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| Eckart Kreitlow |
| Eckart Kreitlow |
| Also bei aller Liebe zur Sache! Zwar sind Richter in der Bundesrepublik Deutschland in ihren Entscheidungen laut Gesetz frei und unabhängig, aber wie kann man einen dringend tatverdächtigen Schwerstkriminellen, der im nordvorpommerschen Tribsees mit Waffengewalt eine Postfiliale überfallen und die Angestellten langzeitig traumatisiert hat, durch richterliche Anordnung, so geschehen Ende Juni bzw. Anfang Juli 2008 im Amtsgericht Ribnitz-Damgarten, wieder auf freiem Fuß setzen? Dafür kann man absolut kein Verständnis haben. Ich denke, dass kann kein Mensch mit gesundem Verstand nachvollziehen!
Eckart Kreitlow |
Manches hält man einfach für schier unmöglich: Nicht etwa, dass Beamte Fehler machen. Dies ist sicher keine Seltenheit, zumal nicht nur ihnen, sondern uns allen gelegentlich Fehler unterlaufen. Das eigentliche Problem ist aber, dass die Folgen dieser Fehler oft nicht die Verursacher selbst in den Amtsstuben auszubaden haben, sondern, welch ein Unrecht, die Betroffenen! Kein Wunder, wenn der eine oder andere unserer Mitmenschen sich plötzlich an den Kopf fasst und denkt, er sei im falschen Film! Würde jemand einen Schwarzbau hochziehen, könnte man vermutlich sehr leicht verstehen, warum bzw. dass die Behörden hart durchgreifen, doch eine Frau in einem Ortsteil von Spremberg baute legal und soll nun unter Androhung eines Zwangsgeldes von 25.000 EURO ihr mit behördlicher Baugenehmigung errichtetes Wohn- und Geschäftshaus bis Ende Juni dieses Jahres komplett wieder abreißen! Zu den Details: Die von der skandalösen Behördenwillkür betroffene Frau kaufte nach der Wende den ehemaligen Dorfkonsum, in dem sie zuvor als Verkäuferin arbeitete. Mit diesem kleinen Tante-Emma-Laden, den sie "Hole fix!" nannte, baute sie sich, was natürlich sehr positiv ist, eine eigene, bescheidene Existenz auf. Offenbar war dies wohl einem ihrer unmittelbaren, sehr klagewütigen Nachbarn von Anfang an ein Dorn im Auge. Das Drama in mehreren Akten nimmt seinen Lauf. Das gekaufte Objekt hatte ein Flachdach und war vor allem sehr stark sanierungsbedürftig. Optisch sah die Immobilie nicht gut aus. Die Frau machte sich gleich an die Sanierung, allerdings in mehreren Etappen, denn sie hatte, wie vermutlich die überwiegende bundesdeutsche Mehrheit mit Ausnahme der vielleicht, grob geschätzt, 5.000 oder 6.000 Eliten, nicht das große Geld. Da kommt ein Beamter der Baubehörde des Landkreises Spree-Neiße des Weges und empfiehlt der Bauherrin, statt dem vorhandenen Flachdach (noch hat das Gebäude aufgrund der Sonderregelung in den Neuen Bundesländern Bestandsschutz!) ein neues Dachgeschoss mit einem Spitzdach darauf zu satteln. Der Baukörper würde so besser in den Ort passen. Außerdem entstünde dadurch noch gleichzeitig Wohnraum. Sie solle sich ein entsprechendes Projekt erstellen lassen und dies dann umgehend bei der Unteren Bauaufsichtsbehörde einreichen. Mit der Genehmigung, so der Beamte, gäbe es keine Schwierigkeiten. Es klingt zwar alles wie im Märchen, ist aber dennoch leider bundesdeutsche Realität. Sie entscheidet sich, diesem Vorschlag zu folgen, reicht die Bauunterlagen ein, bekommt die Genehmigung und baut. Aus der ursprünglich reinen Gewerbeimmobilie entsteht ein Wohn- und Geschäftshaus. Damit geht auch der Bestandsschutz verloren! Nun wird der klagewütige Nachbar aktiv. Der Mindestabstand zu seinem Grundstück sei nicht eingehalten. Alles müsse abgerissen werden. Kompromisse will er nicht eingehen. Er zieht vor Gericht und klagt! Und siehe da, getreu dem Motto "Vor Gericht und auf hoher See ist es manchmal unsicher!" bekommt der Kläger Recht! Das Gebäude sei trotz vorheriger Baugenehmigung, die Genehmigung wird kurzerhand vom Gericht widerrufen, bis Ende Juni 2008 unter Androhung eines Zwangsgeldes, wie bereits erwähnt, in Höhe von 25.000 EURO abzureißen. Mit Gerichtsschelte muss man in Deutschland vorsichtig sein. Die meisten Urteile sind sicher auch nicht zu beanstanden, doch dieses Urteil? Ist das ein gerechtes Urteil? Ist das die Rechtsprechung, die wir uns wünschen? Die Existenz dieser Frau ist, wenn sie alles abreißen muss, mit Sicherheit zerstört! Dies gibt es sogar inmitten Europas, aber vielleicht nimmt alles doch noch einen glücklichen Ausgang? Die Hoffnung, so hört man häufig, stirbt zuletzt! Eckart Kreitlow |
Selbstverständlich ist das Fernsehprogramm nicht durchweg schlecht, doch einzelne Sendungen dienen offensichtlich nur dazu, ein Zerrbild von der ehemaligen DDR zu zeichnen und alte Feindbilder zu verstärken bzw. am Leben zu erhalten, indem Geschichten frei erfunden oder maßlos übertrieben und undifferenziert nahezu alles dort Geschehene nach dem Motto "An der DDR darf kein gutes Haar bleiben!" schlecht geredet werden. Jüngstes Beispiel hierfür war die Diskussionsrunde im MDR-Fernsehen am Donnerstagabend (20.03.) im Anschluss an den Film "Die Frau vom Checkpoint Charlie" mit Veronica Ferres in der Hauptrolle. Nach Internetrecherchen wird offenkundig, dass ein Großteil der Details in dem Film "Die Frau vom Checkpoint Charlie", von denen behauptet wird, sie seien Tatsachen, einfach nicht der Wahrheit entsprechen. Unbestritten hat es Einzelfälle von Unrecht in der DDR gegeben. Dies darf und soll natürlich nicht beschönigt werden. Überall auf der Welt war und ist jeder Fall von Unrecht einer zuviel. Allerdings ist es in der Auseinandersetzung mit der Vergangenheit der DDR angebracht, dafür zu sorgen, dass die Kirche im Dorf bleibt. Demokratie ist gut und richtig. Ebenso, dass es, sogar verfassungsrechtlich im Grundgesetz fixiert, Meinungsfreiheit, Pressefreiheit, Freiheit überhaupt gibt. Andererseits gibt es auch so etwas wie Authenzität und Glaubwürdigkeit. Und da ist es schon fast lächerlich, wenn eine junge Frau, CDU-Abgeordnete, über die DDR massiv vom Leder zieht, obwohl sie zum Zeitpunkt der Wende gerade erst einmal 17 Jahre jung war, selbst also kaum etwas vom Leben in der DDR mitbekommen hatte. Zum anderen musste jeder wissen und hat sicher auch jeder gewusst, vorausgesetzt, er oder sie war bei Verstand, dass der Versuch, die DDR nicht legal zu verlassen, ein Risiko darstellte, denn damals verlief zwischen beiden souveränen deutschen Staaten, ähnlich wie heute noch zwischen den USA und Mexiko, als Ergebnis der Nachkriegsentwicklung eine Staatsgrenze. Die einzige Teilnehmerin der MDR-Gesprächsrunde in der Sendereihe "Fakt ist ..." am gestrigen 20.März, die akzeptable Antworten gab, war Dr. Gesine Lötzsch, Stellvertretende Fraktionsvorsitzende und Haushaltspolitische Sprecherin in der Partei Die Linke im Deutschen Bundestag. Das, was zur DDR kritisch angemerkt werden musste, weil es der Realität entsprach, merkte sie kritisch an. Wohltuend dabei war vor allem, dass sie nicht übertrieb, sondern eine sachliche Einschätzung vornahm. Gleichzeitig wies sie aber ebenso auf die Probleme in der Gegenwart hin, die die Menschen heute in der Bundesrepublik bewegen wie die zunehmende soziale Schieflage infolge der geringeren Einkommen durch Lohndumping, die Notwendigkeit der Einführung eines Mindestlohnes etc.. Da Dr. Gesine Lötzsch in der DDR aufwuchs, studierte und promovierte, zunächst als Diplomlehrerin für Deutsch und Englisch und später als Wissenschaftliche Assistentin an der Humboldt-Universität Berlin arbeitete, kannte bzw. kennt sie die Verhältnisse in der damaligen DDR natürlich ausgezeichnet und konnte deshalb im Gegensatz zu den anderen Diskutanten ein differenziertes und authentisches DDR-Bild aufzeigen. Fest steht, dass es neben Defiziten zwar in der DDR zahlreiche hoffnungsvolle Ansätze gab, es jedoch dennoch derzeit noch nicht gelang, eine von dem genialen Denker Karl Marx geforderte freiheitliche Gesellschaft mit vollendetem Humanismus zu schaffen. Dies wird wohl erst frühestens, auch in der Bundesrepublik, in Jahrzehnten, wenn nicht sogar erst in Jahrhunderten gelingen? Eckart Kreitlow |
Weit verbreitet ist mehr oder weniger bei uns allen bekanntlich das so genannte "Schubladendenken". Wer der Partei X angehört, wird so eingeordnet. Der zur Partei Y gehört, wird gedanklich pauschal ohne langes Überlegen in eine andere "Schublade" einsortiert. Doch diese Herangehensweise ist nicht bzw. nicht in allen Fällen praxistauglich. Die Untauglichkeit von Pauschalurteilen wurde auch am Sonntagabend in der ARD-Talkshow "Anne Will" offenkundig. Während man im Vorfeld beim Tippen, welche Meinung die Talkshowgäste Ulrich Schneider, Hauptgeschäftsführer des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes, oder Fritz Schösser, DGB-Bezirksvorsitzender in Bayern, haben könnten, wahrscheinlich sicher richtig getippt hätte, läge man hingegen bei Dr. Heiner Geißler, der unter anderem immerhin ehemaliger CDU-Generalsekretär in der Ära Helmut Kohl war, vermutlich daneben, zumindest wenn einem bis dahin dessen konkrete politische Haltung vor allem in sozialen Fragen verborgen geblieben wäre. Man muss nicht Mitglied oder Sympathisant seiner Partei sein, der er angehört, seine Diskussionsinhalte in der Talkshow waren jedenfalls "astrein", verrieten nicht nur fachliche, sondern soziale Kompetenz. Demgegenüber bräuchte man mindestens eine rosarote Brille mit rosaroten Gläsern, wollte man dasselbe auch von dem ehemaligen "Superminister" und jetzigen Aufsichtsratsmitglied von RWE, der Zeitarbeitfirma Adecco und anderen Unternehmen Wolfgang Clement (SPD, noch?) behaupten wollen. Wie der sich an dem Abend aufgeführt hat, war gelinde formuliert eine Katastrophe: besserwisserisch, arrogant, oberlehrerhaft, einfach unmöglich. Da konnte man sich bloß freuen, nicht live dabei gewesen zu sein, denn dies war nur äußerst schwer zu ertragen. Alle mit Sachverstand erkennen mittlerweile, dass zwar Reformen notwendig und richtig waren und sind, Hartz IV jedoch der verkehrte Weg ist, weil insbesondere dieses Gesetz neben anderen Faktoren zu einer massiven Zunahme der Armut und zu starkem Kaufkraftverlust geführt hat. Clement ignoriert stattdessen sämtliche Fakten, verteidigt die Agenda 2010 als den größten Wurf in der jüngsten bundesdeutschen Geschichte, äußert sich stets abwertend über die Argumente der anderen sachkundigen Diskussionsteilnehmer und verstieg sich zum Beispiel sogar zu der Frechheit, Dr. Geißler würde stets übertreiben als Heiner Geißler plausibel und detailliert erläutert hatte, dass Hartz IV als Fazit die in Paragrafen gegossene staatliche Missachtung der Lebensleistung der Menschen sei, womit natürlich Dr. Geißler recht hat, da dies zigtausendfach der Realität entspricht. Sowohl der bayerische DGB-Bezirksvorsitzende Fritz Schösser als auch der Hauptgeschäftsführer des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes Dr. Ulrich Schneider geißelten die Niedriglohnpolitik. Trotz Vollerwerbstätigkeit könne man davon nicht mehr leben, so Fritz Schösser. Gleichzeitig müsse mit Arbeitslosengeld unterstützt werden. Das sei der Preis der Reform Agenda 2010. Mehr Kinderarmut, Menschen, die ins Schlittern geraten seien, die plötzlich durchrasen an das unterste Level. Diese Dinge seien nicht Ordnung. Zu Wort kam auch die Hartz IV - betroffene Familie Merz. Vater, Mutter und Tochter waren dort und schilderten ihre Situation, in die sie vor allem durch die Krankheit der Ehefrau geraten seien. Dieses Schicksal ist selbstverständlich eines zuviel, aber ähnlich geht es in Deutschland leider seit der Hartz IV-Reform bereits Zigtausenden. Selbst vom Mittelstand seien, das ergaben jüngste Untersuchungen, 5 Millionen Menschen in der Bundesrepublik in die Armut abgerutscht. Ein Ende ist nicht in Sicht. Eckart Kreitlow |
Einer der besten und zweifellos auch einer der beliebtesten Schauspieler der DDR ist nicht mehr. Erwin Geschonneck, am 27.12.1906 im ostpreußischem Bartenstein geboren, starb im Alter von 101 Jahren am 12.März 2008 in Berlin. Für viele Menschen, vor allem in der DDR, sind seine Filme "Karbid und Sauerampfer", "Nackt unter Wölfen", "Anton der Zauberer", "Jakob der Lügner" oder die Märchenverfilmung "Das kalte Herz", in denen er die Hauptrollen spielte, unvergessen. Erwin Geschonneck erlebte am eigenen Leibe Faschismus und Krieg. Er war ein feiner Mensch, der sich bis zu seinem Tode treu blieb. Auch in seiner politischen Haltung. Eckart Kreitlow |
Während bei dem 2006 hochgelobten Film "Das Leben der Anderen" des Regisseurs Florian Henckel von Donnersmarck die Meinungen der Zuschauer vor allem wegen des einseitigen und zugleich sehr zweifelhaften Inhalts sicher weit auseinander driften, dürfte demgegenüber der in diesen Tagen im ZDF gezeigte und weitestgehend auf Tatsachen beruhende Zweiteiler über die gigantische Schiffskatastrophe der "Wilhelm Gustloff" am 30.Januar 1945 in der Ostsee mit über 9200 Toten unter die Haut gegangen sein. Mit dem Film "Die Gustloff" gelang dem Regisseur Joseph Vilsmaier ein Meisterwerk, in dem die massenhaften Verbrechen der Nazis in der Zeit ihrer Herrschaft von 1933 bis 1945 auf eine andere Weise zum Ausdruck gebracht worden sind. Denn letztendlich ist die eigentliche Ursache für die unfassbare Tragödie mit den Tausenden Toten der "Wilhelm Gustloff", dabei ist natürlich jedes einzelne Schicksal beklagenswert, nicht in der Torpedierung durch das sowjetische U-Boot "S 13" auf Befehl des Kommandanten Alexander Marinesko, der drei tödliche Geschosse abfeuern ließ, zu sehen. Sondern in der verbrecherischen Politik Hitlers und seiner braunen Helfershelfer, die mit dem Überfall auf die Sowjetunion seinen vorläufigen Höhepunkt fand. Ganz zu schweigen von den infolge des Rassenwahns über 6 Millionen in Ausschwitz und anderswo ermordeten Juden, Sinti und Roma und Menschen anderer Ethnien. Insgesamt sollen über 50 Millionen Menschen im Zweiten Weltkrieg ihr Leben verloren haben, die nachweisbar auf das Konto der braunen Horden gehen, die sogar von einem Tausendjährigen Reich von der Weichsel bis zur Memel träumten. Kriegsverbrechen und weitere Verbrechen der Nazis gegen die Menschlichkeit, die nur von notorischen Dummköpfen oder böswilligen Ignoranten zu leugnen sind. Der Film "Die Gustloff" sollte aber auch als Mahnung begriffen werden, sich heute für eine Politik des Friedens einzusetzen und die Menschen, die sich dafür engagieren, nicht als pazifistische Spinner abzustempeln. Deutschland sollte sich nicht immer weiter in riskante Abenteuer begeben wie zum Beispiel am Hindukusch, wo die Lage außer Kontrolle geraten und militärisch nichts zu gewinnen ist. Eckart Kreitlow |
Interessante Veranstaltung der IHK zu Rostock mit Barbara Fabian, Referatsleiterin der EU-Bildungspolitik beim DIHK in Brüssel Sicherlich dürfen Hypothesen formuliert werden, doch sollten sie natürlich möglichst zutreffen. Sprüche wie "Wissen ist Macht, nichts zu wissen macht auch nichts!" sind jedoch eher kontraproduktiv und nicht auf der Höhe der Zeit. Wäre da damals nicht während der 8 Semester Journalistikstudium an der Universität Leipzig der Psychologiedoktor gewesen, der uns mit seinen Thesen und den vermeintlichen oder tatsächlichen Erkenntnissen der Gehirnforscher auf die Sprünge geholfen hätte, würden wir wahrscheinlich auch unserem Gehirn lieber den Ruhestand gegönnt haben? Aber nein, er konnte es einfach nicht lassen. Der Doktor der Psychologie erzählte uns recht plausibel, dass unsere aller Gehirne nur zu etwa 8 bis 10 Prozent ausgelastet seien. Wir könnten durchaus auf mehr Denkleistung kommen, wenn wir das Gehirn mehr fordern würden. Dies versuchte er uns immer wieder in seinen Vorlesungen einzutrichtern. Deshalb dürften die europäischen Bildungspolitiker sicher den Nagel auf den Kopf treffen, wenn sie bei uns allen lebenslanges Lernen jetzt und in der Zukunft ansagen, um unsere grauen Zellen zu aktivieren, mit dem Ziel, das Wissen und Können der Bürger Europas zu vergrößern. Doch nützen verständlicherweise die in den Beschlüssen des Europäischen Parlaments fixierten Sprüche der europäischen Bildungspolitiker nur etwas, wenn sie auch in die Praxis umgesetzt bzw. überführt und nicht auf den Sankt Nimmerleinstag verschoben werden. Gerade aber daran, also an der zügigen und konsequenten Umsetzung der EU-Beschlüsse in die europäische Realität, scheint es jedoch zum Teil noch ernsthaft zu hapern, wie von der Referatsleiterin der EU-Bildungspolitik beim DIHK in Brüssel Barbara Fabian in dem jüngsten IHK-Forum in Rostock unter anderem zu hören war. Deutschland befände sich bildungspolitisch lediglich im Mittelfeld, wurde konstatiert. Der PISA-Test lässt grüßen. So würde zum Beispiel Deutschland in puncto jährlicher Ausgaben für die geistigen Ressourcen nur etwa 3,6 Prozent des so genannten Bruttoinlandsproduktes (BIP) für Bildung ausgeben. Der Durchschnitt der Europäischen Union bei den Bildungsausgaben liege bei 3,8 Prozent des BIP. Währenddessen Finnland die Bedeutung des Faktors Bildung erkannt zu haben scheint. Die Suomis sind Spitzenreiter der EU. Sie geben, da muss man staunen, sogar ca. 6 Prozent ihres Bruttoinlandsproduktes für die Aktivierung der grauen Zellen der finnischen Bevölkerung aus.
Wir geben bereuend die schwere Sünde zu, damals häufig während der Schulzeit geschlafen zu haben, insbesondere in Mathematik, so dass wir heutzutage ohne Taschenrechner völlig am Ende sind, aber an das Schuleabbrechen haben wir nie gedacht. Dies mag unter anderem daran gelegen haben, dass wir zu der Zeit sehr nette Lehrerinnen hatten, die einerseits sehr attraktiv aussahen und andererseits uns immer wieder auf 's Neue motivierten, sehr gerne in die Schule zu kommen bzw. zu gehen. In Physik hingegen waren wir stets mit unserem Hirn und mit ganzem Herzen dabei. Vielleicht ahnten wir derzeit, mit guten Physikleistungen bessere Chancen im Beruf zu haben? Denn schließlich schaffte, was sicher alle noch heute mit großem Staunen zur Kenntnis nehmen, Angela Merkel es als erste Frau in der Geschichte der Bundesrepublik und als Doktor der Physik in Deutschland sogar bis zur Bundeskanzlerin. Uns jedoch blieb solch eine steile Karriere nicht vergönnt. Dies hat aber wiederum den Vorteil, dass wir unseren Kontostand und unser Vermögen jederzeit relativ leicht überblicken können, was einigen unserer Landsleute, denken wir nur einmal an die Gebrüder Aldi, mit jeweils 17 bis 20 Milliarden auf dem Konto schon weitaus schwerer fallen dürfte. Gegenwärtig versuchen wir, seit dem 12. September 2007 beim Aus- und Fortbildungszentrum Schiffahrt und Hafen (AFZ) in Rostock während der etwa zweijährigen Fortbildung zum IHK-Küchenmeister nicht die selben Fehler wie in unserer Schulzeit zu begehen. Schlafen ist für uns da, wir geben unser Ehrenwort, völlig tabu. In der Hoffnung, dass die Methode helfen könnte, legen wir sogar uns noch regelmäßig einige Fachbücher unter unser Kopfkissen. Wir wollen dort gerne mit guten Leistungen aufwarten, also der Wille ist vorhanden, doch ist leider nicht genau vorhersehbar, ob es auch gelingen wird, die gestrenge Prüfungskommission zum vorgegebenen Zeitpunkt von unseren Leistungen zu überzeugen, da die Anforderungen bei den Meisterprüfungen vermutlich höher als beim PISA-Test sein könnten. Aber Angst bzw. Bange machen gilt nicht. Warten wir es ab, denn bekanntlich soll seit eh und je der Abend stets klüger sein als der Morgen, weil der nämlich weiß, was am Tage alles passiert ist. Sorry! Spass beiseite. Auf dem im Jahre 2000 in der portugiesischen Hauptstadt Lissabon durchgeführten Sondergipfel der Staats- und Regierungschefs hat sich die Europäische Union zwar ehrgeizige Ziele gestellt, die in einem als Lissabon-Strategie bezeichneten Programm festgeschrieben sind. Dazu heisst es bei Wikipedia (Zitat): "Mit der Lissabon-Strategie soll die EU bis zum Jahre 2010 zum wettbewerbsfähigsten und dynamischsten wissensgestützten Wirtschaftsraum der Welt" gemacht werden. Messlatte seien dabei die Konkurrenten Japan und vor allem die USA. Doch nach den sehr umfangreichen und tiefgründigen Ausführungen der EU-Bildungspolitikerin in Brüssel Barbara Fabian während der gemeinsamen Veranstaltung des Berufsbildungs- und des Bildungsausschusses der IHK zu Rostock am 20.Februar 2008 dürften zumindest hinsichtlich der Einhaltung des Zeitplanes von zehn Jahren bei der Umsetzung der anspruchsvollen Ziele der Lissabon-Strategie wie zum Beispiel die Schaffung einer gesamteuropäischen Wissensgesellschaft berechtigte Zweifel angebracht sein. "Wir sind nicht mehr Motor im Bildungsbereich. Wir brauchen in Deutschland als europäisches Kernland mehr Ingenieure und Mathematiker. Ein Strang der europäischen Bildungsstrategie ist die Lissabon-Strategie. Wenn wir diesen Druck nicht hätten, der von der Lissabon-Strategie ausgeht," so Frau Fabian weiter, "wären wir wahrscheinlich noch schlechter." Darüber hinaus nahmen in dem Referat von Frau Fabian die Ausführungen zum Europäischen Qualifikationsrahmen (EQR) inklusive der Erläuterung der Strukturierung des Dokumentes in 8 Referenzniveaus bzw. in 8 Labels oder Stufen, die etwa mit "Lernergebnisse" übersetzt werden können, ein. Mit dem EQR wird insbesondere bezweckt, die unterschiedlichen Qualifikationen im Kontext mit den Anforderungen des Arbeitsmarktes europaweit leichter vergleichbar zu machen. Zwischen den nationalen Qualifikationssystemen der 27 Mitgliedsstaten der EU und dem Europäischen Qualifikationsrahmen soll bis zum Jahre 2009 eine Anpassung bzw. Koppelung vorgenommen werden. Eckart Kreitlow |
Nach den ersten Hochrechnungen gelang der Partei Die Linke trotz massiver Anfeindungen, Verteufelungen und übler medialer Kampagnen, nicht zuletzt im Zusammenhang mit den angeblichen oder tatsächlichen Äußerungen der niedersächsischen Abgeordneten Christel Wegner, die als DKP-Mitglied auf der Wählerliste der Linkspartei kandidierte, in einem Panorama-Interview, bei den Bürgerschaftswahlen der Freien und Hansestadt Hamburg am 24.Februar 2008 mit einem Wählerstimmenanteil von 6,4 Prozent auf Anhieb der Sprung in das Hamburger Rathaus. Die FDP scheiterte mit 4,8 Prozent knapp an der 5-Prozent-Hürde. Der Stimmenanteil der Grünen liegt etwa bei 9,6 Prozent. Die CDU verpasste deutlich die absolute Mehrheit, ist aber mit 42,6 Prozent noch stärkste politische Kraft. Die SPD errang mit ihrem Spitzenkandidaten Michael Naumann 34,1 Prozent. Sitzverteilung: Von den 121 Sitzen in der Hamburger Bürgerschaft errangen die CDU 56 Sitze, Die Linke 8 Sitze, Bündnis 90/Die Grünen 12 Sitze und die SPD 45 Sitze. Wahrscheinlich wird erstmals in der Bundesrepublik auf Landesebene eine schwarz-grüne Koalition mit dem derzeit amtierenden Bürgermeister Ole von Beust gebildet. Eckart Kreitlow |
Die Welt verändert sich, Deutschland verändert sich, wir verändern uns. Verändert sich auch die Partei Die Linke? Offenbar ja! Wird sie allmählich sozialdemokratisch? Es könnte sein! So sagte unter anderem jüngst der eine der beiden Vorsitzenden der Linkspartei Oskar Lafontaine, bekanntlich ehemaliger SPD-Spitzenpolitiker, in einem Interview mit der Süddeutschen Zeitung bezüglich der strikten Ablehnung des Einsatzes der Bundeswehr in Afghanistan, die Linke stehe in der Tradition des damaligen Vorsitzenden der SPD Willy Brandt. Doch genausowenig, wie eine Schwalbe einen Frühling macht, bedeutet auch selbst die Äußerung eines Parteivorsitzenden prinzipiell noch nicht immer gleich einen Kurs- oder gar einen Politikwechsel, denn es gibt ein Statut und ein Parteiprogramm. Und es gibt als Basis die Mitglieder in den verschiedenen Strukturen. Gerade aber sie, die Mitglieder der Linkspartei, scheinen eine Schlüsselfunktion zu haben, obwohl ein Dirigent mit seinem Taktstock zumeist mehr bewirken kann als der einzelne Musiker eines großen Orchesters. Dennoch muss das Trompetensolo des Politikers von der Saar, der davon träumt, bald wieder im Saarland zum Ministerpräsidenten gewählt zu werden und dafür gute Chancen hat, aber noch nicht richtungweisend sein. Was jedoch entscheidend für den künftigen Kurs der Linkspartei sein könnte, dürfte mit dem plötzlich sehr starken Mitgliederzuwachs, insbesondere in den alten Bundesländern, sprich in Westdeutschland, nach den Wahlerfolgen in Niedersachsen und in Hessen zusammenhängen. Dieser Trend könnte sich nach den zu erwartenden Erfolgen der Linken bei den Bürgerschaftswahlen am Sonntag in Hamburg sogar noch verstärken. Aufgrund der von Gerhard Schröder mit seiner unsozialen Agenda 2010 und Hartz IV eingeleiteten und von dem SPD-Vorsitzenden Kurt Beck fortgesetzten neoliberalen Politik laufen offenbar den Sozialdemokraten die Mitglieder in Scharen davon und klopfen nicht selten bei der Linkspartei an die Tür. Dies wiederum hat zur Folge, dass sich bei der Linkspartei im Westen auch nach und nach die Meinungshoheit verändert. Zunehmend geben dort nun ehemalige SPD-Mitglieder oder WASGler den Ton an. Jüngstes Beispiel ist das in einer konzertierten Aktion von vor allem konservativen Medien, Bundes- und Fraktionsspitze der Linkspartei durchgeführte Halali und Kesseltreiben gegen das DKP-Mitglied Christel Wegner, zumal offenkundig immer noch über einige Merkwürdigkeiten in dem Zusammenhang gerätselt wird. Ob die kürzlich in den niedersächsischen Landtag gewählte Abgeordnete wirklich solche unklugen Äußerungen von sich gegeben hat oder ihr da geschickt etwas untergeschoben wurde, ist wahrscheinlich also sogar noch unklar. Der Zeitpunkt als Wahlkampfmunition in Hamburg gegen weitere Erfolge der Linken wäre jedenfalls optimal gewählt worden, wenn Drahtzieher im Spiel gewesen sein sollten, was nicht völlig abwegig ist, selbst wenn das logischerweise bestritten wird. Alles in allem ist aber letztendlich nicht so sehr wichtig, wer wo den Ton angibt oder wie die einzelnen Akteure heißen, obwohl wir uns alle gegenseitig achten sollten, sondern welche Politik im Interesse der Menschen gemacht wird. Und da hat der Fraktionschef der Linken im Deutschen Bundestag Gregor Gysi recht, wenn er meint, dass die Partei Die Linke als Korrekturfaktor in den Parlamenten gebraucht wird! Eckart Kreitlow |
Noch soll zwar die Bochumer Staatsanwaltschaft gegen den langjährigen und inzwischen zurückgetretenen Vorstandsvorsitzenden der Deutschen Post AG sowie Aufsichtsratsvorsitzenden der Deutschen Telekom und der Postbank Klaus Zumwinkel wegen des Verdachts der Steuerhinterziehung in Millionenhöhe ermitteln, doch sollen laut jüngster Meldungen die am Morgen des 14.02.2008 zeitgleich durchgeführten Razzien in der Chefetage der Post AG und in der Privatvilla des Spitzenmanagers den Verdacht erhärtet und der Beschuldigte Klaus Zumwinkel selbst die Vorwürfe schon gestanden haben. Demnach wurden über mehrere Jahre am Finanzamt vorbei Millionenbeträge auf Konten der Liechtensteiner LTG Group geschafft. Diese Bankengruppe bzw. dieses Kreditinstitut ist, man lese und staune, sogar eine international operierende Bank des Fürstenhauses von Liechtenstein, deren Vorstandschef kein Geringerer aus der Fürstenfamilie als der Prinz Max von und zu Liechtenstein ist! Das eigentlich Kuriose an dem Fall Zumwinkel ist, dass er dies gar nicht nötig gehabt hätte, weil er legal schon genug Geld aus seinen verschiedenen Manager- und Aufsichtsratsposten bekam, aber offensichtlich konnte er nicht genug bekommen. Außerdem erwarb sich Dr. Zumwinkel ein hohes Ansehen, was nun auf einen Schlag unwiederbringlich verloren ist. 2003 wurde er sogar als Manager des Jahres ausgezeichnet. Die Gier nach Macht und unermesslichem Reichtum scheint bei diesen Leuten vermutlich wie eine Sucht zu sein, während sie im selben Atemzug bei ihren Unterstellten versuchen, die Löhne und Gehälter immer weiter zu reduzieren. Fairerweise muss man Zumwinkel jedoch positiv zurechnen, dass er sich derzeit für die Einführung von Mindestlöhnen bei den Postbeschäftigten eingesetzt haben soll. Die umgangssprachlich obere Zehntausend Genannten fühlen sich als elitäre Kader und oberste Moralapostel, die vermeintlich glauben, über den Gesetzen zu stehen, während die kleinen Leute bekanntlich auf jeden Cent ihres hart erarbeiteten Einkommens Steuern zahlen müssen, sobald sie über die relativ geringe Freigrenze hinüber sind. Vor allem für sie, für die kleinen Steuerzahler werden immer mehr Steuerschlupflöcher gestopft. Denken wir nur an die Absetzbarkeit der Fahrkosten bei der so genannten Entfernungspauschale zwischen Wohn- und Arbeitsort erst ab 20 km oder an die Streichung der Eigenheimzulage. Die Steuer- und Abgabenquote dürfte bei den kleinen Steuerzahlern mittlerweile schon fast 60 Prozent erreichen, so dass die Taschen leer und die Kaufkraft gering sind, während die Manager Monat für Monat mehr als das Zweihundertfache bis Vierhundertfache eines Arbeitnehmergehaltes einsacken und dabei noch ein tolles Gefühl haben. Doch selbst das reicht denen nicht, siehe Zumwinkel und andere! Eine verrückte Welt, die einen bekommen vor lauter Habgier, die scheinbar ihre Seele zerfrisst, nicht genug, die anderen haben nichts oder zu wenig! Der deutsche Lyriker und Dramatiker Bertolt Brecht meinte einmal in einem seiner Werke, aber in einem anderen Zusammenhang sinngemäß, die einen seien Hammer und die anderen Amboss. Auf jeden Fall haben die einen ein Milliardenvermögen, das sie wegen des immensen Umfanges kaum alleine ausgeben könnten, selbst wenn sie es wollten und die anderen hingegen besitzen so wenig Vermögen oder gar keines, dass sie nichts zum Ausgeben haben! Übrigens scheint die Steueraffäre Zumwinkel tatsächlich nur die Spitze des Eisberges zu sein. Angeblich soll bei etwa Tausend von Deutschlands Bestverdienenden, darunter viele Prominente, wegen schwerer Steuerstraftaten im Umfange von etwa 3,4 Milliarden Euro ermittelt werden, doch könnte es sich bezüglich der wahnsinnig hohen Anzahl der möglichen Steuerstraftäter um eine maßlose Übertreibung handeln. Deshalb muss erst einmal abgewartet werden, bis das Kriminalitätsdickicht in und um die in die Schlagzeilen geratene Liechtensteiner Immobilienbank durchdrungen ist. Eckart Kreitlow |
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Wer zum Beispiel im Rahmen eines Studiums oder im Rahmen einer Aus-, Weiter- oder Fortbildung mit dem Themenspektrum Volks- und Betriebswirtschaft konfrontriert wurde bzw. wird, hört, wenn er oder sie nicht bei den Vorlesungen bzw. beim Unterricht längere Zeit fehlte, auch etwas darüber, welche gesetzlichen Grundlagen der Marktwirtschaft innewohnen und welche Mechanismen dort wirken. - Beitragserstellung: 18.10.2007 - Eckart Kreitlow |
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Realitäten sind Realitäten. Der Bundestag stimmte mehrheitlich für die Verlängerung des Mandats der Bundeswehr in Afghanistan einschließlich der weiteren Durchführung von Tornado-Aufklärungsflügen über dem Territorium am Hindukusch. Ob das letztendlich aber eine kluge Entscheidung war, lässt sich zum jetzigen Zeitpunkt wahrscheinlich noch nicht eindeutig einschätzen. Zu vermuten, wenngleich natürlich nicht zu wünschen, ist jedoch, dass sich die Mandatsverlängerung im Nachhinein als eine Fehlentscheidung erweisen könnte.
- Beitragserstellung: 12.10.2007 - Eckart Kreitlow |
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Eckart Kreitlow |
Selbstverständlich geht es uns keinesfalls darum, den Sachverstand der so genannten Wirtschaftsweisen generell in Abrede zu stellen, doch einige ihrer Thesen sollten bzw. müssen kritisch hinterfragt werden. Nicht zuletzt schon deshalb, weil die handelnden Personen als einzelne Akteure oder in den Gremien in den seltensten Fällen völlig unabhängig sind, sondern sie sich zumeist an die Zielvorgaben ihrer Auftraggeber zu halten haben oder sich daran in den Kernaussagen orientieren müssen. Alleine hieraus können sich berechtigte Zweifel an den Ergebnissen ihrer geistigen Arbeit ergeben, selbst wenn das vielleicht Mancher, aus welchen Beweggründen bzw. Motiven heraus auch immer, nicht wahrhaben möchte. So kommen die so genannten 5 Wirtschaftsweisen, richtig heisst das Gremium, in dem sie integriert sind, Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung, in ihrem jüngsten Jahresgutachten zu erstaunlichen Erkenntnissen. Im vierten Kapitel des Gutachtens 2007/2008 setzen sich die Mitglieder dieses Gremiums mit dem Solidarischen Bürgergeld und dessen Finanzierbarkeit auseinander, wenngleich allerdings dabei die Grunderkenntnis, dass die nachhaltige Finanzierbarkeit entsprechender finanz- bzw. sozialpolitischer Vorschläge gesichert sein muss, nicht unbedingt Expertenwissen voraussetzt. Im dem Abschnitt 2 mit der Unterzeile "Wirkungen des Solidarischen Bürgergeldes: Anspruch und Wirklichkeit" finden wir in dem "Bürgergeldkapitel" des Jahresgutachtens unter Punkt 349 unter anderem folgende bemerkenswerte These (Zitat): "Dies hängt damit zusammen, dass die durchschnittliche Steuerbelastung für die Bezieher hoher Einkommen zunimmt und ihre Nettoeinkommen dementsprechend sinken: demgegenüber nehmen die Einkommen von Niedrigverdienern wegen des Solidarischen Bürgergeldes tendenziell zu. Die Armutgrenze sinkt durch das Solidarische Bürgergeld insbesondere im Vergleich zur Ausgangssituation außerordentlich stark. Mit einer Armutsquote von nur noch 2,85 von Hundert ist die relative Armut weitgehend beseitigt. ..."
Doch wird man vermutlich diese Fakten in den von einigen Flaggschiffen der Meinungsmanipulation und oder von den Konzernen mit zum Teil milliardenschweren Anteilseignern herausgegebenen Boulevardmedien, Bloggern und Tageszeitungen vergeblich suchen, um so mehr werden dort leider verstärkt das Bild von Sozialschmarotzern geprägt und Arbeitslose diskriminiert sowie die Neiddebatte geschürt. Zweifellos richtig dürfte aber das Fazit der Wirtschaftsexperten sein, dass der Einkommensunterschied zwischen denen, die einen Arbeitsplatz haben und arbeiten einerseits und denen, die arbeitslos wurden, größer sein müsste. Gerade dies dürfte eben nicht dadurch passieren, dass die nicht erwerbstätige Bevölkerung weniger bekommt, sondern dadurch, dass konsequent überall in der Wirtschaft gesetzliche Mindestlöhne eingeführt werden und darauf geachtet wird, dass überall nach Tarif bezahlt wird, so dass jeder von dem Lohn, den er oder sie für die Arbeit bekommt, auch menschenwürdig leben kann. Denken wir nur einmal an die Verkäuferinnen in den Supermärkten und andere, die zumeist nur mit Hungerlöhnen abgespeist werden, während hingegen, und dies ist kein billiger Populismus, sondern traurige Realität, die meisten Inhaber dieser Handelsketten auf der Forbesliste der Superreichen mit einem Milliardenvermögen zu finden sind. Eckart Kreitlow |
Bei einem verheerenden Großbrand in einem von türkischen Familien bewohnten Mehrfamilienhaus in Ludwigshafen am Rhein kamen vor wenigen Tagen am Sonntag, dem 3.Februar 2008, 9 Menschen ums Leben, darunter 5 Kinder. Zahlreiche Menschen wurden verletzt, einige von ihnen schwer. Den Hinterbliebenen der Opfer und allen Betroffenen der Katastrophe gilt selbstverständlich unser tiefes Mitgefühl! Die Ursache des katastrophalen Ereignisses konnte noch nicht geklärt werden. Jedoch gibt es den schwerwiegenden Verdacht eines rassistischen bzw. fremdenfeindlichen Brandanschlages ähnlich wie 1993 in Solingen. Damals in Solingen war es im Verlaufe der Untersuchungen eindeutig erwiesen worden, dass ein Brandschlag stattgefunden hatte, bei dem 5 türkische Mitbürger ums Leben kamen. In jüngster Zeit hingegen existiert bisher noch kein Beweis für einen solchen fremdenfeindlichen und ohne Wenn und Aber zutiefst verurteilenswerten Brandanschlag. Allerdings wollen zwei Mädchen einen oder mehrere Brandstifter gesehen haben, der oder die angeblich in dem Treppenhaus des mehrgeschossigen Mietshauses das Feuer gelegt haben sollen, was aber natürlich nicht zwangsläufig stimmen muss. Die Ermittlungen in Ludwigshafen dauern zurzeit an. Es könnte auch ein technischer Defekt die mögliche Brandursache sein. Trotz der Tragödie großen Ausmaßes und der in dem Zusammenhang fast "überkochenden" Emotionen der Menschen darf es dennoch nicht so weit gehen bzw. kommen, dass aufopferungsvolle Helfer wie die dutzenden Feuerwehrmänner und Rettungskräfte, die selbstlos im Einsatz waren, unter Polizeischutz gestellt werden müssen, weil sie, wie geschehen, von einzelnen Personen, die entgegen den Tatsachen glauben, sie hätten nicht schnell genug geholfen, angegriffen werden. Das Ludwigshafener Brandunglück führt uns erneut vor Augen, mit welchen schweren Schicksalsschlägen wir konfrontiert werden können. Dieses traurige Ereignis schlägt sogar international hohe Wellen. In der Türkei soll die Atmosphäre durch die Berichterstattung in den Medien sehr aufgeheizt worden sein. Die Betroffenheit ist ebenso wie bei uns in Deutschland vollkommen nachvollziehbar, doch sollten die Fakten und nicht die Spekulationen jetzt und in Zukunft im Vordergrund stehen. Auch der türkische Ministerpräsident, Recep Tayyip Erdogan, der am heutigen Donnerstag (7.02.) zu einem Besuch in Ludwigshafen weilte, rief zu einer versachlichten Debatte auf, forderte, die Katastrophe nicht zu einer politischen Demonstration zu nutzen und bedankte sich bei der Polizei, der Feuerwehr und den weiteren Rettungskräften ausdrücklich für ihren Einsatz bei dem schrecklichen Ludwigshafener Brandereignis. Sollte sich am Ende der umfangreichen und mit Akribie geführten Ermittlungen herausstellen, dass es sich bei der verheerenden Brandkatastrophe doch um einen fremdenfeindlichen Anschlag gehandelt hat, bekäme alles eine wesentlich andere Dimension, obwohl die jetzige, da sind wir uns sicher alle einig, schon schlimm genug ist. Auf der sehr vielseitigen Homepage der Stadt Ludwigshafen ist eine Resolution "Ludwigshafen sagt NEIN! Gegen Gewalt und Fremdenfeindlichkeit – Für Toleranz und Zivilcourage!" (hier bitte anklicken!) zu finden, die bereits von vielen Bürgern online unterzeichnet worden ist und in diesen Tagen weiterhin unterzeichnet werden kann. Außerdem wird auf der Internetpräsenz von Ludwigshafen die tiefe Trauer und Betroffenheit ausgedrückt sowie zu Spenden für die Brandopfer aufgerufen. Eckart Kreitlow |
Oder dominieren bei den Nachfahren der germanischen Chatten ab dem 5. April 2008 die Rot-Rot-Grün-Farben? Eckart Kreitlow |
Eckart Kreitlow |
Eckart Kreitlow |
Die Stimmung bei den etwa 2300 Arbeitern des Nokia-Werkes in Bochum und bei den zahlreichen Beschäftigten in den Zulieferunternehmen, dort sind noch einmal etwa 1200 Kolleginnen und Kollegen sowie zirka 800 Leiharbeiter betroffen, kann jeder Mensch mit sozialer Kompetenz sehr gut verstehen. Eckart Kreitlow |
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Unglaublich, aber dennoch wahr: Der hessische Ministerpräsident Roland Koch (CDU) sieht offenbar seine Chancen für eine Wiederwahl schwinden. Dies hat er sich aber selbst zuzuschreiben.
Statt mit konstruktiven Vorschlägen in den Wahlkampf zu gehen, wartet der CDU-Spitzenkandidat mit Ideen, die vermutlich aus Absurdistan stammen, auf. Sogar Kinder sollen seiner Meinung nach bei Straftaten schon ins Gefängnis! Eckart Kreitlow |
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Da mag mancher Mitbürger denken, was geht mich das an. Der schaut sich eine Fernsehsendung an und
damit hat sich 's dann auch! Wenn es keine authentischen Fälle wären, sondern zum Beispiel eine Romanverfilmung könnte man es vielleicht auch so machen, doch in der MDR-Ratgeber-Sendung von und mit Peter Escher am
3.Januar ging es um die Enthüllung haarsträubender Tatsachen, die in Thüringen im Zusammenhang mit dem Tod des 13-jährigen Mädchens Jessica aus Neugernsdorf bei Greiz leider so passiert sind. Eckart Kreitlow |
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Bei derartigen brutalen Attacken wie in München gerade geschehen als zwei kriminelle Täter einen 76jährigen
Rentner in einer U-Bahnstation in der bayerischen Landeshauptstadt
mit äußerster Brutalität zusammenschlugen, Eckart Kreitlow |
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Am Donnerstagabend (13.12.2007) konnte man im ZDF bei Gastgeberin Maybrit Illner zu dem Thema "Ich bin dann mal gläubig ... - Die neue Sehnsucht nach Spiritualität?" wirklich wieder einmal eine niveauvolle Talkshow erleben, nachdem man zum Beispiel in der Sendung am 22.November 2007 zeitweise den Eindruck hatte, Baron Münchhausen wäre in Leibhaftigkeit zugegen gewesen! Lesen Sie dazu, wenn Sie es möchten, den weiter unten stehenden Beitrag! Einfach etwas herunterscrollen! Eckart Kreitlow |
| Eine Meldung im NDR-Nordmagazin vom heutigen Samstag, dem 1.Dezember, lässt aufhorchen: Die zu DDR-Zeiten gegründete und derzeit sehr beliebte Ostsee-Zeitung mit ihrem Firmensitz in Rostock, Anteilseigner ist seit kurz nach der Wende zu 50 Prozent das größte Medienimperium Deutschlands, die Axel Springer AG, zu dem auch die BILD-Zeitung gehört, könnte es in der bisherigen Weise bald nicht mehr geben, wenn die inzwischen bekannt gewordenen Pläne realisiert werden sollten. Eckart Kreitlow |
| Wer kennt nicht die 1866 erstmals erschienene Novelle "Kleider machen Leute" des Schweizer Dichters Gottfried Keller (1819 - 1890), in der ein armer Schneider durch seine feine Kleidung für einen Grafen gehalten wurde und auf diese Weise seine Traumfrau im Adelsstand fand? Eckart Kreitlow |
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| Unerträglich und unglaublich! Der Hammer der Woche! Ein "Meilenstein" authentischer Fernsehunterhaltung! Da wurde ein Talkshowteilnehmer als Wirtschaftswissenschaftler präsentiert, der offenbar jeden Bezug zur bundesdeutschen Realität verloren hat. Dessen "Fakten" schienen fast komplett wie von einem anderen Stern. Wo führte der seine Umfragen durch? In der virtuellen Welt von Harry Potter? |
| Während Deutschland einerseits damit Schlagzeilen machen kann, den jüngsten Milliardär der Welt mit einem 1,5 Milliarden Dollar-Vermögen zu haben, obwohl dieser eher als bescheiden, nicht eingebildet, höflich und sehr charmant geltende 23-jährige Albert von Thurn und Taxis gerade einmal auf Platz 488 in der Reihenfolge der weltweit Reichsten auf der nach dem Herausgeber benannten Forbes-Liste landet. ... in zwei Schritten beschlossen haben, können sich auf der anderen Seite, und das ist keine billige Polemik, sondern leider Realität, immer mehr Menschen in unserem Land, darunter mit zunehmender Tendenz viele Kinder, nicht einmal am Tag ein warmes Mittagessen leisten! Etwa 2,5 Millionen (!) Kinder sollen in Deutschland in Armut leben!
Eckart Kreitlow |
| Nirgendwo sind für uns Verbraucher die Preissteigerungen deutlicher zu spüren als bei den Kraftstoffen und auf dem Energiesektor. Zugleich sind wir auch nirgendwo machtloser gegen diese Preistreiberei! Wahnsinn! Wie hoch steigt der noch? Eckart Kreitlow |
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Pressefreiheit ist zwar ein grundgesetzlich garantiertes Recht und unbestritten ein hohes Gut. Doch hat man insbesondere oder gerade, wenn man Chefredakteur einer großen Boulevardzeitung ist, deshalb gar gleich Narrenfreiheit? Eckart Kreitlow |
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Wer zum Beispiel im Rahmen eines Studiums oder im Rahmen einer Aus-, Weiter- oder Fortbildung mit dem Themenspektrum Volks- und Betriebswirtschaft konfrontriert wurde bzw. wird, hört, wenn er oder sie nicht bei den Vorlesungen bzw. beim Unterricht längere Zeit fehlte, auch etwas darüber, welche gesetzlichen Grundlagen der Marktwirtschaft innewohnen und welche Mechanismen dort wirken. - Beitragserstellung: 18.10.2007 - Eckart Kreitlow |
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Realitäten sind Realitäten. Der Bundestag stimmte mehrheitlich für die Verlängerung des Mandats der Bundeswehr in Afghanistan einschließlich der weiteren Durchführung von Tornado-Aufklärungsflügen über dem Territorium am Hindukusch. Ob das letztendlich aber eine kluge Entscheidung war, lässt sich zum jetzigen Zeitpunkt wahrscheinlich noch nicht eindeutig einschätzen. Zu vermuten, wenngleich natürlich nicht zu wünschen, ist jedoch, dass sich die Mandatsverlängerung im Nachhinein als eine Fehlentscheidung erweisen könnte.
- Beitragserstellung: 12.10.2007 - Eckart Kreitlow |
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| Herzlichen Glückwunsch zu Deinem 75. Geburtstag, lieber Professor Dr. Heinrich Fink!
Professor Dr. Heinrich Fink ist Vorsitzender der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten (VVN-BdA). Am 31.März 2010 beging er seinen 75.Geburtstag. Professor Fink kann auf ein sehr schaffensreiches und engagiertes Leben zurückblicken. Unter anderem war er von 1979 bis 1992 Professor für Praktische Theologie an der Humboldt-Universität zu Berlin und deren Rektor von 1990 bis 1992.
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- Beitragserstellung: 03.10.2009 - Eckart Kreitlow |
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- Beitragserstellung: 18.09.2009 Ergänzungen: 24.09.2009 - Eckart Kreitlow |
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| Die Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes/Bund der Antifaschisten und die Fraktion
der Partei Die Linke in der Stadtvertretung Ribnitz-Damgarten hatten am 02.Juli 2008 in den Räumen der Volkssolidarität in Ribnitz-Damgarten, Am Bleicherberg, wie sich im Nachhinein herausstellte, zu einem sehr interessanten Vortrag von Prof. Dr. Detlef Joseph mit anschließender Diskussion zu dem Thema "Wie antifaschistisch war die DDR?" eingeladen.
Eckart Kreitlow |
| Noch nie in der Geschichte des Deutschen Bundestages habe es eine Fragestunde zu einem einzelnen Abgeordneten gegeben, kritisierte der Fraktionschef der Partei Die Linke Gregor Gysi die auf Antrag der CDU/CSU und SPD am Mittwoch, dem 28.Mai 2008, zu seiner angeblichen Verwicklung in den damaligen DDR-Staatssicherheitsdienst anberaumte Aktuelle Stunde des Deutschen Bundestages.
Eckart Kreitlow |
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