtige Weg und zudem noch zutiefst inhuman, wie das reale Leben an den EU-Aussengrenzen Tag für Tag beweist!

    Es dürfte darüber hinaus aber auch eine sehr kurzfristige Politik sein, wie sie gegenwärtig leider betrieben wird, da man offenbar Ursache und Wirkung verwechselt.

    Würde nämlich die eigentliche Ursache, die wirtschaftliche Unterentwicklung Afrikas und der unfaire Welthandel, beseitigt, hätten davon auch mit Sicherheit ebenso die übrigen Ländern, nicht zuletzt die Länder Europas, einen Vorteil.

    Die Klimapolitik käme voran und vieles andere mehr, was wir wahrscheinlich im Moment noch gar nicht erkennen bzw. vermuten, könnte sich vielleicht in der Welt positiv entwickeln?


    -    Beitragserstellung:   08.09.2007    -

    Eckart Kreitlow










Blick au den Alten Strom in Warnemünde. Foto: Eckart Kreitlow










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Blick auf die Ostsee und den Strand in Ostseebad Dierhagen auf der Halbinsel Fischland in Mecklenburg-Vorpommern. Foto: Eckart KreitlowBlick auf die Ostsee und den Strand in Ostseebad Dierhagen auf der Halbinsel Fischland in Mecklenburg-Vorpommern. Foto: Eckart KreitlowBlick auf die Ostsee und den Strand in Ostseebad Dierhagen auf der Halbinsel Fischland in Mecklenburg-Vorpommern. Foto: Eckart Kreitlow



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Eine Fähre der Scandlines Reederei verlässt Rostock mit Kurs Gedser / Dänemark. Foto: Eckart KreitlowEine Fähre der Scandlines Reederei verlässt Rostock mit Kurs Gedser / Dänemark. Foto: Eckart KreitlowEine Fähre der Scandlines Reederei verlässt Rostock mit Kurs Gedser / Dänemark. Foto: Eckart KreitlowEine Fähre der Scandlines Reederei verlässt Rostock mit Kurs Gedser / Dänemark. Foto: Eckart Kreitlow



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