Wunderschöner Rhododendron. Fotos: Eckart KreitlowWunderschöner Rhododendron. Fotos: Eckart KreitlowWunderschöner Rhododendron. Fotos: Eckart KreitlowWunderschöner Rhododendron. Fotos: Eckart Kreitlow





Buchlesungen mit Egon Krenz, ehemaliger Vorsitzender des Staatsrates der DDR, ehemaliger Generalsekretär des ZK der SED und ehemaliger Vorsitzender des Nationalen Verteidigungsrates der DDR. / nach dem Zweiten Weltkrieg bestanden über vier Jahrzehnte zwei deutsche Staaten mit unterschiedlichen gesellschaftlichen Systemen - die Gründung der DDR erfolgte am 7. Oktober 1949  - die Auflösung der DDR erfolgte am 3. Oktober 1990, dem Tag der Wiedervereinigung der beiden deutschen Staaten.










    Gemeinnütziger Heimat- und Bildungsverein Ribnitz-Damgarten e. V. - Vereinsgründung am 18.06.2008 - Namensänderung am 12.05.2017
    Übersicht über die Vereinsaktivitäten - Gemeinnütziger Heimat- und Bildungsverein Ribnitz-Damgarten e. V. - Vereinsgründung am 18.06.2008 - Namensänderung am 12.05.201










B o r g e r    G e s p r ä c h s k r e i s











    Buchlesung mit Egon Krenz zu seinem neuesten Buch 'CHINA. Wie ich es sehe' - Gemeinsame Veranstaltung der VVN BdA der Hansestadt Stralsund und des Heimat- und Bildungsvereins Ribnitz-Damgarten e. V. am 2. Oktober 2018 im Vereinsraum am Sportplatz 'Stadion am Bodden' in Ribnitz-Damgarten. Fotos: Eckart Kreitlow




    Volksrepublik China auf Platz zwei der stärksten Volkswirtschaften der Welt!

    Rasante, sehr erfolgreiche und beeindruckende Entwicklung der Volksrepublik China in den vergangenen Jahrzehnten
    langfristig auf dem Weg des Sozialismus chinesischer Ausprägung


    Buchlesung von Egon Krenz, ehemaliger Generalsekretär des ZK der SED und Vorsitzender des Staatsrates der DDR, zu seinem neuesten Buch "China. Wie ich es sehe" mit anschließendem Diskussionsforum in der Bernsteinstadt Ribnitz-Damgarten


    Ribnitz-Damgarten. Die Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes - Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten der Hansestadt Stralsund und der Heimat- und Bildungsverein Ribnitz-Damgarten e. V. hatten gemeinsam am 2. Oktober 2018 um 18 Uhr zu einer Buchlesung mit Egon Krenz, ehemaliger Generalsekretär des ZK der SED und Vorsitzender des Staatsrates der DDR, zu seinem neuesten Buch "China. Wie ich es sehe" mit anschließendem Diskussionsforum in den Vereinsraum am "Stadion am Bodden" der Bernsteinstadt Ribnitz-Damgarten eingeladen. Die Anzahl der Gäste überstieg mit etwa siebzig Teilnehmerinnen und Teilnehmer deutlich die Erwartungen der Veranstalter, denn die zunächst vorhandenen Stühle reichten nicht aus. Es mussten noch weitere Stühle dazu geholt werden. Auch inhaltlich war es eine gelungene Veranstaltung. So war es am Ende vielfach zu hören.

    Die Veranstaltung moderierte Dr. Marianne Linke, ehemalige Sozialministerin des Landes Mecklenburg-Vorpommern. Sie begrüßte alle Anwesenden sehr herzlich und erteilte Egon Krenz das Wort, der dann sogleich mit der Lesung seines Buches begann. Egon Krenz schilderte sehr umfassend und auf sehr interessante Weise seine zahlreichen Eindrücke und Erlebnisse von seinen Reisen in die Volksrepublik China. In das mit etwa 9,6 Millionen Quadratkilometern viertgrößte und mit gegenwärtig etwa 1,4 Milliarden Menschen bevölkerungsreichste Land der Erde, das rasant und sehr erfolgreich den Sozialismus chinesischer Prägung aufbaut, reiste Egon Krenz schon mehrmals und jedes Mal gewann er neue Eindrücke und hatte neue Begegnungen.

    Zu den größten Erfolgen Chinas gehöre, so Egon Krenz weiter, dass die Volksrepublik China inzwischen hinter den USA auf Platz zwei der stärksten Volkswirtschaften der Welt aufgestiegen sei und dass es gelang, in den zurückliegenden Jahrzehnten etwa 800 Millionen Menschen aus der Armut zu holen. Im deutschen Mainstream sei von diesen großartigen Erfolgen Chinas allerdings sehr wenig oder kaum etwas zu hören oder zu lesen. Bei uns in Deutschland betrachte man die Welt eher auf eine "eurozentrische Weise". Auch auf dem Gebiet der Wissenschaften sei die Volksrepublik China außerordentlich erfolgreich. Zum Beispiel gebe es in Changshu einen Supercomputer mit der unvorstellbaren Leistung von 1, 372 Billiarden Rechenoperationen in der Sekunde (die Zahl eine Billiarde entspricht einer eins mit fünfzehn Nullen dahinter!).

    Etwa eine Stunde las Egon Krenz in seinem neuesten Buch "China. Wie ich es sehe", bevor er dann zahlreiche Fragen beantwortete. Provokative Fragen waren nicht dabei. Alles in allem ging es während der Veranstaltung auch in angenehmer Atmosphäre sehr sachlich zu, was leider in der Bundesrepublik Deutschland nicht selbstverständlich ist, zumindest wenn die Referenten früher führende Repräsentanten der DDR waren. Im Namen der Veranstalter dankte Dr. Marianne Linke Egon Krenz sehr herzlich und überreichte ihm als Dankeschön einen Blumenstrauß. Danach signierte Egon Krenz zahlreiche Exemplare seines Buches "China. Wie ich es sehe", die sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Veranstaltung gekauft hatten. Mein dort erworbenes Buch signierte Egon Krenz mit den Worten "Für Eckart mit guten Wünschen", worüber ich mich sehr freue.


    Eckart Kreitlow








Buchlesung mit Egon Krenz in Ribnitz-Damgarten zu seinem neuesten Buch 'China - Wie ich es sehe!' am 2. Oktober 2018 im Vereinsraum am 'Stadion am Bodden', Damgartener Chaussee 42, in Ribnitz-Damgarten - PDF






















    Die DDR und ihre Geschichte - Buchlesung mit Egon Krenz, ehemaliger Generalsekretär des ZK der SED, ehemaliger Vorsitzender des Staatsrates der DDR und ehemaliger Vorsitzender des Nationalen Verteidigungsrates der DDR, zu Walter Ulbricht. Foto: Eckart Kreitlow
    Buchlesung mit Egon Krenz, ehemaliger Generalsekretär des ZK der SED und ehemaliger Vorsitzender des Staatsrates und des Nationalen Verteidigungsrates der DDR, am 24.November 2013 in Redebas, Landkreis Vorpommern-Rügen, zu seinem jüngsten Buch Walter Ulbricht - Zeitzeugen erinnern sich, dessen Herausgeber Egon Krenz auch ist. Foto: Eckart KreitlowEgon Krenz, ehemaliger Generalsekretär des ZK der SED, ehemaliger Vorsitzender des Staatsrates der DDR und ehemaliger Vorsitzender des Nationalen Verteidigungsrates der DDR, am 24.November 2013 in Redebas, Landkreis Vorpommern-Rügen, während einer Buchlesung zu seinem jüngsten Buch Walter Ulbricht - Zeitzeugen erinnern sich, dessen Herausgeber Egon Krenz auch ist. Foto: Eckart Kreitlow
    Buchlesung mit Egon Krenz, ehemaliger Generalsekretär des ZK der SED und ehemaliger Vorsitzender des Staatsrates und des Nationalen Verteidigungsrates der DDR, am 24.November 2013 in Redebas, Landkreis Vorpommern-Rügen, zu seinem jüngsten Buch Walter Ulbricht - Zeitzeugen erinnern sich, dessen Herausgeber Egon Krenz auch ist. Foto: Eckart Kreitlow
    Buchlesung mit Egon Krenz, ehemaliger Generalsekretär des ZK der SED und ehemaliger Vorsitzender des Staatsrates und des Nationalen Verteidigungsrates der DDR, am 24.November 2013 in Redebas, Landkreis Vorpommern-Rügen, zu seinem jüngsten Buch Walter Ulbricht - Zeitzeugen erinnern sich, dessen Herausgeber Egon Krenz auch ist. Foto: Eckart Kreitlow
    Buchlesung mit Egon Krenz, ehemaliger Generalsekretär des ZK der SED und ehemaliger Vorsitzender des Staatsrates und des Nationalen Verteidigungsrates der DDR, am 24.November 2013 in Redebas, Landkreis Vorpommern-Rügen, zu seinem jüngsten Buch Walter Ulbricht - Zeitzeugen erinnern sich, dessen Herausgeber Egon Krenz auch ist. Foto: Eckart Kreitlow
    Buchlesung mit Egon Krenz, ehemaliger Generalsekretär des ZK der SED und ehemaliger Vorsitzender des Staatsrates und des Nationalen Verteidigungsrates der DDR, am 24.November 2013 in Redebas, Landkreis Vorpommern-Rügen, zu seinem jüngsten Buch Walter Ulbricht - Zeitzeugen erinnern sich, dessen Herausgeber Egon Krenz auch ist. Foto: Eckart KreitlowBuchlesung mit Egon Krenz, ehemaliger Generalsekretär des ZK der SED und ehemaliger Vorsitzender des Staatsrates und des Nationalen Verteidigungsrates der DDR, am 24.November 2013 in Redebas, Landkreis Vorpommern-Rügen, zu seinem jüngsten Buch Walter Ulbricht - Zeitzeugen erinnern sich, dessen Herausgeber Egon Krenz auch ist. Foto: Eckart Kreitlow
    Buchlesung mit Egon Krenz, ehemaliger Generalsekretär des ZK der SED und ehemaliger Vorsitzender des Staatsrates und des Nationalen Verteidigungsrates der DDR, am 24.November 2013 in Redebas, Landkreis Vorpommern-Rügen, zu seinem jüngsten Buch Walter Ulbricht - Zeitzeugen erinnern sich, dessen Herausgeber Egon Krenz auch ist. Foto: Eckart Kreitlow
    Buchlesung mit Egon Krenz, ehemaliger Generalsekretär des ZK der SED und ehemaliger Vorsitzender des Staatsrates und des Nationalen Verteidigungsrates der DDR, am 24.November 2013 in Redebas, Landkreis Vorpommern-Rügen, zu seinem jüngsten Buch Walter Ulbricht - Zeitzeugen erinnern sich, dessen Herausgeber Egon Krenz auch ist. Foto: Eckart Kreitlow






    Egon Krenz: "Sein ganzes Leben beschäftigte sich Walter Ulbricht mit der Frage Krieg und Frieden!"


    Anfang der fünfziger Jahre Sowjet- und DDR-Führung für Wiedervereinigung beider deutscher Staaten


    Redebas. Der Regionalverband DIE LINKE Barth-Stralsund des Kreisverbandes DIE LINKE Vorpommern-Rügen hatte am Sonntag, dem 24. November 2013, zu einer Buchlesung mit Egon Krenz, ehemaliger Generalsekretär des ZK der SED und ehemaliger Vorsitzender des Staatsrates und des Nationalen Verteidigungsrates der DDR, zu seinem jüngsten im Verlag Das Neue Berlin erschienenen Buch "Walter Ulbricht - Zeitzeugen erinnern sich", ISBN 978-3-360-02160-1, dessen Herausgeber Egon Krenz auch ist, und einem Gedankenaustausch nach Redebas in der Nähe von Barth im Landkreis Vorpommern-Rügen in die dortige Raststätte eingeladen.

    Natürlich kann eine Buchlesung, so gut sie auch sein mag, nicht die Lektüre des jeweiligen Werkes ersetzen. Schon gar nicht, wenn es wie dieses Buch 608 Seiten umfasst. Allerdings kann eine Buchlesung Interesse wecken und einen Einblick geben. Beides gelang Egon Krenz sehr gut, indem er nach dem Zitieren aus dem Vorwort auf die Inhalte seiner Gespräche mit vielen Zeitzeugen einging, von denen jedoch inzwischen bereits einige leider verstorben sind. Nach den Worten von Egon Krenz seit der Herausgabe des Buches allein acht Zeitzeuginnen bzw. Zeitzeugen, mit denen er zuvor noch Gespräche führen konnte.

    Interessant war nicht nur die Wiedergabe eines kurzen Auszuges von Egon Krenz aus seinem Gespräch mit dem langjährigen sowjetischen Chefdiplomaten und exzellenten Deutschlandkenner Valentin Michailowitsch Falin, aus dem vor allem hervorgeht, dass sowohl die Sowjetunion unter Stalin im Allgemeinen als auch die damalige Führung der DDR unter Walter Ulbricht im Besonderen am Anfang der fünfziger Jahre des vorigen Jahrhunderts für die Wiedervereinigung der beiden deutschen Staaten eintraten.

    Doch sei die Wiedervereinigung durch die Westmächte kategorisch abgelehnt und durch die spätere Einbeziehung der BRD in die NATO unmöglich gemacht worden. Valentin Michailowitsch Falin, Jahrgang 1926, der von 1945 bis 1950 am Moskauer Institut für Internationale Beziehungen neben dem Hauptfach Völkerrecht als weiteres Hauptfach Deutschland studierte, war vorwiegend im außenpolitischen Dienst der Sowjetunion tätig, unter anderem war Valentin Michailowitsch Falin von 1971 bis 1978 Botschafter der UdSSR in Bonn und deshalb mit der Politik in und um Deutschland bestens vertraut.

    Aus der Erwähnung der Zeitzeugen durch Egon Krenz während der Buchlesung und der anschließenden Diskussion wurde ein umfassendes Bild von Walter Ulbricht als ein großer Staatsmann und als Mensch vermittelt. Auch Zitate aus dem Gespräch mit Walter Ulbrichts Leibarzt Dr. Rainer Fuckel trugen dazu bei, die sich im letzten Abschnitt des Buches wiederfinden. Darin kam zum Beispiel unter anderem zum Ausdruck, dass Walter Ulbricht bis zu seinem Tode am 1.August 1973 geistig noch sehr gut beieinander war.


    Eckart Kreitlow




    Walter Ulbricht (30. Juni 1893 – 1. August 1973)


    Buchlesung mit Egon Krenz, ehemaliger Generalsekretär des ZK der SED und ehemaliger Vorsitzender des Staatsrates und des Nationalen Verteidigungsrates der DDR, am 24.November 2013 in Redebas, Landkreis Vorpommern-Rügen, zu seinem jüngsten Buch Walter Ulbricht - Zeitzeugen erinnern sich, dessen Herausgeber Egon Krenz auch ist. Foto: Eckart Kreitlow
































B o r g e r    G e s p r ä c h s k r e i s







Rezension zu dem 2009 erschienenen Buch
"Gefängnis-Notizen"
von Egon Krenz, ehemaliger Generalsekretär des ZK der SED, ehemaliger Vorsitzender des
Staatsrates der DDR und ehemaliger Vorsitzender des Nationalen Verteidigungsrates der DDR




Eine Rezension zu dem 2009 erschienenen  Buch Gefängnis-Notizen von Egon Krenz, ehemaliger Vorsitzender des Staatsrates der DDR, ehemaliger Vorsitzender des Nationalen Verteidigungsrates der DDR und ehemaliger Generalsekretär des ZK der SED. Foto: Eckart Kreitlow






    "So, wie sie ist,

    kann diese Welt nicht bleiben!"

    Eine Rezension zu dem 2009 erschienenen Buch "Gefängnis-Notizen" von Egon Krenz, ehemaliger Vorsitzender des Staatsrates der DDR, ehemaliger Vorsitzender des Nationalen Verteidigungsrates der DDR und ehemaliger Generalsekretär des ZK der SED

    Der Anlass für uns darüber zu schreiben ist, dass wir nach dem Lesen des aus unserer Sicht sehr interessanten Buches von Egon Krenz den Eindruck gewannen, viele neue wichtige Details erfahren zu haben, die in verschiedener Hinsicht glaubhaft bemerkenswerte Aufschlüsse gaben und dort bei uns zugleich Klarheit schufen, wo uns diese bisher fehlte.

    Völlig abweichend von den zumeist bundesweit in wenigen, dafür aber riesigen marktbeherrschenden Unternehmensgeflechten mit zum Teil milliardenschweren Anteilseignern in einzelnen so genannten überregionalen Mantelredaktionen, Kartellen und international agierenden Konzernen weitestgehend synchron geschalteten konservativen Print- und elektronischen Medien vermutlich sogar vorsätzlich verbreiteten bzw. dargestellten falschen Klischees und den überwiegend von ihnen manipulierten, entstellten und verzerrten Geschichtsbildern über die DDR.

    Einhergehend mit dem Versuch, alles zu entwerten, was mit der DDR im Zusammenhang stand. Die Biografien, die Lebensleistungen der Bürger, die Gemeinschaft, das Zusammengehörigkeitsgefühl, selbst die beispielhafte Bildungspolitik der DDR und die erworbenen Abschlüsse an Fachschulen, Hochschulen und Universitäten der DDR werden diskreditiert. Letztendlich versucht man in der konservativen medialen Darstellung unaufhörlich, an der DDR "kein gutes Haar" zu lassen.

    Gleichzeitig denken bzw. hoffen wir, dass der eine oder andere Leser unserer Rezension vielleicht gar dazu angeregt werden könnte, sich, wie wir es taten, das jüngste Buch "Gefängnis-Notizen" des ehemaligen Partei- und Staatschefs der DDR Egon Krenz ebenfalls zu kaufen und es zu lesen, um dann anhand der darin aufgezeigten Fakten und Schilderungen noch einmal über die DDR sowie in dem Kontext über die damaligen und gegenwärtigen gesellschaftlichen Fragen und Zusammenhänge neu nachzudenken?

    In dem im Verlag Das Neue Berlin 2009 erschienenen Buch von Egon Krenz erhält der vor allem an den Tatsachen interessierte Leser auf 234 Seiten eine Vielzahl von teilweise sehr komplexen und aussagekräftigen Informationen sowohl zu den eigentlichen Hintergründen des zugleich damals mit der nachhaltigen Delegitimierung der DDR in den neunziger Jahren einhergegangenen politischen Prozesses, der engen Verflechtung und den Abhängigkeiten der Behörden untereinander, zu ihrem Zusammenspiel mit den Medien und zu den ranghohen Hauptbeteiligten aus bundesdeutscher Justiz und Politik bei der aufwändigen Anklagekonstruktion gegen den ehemaligen Partei- und Staatschef der DDR , zu den dominierenden Geisteshaltungen der Akteure, ihrem Rechtsverständnis sowie ihren Auffassungen von Recht und Gerechtigkeit und zu einzelnen Charakteren hoher Beamter, zum unwürdigen Umgang mit den geladenen Zeugen als auch über den von Egon Krenz erlebten sehr rüden Gefängnisalltag in Moabit, Plötzensee und Hakenfelde bis hin zu seiner Sicht als Zeitzeuge und Staatsmann.

    Aber auch zu den Machenschaften der Treuhandanstalt und ihrer Politik des Plattmachens, des Verschleuderns von DDR-Volksvermögen in großem Stil und der beispiellosen Deindustriealisierung Ostdeutschlands erfährt der Leser Details. Genauso wie zu der angeblichen Verschuldung der DDR oder zur damaligen sowjetischen Führung, ihrer Politik und ihrem Einfluß auf die DDR und ihr Grenzregimes sowie zur tatsächlichen Rolle Michail Gorbatschows beim Zerfall der Sowjetunion und der sozialistischen Staatengemeinschaft und über den bis heute noch nicht endgültig aufgeklärten mysteriösen Tod des ersten Treuhandchefs Detlev Karsten Rohwedder am 1.April 1991.

    Wollte er vielleicht nicht mehr so wie seine Auftraggeber oder wusste er gar etwa zuviel? Die Antworten darauf werden wohl für immer im Dunkeln bleiben?

    Egon Krenz unter anderem zu dem DDR-Vermögen und seiner Verschleuderung durch die Treuhand wörtlich (mit Herr S. ist ein Bundestagsabgeordneter gemeint, der sich abfällig zur DDR und sehr besserwisserisch über Egon Krenz geäußert hatte):

    "Ich könnte mich mit der Idee anfreunden, dass Herr S. sich dafür stark macht, dass mir diejenigen in der Zelle Gesellschaft leisteten, die die Treuhandanstalt geleitet haben oder in der Bundesregierung dafür verantwortlich waren.

    Ich wäre gespannt, wie sie mir erklärten, dass aus einem DDR-Vermögen von

    1 600 Milliarden DDR-Mark (!)    ein angebliches Minus von etwa   400 Milliarden DM

    wurde.

    Ich würde zu gern erfahren, wie es möglich ist, mitten in Europa und mitten im Frieden innerhalb von wenigen Jahren eine ganze Volkswirtschaft verschwinden zu lassen. Was da verschleudert und vernichtet wurde, war immerhin die angehäufte Arbeit von drei Nachkriegsgenerationen im Osten Deutschlands.


    85 Prozent (!)   davon gingen dem Vernehmen nach    in westdeutsche Hände (!),

    zehn Prozent    in ausländischen Besitz und nur

    fünf Prozent   blieben ostdeutsches Eigentum."


    Egon Krenz schreibt in "Gefängnis-Notizen" schließlich auch über die ihm verbliebenen und neu gewonnenen Freunde und über seine tausendfach erfahrene Solidarität aus dem In- und Ausland vor, während und nach seinem von der bundesdeutschen Justiz für vier Jahre in Vollzug gesetzten Gefängnisaufenthalt, aber ebenso über seine erduldeten Schikanen und über dem ihm von einigen Aufgehetzten, Fehlgeleiteten oder eingefleischten Antikommunisten entgegengeschlagenem Hass.

    Im Schlussteil seines Buches verweist der im Jahre 1989 ehemals oberste Repräsentant der DDR Egon Krenz (nach der Ablösung bzw. dem Rücktritt Erich Honeckers am 18.Oktober 1989) darauf, dass er weit davon entfernt sei, seine Erfahrungen als Rezept zu offerieren, da er zu den Gescheiterten gehöre. Auch wenn er inzwischen viel dazugelernt habe und wohl nicht zweimal dieselben Fehler machen würde, stehe ihm nicht der Sinn danach, Prinzipien eines neuen Sozialismus zu verkünden.

    Gleichwohl wisse er, dass die Welt ohne Sozialismus keine Zukunft haben werde. So, wie sie sei, könne diese Welt nicht bleiben. Dabei scheinten die Lehren aus Siegen und Niederlagen, die wir in der DDR gesammelt hätten, von wachsendem Interesse. Das merke er an der Zahl der Einladungen zu Diskussionsveranstaltungen, Lesungen und anderen öffentlichen Zusammenkünften, die seit Jahren stetig zunehme.


    -    Beitragserstellung:   1.März 2009 / 2.März 2009    Ergänzungen:   9.März 2009    -


    Eckart Kreitlow


















Wunderschöner Rhododendron. Fotos: Eckart Kreitlow



Gemeinnütziger Heimat- und Bildungsverein Ribnitz-Damgarten e. V. - Vereinsgründung am 18.06.2008 - Namensänderung am 12.05.2017
Übersicht über die Vereinsaktivitäten - Gemeinnütziger Heimat- und Bildungsverein Ribnitz-Damgarten e. V. - Vereinsgründung am 18.06.2008 - Namensänderung am 12.05.201





Zur Navigation



Saubere Wälder in Mecklenburg-Vorpommern - mach mit! - eine Umweltinitiative des Vereins 'Grüne Welt & M-V Kulinaris' - Waldbach inmitten der Rostocker Heide in der Nähe des Ostseebades Graal-Müritz.  Foto: Eckart Kreitlow




Impressum






Wunderschöner Rhododendron. Fotos: Eckart Kreitlow