Die DDR und ihre Geschichte









Das Leben in der DDR - Wie war es damals wirklich? DDR-Erinnerungen auf Ostsee-Rundschau.de DDR-Erinnerungen auf Ostsee-Rundschau.de - Erinnerungen an das Leben in der DDR. Die DDR bestand als souveräner Staat vom 07.Oktober 1949 bis 03.Oktober 1990.  Grafik / Zeichnung: Eckart Kreitlow














Berliner Zeitung







Nachruf: Joachim Kunert: Die Frage, warum sich in der NS-Zeit die Mehrheit nicht wehrte, beschäftigte ihn immer wieder - Der Regisseur inszenierte Filme wie 'Die Abenteuer des Werner Holt' und 'Das zweite Gleis'. Vor einigen Tagen starb er fast 91-jährig in Potsdam. - Von Ralf Schenk - Berliner Zeitung - 23.09.2020






















der Freitag Die Wochenzeitung




Im Schrumpfkabinett - Oktoberfest (2) - Kurz bevor der Regierung de Maizière die DDR abhanden kommt, verliert sie schon reihenweise Minister. Zu guter Letzt auch noch Peter-Michael Diestel?  - Von Lutz Herden - der Freitag - Die Wochenzeitung - Ausgabe 38/2020 - 19.09.2020




















Berliner Zeitung







Palast der Republik: 'Erichs Lampenladen' leuchtet wieder - Das DDR-Museum erinnert an die Geschichte des Prestigebaus, der vor 30 Jahren wegen Asbest geschlossen  und später abgerissen wurde. - Von Norbert Koch-Klaucke - Berliner Zeitung - 11.09.2020


















Berliner Zeitung







Zeitenwende - 'Nie zuvor wurde so viel Humankapital auf den Müll geworfen' - Berliner Zeitung - 12.08.2020






















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-----Original-Nachricht-----

Betreff: Wortmeldung zu 30 Jahre Wiedervereinigung

Datum: 2020-08-09T16:27:02+0200

Von: "wtegge@t-online.de" wtegge@t-online.de



Hallo liebe Mitstreiter*innen,

anbei eine Wortmeldung zum Thema 30 Jahre Wiedervereinigung von Genossen Egon Krenz.

Leider nicht von unseren "führenden Genossen", die würden so etwas nicht schreiben!

Mit herzlichen solidarischen Grüßen

Waltraud




Aus dem Posteingang von Waltraud Tegge - Wortmeldung zu 30 Jahre Wiedervereinigung - Wendepunkte deutscher Geschichte - Von Egon Krenz

























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-----Original-Nachricht-----

Betreff: Deutschland 1945

Datum: 2020-07-30T10:39:13+0200

Von: "Dr. Marianne Linke" marianne.linke@web.de



Liebe Freunde,

anbei zwei Beiträge, die uns einen Blick in die deutsche Geschichte des Jahres 1945 erlauben:

  • FAZ vom 13.07.2020 "Auferstanden in Ruinen", zwar antikommunistisch grundiert (der Autor ist eben auch nur

        ein weiterer Knabe aus Berlin), aber faktenreich.


  • junge Welt vom 17.07.2020 zum "Potsdamer Abkommen".



  • Beide Beiträge sind nach meiner Auffassung gut geeignet für politische Bildungsveranstaltungen

    zum Thema "Faschismus-Antifaschismus" in Deutschland,


    Grüße Marianne




    Aus dem Posteingang von Dr. Marianne Linke - Verdrängt, doch mit Verstand - junge Welt Ausgabe vom 17.07.2020 zum Thema Potsdamer Abkommen




    Aus dem Posteingang von Dr. Marianne Linke - Auferstehen aus Ruinen - FAZ-Beitrag vom 13.07.2020




















    Daniela Dahn - Der Schnee von gestern ist die Sintflut von heute - Die Einheit - eine Abrechnung - Autorin: Daniela Dahn -  erschienen im Rowohlt-Verlag - ISBN 3499001047





    Daniela Dahn - Holocaust in der DDR angeblich verschwiegen - Auszug aus dem Buch von Daniela Dahn: 'Der Schnee von gestern ist die Sintflut von heute' -  Bis in die 1980er Jahre also war der Völkermord an den Juden in der DDR ein 'gänzlich unterdrücktes Thema'. So viel Desinformation macht sprachlos.





    Erinnerungen von Peter Edel - von Gisela Steineckert


















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    -----Original-Nachricht-----
    Betreff: BERLINER SENAT LÄSST DEMONSTRIEREN
    Datum: 2020-07-21T18:00:19+0200
    Von: "Rationalgalerie" post@rationalgalerie.de
    An: "Ulrich Gellermann" ugellermann@t-online.de




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    In der Rubrik BEWEGEN

    BERLINER SENAT LÄSST DEMONSTRIEREN




    Zweifelhafte Aussagen - Wer lügt wirklich bei der Aufarbeitung der DDR-Geschichte? - Die Geschichte der DDR nicht auf den Kopf stellen! - Wahrheitsgemäße Aufarbeitung der DDR-Geschichte ein wichtiges Betätigungsfeld!


    DDR-Hasser rührt die Trommel für die Regierungs-Demo

    Ein obskures Bündnis, das sich BERLIN GEGEN NAZIS nennt, ruft zu einer Demonstration auf, die sich mit Unterstützung der Berliner Landesregierung gegen eine angeblich rechtsoffene Kundgebung wenden soll. Gemeint ist die Aktion der Initiativen QUERDENKEN – 711 und NICHTOHNEUNS die am 1. August um 11.00 Uhr vom Brandenburger Tor zur Hauptkundgebung auf der Straße des 17. Juni um 15:30 führen sollte.



    Mit Grüßen von der GG-Verteidigung


    Uli Gellermann




    https://www.rationalgalerie.de/bewegen/berliner-senat-laesst-demonstrieren




















    Berliner Zeitung







    Zeitenwende - 30 Jahre Währungsunion: 'Es war organisierte Verantwortungslosigkeit' - Berliner Zeitung - 28.06.2020




















    Gesellschaft -  Die Gesundheitspolitik der DDR im Rückblick: Interview mit Sozialmediziner Niemann – Teil 1 - RT DEUTSCH - 21.06.2020


























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    -----Original-Nachricht-----

    Betreff: Zeitenwende : Was die DDR in der Seuchenbekämpfung besser machte

    Datum: 2020-05-22T15:08:51+0200

    Von: "Egon Krenz" deich1@me.com




    https://www.berliner-zeitung.de/zeitenwende/ein-arzt-ist-kein-kleinunternehmer-li.84055




    Aus dem Posteingang von Egon Krenz - Zeitenwende - Was die DDR in der Seuchenbekämpfung besser machte - DDR-Sozialmediziner Heinrich Niemann fordert viel mehr Corona-Tests, kritisiert Fallpauschalen und fragt sich, warum der Schutz der Gesundheit nicht im Grundgesetz steht - 21.05.2020 - 22.05 Uhr, Heinrich Niemann - Berliner Zeitung - 21.05.2020

    Aus dem Posteingang von Egon Krenz - Zeitenwende - Was die DDR in der Seuchenbekämpfung besser machte - DDR-Sozialmediziner Heinrich Niemann fordert viel mehr Corona-Tests, kritisiert Fallpauschalen und fragt sich, warum der Schutz der Gesundheit nicht im Grundgesetz steht - 21.05.2020 - 22.05 Uhr, Heinrich Niemann - Berliner Zeitung - 21.05.2020
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    Zeitenwende - Was die DDR in der Seuchenbekämpfung besser machte - DDR-Sozialmediziner Heinrich Niemann fordert viel mehr Corona-Tests, kritisiert Fallpauschalen und fragt sich, warum der Schutz der Gesundheit nicht im Grundgesetz steht - Berliner Zeitung - 21.05.2020 - PDF





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    Aus dem Posteingang - Dunkel funkelnder Held: Zum Tod des Schauspielers Otto Mellies  - Berliner Zeitung vom 28.04.2020



      Freundliche Grüße!

      Waltraud Keller, Berlin-Hellersdorf





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    Wer lügt wirklich bei der Aufarbeitung der DDR-Geschichte?Daniela Dahn - Holocaust in der DDR angeblich verschwiegen - Auszug aus dem Buch von Daniela Dahn: 'Der Schnee von gestern ist die Sintflut von heute' -  Bis in die 1980er Jahre also war der Völkermord an den Juden in der DDR ein 'gänzlich unterdrücktes Thema'. So viel Desinformation macht sprachlos.


















































    Aus dem Posteingang - Der durchaus intelligente Pandemie-Plan der DDR - Berliner Zeitung vom 22.04.2020


      So schlecht war damals in der DDR doch wohl alles nicht, wie es uns leider immer wieder heute

      als angebliche Tatsachen aufgetischt wird!

      Nach heutiger Lesart soll ja eigentlich alles in der DDR schlecht gewesen sein.


      Wer 's glaubt, wird seelig, heisst ein bekanntes Sprichwort!


      Hoffentlich haben wir alle die Corona-Geschichte bald überstanden! Und möglichst ohne Erkrankung!


      Beste Grüße und bleiben Sie coronafrei!


      Andreas Zergiebel, Berlin-Marzahn


      P.S.: In der Berliner Zeitung lese ich in letzter Zeit öfter Artikel, die, wie ich finde, die Sachverhalte realistisch widerspiegeln.





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    -----Original-Nachricht-----

    Betreff: Heute bei Arte

    Datum: 2020-03-26T17:06:49+0100

    Von: "Dr. Marianne Linke" marianne.linke@web.de



    Liebe Freunde,

    zwei Infos auf die Schnelle:

    • Heute 20.15 Uhr wird ein Film über Dr. Richard Sorge gezeigt. Richard Sorge war der Kundschafter der Sowjetuinion, vielen vielleicht aus der Biografie seiner deutschen Mitgenossin Sonja Kuczynski (als Schriftstellerin Ruth Werner) bekannt. Dr. Sorge wurde an dem symbolträchtigen Tag 7. November im Jahre 1944 in Japan hingerichtet, seiner gedenken wir gerade auch im Zusammenhang mit dem 8. Mai.

    • In Erinnerung an den 8. Mai 1945 (den Tag der Befreiung [oder den 9. Mai, treffend als "Tag des Sieges" bezeichnet - obgleich beides nur durch die Zeitverschiebung zwischen MEZ und Moskauer Zeit zustande kam]) hat Egon Krenz den Marxistischen Blättern (MB) ein sehr lesenswertes Interview gegeben. Die MB haben uns die redigierte Fassung freundlicherweise vorab zur Verfügung gestellt.


    Da wir auf Grund der Eingriffe in das Versammlungsrecht unsere eigenen Bündnis-Veranstaltungen zum 8. Mai in MV nicht wie geplant durchführen werden, ist dieses Interview von Egon Krenz ein gewisser Ausgleich.




    Aus dem Posteingang von Dr. Marianne Linke - zum 75. Jahrestags Deutschlands vom Faschismus  hat Egon Krenz den Marxistischen Blättern (MB) ein sehr lesenswertes Interview gegeben. Die MB haben uns die redigierte Fassung freundlicherweise vorab zur Verfügung gestellt. Grüße in den Abend, Marianne




    Grüße in den Abend,

    Marianne




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    -----Original-Nachricht-----

    Betreff: Zum Koalitionsvertrag Thüringen und dem DDR-bashing

    Datum: 2020-01-29T17:40:29+0100

    Von: "Dr. Marianne Linke" marianne.linke@web.de



    Hallo in die Runde,

    die Geschichtsfälschung ist schon dadurch perfekt gelungen, dass vom Ende des Faschismus nahtlos zur Kritik der DDR übergegangen wird.

    Hierbei gelingt es den Autoren des KoA-Vertrages mit stoischer Beharrlichkeit, auszublenden, dass sich nach dem Ende des Faschismus zwei

    deutsche Staaten mit sehr unterschiedlichen Haltungen und Konsequenzen zur deutschen Geschichte bis 1945 herausgebildet haben.

    Die Bundesrepublik (alt) hat eine unrühmliche Geschichte durch Änderung des GG (Artikel 131), die Wiederbeschäftigung des gesamten

    alten Beamtenapparates und schließlich mit dem ArtikelGesetz zum Ordnundgswidrigkeitengesetz von 1968 (Verjährung aller Kriegsverbrechen).

    Erinnert sei auch daran, dass Adenauer sich geweigert hat, den Prozeß gegen Eichmann in Deutschland führen zu lassen,

    um "seinen Globke" zu retten.

    Seine Drohungen untermauerte er damit, ggf. Israel keine Waffen zu liefern. Staatsanwalt Bauer stand mit seiner Haltung bei der Aufarbeitung

    deutscher Geschichte als Amtsträger des Landes Hessen auf sehr einsamen Posten.

    Die DDR ist diesem Teil Deutschlands mit all seinem geltenden Recht beigetreten.

    Das ist Realität und wird offensichtlich auch weiterhin nicht folgenlos bleiben, auch in Thüringen nicht.

    Die alten Netzwerke sind wiederbelebt und die Faschos klopfen sich fröhlich auf die Schenkel, wie die antifaschistische DDR niedergemacht,

    ihnen selbst aber auch dadurch der rote Teppich ausgerollt wird.

    Mit den alten Lateinern sollten wir deshalb immer wieder fragen: Cui bono?

    Wer darauf ehrlich eine Antwort sucht und findet,

    muss sich diesen DDR-Passionsgeschichten einfach widersetzen.


    Literaturempfehlung:

    Ferdinand von Schirach: "Der Fall Collini" (hier der Anlagenteil)



    Ferdinand von Schirach - Der Fall Collini - Roman





    Ingo Müller (einst Rektor der Polizeihochschule Hamburg): "Furchtbare Juristen",



    Ingo Müller - Furchtbare Juristen - Die unbewältigte Vergangenheit unserer Justiz - verlegt bei Schindler




    Grüße

    Marianne




    -------- Weitergeleitete Nachricht --------

    Betreff: Zum Koalitionsvertrag und dem DDR-bashing

    Datum: Mon, 27 Jan 2020 10:43:17 +0100

    Von: E. Lieberam

    An: 'Joachim Traut'




    Lieber Jochen.

    Im folgenden einige Gedanken zu der vorgesehenen Erklärung, die m. E. sehr grundsätzlich sein müsste.

    Gruß - Ekkehard


    Der Kotau, den die Führung der LINKEN in Thüringen mit dem Koalitionsvertrag gegenüber den Herrschenden macht, ist noch tiefer als der von 2014.

    Es ist so, als ob die Aussagen zur DDR im Koalitionsvertrag nicht 30 Jahre nach dem Ende des Kalten Krieges erfolgen, sondern auf dessen Höhepunkt.

    Im Landtagswahlkampf distanzierte sich Bodo Ramelow mehrfach von allzu primitiven Diffamierungen der DDR. Nunmehr stimmt er Ihnen im

    vollen Umfang zu. So etwas nennt man üblicherweise Wahlbetrug.

    Jeder soll erschrecken, wenn er nur das Wort DDR hört. An die Stelle einer differenzierten und gerechten Bewertung der DDR, wie sie im

    Programm der LINKEN vorgenommen wird, tritt ihre Dämonisierung als Diktatur, Unrechtsstaat und als angebliche repressive, triste „Alltagsdiktatur“.

    Es ist so, wie immer, wenn beflissene Politiker sich als Historiker aufspielen: Die tatsächliche DDR als Friedensstaat, als sozialistischer

    Sozialstaat, als lebendiges, solidarisches und geselliges Gemeinwesen gab es niemals.

    In der „Erinnerungspolitik“ werden DDR und Nazifaschismus in einem Atemzuge genannt. Die Totalitarismusideologie macht es möglich. Das

    mörderische Unrecht des nazifaschistischen Staates samt seiner Verbrechen besonders auch gegen den Frieden wird nur verkürzt dargestellt.

    Das vielfältige Unrecht im Zusammenhang mit Treuhand und „Schluckvereinigung“ werden nicht einmal erwähnt.

    Die angekündigte politische Bildung in diesem Sinne dient nicht der Demokratieerziehung, sondern der Kaschierung des Klassencharakters

    der parlamentarischen Demokratie in unserem Lande,























    Zweifelhafte Aussagen - Wer lügt wirklich bei der Aufarbeitung der DDR-Geschichte? - Die Geschichte der DDR nicht auf den Kopf stellen! - Wahrheitsgemäße Aufarbeitung der DDR-Geschichte ein wichtiges Betätigungsfeld!





    Deutschland - Zweifelhafte Aussagen - 'Bundesstiftung Aufarbeitung der SED-Diktatur': DDR machte Juden selbst für Holocaust verantwortlich - Zum Jahrestag der Auschwitz-Befreiung wartet die Chefin der 'Stiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur' mit interessanten Thesen auf. Demnach wurden in der DDR die Juden selbst für den Holocaust verantwortlich gemacht. Die Aussagen der Aufarbeiterin sind zweifelhaft.





    Holocaust in der DDR angeblich verschwiegen - Auszug aus dem Buch von Daniela Dahn 'Der Schnee von gestern ist die Sintflut von heute'
    Holocaust in der DDR angeblich verschwiegen - Auszug aus dem Buch von Daniela Dahn 'Der Schnee von gestern ist die Sintflut von heute'






    Erinnerungen von Peter Edel - von Gisela Steineckert















    Oskar Lafontaine: Neue Verantwortung Deutschlands für Frieden, Freiheit, Demokratie und Gerechtigkeit -  Aus der Rede von Oskar Lafontaine bei der Gedenkveranstaltung der Linksfraktion im Bundestag  zum 70. Jahrestag der Befreiung vom Faschismus. Marx und Engels helfen da weiter:  'Die Gedanken der herrschenden Klasse sind in jeder Epoche die herrschen Gedanken.' Die herrschende Geschichtsschreibung ist die Geschichtsschreibung der Herrschenden. Weiterlesen: http://www.oskar-lafontaine.de/links-wirkt/details/t/neue-verantwortung/

















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    -----Original-Nachricht-----
    Betreff: Das Auschwitz-Narrativ
    Datum: 2020-01-27T00:16:03+0100
    Von: "Rationalgalerie" post@rationalgalerie.de
    An: "Ulrich Gellermann" ugellermann@t-online.de




    Rationalgalerie - eine Plattform für Nachdenker und Vorläufer




    Auf der Startseite:

    Das Auschwitz-Narrativ

    Fokussierung kann zur Blindheit führen


    https://www.rationalgalerie.de/home/das-auschwitz-narrativ.html




    In der Rubrik Gesehen


    Daniela Dahn - Der Schnee von gestern ist die Sintflut von heute - Die Einheit - eine Abrechnung - Autorin: Daniela Dahn -  erschienen im Rowohlt-Verlag - ISBN 3499001047


    Der Schnee von gestern?

    Daniela Dahns Abrechnung mit der deutschen Einheit



    https://www.rationalgalerie.de/kritik/der-schnee-von-gestern.html




    Mit erzählerischen Grüßen


    Uli Gellermann




















    Gesellschaft - 'Liebe zur Heimat und proletarischer Internationalismus' – Interview zum DDR-Bildungssystem (Teil 1)



    Gesellschaft - DDR-Bildungssystem war 'sozial gerechter' als jetztiges - Interview Teil 2





















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    -----Original-Nachricht-----

    Betreff: Re: Leserbrief zum Beitrag „Keine Freude über das neue Deutschland", ND vom 6.12.2019, Seite 3, Autor: Max Czollek

    Datum: 2019-12-09T16:36:17+0100

    Von: "Dr. Marianne Linke" marianne.linke@web.de

    An: "Eckart Kreitlow" eckartkreitlow@t-online.de



    Lieber Eckart,

    vielen Dank für den mir übersandten ND-Artikel. Das ist ja nicht auszuhalten....

    So eine üble Nachrede wäre auf jeder Beerdigung untersagt...

    Deal!!!


    Axen war in Auschwitz, Honecker im Zuchthaus ...

    Man muss kein Freund oder gar Mitglied der SED gewesen sein, um dieses Geschreibsel abzulehnen.


    Grüße Dich, Marianne


    Von meinem iPhone gesendet



    Der gesamte Beitrag strotzt nur so von
    Verdrehungen und Entstellungen zur DDR!


    Weil wir die Meinungsfreiheit als ein sehr hohes Gut gemeinsam schützen sollten, müssen wir auch manchmal schier unerträgliche Beiträge ertragen!

    Leserbrief zum Beitrag „Keine Freude über das neue Deutschland", Autor: Max Czollek, ND v. 06. 12.2019, Seite 3


    Es ist schon sehr skurril, wenn Herr Czollek in seinen ellenlangen Ausführungen sich über die damaligen Verhältnisse in der DDR ergießt, obwohl er erst 1987, also kurz vor dem Mauerfall, geboren wurde.

    Seine „Erkenntnisse" über die DDR scheint er demnach wohl offenbar aus den bundesdeutschen Mainstreammedien zu haben, die dabei sind, die Geschichte umzuschreiben und leider eher ein Zerrbild von der DDR vermitteln, statt die DDR so darzustellen, wie sie wirklich war.

    Zum überwiegenden Teil fliegt einem schier der Hut hoch, sofern man einen aufhat, wenn man die sehr eigenwilligen und bizarren Einschätzungen von Herrn Czollek liest.

    Alleine schon seine Passagen zur Aufarbeitung des Faschismus in der DDR und in der BRD stimmen hinten und vorne nicht. Die DDR zum Beispiel war ohne Wenn und Aber klar antifaschistisch, während in der BRD sogar noch Jahre nach der Gründung ehemals führende Nazis wie der maßgeblich Beteiligte an den Nürnberger Rassengesetzen Globke als Chef des Bundeskanzleramtes in der Bundesregierung waren.

    Ehemals führende Nazis waren auch noch bis in die sechziger Jahre in zahlreichen weiteren Strukturen des BRD-Machtapparates wie in der Justiz, im BND und anderswo tätig.

    Alles in allem strotzt der gesamte Beitrag nur so von Verdrehungen und Entstellungen vor allem zur DDR. Verwunderlich ist es schon, dass offensichtlichen Fälschern der DDR-Geschichte unkommentiert im ND eine ganze Zeitungsseite zur Verfügung gestellt wird.

    Wäre der Autor mit seinen Ausführungen bei der Realität geblieben, wäre sicherlich das Lesen seines Beitrages erträglich gewesen, andererseits ist aber die Meinungsfreiheit ein sehr hohes Gut, das wir gemeinsam schützen sollten.


    Eckart Kreitlow, 18311 Ribnitz-Damgarten



    Leserbrief zum ND-Artikel vom 6.12.2019 - PDF




    Beitrag 'Keine Freude über das neue Deutschland', Autor: Max Czollek, ND v. 06. 12.2019, Seite 3





















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    Interview-Film mit Egon Krenz zum 9. November 1989













    70 Jahre DDR - Erinnerung an die DDR aus Anlass des 70. Jahrestages der Gründung der DDR












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    Aus dem Posteingang - Email von Dr. Marianne Linke zur Rede von Bodo Ramelow am 18. 10. 2019






    Rede von Bodo Ramelow am 18.10.2019 - PDF























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    Aus dem Posteingang - 70 Jahre DDR - Erinnerung an die DDR aus Anlass des 70. Jahrestages der Gründung der DDR von Dr. Marianne Linke






    70 Jahre DDR - Erinnerung an die DDR aus Anlass des 70. Jahrestages der Gründung der DDR






    Kleine weiße Friedenstaube - Lieder aus der DDR






    70 Jahre DDR - Rede von Egon Krenz am 12. 10. 2019 aus Anlass des 70. Jahrestages der Gründung der DDR in Bochum - PDF







    Harald Rosenberger - Kleine weiße Friedenstaube

















    Die goldene Stimme aus Prag ist verstummt - Karel Gott starb am 1. Oktober 2019 im Alter von 80 Jahren - Stokrát chválíš čas 2019 (a k slzám dojatý Karel Gott) - Die goldene Stimme aus Prag - Karel Gott - geb. 14.7.1939   - gest. 1.10.2019


















    Deutschland - 'Ich war gern DDR-Bürger!' – DDR-Popstar Tino Eisbrenner im Gespräch
























    Ostsee-Rundschau.de




    DDR-Fliegerkosmonaut Sigmund Jähn - der erste Deutsche im All - verstarb am 21. September 2019 im Alter von 82 Jahren - in der DDR als Volksheld verehrt, umkreiste DDR-Fliegerkosmonaut Sigmund Jähn  zusammen mit Waleri Bykowski 125 Mal unseren blauen Planeten







    Deutschland - Der erste Deutsche im All: Kosmonaut Sigmund Jähn im Alter von 82 Jahren gestorben










    Ausschnitte aus dem NVA-Film 'Interkosmos' über die glückliche Rückkehr von DDR-Fliegerkosmonaut Oberst Sigmund Jähn zusammen mit seinem sowjetischen Kommandanten Oberst Waleri Bykowski am 3.September 1978 um 12.40 Uhr MEZ im vorgesehenen Gebiet in der kasachischen Steppe. Beide umkreisten zuvor in fast 8 Tagen 125 Mal unseren blauen Planeten. Am 26. August 1978 waren sie mit Sojus 31 vom Weltraumbahnhof 'Baikonur' zur Weltraumstation 'Saljut 6' gestartet.




    DDR-Fliegerkosmonaut Sigmund Jähn - der erste Deutsche im All - PDF













    Das Leben in der DDR - Wie war es damals wirklich? DDR-Erinnerungen auf Ostsee-Rundschau.de




    Wir lebten gerne in der DDR - sie war für uns Heimat, die uns vertraut war - Gemeinsinn und Gemeinwohl standen im Vordergrund




    Wir lebten gerne in der DDR - sie war für uns Heimat, die uns vertraut war -
    Gemeinsinn und Gemeinwohl standen im Vordergrund



    Wir lebten gerne in der DDR. Sie war für uns Heimat, die uns vertraut war.

    Die zwischenmenschlichen Beziehungen waren gut.

    Gesellschaftlich stand nicht das Ich, sondern Gemeinsinn und Gemeinwohl standen im Vordergrund.

    Die Menschen halfen sich gegenseitig. Sie lebten in der Gemeinschaft.

    Niemand musste unter der Brücke schlafen. Obdachlosigkeit gab es nicht.

    Die Betrachtung der Menschen in der DDR als gleichwertig, die Anerkennung ihrer Leistungen,

    ein Leben in sozialer Sicherheit und Geborgenheit sowie fehlender Standesdünkel prägten

    nachhaltig das gesellschaftliche Klima.



    Der Zugang zu Hochschulen und Universitäten hing in der DDR nicht
    von der sozialen Herkunft oder dem Geldbeutel der Eltern ab!




    Es gab ein breitgefächertes Bildungssystem und hochmotivierte Lehrkräfte an den Schulen.

    Den DDR-Bürgerinnen und DDR-Bürgern wurde eine solide Allgemeinbildung vermittelt.

    Selbstverständlich hing der Zugang zu Hochschulen und Universitäten zwar von den geistigen Fähigkeiten derer ab,

    die studieren wollten, aber nicht von ihrer sozialen Herkunft oder dem Geldbeutel der Eltern.

    Dadurch erhielten vor allem auch viele Arbeiter- und Bauernkinder in der DDR die Chance zu einem Studium

    an einer Universität, Hoch- oder Fachschule.


    Eckart Kreitlow



















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    -----Original-Nachricht-----

    Betreff: MdB Dr. Diether Dehm fragt Jahn nach "doctores summa cum Nazi-laude"

    Datum: 2019-12-27T19:44:47+0100



    Liebe Freunde,

    anbei ein Beitrag von Dr. Diether Dehm zu den jüngsten Äußerungen von Jahn von der Stasibehörde.

    Hier der Link zum Beitrag:

    https://www.diether-dehm.de/positionen/1339-diether-dehm-fragt-jahn-nach-doctores-summa-cum-nazi-laude

    Beste Grüße

    Lutz S., Sachsen-Anhalt






    Aus dem Posteingang -  Dr. Diether Dehm, Mitglied des Deutschen Bundestages, fragt Jahn nach 'doctores summa cum Nazi-laude' - Dr. Diether Dehm (MdB, Autor und VVN/BdA-Mitglied)




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    -----Original-Nachricht-----
    Betreff: Stille Nacht gefälligst
    Datum: 2019-12-25T20:22:50+0100
    Von: "Rationalgalerie" post@rationalgalerie.de
    An: "Ulrich Gellermann" ugellermann@t-online.de




    Rationalgalerie - eine Plattform für Nachdenker und Vorläufer




    Gelesen. Gesehen. Gehört

    Stille Nacht gefälligst

    Tagesschau mißachtet Weihnachtsfrieden


    https://www.rationalgalerie.de/kritik/stille-nacht-gefaelligst.html



    Die Macht um Acht - Folge 42 - Uli Gellermann - Rationalgalerie.de



    Bewegen

    Anmerkung um Stasibeauftragten

    "Doctores summa cum Nazi-laude“



    Rationalgalerie - Anmerkung um Stasibeauftragten - 'Doctores summa cum Nazi-laude' - Autor: Dr. Diether Dehm - 25. 12. 2019 - Hat Stasibeauftragter Roland Jahn auch die Idee, posthum den Titel 'Doctores summa cum Nazi-laude' einzuführen?

    Rationalgalerie - Anmerkung um Stasibeauftragten - 'Doctores summa cum Nazi-laude' - Autor: Dr. Diether Dehm - 25. 12. 2019 - Hat Stasibeauftragter Roland Jahn auch die Idee, posthum den Titel 'Doctores summa cum Nazi-laude' einzuführen?



    https://www.rationalgalerie.de/bewegen/anmerkung-um-stasibeauftragten.html


    Mit Grüßen aus dem Medienland


    Uli Gellermann





















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    Deutschland - 'Doktor der Stasi' – Die DDR-Hexenjagd geht weiter






















    Stasihexenjagd östlich der Elbe und der Werra noch immer eine unendliche Geschichte - Neue Unabhängige Onlinezeitungen (NUOZ) Ostsee-Rundschau.de - vielseitig, informativ und unabhängig - Präsenzen der Kommunikation und der Publizistik mit vielen Fotos und  bunter Vielfalt




    Tagesdosis 21.11.2019 – Stasi-Inquisition 2019. Im Verborgenen Gutes tun! - Ein Kommentar von Bernhard Loyen.





    Sputnik - Berliner Zeitung: Ein Ossi Macht Meinung – Hängt ihn auf!  -  Kommentar -  Von Armin Siebert - Veröffentlicht: 19. 11. 2019




    Sputnik - Berliner Zeitung: Ein Ossi Macht Meinung – Hängt ihn auf!  -  Kommentar -  Von Armin Siebert - Veröffentlicht: 19. 11. 2019  - Ausgerechnet Knabe - Bisheriger Höhepunkt des Shitstorms war am Montag ein Artikel zur Causa Friedrich in der Schweizer NZZ. Autor ist ausgerechnet der ehemalige Leiter der Stasi-Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen, Hubertus Knabe, der 2018 in Unehren entlassen wurde. Knabe nutzt nun den Fall Friedrich, um sich als seriöses moralisches Gewissen wieder ins Spiel zu bringen. Widerlich, wenn man an sich an die Vorwürfe seiner ehemaligen Mitarbeiterinnen erinnert.




    Deutschland - Stasi-Gedenkstätte Hohenschönhausen: Direktor Hubertus Knabe nach Sexismus-Vorwürfen entlassen






























    Meinung - Die Lüge, die man braucht: Das Märchen von der überschuldeten DDR


























    Die Machenschaften der Treuhand auf Ostsee-Rundschau.de


    Goldrausch - Die Geschichte der Treuhand


    Die Veruntreuung der Treuhand - Interview mit Dr. Klaus Blessing


    Der Niedergang ostdeutscher Firmen - wirklich alternativlos?


    Geschichtsstunde: Abgewickelt und Betrogen - Der skandalöse Ausverkauf der DDR


    Treuhand-Beutezug-Ost Video Teil 1


    Treuhand-Beutezug-Ost Video Teil 2


    Treuhand-Beutezug-Ost Video Teil 3


    Wenn die bisherigen Veröffentlichungen zum Mord von Treuhandchef Detlev Karsten Rohwedder stimmen sollten, verwandelt sich wahrscheinlich eher ein Affe in einen Elefanten...





















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    Aus dem Posteingang von Dr. Marianne Linke vom 17.09.2019 - Interview mit Egon Krenz





    Interview mit Egon Krenz





    Aus dem Posteingang von Dr. Marianne Linke vom 17.09.2019  - Interview der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung mit Egon Krenz - aktualisiert am 12.08.2019-15:09 Uhr - Von Henrik Pomeranz - Der letzte Staatsratsvorsitzende der DDR, Egon Krenz, über die Grenzöffnung, seinen Vorgänger Erich Honecker und das, was er in der Bundesrepublik gut findet.





    Interview der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung mit Egon Krenz - aktualisiert am 12.08.2019-15:09 Uhr - Von Henrik Pomeranz - Der letzte Staatsratsvorsitzende der DDR, Egon Krenz, über die Grenzöffnung, seinen Vorgänger Erich Honecker und das, was er in der Bundesrepublik gut findet.




















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    -----Original-Nachricht-----
    Betreff: Daniela Dahn und die feindliche Übernahme der DDR
    Datum: 2019-09-12T09:42:41+0200
    Von: "Rationalgalerie" post@rationalgalerie.de
    An: "Ulrich Gellermann" ugellermann@t-online.de




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    Daniela Dahn und die feindliche Übernahme der DDR

    Was hat der Sieger in den letzten

    30 Jahren mit seinem Triumph angefangen?





    Die 'Stasikeule' als Instrument zur Liquidierung allen Widerspruchs nach DDR-Einverleibung  - Aus dem Posteingang von Rationalgalerie.de - Startseite: Daniela Dahn und die feindliche Übernahme der DDR - Was hat der Sieger in den letzten 30 Jahren mit seinem Triumph angefangen?





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    Mit Grüßen zum 30. Jahr


    Uli Gellermann

























    Gesellschaft - Die DDR-Außenpolitik: Ein kleiner Staat auf der Bühne der großen Weltpolitik (Teil 1)




    Gesellschaft - Die DDR-Außenpolitik: Ein kleiner Staat auf der Bühne der großen Weltpolitik (Teil 2)




























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    Aus dem Posteingang von Dr. Marianne Linke - Höhen und Tiefen des DDR-Kulturlebens - Interview mit Harald König.
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    Aus dem Posteingang von Dr. Marianne Linke - Höhen und Tiefen des DDR-Kulturlebens - Interview mit Harald König.
    Aus dem Posteingang von Dr. Marianne Linke - Höhen und Tiefen des DDR-Kulturlebens - Interview mit Harald König.



























    Gesellschaft - Egon Krenz stellt neues Buch vor: Wir und die Russen







    Gesellschaft - Höhen und Tiefen des DDR-Kulturlebens: Interview mit Hartmut König
























    Neue Unabhängige Onlinezeitungen (NUOZ) - Links zu Musikvideos und Filmen






    KARAT - Der Blaue Planet







    Karel Gott und Darinka - Fang das Licht







    Helga Hahnemann & die Puhdys -  Rockerrente (Ein Kessel Buntes 23.09.1989) (VOD) DDR







    Lutz Jahoda - Die Blasmusik von Kickritzpotschen







    Rote Gitarren - Weisses Boot







    Frank Schöbel - Wie ein SternFrank Schöbel - Gold in deinen Augen







    Puhdys - Es war schön






    Ostrock Megamix XXL







    Puhdys - Alt wie ein Baum







    SPUTNIK News - EXKLUSIV: Mister 'Aktuelle Kamera' Klaus Feldmann – der Jan Hofer der DDR



















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    DDR-Aufarbeitung im Freistaat Thüringen - Liebe Freunde, wozu Linke in Regierungsbeteiligung fähig sind und ihre 'Qualitäten' offenbaren, wird hier ein weiteres Mal deutlich. Mit solidarischen Grüßen Carsten Hanke - Aus dem Posteingang -  Mittwoch, 30. Januar 2019, 21.40 Uhr





    DDR-Aufarbeitung im Freistaat Thüringen - Bericht der Landesregierung des Freistaates Thüringen zur 'Aufarbeitung der SED-Diktatur' - PDF





    Zur DDR-Geschichtsbetrachtung - Was wahr ist, muss wahr bleiben. Ziel heutiger DDR-Geschichtsbetrachtung sollte es sein, die DDR so darzustellen, wie sie wirklich war, anstatt realitätsfern jegliche positive Sichten auf die DDR zu verhindern.


























    Deutschland - 'Weit von stabilem Frieden entfernt' - Ex-DDR-Diplomat Bernd Roth im Exklusivinterview





    #aufstehen - DIE SAMMLUNGSBEWEGUNG  auf Ostsee-Rundschau.de - Neue Unabhängige Onlinezeitungen (NUOZ) Ostsee-Rundschau.de - vielseitig, informativ und unabhängig - Präsenzen der Kommunikation und der Publizistik mit vielen Fotos und  bunter Vielfalt



















    Irre Thesen - Thesen aus Absurdistan - Neue Unabhängige Onlinezeitungen (NUOZ) Ostsee-Rundschau.de - vielseitig, informativ und unabhängig - Präsenzen der Kommunikation und der Publizistik mit vielen Fotos und  bunter Vielfalt





    Irre Thesen - Thesen aus Absurdistan - Meinung - Doofe Ossis? Historiker kritisiert mangelnde 'politische Bildungsarbeit' im Osten







    Arnulf Barings äußerst kruden Ansichten über die Menschen in der DDR - Nach Barings kruden Ansichten seien die Menschen in der DDR geistig verzwergt worden! - Ihre Ausbildung sei 'verhunzt' und unbrauchbar! - Ob sich heute einer dort Jurist nenne oder Ökonom, Pädagoge, Psychologe, Soziologe, selbst Arzt oder Ingenieur, das sei, so Baring,  völlig egal. Viele Menschen seien wegen ihrer fehlenden Fachkenntnisse nicht weiter verwendbar. Darum sei die frühere DDR 'weithin ein kopfloses Land'.















    Deutschland - Interne Kolonialisierung: Wie die DDR ausverkauft wurde - Die DDR war ein gefundenes Fressen für westdeutsche Wirtschaftsmagnaten.






    Die Machenschaften der Treuhand - Die Verteilung des DDR-Vermögens unter der Treuhandfuchtel - Die DDR war ein gefundenes Fressen für westdeutsche Wirtschaftsmagnaten.






    Die Machenschaften der Treuhand - Die Verteilung des DDR-Vermögens unter der Treuhandfuchtel - Die DDR war ein gefundenes Fressen für westdeutsche Wirtschaftsmagnaten.











    Gegen rechte Geschichtspolitik unter linker Flagge - Eine Gegenposition - Die Thüringer Linkskoalition orientiert auf völlige Delegitimierung der DDR und den Anschluss an antikommunistische Geschichtsbilder - von Ludwig Elm und Ekkehard Lieberam - PDF













    DDR-Geschichtsbetrachtung total verlogen und ungeheuerlich. Das, was dort in Thüringen vereinbart wurde oder vereinbart wird, im Zusammenhang mit der Betrachtung der DDR-Geschichte ist nicht nur zutiefst verlogen und ungeheuerlich. Es ist auch absolut unverdaulich, dass in so eklatanter Weise bezüglich der DDR-Geschichte alle Tatsachen auf den Kopf gestellt werden - Fahne mit Hammer, Zirkel und Ährenkranz. Skizze/Zeichnung: Eckart Kreitlow






    Aus dem Thüringer Koalitionsvertrag - 6. Wahlperiode 2014 - 2019 - Wir verständigen uns darauf, nicht mit Organisationen, die das DDR-Unrecht relativieren, zusammenzuarbeiten. Die Koalition wird keine Personen, die direkt oder indirekt mit dem Sicherheitssystem der DDR zusammengearbeitet haben, in Positionen dieser Regierung entsenden. Ebenso sollen Menschen, die leugnen, dass die DDR kein Rechtsstaat war, keine Verantwortung in der gemeinsamen politischen Arbeit für Thüringen wahrnehmen.
















    Alles in allem überwog in der DDR in der Gesamtheit  eindeutig die Positivseite. Leider werden die Tatsachen jedoch geleugnet - Ostsee-Rundschau.de







    Alles in allem überwog in der DDR in der Gesamtheit  eindeutig die Positivseite. Leider werden die Tatsachen jedoch geleugnet - Ostsee-Rundschau.de







    Großer Zapfenstreich der NVA - Ehrenparade der Nationalen Volksarmeee - Ostsee-Rundschau.de











    Vom Ende der Sprachlosigkeit - Seit Sachsens Integrationsministerin Petra Köpping über die harte Nachwendezeit spricht, kommen erschütternde Geschichten ans Licht. Diese Aufarbeitung aber passt nicht allen. Von Stefan Locke - FAZ.NET






    Bundeskanzler Helmut Kohl in den neunziger Jahren: In der DDR war nicht alles falsch und im Westen nicht alles richtig! - Der Deutschlandfunk erinnerte kürzlich an ein vertrauliches Gespräch, das Helmut Kohl und der Historiker Fritz Stern in den neunziger Jahren führten. Kohl sagte, dass er es versäumt habe, offen darüber zu reden, das in der DDR nicht alles falsch und im Westen nicht alles richtig gewesen sei.









    Ex-DDR-Staatsratvorsitzender Egon Krenz: Kohl aus Sicht der CDU ein großer Politiker.













    Stasihexenjagd östlich der Elbe und der Werra noch immer eine unendliche Geschichte - Neue Unabhängige Onlinezeitungen (NUOZ) Ostsee-Rundschau.de - vielseitig, informativ und unabhängig - Präsenzen der Kommunikation und der Publizistik mit vielen Fotos und  bunter Vielfalt







    Klaus Huhn: Die Gauck-Behörde - Der privilegierte Widerstandskämpfer - eine Rezension von Frank Lukaszewski - 17. Mai 2012 - zu dem Buch von Klaus Huhn - Die Gauck-Behörde - Der Inquisitor zieht ins Schloss - Edition Ost - 2012 - 119 Seiten, broschiert - EAN 978-3360020680







    Klaus Huhn: Die Gauck-Behörde - Der privilegierte Widerstandskämpfer - Textauszug aus der Rezension von Frank Lukaszewski - 17. Mai 2012 - zu dem Buch von Klaus Huhn - Die Gauck-Behörde - Der Inquisitor zieht ins Schloss - Edition Ost - 2012 - 119 Seiten, broschiert - EAN 978-3360020680







    Skandalöse Bespitzelung in den Jahren 2006/2007 - Startseite: Der tiefe Staat schlägt zurück - Rot-Rot-Grünes Projekt vom Stasi-Torpedo getroffen - Rationalgalerie.de - Autor des Beitrages:  Ulrich Gellermann - Datum: 16. Januar 2017







    Mit dem Mauerfall begannen in der DDR auch die Abwicklungen - Ostsee-Rundschau.de







    Der Freitag - Zeitgeschichte - Tim Herden: Ende einer Dienstfahrt - zu den Ereignissen 1990 im Zusammenhang mit der Abwicklung der Sektion Journalistik der Karl-Marx-Unioversität Leipzig







    Biografisches Lexikon der Kommunikationswissenschaft - BLexKom-Feature: Journalistik in der DDR - Professor Hans Poerschke: Ich habe gesucht







    Aus der Rede von Oskar Lafontaine bei der Gedenkveranstaltung der Linksfraktion im Bundestag  zum 70. Jahrestag der Befreiung vom Faschismus. Weiterlesen: http://www.oskar-lafontaine.de/links-wirkt/details/t/neue-verantwortung/







    Was wahr ist, muss wahr bleiben! Gegen Umdeutungen der Geschichte!







    Neue Verantwortung Deutschlands für Frieden, Freiheit, Demokratie und Gerechtigkeit - Rede von Oskar Lafontaine bei der Gedenkveranstaltung der Linksfraktion im Bundestag  zum 70. Jahrestag der Befreiung vom Faschismus. Weiterlesen: http://www.oskar-lafontaine.de/links-wirkt/details/t/neue-verantwortung/







    Unseriöser Hetzblatt-Journalismus - Verstöße gegen die Programmgrundsätze und -richtlinien des Rundfunkstaatsvertrages


    Rationalgalerie.de - Das kann nur der Russe gewesen sein - Unseriöser Hetzblatt-Journalismus - Verstöße gegen die Programmgrundsätze und -richtlinien des Rundfunkstaatsvertrages







    Solidaritätsseite für den Sozialwissenschaftler Dr. Andrej Holm, Institut für Sozialwissenschaften der Humboldt-Universität zu Berlin - Ostsee-Rundschau.de













    Die dritte Schuld - Der Westen ist totalitär geworden - Die DDR war zu einem in der internationalen Staatengemeinschaft hoch geachteten Mitglied geworden… Weiterlesen.










      Die Machenschaften der Treuhand - Ostsee-Rundschau.de







      Zum Mord an Treuhandchef Detlev Karsten Rohwedder



      Hintergründe zur Treuhandpolitik und zum Tod von Detlev Karsten Rohwedder









      Die Verteilung des DDR-Vermögens unter der Fuchtel der Treuhand

















    Abschiednahme - Trauerfeiern - Beisetzungen auf Ostsee-Rundschau.de







    Egon Krenz in seiner Trauerrede für Armeegeneral a.D. Heinz Keßler am 07.06.2017 in Berlin: Heinz Keßler diente in der einzigen deutschen Armee, die nie einen Krieg geführt hat.
    Bericht von der Trauerfeier für Armeegeneral a.D. Heinz Keßler und der anschließenden feierlichen Urnenbeisetzung in Berlin am 07.06.2017 auf Ostsee-Rundschau.de







    →    Traueransprache von Egon Krenz für Heinz Keßler am 7. Juni 2017- PDF





    Die Nationale Volksarmee führte als einzige deutsche Armee keinen Krieg! - Ostsee-Rundschau.de







    Bewegender Abschied des Verbandes zur Pflege der Traditionen der Nationalen Volksarmee und der Grenztruppen der DDR e.V.  von Armeegeneral a.D. Heinz Keßler am 07.06.17










    Traueranzeige der Familie Keßler






    →    Zusammenfassende Berichterstattungen von der Trauerfeier für Armeegeneral Heinz Keßler - PDF

















    Die DDR und ihre Geschichte





    Bei Egon Krenz auf der Terrasse













    DDR-Geschichte auf Ostsee-Rundschau.de - In der DDR - so war es damals -  Die DDR bestand als souveräner Staat vom 07.Oktober 1949 bis 03.Oktober 1990.  Grafik / Zeichnung: Eckart KreitlowDDR-Erinnerungen auf Ostsee-Rundschau.de - Erinnerungen an das Leben in der DDR. Die DDR bestand als souveräner Staat vom 07.Oktober 1949 bis 03.Oktober 1990.  Grafik / Zeichnung: Eckart Kreitlow









    Ostsee-Rundschau.de


    Karte zum 80.Geburtstag von Egon Krenz, ehemaliger Generalsekretär des ZK der SED und Vorsitzender des Staatsrates der DDR - Ostsee-Rundschau.deHerzlichste Glückwünsche zu Deinem 80.Geburtstag, lieber Egon! - Gratulation von Egon Krenz, ehemaliger Generalsekretär des ZK der SED und Vorsitzender des Staatsrates der DDR, zu seinem 80.Geburtstag - Ostsee-Rundschau.de



    Herzlichste Glückwünsche zu Deinem 80.Geburtstag, lieber Egon - PDF




    Wer lügt wirklich bei der Aufarbeitung der DDR-Geschichte?





    Lügen wie gedruckt - von Dr. Klaus Huhn, Autor vieler polemischer Bücher zur DDR Vergangenheitsbewältigung  - 25 Jahre Anti-DDR-Feldzug oder: Wie sie uns unsere Geschichte erklären - Das Buch der kleinen DDR-Lügen










    Die wahre Geschichte der DDR









    Wie war es damals wirklich? Über das Leben in der DDR auf Ostsee-Rundschau.de. Die DDR bestand als souveräner Staat vom 07.Oktober 1949 bis 03.Oktober 1990.  Grafik / Zeichnung: Eckart KreitlowDie DDR und ihre Geschichte - Buchlesung mit Egon Krenz, ehemaliger Generalsekretär des ZK der SED, ehemaliger Vorsitzender des Staatsrates der DDR und ehemaliger Vorsitzender des Nationalen Verteidigungsrates der DDR, zu Walter Ulbricht. Foto: Eckart Kreitlow









    Wer lügt wirklich bei der Aufarbeitung der DDR-Geschichte?










    Die wahre Geschichte der DDR








    Dr. Diether Dehm (MdB) - Wiedergefunden: Moneta an Biermann - Kategorie: Fragen zur linken Hegemoniearbeit - Veröffentlicht: 29. März 2018








    Stasihexenjagd östlich der Elbe und der Werra noch immer eine unendliche Geschichte - Neue Unabhängige Onlinezeitungen (NUOZ) Ostsee-Rundschau.de - vielseitig, informativ und unabhängig - Präsenzen der Kommunikation und der Publizistik mit vielen Fotos und  bunter Vielfalt








    Aus der Rede von Oskar Lafontaine bei der Gedenkveranstaltung der Linksfraktion im Bundestag  zum 70. Jahrestag der Befreiung vom Faschismus. Weiterlesen: http://www.oskar-lafontaine.de/links-wirkt/details/t/neue-verantwortung/







    Stasihexenjagd östlich der Elbe und der Werra noch immer eine unendliche Geschichte - Stasibeauftragte offenbar unzufrieden mit ihrer DDR-Geschichtsbildvermittung - Die Landesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen sind voller Sorge - Schuld der Weichspüler? - Von Hans Fricke







    Wer lügt wirklich bei der Aufarbeitung der DDR-Geschichte?







    DDR-Wirklichkeit - In der DDR gab es keine gigantische Kluft zwischen Arm und Reich







    Neue Verantwortung Deutschlands für Frieden, Freiheit, Demokratie und Gerechtigkeit - Rede von Oskar Lafontaine bei der Gedenkveranstaltung der Linksfraktion im Bundestag  zum 70. Jahrestag der Befreiung vom Faschismus. Weiterlesen: http://www.oskar-lafontaine.de/links-wirkt/details/t/neue-verantwortung/







    Was wahr ist, muss wahr bleiben! Gegen Umdeutungen der Geschichte!









    •    Rede von Egon Krenz "70 Jahre nach der Befreiung Europas vom deutschen Faschismus" in PDF-Format














    Historische Reden und Aussagen















    70 Jahre nach der Befreiung Europas vom deutschen Faschismus

    (Rede von Egon Krenz, ehemaliger Vorsitzender des Staatsrates der DDR und Generalsekretär des ZK der SED, auf Veranstaltungen zum 8./9. Mai 2015)



    Liebe Freunde,

    kürzlich erhielt ich eine mich sehr bewegende E-Mail aus Russland. Ein russischer Freund, mit dem zusammen ich vor 50 Jahren in Moskau studiert hatte, schrieb mir:


    „Wir haben den Krieg gewonnen und letztlich doch verloren. An unseren Grenzen steht die NATO. Fremde Truppen in der Nähe unserer Heimaterde, das sollte
    es nach den furchtbaren Erfahrungen des deutschen Überfalls vom 22. Juni 1941 nie wieder geben. Dafür starben Millionen meiner Landsleute. Siebzig Jahre
    danach wird Russland von Deutschland wieder bestraft, nicht mit einem Überfall, aber mit einem Wirtschaftskrieg und mit übler Hetze gegen mein Heimatland.“




    Soweit Gedanken und Gefühle eines Russen, der als junger Mann noch Kriegsteilnehmer war.

    Eine Einzelmeinung? Oder nur die Äußerung eines verbitterten alten Mannes? Keineswegs!

    Die Russen haben aus ihrer Geschichte heraus ein gutes Gefühl dafür, wer ihrem Land Gutes will und wer es demütigt.

    Die USA, die offen den Beitrag Russlands als Sieger über den Hitlerfaschismus verkleinern und das Land als gleichberechtigten Faktor der Weltpolitik ausschalten wollen,

    stoßen auf Gegenwehr nicht nur bei Putin, sondern vor allem bei der Mehrheit der Bevölkerung.

    Viele Russen gehen davon aus, dass Deutschland an der Seite der USA steht, was seit Monaten zum erheblichen Prestigeverlust der deutschen Politik in Russland geführt hat.

    Das beeinflusst auch negativ die vermeintliche deutsche Vermittlerrolle im Konflikt mit der Ukraine, weil Deutschland einseitig Partei gegen Russland ergreift.

    Wer sich hierzulande bemüht, über solche Zusammenhänge auch nur nachzudenken, für den wurden neue Wörter erfunden.

    „Russlandversteher“ oder „Putinversteher“ heißen sie.

    Bestimmte Medien benutzen sie gar als Schimpfwort gegen Menschen, denen die antirussichen Ausfälle hierzulande missfallen und diese als „Russenphobie“ kritisieren.




    Was wahr ist, muss wahr bleiben! Gegen Umdeutungen der Geschichte!




    Für mich ergibt sich aber die Frage:

    Kann eine deutsche Regierung überhaupt konstruktive Russlandpolitik machen, wenn sie sich nicht bemüht, das Land zu verstehen,

    sich in die Probleme Russlands hineinzudenken oder auch nur hinein zu fühlen?


    Das muss ja durchaus nicht bedeuten, alle russischen Entscheidungen zu akzeptieren.

    Doch sich verstehen ist notwendig, um überhaupt zusammen leben zu können.

    Wer sich weigert, die Politik seines Nachbarn zu verstehen, der wird keinen freundschaftlichen Zugang zu ihm finden können.

    Dies ist letztlich zum Nachteil Deutschlands.


    Jede verpasste Chance in den Beziehungen zu Russland, ist immer auch eine vertane Zukunftschance für Deutschland.


    Deutschland hat eine sichere Zukunft nur mit und nicht gegen Russland.

    Das wusste schon der Eiserne Kanzler Bismarck.

    Wenn Regierende heutzutage über die Beziehungen Deutschland zu Russland sprechen, halten sie es nicht einmal für erwähnenswert, dass es mehr als 40 Jahre lang eine enge Gemeinschaft UdSSR/DDR gab,

    die auch bei notwendiger differenzierter Betrachtung viel Gutes für uns Deutsche brachte.

    DDR Bürger haben einen enormen Anteil daran, dass sich in der Nachkriegszeit das Bild vom verbrecherischen Deutschen, der das Sowjetland verwüstet hatte, von Grund auf veränderte.

    Aus Gegnern wurden Freunde. Das ist auf deutscher Seite in erster Linie das Verdienst der DDR.

    Wenn bei Umfragen Ostdeutsche heutzutage oft ein anderes Russlandbild haben als Menschen, die im Westen groß geworden sind, dann hängt das mit der DDR zusammen.




    Was wahr ist, muss wahr bleiben! Gegen Umdeutungen der Geschichte!




    Hier wurde die Antisowjethetze bekämpft.

    In Ostdeutschland wurde schon gleich nach dem Krieg damit begonnen, Wahrheiten über die Russen zu verbreiten, während sich in Westdeutschland oft das von den Nazis verbreitete Bild vom „bösen Russen“ hielt.

    Für einen Russen ist es nach all dem heute schwer zu verstehen, dass die deutsche Verteidigungsministerin so kurz vor dem „Tag des Sieges“ ins Baltikum fährt, um die „deutsche Speerspitze“ einer Eingreiftruppe

    zu bekräftigen.

    Abgesehen vom Inhalt, fehlt bei solchen Aktionen jedes Einfühlungsvermögen in die deutsch-russische Geschichte und auch in die russische Mentalität.

    Ich gestehe, mich hat die oben erwähnte E-Mail aus Moskau sehr betroffen gemacht.

    Sie hat auch bei mir Emotionen frei gesetzt.

    Unwillkürlich erinnerte ich mich an mein Treffen mit Gorbatschow am 1. November 1989.

    Ich hatte ihn damals daran erinnert, dass die DDR im Ergebnis des Sieges der UdSSR im Zweiten Weltkrieg und des folgenden Kalten Krieges entstanden war.

    Also auch ein Kind der Sowjetunion war. Ich fragte ihn, ob die Sowjetunion angesichts der Situation im Herbst 1989 weiterhin zu ihrer Vaterschaft stünde.

    Er erklärte mir, dass es daran keinen Zweifel gebe.

    Und er sagte auch warum:

    Solange nämlich NATO und Warschauer Vertrag bestünden, solange werde es keine deutsche Einheit geben.

    Der einzige Grund für ihn, so Gorbatschow damals, über die deutsche Einheit nachzudenken, wäre die gleichzeitige Auflösung der beiden sich feindlich gegenüberstehenden Militärblöcke.

    Das aber, so der sowjetische Präsident, könne sich kein ernsthafter Politiker in der Welt vorstellen, weder in den USA, noch in Frankreich, Großbritannien oder sonst wo.


    Das war – wie gesagt – noch am 1. November 1989!


    Bald änderte Gorbatschow seine Meinung. Schon Anfand Dezember 1989 erklärte er gegenüber dem amerikanischen Präsidenten bei stürmischer See auf Malta den Kalten Krieg einseitig für beendet.

    Ziemlich vertrauensselig wunderte er sich darüber, dass Bush sen. es ihm nicht gleich tat, sondern die USA zum Sieger im Kalten Krieg ausrief, während er, Gorbatschow, naiv dafür warb,

    dass es keine „Sieger und Besiegte“ des Kalten Krieges, sondern nur „Gewinner“ gebe.


    Gorbatschow ließ sich von den USA über den Tisch ziehen,


    gestand der NATO ihre weitere Existenz trotz Auflösung des Warschauer Vertrages zu und machte hinter dem Rücken der DDR-Führung den Weg zur

    deutschen Einheit frei, ohne dafür vertraglich bindend politische Gegenleistungen zu fordern.


    Das Ergebnis: Das Territorium der Warschauer Militärkoalition, das einst die Sowjetarmee befreit hatte,

    wurde innerhalb kurzer Zeit nicht blockfrei, sondern dem Militärbündnis des politischen Gegners zugeschlagen.



    Gorbatschow gab sich leichtgläubig mit einer mündlichen Versicherung zufrieden, dass sich die NATO nicht weiter nach Osten ausdehnen würde.


    Zwar bestreiten einige Politiker nachträglich, dass es je eine solche Zusicherung gegeben habe.


    Doch die Archive sprechen eine andere Sprache.




    Was wahr ist, muss wahr bleiben! Gegen Umdeutungen der Geschichte!




    Der damalige NATO-Generalsekretär Wörner hatte am 17. Mai 1990 öffentlich bekannt gegeben:

    „Schon der Fakt, dass wir bereit sind, die NATO-Streitkräfte nicht hinter den Grenzen der BRD zu stationieren, gibt der Sowjetunion feste Sicherheitsgarantien.“


    Das war – wie gesagt - im Mai 1990. Da gab es die DDR noch.


    Das heißt: Die Sicherheitsgarantie der NATO lautete eigentlich sogar:

    Östlich von Elbe und Werra, also den damaligen Ostgrenzen der BRD, sollten keine NATO-Truppen stationiert werden.

    Das bedeutet: Auch auf dem Territorium der DDR nicht!


    Dass Monate nach dieser Erklärung die UdSSR zerschlagen wurde, kann nicht als Vorwand dafür gelten, die gemachten Zusagen der NATO nicht einzuhalten.

    Bekanntlich ist die Sowjetunion nicht durch Volkes Willen aufgelöst worden.

    Nicht durch einen Volksaufstand. Eine Volksbefragung hatte dagegen ergeben, dass die Mehrheit der Sowjetbürger für den Erhalt der Union war.

    Die Sowjetunion wurde von Teilen der sowjetischen Elite von oben zerschlagen. Das hat Gorbatschow und Jelzin die Sympathie des Westens gesichert.

    Mit dem ständig alkoholisierten Jelzin hatten die USA und ihre Verbündeten zudem ein leichtes politisches Spiel.

    In den Vorzimmern der Macht saßen US-amerikanische Berater.

    Damit und mit der Verschleuderung des russischen Volksvermögens an US- amerikanische und internationale Konzerne wie es der Oligarch Chodorkowski betrieb, hat Putin Schluss gemacht.

    Er stellt wieder russische Interessen in den Vordergrund.

    Das bringt ihm im eigenen Lande hohe Sympathiewerte.


    Damit hat er aber auch den Haß jener Kräfte auf sich gezogen, die Russland als gleicberechtigten Teilnehmer an der Lösung internationaler

    Probleme ausschalten wollen und das Land lediglich - wie es Obama frank, frei und arrogant verkündete - nur als “Regionalmacht” betrachten.

    Ziel ist es, in Russland ein dem Westen zugewandtes Regime zu installieren.





    Was wahr ist, muss wahr bleiben! Gegen Umdeutungen der Geschichte!




    Nichts lieber hätten diese Leute als einen Maidan auch auf dem Roten Platz in Moskau.

    An diesem Punkt muss angesetzt werden, wenn es um die Ursachen der Konflikte in der Welt geht. Vieles, was heute in der Welt durcheinandergeraten ist, die Konflikte im Irak, in Syrien, in Libyen, im Jemen,

    aber auch in der Ukranine, hängen mit den Jahren 1989 bis 1991 zusammen als die Sowjetunion zerschlagen wurde.

    Die UdSSR war bis dahin eine Barriere gegen die Weltmachtambitionen der USA.

    Undenkbar, dass es bei ihrer Existenz einen so breiten Gürtel von Bürgerkriegszonen gegeben hätte, wie wir sie jetzt im Nahen und Mittleren Osten erleben, wo der Westen unter der Losung

    des “Sturzes von Diktatoren” und der Menschenrechte im Prinzip Bürgerkrige erst möglich gemacht hat.

    Ohne die Sowjetunion fehlt jedes Korrektiv. Den USA ging es 1989 nur zweitrangig um die deutsche Einheit, viel wichtiger war für sie, dass Russland seine Streitkräfte aus Mitteleuropa

    abzog und sie sich selbst hier festsetzten und ihre Atomwaffen weiter stionieren konnten. Nicht die Rückkehr der altrussischen Krim in die Russische Föderation ist die Ursache dafür,

    dass Russland und sein Präsident vom Westen verteufelt werden.

    Es gibt Beispiele genug, wie das lange vor der dem Staatsstreich in der Ukraine entstand.

    Ich erinnere auch an die antirussische Propaganda im Zusammenhang mit den olympischen Winterspielen in Sotschi.

    Geschichtsinteressierten dürfte noch gut bekannt sein, dass einst die Nazis Vorurteile, Feindschaften und Hass gegen die Sowjetunion schürten,

    um die Deutschen für einen Krieg reif zu machen.


    Was ja auch gelang. Allein dieser geschichtliche Umstand sollte daran erinnern, dass Russenphobie kein Ersatz für konstruktive Politik sein kann.

    Russlands Abwehr der Osterweiterung der NATO kommt ja nicht wie Phönix aus der Asche. Putin hat den Westen rechtzeitig gewarnt, den Bogen nicht zu überspannen.

    Vor dem Deutschen Bundestag sagte er schon im September 2001, als an den Staatstreich in der Ukraine noch nicht zu denken war, in einwadfreiem Deutsch, also für jeden verständlich:


    „Wir haben immer noch nicht gelernt, einander zu vertrauen… Mal verlangen wir Loyalität zur NATO, mal streiten wir uns

    über die Zweckmäßigkeit ihrer Ausbreitung.

    Wir können uns immer noch nicht über die Probleme im Zusammenhang mit dem Raketenabwehrsystem einigen….

    Die Koordinationsorgane geben Russland keine realen Möglichkeiten, bei der Vorbereitung von Beschlüssen mitzuwirken.

    Heutzutage werden Entscheidungen ohne uns getroffen. Wir werden dann nachdrücklich gebeten, sie zu bestätigen…

    Wir sollten uns fragen, ob das normal ist, ob das eine echte Partnerschaft ist? … “



    Und weiter: „ …wir (haben) uns bis jetzt noch nicht von vielen Stereotypen und ideologischen Klischees des Kalten Krieges befreit …“.




    Das war vor fast 14 Jahren!



    Auf der 43. Münchener Sicherheitskonferenz im Februar 2007 wurde er noch deutlicher:



    „Nebenbei gesagt, lehrt man uns - Russland – ständig Demokratie.

    Nur die, die uns lehren, haben selbst, aus irgendeinem Grund, keine rechte Lust zu lernen ...”

    Man darf”, forderte er, “ die UNO nicht durch die NATO oder die EU ersetzen ...

    Ich denke, es ist offensichtlich, dass der Prozess der NATO-Erweiterung keinerlei Bezug zur Modernisierung der Allianz selbst oder zur Gewährleistung der Sicherheit in Europa hat.

    Im Gegenteil, das ist ein provozierender Faktor, der das Niveau des gegenseitigen Vertrauens senkt.

    Nun haben wir das Recht zu fragen: Gegen wen richtet sich diese Erweiterung?

    Und was ist aus jenen Versicherungen geworden, die uns die westlichen Partner nach dem Zerfall des Warschauer Vertrages gegeben haben?”



    Soweit Auszüge aus bekannten Reden, an die in Deutschland kaum noch erinnert wird.

    Die USA und die NATO sind auf Russlands Bedenken nie eingegangen.

    Dagegen ist oft von den “Ängsten der Polen und Balten” vor den Russen die Rede, obwohl es dafür keine ernsthaften Gründe gibt.

    Putin hat das mehrfach gesagt.

    Die Ängste der Russen dagegen spielen in der politischen Öffentlichkkeit keine Rolle, obwohl sie durch die Politik der USA und der NATO angeheitzt werden:


    Ende Februar zum Beispiel stellte sich im estnischen Narva ein US-Panzer mit Sternenbanner am Grenzübergang zu Russland auf.

    Bei einem solchem Bild erinnere ich mich an den 27. Oktober 1961, als sowjetische und amerikanische Panzer sich in Berlin gefechtsbereit gegenüber standen und die Welt

    von einem Dritten Weltkrieg nur durch einen weißen Grenzstrich in der Berliner Friedrichsstraße getrennt war, wie Chruschtschow das damals ausdrückte.

    Im März dieses Jahres fanden sich 3.000 NATO-Soldaten mit 750 Panzern und schwerem Gerät zu Manövern im Baltikum ein.

    NATO-Marine-Schiffe probten im Schwarzen Meer.

    Stützpunkte an Russlands Grenzen werden erweitert und neue Militär-Strukturen dort geschaffen.

    Die von den USA dominierte NATO agiert mit zunehmender Aggressivität.


    Das verschärft die Lage! Macht Angst vor einem Krieg.

    Da frage ich einfach mal: Wie würden wohl die USA reagieren, würde Russland beispielsweise gleiches in Venezuela oder auf Kuba tun?

    Zu dieser Vorstellung brauchen wir ja nicht einmal viel Phantasie.

    Es gibt ja ein historisches Beispiel aus dem Jahre 1962, als die Menschheit kurz vor einem von den USA angedrohten Atomkrieg stand.


    Nein, liebe Freunde, die Zukunftsvision eines friedliebenden Europa zerschellte nicht in der Ostukraine, auch nicht auf der Krim.

    Sie zerbrach schon in den neunziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts, als NATO - Staaten Jugoslawien bombardierten.

    Sie machten damit aus dem Kalten einen heißen Krieg. Erstmals seit 1945. Und das mitten in Europa.

    Russland und Putin werden hierulande politisch instrumentalisiert, um deutsche Verantwortung in der Welt militärisch zu begründen, die Aufrüstung

    der NATO- Staaten zu rechtfertigen und mehr Geld für die Aufrüstung zu bekommen.

    Dazu wird suggeriert, Putin wolle die Sowjetunion wieder herstellen.

    Was für ein Quatsch!

    Putin ist Oligarch und weit davon entfernt, Sozialist oder Kommunist zu sein.

    Sicher weiß auch er, dass es für die Wiederherstellung der UdSSR gar keine politischen Voraussetzungen gibt.

    Mir geht es auch nicht um seine Ideologie, wohl aber um die Rolle seines Landes, das aus vielerlei Gründen einen gleichberechtigten und sicheren Platz

    in der Völkerfamilie verdient hat.

    Ich gehöre zu jenen Deutschen, die der Meinung sind, dass die Nichtteilnahme der Bundeskanzlerin an der Militärparade anlässlich des „Tages des Sieges“

    in Moskau ein politischer wie moralischer, vor allem aber ein strategischer Fehler ist.

    Sie hat dem Druck der USA nachgegeben, die die Russische Föderation als „Regionalmacht“ demütigen wollen.

    Dazu ein kurzer Blick in die Geschichte: Als Hitlers Krieg gegen die UdSSR begann, sagte US-Senator Truman, der spätere US-Präsident:


    "Wenn wir sehen, dass Deutschland siegt, sollten wir Russland helfen, und wenn wir sehen, dass Russland siegt, sollten wir Deutschland helfen …“



    Das ist genau jenes Muster, das kürzlich George Friedmann, Chef eines zwar privaten, aber weltbekannten US-amerikanischen Instituts für Strategische Studien,

    in aller Offenheit für die Politik der USA seit über 100 Jahren eingestanden hat.

    Er bekannte: Den USA sei es immer darum gegangen, eine Allianz zwischen Russland und Deutschland zu verhindern.

    Sie berge nämlich das gefährlichste Potential in sich, denn eine solche würde eine Verbindung zwischen deutscher Technologie und deutschem Kapital

    und russischen natürlichen und menschlichen Ressourcen nach sich ziehen.



    Das heißt:


    Deutschland und Russland sollen gegeneinander aufgehetzt werden,


    damit beide Länder geschwächt werden und die USA die siegreichen Dritten sind.



    Das ist eine verblüffende Offenheit.

    Sie ist zwar zynisch, aber leider wahr.


    Wer meiner Interpretation des Auftritts von George Friedmann misstraut,

    kann sich jederzeit ein entsprechendes Video im Internet ansehen.

    Er wird dies bestätigt finden.



    Dass die Kanzlerin trotz des Drucks aus den USA am 10. Mai am „Grabmal des Unbekannten Soldaten“ in Moskau einen Kranz niederlegen will,

    hat emotional wohl viel mit ihrem ersten Leben in der DDR zu tun.

    Hier wurde der 8. Mai schon kurz nach Gründung der DDR als „Tag der Befreiung“ begangen.

    Hier gehörte es zum politischen Alltag, die Befreier Deutschlands zu würdigen. Die aus der UdSSR und die ihrer Alliierten.


    Frau Merkel lässt aber außer Acht, dass das Sicherheitsbedürfnis Russlands gerade auch aus einem Datum deutscher Geschichte resultiert.

    Dies ist der 22. Juni 1941, als Nazideutschland wortbrüchig die UdSSR überfiel. Wer mit dieser geschichtlichen Schuld belastet ist, darf

    weder „Strafaktionen“ noch „NATO Sperrspitzen“ gegen Russland unterstützen.

    Vielmehr müssen alle Gelegenheiten genutzt werden, die Russland und Deutschland näher bringen.

    Zu Beginn dieses Jubiläumsjahres gab Bundespräsident Gauck im Januar der DPA ein Interview.

    Darin behauptet er:

    „Anders als noch vor drei Jahrzehnten ist es heute in Deutschland anerkannt, dass der 8. Mai 1945 ein Tag der Befreiung war“.


    Herr Gauck macht damit den Eindruck, als wäre er schon damals Bundesbürger gewesen. Die DDR zählt er inzwischen gar nicht mehr zu Deutschland.

    Als gewesener DDR-Bürger müsste er doch wenigstens wissen, dass in der DDR 1985 der 8. Mai schon zum 40. Male begangen worden war.

    Er war Gedenktag und von 1950 bis 1966 und erneut 1985 sogar gesetzlicher arbeitsfreier Feiertag.

    Der 8. Mai markiert nicht – wie das heute fälschlicherweise heißt - das Weltkriegsende.

    Der Weltkrieg war erst am 2. September 1945 zu Ende, nachdem auch Japan kapituliert hatte. Zuvor hatten die USA dort noch zwei Atombomben eingesetzt.

    Der 8. Mai markiert vielmehr, dass Deutschland eine 4-fache Befreiung erlebte, auch wenn das damals sehr vielen Deutschen nicht bewusst war:

    Deutschland wurde befreit von der Herrschaft des Faschismus.

    Es wurde befreit von dem Zwang, sich weiterhin dessen Rassenwahn zu unterwerfen.

    Es wurde befreit von dem Zwang, weiter dessen Eroberungsdrang zu folgen, und

    es wurde befreit von dem Zwang, sich weiter an Kriegsverbrechen und Völkermord zu beteiligen.

    Es ist richtig: In der alten Bundesrepublik sprach Altbundespräsident von Weizsäcker 1985 in seiner Gedenkrede

    vor dem Deutschen Bundestag zwar auch vom „Tag der Befreiung“.

    Doch im Unterschied zur DDR:

    Zum ersten Mal seit 40 Jahren!


    Dennoch: Ein gesamtgesellschaftlicher Konsens darüber ist doch bis heute nicht gefunden worden.

    Wie sonst kommt der Bundespräsident dazu, in dem genannten Interview folgendes zu behaupten:


    „Woran allerdings nicht jeder Westdeutsche sofort denkt: dass dieser Tag der Befreiung für einen Teil der Deutschen, nämlich die Ostdeutschen,

    eine Befreiung zu neuer Unfreiheit war“.



    Eigentlich bedarf eine solche geschichtsfremde Äußerung, die dazu der Überzeugung sehr vieler Ostdeutscher widerspricht,

    keines Kommentars, stünde dahinter nicht der Versuch, die Geschichte des 20. Jahrhunderts umschreiben zu wollen.

    Wie komme ich zu einer solchen Meinung?

    Im Juni 2013 hielt Herr Gauck vor dem „Deutsch-russischen Forum“ in Potsdam eine Rede, über die eine Zeitung titelte[1]:


    „Gauck rät Russland zur Aufarbeitung“

    Gut, dachte ich, eigenartig zwar, dass ausgerechnet ein deutsches Staatsoberhaupt den Drang verspürt, Russland zu erklären,

    wie es mit seiner Geschichte umzugehen hat.

    Den Russen zu sagen, was gut und was schlecht für ihr Land ist. Eine gewisse Zurückhaltung, so meine Meinung, wäre angesichts unserer belasteten

    Geschichte für deutsche Politiker angebracht.

    Das bedeutet keineswegs, dass ich von einer allgemeinen „deutschen Kollektivschuld“ spreche, die auch nachgeborene Generationen

    für deutsche Verbrechen im Zweiten Weltkrieg verantwortlich macht.

    Nein, das tue ich nicht.

    Aber Politiker haben die Verantwortung, sensibel mit geschichtlichen Tatsachen umzugehen.



    Was wahr ist, muss wahr bleiben! Gegen Umdeutungen der Geschichte!




    Und zu diesen Tatsachen zählt, dass von den über 50 bis 60 Millionen Toten des Zweiten Weltkrieges

    nach neuesten Zahlen allein 28 Millionen Sowjetmenschen waren, darunter die Mehrheit Russen.

    Sollte nicht allein dies für Deutschland Anlass sein, einen ähnlich behutsamen Umgang mit Russland zu pflegen wie die Bundesrepublik es beispielsweise mit Israel macht?

    Nun gut, dachte ich, Herr Gauck sieht das anders. Er hielt ja im vergangenen Jahr zum 75. Jahrestag des Kriegsbeginns in Polen auch eine stark antirussische Rede,

    in der er es nicht für notwendig hielt, auf die russischen Opfer des Krieges hinzuweisen.


    Also schauen wir mal, was Russland nach seiner Meinung denn überhaupt aufarbeiten soll?


    Und da lese ich:

    „Nur, wer seine Schuld eingesteht, kann seine Vergangenheit aufarbeiten“.



    Soweit so gut.

    Ziemlich allgemein, meine ich.

    Doch Herr Gauck überträgt diese von ihm formulierte Norm auch auf die deutsch-russische Geschichte.


    Und er macht es ziemlich autoritär.

    "Sie haben Pech, aber ich betrachte mich als Fachmann auf diesem Gebiet",

    so stellte er sich den russischen Teilnehmern der 15. Potsdamer Begegnungen vor.


    Und dann kommt der folgende Gedanke des Herrn Gauck:


    • In Deutschland und Russland habe es schreckliche Diktaturen gegeben.

    Eine selbstkritische Geschichtsschreibung habe Deutschland jedoch geholfen, die Fehler der Vergangenheit aufzuarbeiten.

    Das Land habe erst zu sich und später zu anderen gefunden, als es sich seine Kriegsverbrechen eingestand.




    Mit Blick auf Russland formulierte er dann:

    Trauere eine Nation jedoch ihrem vergangenen imperialen Mythos nach und selektiere ihr historisches Wissen, erschwere sie sich

    den Weg in eine zivile Gesellschaft.



    Wie anders soll man das verstehen als einen Hinweis darauf, dass nun auch Russland Reue zeigen müsse?

    Offensichtlich geht es dem Bundespräsidenten um die Schuldfrage am Ausbruch des Zweiten Weltkriegs.


    Ein Streit um die Geschichte ist ja immer auch ein Streit um die Gegenwart.


    Die Umdeutung der Geschichte ist inzwischen mit einer Neuverteilung der Schuld verbunden.


    Herr Gauck gehört ja zu den Erst-Unterzeichnern der sogenannten Prager Erklärung vom 3. Juni 2008, die dazu auffordert,

    den 23. August, also den Tag der Unterzeichnung des sogenannten „Hitler-Stalin-Paktes“ als europäischen Gedenktag zu begehen.



    Das heißt: Es wird relativiert.

    Man will zwei Schuldige am Krieg haben: Hitler und Stalin.

    Nicht Deutschland allein, sondern im Bunde mit der Sowjetunion!

    Seit langem ist zu beobachten, dass auch in Deutschland Politiker, Historiker und Medien, die gesamte Geschichte des 20. Jahrhunderts

    „antisowjetisch“ und „antirussisch“ interpretieren.



    Was wahr ist, muss wahr bleiben! Gegen Umdeutungen der Geschichte!




    Demzufolge formulierte auch der Präsident des Deutschen Bundestages, Lammert, aus Anlass des 75. Jahrestages

    des Kriegsbeginns am 10. September vergangenen Jahres folgendes:

    „ Dem deutschen Überfall war ein diplomatisches Schurkenstück vorausgegangen, … ein Angriffspakt zweier ideologischer Antipoden“,

    … die sich „darauf verständigt hatten, Mitteleuropa mit imperialer Brutalität in Einflusssphären untereinander aufzuteilen.“[2]



    Man muss wirklich kein Stalinverteidiger sein, um auf die historische Tatsache hinzuweisen, dass Hitler seine Kriegsziele schon Jahre

    vor dem angeblichen „Schurkenstück“ festgelegt hatte.

    Dieses „Schurkenstück“ heißt übrigens historisch korrekt nicht „Hitler-Stalin-Pakt“, sondern „Nichtangriffsvertrag zwischen

    dem Großdeutschen Reich und der Union der Sozialistischen Sowjetrepubliken“.

    Man mag viele Argumente gegen den Vertrag vorbringen können.

    Auch viele deutsche Kommunisten waren damals und auch später irritiert, dass die Sowjetunion einen Vertrag mit Hitler-Deutschland

    abgeschlossen hatte und dass dazu auch noch eine Geheimabkommen gehörte.

    Doch, daraus zu schließen, auch die Sowjetunion sei schuld am Ausbruch des Zweiten Weltkrieges, geht an den Realitäten vorbei.

    Bei allem Zweifel an dem deutsch-sowjetischen Vertrag darf niemals vergessen werden:

    Hitler plante und führte den Krieg von Anfang an als einen Vernichtungskrieg gegen die Sowjetunion.


    Schon in seinem Buch „Mein Kampf“ hatte er die Eroberung von „Lebensraum im Osten“ verkündet.

    Er wollte einen Krieg gegen den „jüdischen Bolschewismus“, was sein Synonym für Sowjetunion war.

    Dass die sowjetische Führung angesichts dieser Pläne alle Versuche unternahm, diesen Krieg so weit wie möglich hinauszuschieben

    und dabei in erster Linie an ihre eigenen Bürger und an ihre eigene Sicherheit dachte, ist ihr ja wohl nicht zu verdenken.

    Fragen wir einen Zeitzeugen, der über die Rolle der UdSSR in der Vorkriegszeit besser Bescheid weiß als ideologische Geschichtsdeuter.

    Ich meine den konservativen britischen Premierminister Winston S. Churchill.

    Er hat ein Buch geschrieben mit dem Titel „Der Zweite Weltkrieg“[3], wofür er 1953 sogar den Nobelpreis für Literatur erhielt.

    Darin analysiert er auch das Streben Russlands nach einer Europäischen Sicherheit, die Inaktivität des Westens in dieser Frage

    und sowjetischen Vorschläge für die Verteidigung der durch das Münchener Abkommen bedrohten Tschechoslowakei.



    Churchill kommt zu dem bemerkenswerten Schluss:

    „Das Angebot Russlands wurde einfach übergangen. Man warf die Macht der Sowjets nicht in die Waagschale gegen Hitler

    und behandelte die Russen mit einer Gleichgültigkeit - um nicht zu sagen Verachtung – die in Stalins Einstellung ihre Spuren zurückließ…

    Dafür mussten wir später teuer bezahlen.“




    Und an anderer Stelle notiert der Mann, der zu den Großen Drei des Gipfels von Jalta zählt, Folgendes:

    „ Am 16. April (1939) machte sie (gemeint ist die Sowjetunion) dennoch ein formales Angebot….

    für die Schaffung einer gemeinsamen Front zu gegenseitiger Hilfeleistung zwischen Großbritannien, Frankreich und der UdSSR.

    Die drei Mächte, wenn möglich mit Teilnahme Polens, sollten außerdem die Grenzen derjenigen Staaten in Mittel- und Osteuropa garantieren,

    die von der deutschen Aggression bedroht waren.“



    Nachdem das alles durch Schuld des Westens nicht funktionierte, kam Churchill zu der Schlussfolgerung:


    „ Russland musste für seine Sicherheit sorgen“.



    Der Abschluss des Vertrages zwischen Deutschland und der Sowjetunion sowie die territorialen Entscheidungen der Sowjetunion nannte Churchill

    für die Sowjetunion „lebenswichtig“, jedenfalls auch im „höchsten Maße realistisch.“


    Wenn man diese Fakten kennt, kann man nur zu dem Urteil kommen:

    Die nachträgliche Beurteilung des Verhaltens der Sowjetunion in der Vorkriegszeit ist der Versuch, eine neue Geschichte des Zweiten Weltkrieges zu schreiben.


    Vor allem aber, deutsche Schuld zu relativieren, so wie das auch schon mit dem Ersten Weltkrieg war, der kaum noch als imperialistischer Krieg bezeichnet wird,

    sondern in den man „traumwandelnd“ hineingezogen wurde.

    Ist es angesichts solcher Bewertungen verwunderlich, dass das offizielle Deutschland nicht widersprach, als der ukrainische Ministerpräsident Jazenjuk kürzlich

    im Ersten Programm des öffentlich – rechtlichen Fernsehens Deutschlands den Großen Vaterländischen Krieg der Sowjetunion als Okkupation bewerte?


    Er behauptete gar, die russische Armee sei damals als Okkupant „in die Ukraine und nach Deutschland einmarschiert.“


    Solche Geschichtsverfälschungen sollen die Russische Föderation als Siegermacht diskreditieren.

    Dementsprechend wird auch der Sieg über den Faschismus relativiert, weil angeblich die „richtige“ Befreiung nicht 1945,

    sondern erst 1991 mit dem Untergang der UdSSR erfolgte.

    Demzufolge ist auch klar, warum für bestimmte Kreise in Deutschland der 9. November 1989 wichtiger ist als der 8. Mai 1945.


    In Vorbereitung auf diese Veranstaltung fand ich einen interessanten historischen Text, der auch das Lieblingsthema von Herrn Gauck „Schuld und Sühne“ behandelt.

    Er stammt vom 11. Juni 1945.

    In der Ostzone und später in der DDR war er das Fundament unserer antifaschistischen Politik sowie der Bildung und Erziehung.

    Da Originaltexte immer überzeugender sind als verschwommene Kommentare, noch dazu nachträgliche, möchte ich ein Zitat einführen,

    selbst auf die Gefahr hin, dass dieses manchen von Euch zu lang erscheint.

    Aber leider sind heutzutage solche historischen Dokumente, vor allem, wenn sie aus kommunistischer Quelle kommen, nur schwer zugänglich.

    Auch wenn Wortwahl und Ausdrucksweise nicht mehr unbedingt dem heutigen Sprachgefühl entsprechen, sagt der Text viel Grundsätzliches

    darüber aus, warum die DDR ein antifaschistischer Staat wurde.




    Was wahr ist, muss wahr bleiben! Gegen Umdeutungen der Geschichte!









    Es handelt sich um den Aufruf des ZK der KPD vom 11. Juni 1945, also gut vier Wochen nach der deutschen Kapitulation,

    in dem es auszugsweise heißt:



    „Die Schuld und Verantwortung (am Krieg) tragen die gewissenlosen Abenteurer und Verbrecher….

    Es sind die Hitler und Göring, die Himmler und Goebbels, die aktiven Anhänger und Helfer der Nazipartei.

    Es sind die Träger des reaktionären Militarismus, die Keitel, Jodl und Konsorten.


    Es sind die imperialistischen Auftraggeber der Nazipartei, die Herren der Großbanken und Konzerne, die Krupp … und Siemens. …


    Der Sinn ihres Krieges waren nicht Ideale; sie kämpfen um die ukrainischen Weizenfelder, um das kaukasische Erdöl, um den Reichtum der Welt. ..!


    Dafür wurde das nationale Dasein unseres Volkes aufs Spiel gesetzt.


    Der totale Krieg Hitlers – das war der ungerechteste, wildeste und verbrecherischste Raubkrieg aller Zeiten!


    Das Hitlerregime hat mit seiner Politik der Aggression und der Gewalt, des Raubes und des Krieges, der Völkervernichtung

    …unser Volk ins Unglück gestürzt und es vor der gesamten gesitteten Menschheit mit schwerer Schuld und Verantwortung beladen. ….


    Ein Verbrechen war die gewaltsame Annexion Österreichs, die Zerstückelung der Tschechoslowakei.

    Ein Verbrechen war die Eroberung und Unterdrückung Polens, Dänemarks, Norwegens, Belgiens, Hollands und Frankreichs, Jugoslawiens und Griechenlands.

    Ein Verbrechen, das sich so furchtbar an uns selbst rächte, war die Ausradierung englischer Städte.

    Das größte Kriegsverbrechen Hitlers aber war der heimtückische, wortbrüchige Überfall auf die Sowjetunion,

    die nie einen Krieg mit Deutschland gewollt hat, aber seit 1917 dem deutschen Volke zahlreiche Beweise

    ehrlicher Freundschaft erbracht hat. …


    Und ungeheuerlich sind die Gräueltaten, die von den Hitlerbanditen in fremden Ländern begangen wurden.


    An den Händen der Hitlerdeutschen klebt das Blut von vielen, vielen Millionen gemordeter Kinder, Frauen und Greise.


    In den Todeslagern wurde die Menschenvernichtung Tag für Tag fabrikmäßig in Gaskammern und Verbrennungsöfen betrieben.

    Bei lebendigem Leibe verbrannt, bei lebendigem Leibe verscharrt, bei lebendigem Leibe in Stücke geteilt, – so haben die Nazibanditen gehaust!

    Millionen Kriegsgefangene und nach Deutschland verschleppte ausländische Arbeiter wurden zu Tode geschunden, starben an Hunger, Kälte und Seuchen.


    Die Welt ist erschüttert … angesichts dieser beispiellosen Verbrechen, dieses grauenerregenden Massenmordens, das von Hitlerdeutschland

    als System betrieben wurde.


    Wäre gleiches mit gleichem vergolten worden, deutsches Volk, was wäre mit dir geschehen?


    Aber auf der Seite mit der Sowjetunion, England und den Vereinigten Staaten an der Spitze,

    stand die Sache der Gerechtigkeit, der Freiheit und des Fortschritts.


    Die Rote Armee und die Armeen ihrer Verbündeten haben durch ihre Opfer die Sache der Menschheit vor der Hitlerbarbarei gerettet. …

    Umso mehr muss in jedem deutschen Menschen das Bewusstsein und die Scham brennen, dass das deutsche Volk einen bedeutenden Teil Mitschuld und Mitverantwortung

    für den Krieg und seine Folgen trägt.


    Nicht nur Hitler ist schuld an den Verbrechen, die an der Menschheit begangen wurden!

    Ihr Teil Schuld tragen auch die zehn Millionen Deutsche, die 1932 bei freien Wahlen für Hitler stimmten, obwohl wir Kommunisten warnten:


    "Wer Hitler wählt, der wählt den Krieg!"


    Ihr Teil Schuld tragen alle jene deutschen Männer und Frauen, die willenlos und widerstandslos zusahen, wie Hitler die Macht an sich riss, wie er alle

    demokratischen Organisationen, vor allem die Arbeiterorganisationen, zerschlug und die besten Deutschen einsperren, martern und köpfen ließ.


    Schuld tragen alle jene Deutschen, die in der Aufrüstung die "Größe Deutschlands" sahen und im wilden Militarismus, im Marschieren und Exerzieren das

    alleinseligmachende Heil der Nation erblickten.


    Unser Unglück war, dass Millionen und aber Millionen Deutsche der Nazidemagogie verfielen, dass das Gift der tierischen Rassenlehre,

    des "Kampfes um Lebensraum" den Organismus des Volkes verseuchen konnte. ..


    So wurde das deutsche Volk zum Werkzeug Hitlers und seiner imperialistischen Auftraggeber.


    …Gegen den Willen eines geeinten und kampfbereiten Volkes hätte Hitler niemals die Macht ergreifen… können….

    Wir deutschen Kommunisten erklären, dass auch wir uns schuldig fühlen, indem wir es trotz der Blutopfer unserer besten Kämpfer infolge einer Reihe unserer Fehler

    nicht vermocht haben, die antifaschistische Einheit der Arbeiter, Bauern und Intelligenz entgegen allen Widersachern zu schmieden, im werktätigen Volk die Kräfte

    für den Sturz Hitlers zu sammeln,

    in den erfolgreichen Kampf führen und jene Lage zu vermeiden, in der das deutsche Volk geschichtlich versagte.


    Nach all dem Leid und Unglück, der Schmach und Schande, nach der dunkelsten Ära deutscher Geschichte, heute, am Ende des "Dritten Reiches", wird uns auch der

    sozialdemokratische Arbeiter Recht geben, dass sich die faschistische Pest in Deutschland nur ausbreiten konnte, weil 1918 die Kriegsschuldigen und

    Kriegsverbrecher ungestraft blieben, weil nicht der Kampf um eine wirkliche Demokratie geführt wurde, weil die Weimarer Republik der Reaktion freies

    Spiel gewährte, weil die Antisowjethetze einiger demokratischer Führer Hitler den Weg ebnete und die Ablehnung der antifaschistischen Einheitsfront

    die Kraft des Volkes lähmte.


    Daher fordern wir:


    Keine Wiederholung der Fehler von 1918!

    Schluss mit der Spaltung des schaffenden Volkes!

    Keinerlei Nachsicht gegenüber dem Nazismus und der Reaktion.

    Nie wieder Hetze und Feindschaft gegenüber der Sowjetunion;

    denn wo diese Hetze auftaucht, da erhebt die imperialistische Reaktion ihr Haupt!



    ….Werde sich jeder Deutsche bewusst, dass der Weg, den unser Volk bisher ging, ein falscher Weg, ein Irrweg war,

    der in Schuld und Schande, Krieg und Verderben führte!“











    Soweit, liebe Anwesende, ein Auszug aus einem Dokument, das 70 Jahre alt ist.

    Es zeigt den antifaschistischen Geist, der uns heutzutage abgesprochen und als Mythos diskreditiert wird.

    Ich stelle deshalb diesen Text einer Passage aus der Rede des Bundespräsidenten zum 70. Jahrestag der Befreiung des KZ Auschwitz entgegen.

    Er sagte dort:

    „Der staatliche Antifaschismus der DDR diente allerdings auch als Ersatz für fehlende demokratische Legitimation.

    Und indem er die Gesellschaft pauschal von der rechtlichen und moralischen Verantwortung für die nationalsozialistischen Verbrechen freisprach, beförderte auch

    er das Verdrängen von Versagen und Schuld, gerade auch des sogenannten "kleinen Mannes"….

    Er ersparte ihm die Selbstreflexion und ermöglichte dem Belasteten und teilweise sogar noch dem Schuldigen, sich auf die Seite der Guten zu schlagen,

    zu den antifaschistischen Siegern.

    Das Gedenken galt zudem fast nur den Widerstandskämpfern. An die jüdischen Opfer, die aus Gründen der Rassenideologie ausgelöscht worden waren,

    erinnern die Gedenkstätten im Osten Deutschlands angemessen erst seit dem Untergang der DDR“.




    Was wahr ist, muss wahr bleiben! Gegen Umdeutungen der Geschichte!




    Prüfen wir gemeinsam den Wahrheitsgehalt des Textes aus der Rede des Bundespräsidenten:

    Er meint, der staatliche Antifaschismus der DDR sei Ersatz für fehlende demokratische Legitimation.

    Da fällt mir zu erst ein, dass 1949 in der ersten Adenauerregierung mehr NSDAP-Mitglieder saßen als in der ersten Hitler-Regierung 1933.


    Und da frage ich mich schon: Wessen Legitimation moralisch und politisch höher zu bewerten ist, die der ehemaligen Nazis, die so zahlreich unter Abgeordneten

    des ersten Deutschen Bundestages und der ersten Bundesregierung saßen?

    ODER aber derjenigen, die gegen Hitler gekämpft und unter ihnen gelitten hatten?


    Allein von den rund 300 000 Mitgliedern, die die KPD 1933 zählte, wurden etwa 150 000 von den Nazis verfolgt, eingekerkert oder in Konzentrationslager verschleppt.

    Zehntausende Mitglieder der Partei wurden ermordet[4].

    Von den 519 Delegierten des ersten Nachkriegsparteitages der KPD, waren 3 Genossen zu lebenslänglichem Zuchthaus verurteilt,

    141 Teilnehmer hatten zusammen 831 Jahre Zuchthaus, 64 Delegierte hatten 132 Jahre Gefängnis abgesessen,

    215 Delegierte waren zusammen 637 Jahre in Konzentrationslagern[5].


    Der Antifaschismus soll nach Herrn Gauck die Gesellschaft pauschal von der rechtlichen und moralischen Verantwortung für die nationalsozialistischen Verbrechen

    freisprechen haben?

    Soll so das Verdrängen von Versagen und Schuld des sogenannten "kleinen Mannes" gefördert haben?

    Wie sollten denn Schuld und Versagen überhaupt verdrängt werden können?

    Hätte die DDR denn allein die große Last der Reparationen tragen können, wenn sich ihre Bürger nicht der Schuld bewusst gewesen wären,

    die Deutschland mit dem Krieg auf sich geladen hatte?

    Vielleicht denkt der Bundespräsident einmal darüber nach, was es für die DDR bedeutete, dass ganz Deutschland den Krieg verloren hatte,

    aber die DDR allein dafür zahlen musste.

    Die Sowjetunion konnte wegen der ungeheuren Zerstörung ihres Landes auf Wiedergutmachung nicht verzichten.

    Die DDR-Reparationsleistungen an die Sowjetunion und an Polen waren 25-mal höher als die Reparationen der alten Bundesrepublik.


    Auf pro Kopf der Bevölkerung umgerechnet zahlte jeder DDR-Bürger 16 124 DM für Reparationen, während auf einen Bundesbürger gerade mal 126 DM kamen.


    Die DDR-Bürger zahlten mit Würde, Entbehrungen und in Kenntnis der Zerstörungen, die die deutsche Wehrmacht vor allem in Polen und der Sowjetunion angerichtet hatte.


    Das wäre undenkbar gewesen, hätte die DDR auch nur im Ansatz die Naziverbrechen verdrängt.



    Und noch eins:

    Die DDR hat dem vereinten Deutschland keine unbezahlten Reparationsleistungen hinterlassen – wie beispielsweise die alte BRD gegenüber Griechenland!


    Wenn ich höre oder lese, wie deutsche Amtsträger, selbst Minister, gegenwärtig über griechische Erinnerungen an die Verbrechen der Nazis reden,

    dann komme ich zu dem einzig möglichen Schluss:

    Das ist deutsche Kraftmeierei ohne jede Demut, ohne das man peinlich berührt ist, dass die griechischen Opfer nach so vielen Jahren

    auf sich aufmerksam machen müssen.

    War es nicht auch die Anerkennung deutscher Schuld, dass die DDR schon 1950 durch das Görlitzer Abkommen die Oder- Neiße-Grenze

    als endgültige deutsche Ostgrenze anerkannt hat?

    Die Bundesrepublik musste dazu erst 1990 durch die vier Siegermächte gezwungen werden.

    Ohne diese Anerkennung hätte es nämlich keine deutsche Einheit gegeben.

    Der Antifaschismus soll nach Herrn Gauck dem „kleinen Mann“ die kritische Selbstreflexion erspart haben und dem Belasteten und Schuldigen sogar noch ermöglicht haben,

    sich auf die Seite der Guten zu schlagen, zu den antifaschistischen Siegern?

    Abgesehen davon, dass in der DDR die Teilung der Gesellschaft in „kleiner Mann“ und „großer Mann“ nicht üblich war, unterschied die DDR genau zwischen den

    Nazi- und Kriegsverbrechern einerseits, die ohne pardon bestraft wurden, und den sogenannten „Mitläufern“, die nach Gründung der DDR eine Chance

    zur Wiedereingliederung erhielten, andererseits.


    Unmöglich aber war in der DDR, dass Nazirichter Recht sprechen oder Nazilehrer in den Schulen unterrichten durften.


    Weiß denn Herr Gauck wirklich nicht, dass die Zahl der verurteilten Nazitäter in der DDR doppelt so hoch war wie in der BRD,

    obwohl dort mehr als dreifach so viele Menschen lebten?


    Ist ihm wirklich nicht bekannt, dass Adenauer schon seine erste Regierungserklärung am 20. September 1949 nutzte, um zu erklären:

    „Durch die Denazifizierung ist viel Unglück und viel Unheil angerichtet worden.“[6]


    1950 fügte er noch hinzu:

    Es müsse endlich Schluss sein mit der ganzen „Naziriecherei“.


    Im April 1951 kam dann das sogenannte „131er Gesetz“, das die Wiedereinsetzung

    ehemaliger Nazijuristen und Nazibeamten gesetzlich bestimmte.


    Das alles gab es tatsächlich in der DDR nicht.



    Und weiter von Herrn Gauck:

    Das Gedenken soll fast nur den Widerstandskämpfern gegolten haben.

    An die jüdischen Opfer, die aus Gründen der Rassenideologie ausgelöscht worden waren,

    sollen wir weniger erinnert haben?


    Ja, es stimmt. In der DDR wurden die Widerstandskämpfer hoch geehrt.

    Die aus dem Bürgertum wie Hans und Sophie Scholl, die Militärs vom 22. Juli 1944, die jüdischen und die kommunistischen.



    Heutzutage wird dagegen der kommunistische Widerstand klein geredet.


    Thälmann-Denkmäler werden entsorgt, aber der Stegbügelhalter Hitlers, Herr von Hindenburg, bleibt im Ehrenbürgerbuch der Hauptstadt Berlin unangetastet.


    Für die DDR war der antifaschistische Widerstandskampf ein Teil – sicher ein bescheidener, aber dennoch ein Teil der Anti-Hitler-Koalition.


    Vielleicht sollte Herr Gauck einmal das

    Buch „Die erste Reihe“ des deutsch-jüdischen Schriftstellers Stephan Hermlin

    zur Hand nehmen, der in diesem Jahr 100 Jahre alt geworden wäre.


    Mir schenkte ein Freund diese einzigartige Darstellung des antifaschistischen Widerstandes junger Deutscher zu meinem 14. Geburtstag.

    Es hat mich in meiner antifaschistischen Grundhaltung stark beeinflusst.



    Was wahr ist, muss wahr bleiben! Gegen Umdeutungen der Geschichte!




    Es ist unwahr, dass wir die jüdischen Opfer von der Ehrung ausgeschlossen hätten.


    Ich habe die DDR-Wirklichkeit anders erlebt.


    Schon 1947 beindruckte mich der Film „Ehe im Schatten“.

    Als wir beispielsweise in der Schule „Nathan der Weise“ oder Heines Gedichte und Reiseberichte lasen,

    fanden meine Lehrer immer eine inhaltliche Verbindung zwischen der deutschen Literatur einerseits und dem Völkermord an den Juden.


    Tief betroffen gemacht hat mich die bewegende Ballade des kommunistischen Dichters

    Johannes R. Becher „Kinderschuhe aus Lublin“,

    dessen letzte Strophe ich bis heute erinnere:

    •„Der Kindermord ist klar erwiesen.

    • Die Zeugen all bekunden ihn.

    • Und nie vergess ich unter diesen

    • die Kinderschuhe aus Lublin“.




    Was wir damals über die Leiden der Juden und die Verbrechen der Nazis an ihnen in diesem deutschen KZ auf polnischen Boden erfuhren,

    habe ich trotz jahrelanger Beschäftigung mit dem Thema bisher in keinem Lehrplan bundesdeutscher Schulen finden können.

    Man brauchte in der DDR wirklich nicht zu irgendwelcher Untergrundliteratur greifen oder in kirchliche Gruppen gehen,

    um sich über den Massenmord an den Juden zu informieren.

    Mit Begeisterung habe ich als Jugendlicher das

    „Tagebuch der Anne Frank“

    [7] gelesen.


    Jahre später empfing ich als Stellvertreter des DDR- Staatsratsvorsitzenden am 19. September 1989 in Berlin Miep Gies,

    die letzte Überlebende aus dem Umkreis von Anne Frank.

    Sie hat das Tagebuch Anne Franks der Nachwelt bewahrt.


    Sie schenkte mir ihr eigenes, in der DDR in hoher Auflage herausgegebenes Buch „Meine Zeit mit Anne Frank“,

    mit den Worten:

    Anne wäre stolz, wie in der DDR ihr Erbe behütet wird.


    Miep Gies würdigte auch, dass der Kinderbuchverlag der FDJ das Tagebuch

    von Anne Frank in mehreren Auflagen herausgab.

    Zusätzlich erschien es in der Tageszeitung „Junge Welt“ mit einer Auflage von 1,5 Millionen Exemplaren.


    Als ich 1976 ins Politbüro kam, war ein Jude mein Sitzungsnachbar:

    Herrmann Axen [8].


    An warmen Sommertagen trug er ein kurzarmiges weißes Polohemd.

    Dann konnte ich seine ihm von der SS eingebrannte Häftlingsnummer erkennen: 58787 war sie.

    Sie erinnert mich noch heute an seine Leidenszeit in den Konzentrationslagern Auschwitz und Buchenwald.


    Zu meinen Mitstreitern im Politbüro gehörte auch Albert Norden [9],

    Sohn eines im KZ Theresienstadt ermordeten Oberrabbiners.


    Leute wie sie und ihre Gefährten hätten Antisemitismus in der DDR nicht zugelassen.

    Juden und Nichtjuden lebten nach meiner Wahrnehmung in der DDR im Wesentlichen in Eintracht, was nicht ausschließt, dass es im Detail auch Ausnahmen gab.

    Dass aber das deutsche Staatsoberhaupt keine seiner Gedenkreden auslässt, um wider besseres Wissen den Antifaschismus

    in der DDR zu diskreditieren, lässt mich nach dem Warum fragen?

    Die Antwort finde ich in einer Rede, die Bundesjustizminister Kinkel schon 1991 vor bundesdeutschen Richtern und Staatsanwälten gehalten hat

    und die seit fast 25 Jahren von den Herrschenden des Landes in allen Variationen abgearbeitet wird.


    Er sagte ja nicht nur:

    "Ich baue auf die deutsche Justiz. Es muss gelingen, das SED-System zu delegitimieren“.


    Nein, er begründete auch warum?


    Das SED-Regime habe, so behauptete er,


    „seine Rechtfertigung aus antifaschistischer Gesinnung, angeblich höheren Werten und behaupteter absoluter Humanität hergeleitet ---,

    während es unter dem Deckmantel des Marxismus-Leninismus einen Staat aufbaute, der in weiten Bereichen genauso unmenschlich war wie das faschistische Deutschland."



    Übersehen wir großzügig diese Indoktrination und wenden uns der Gegenwart zu:


    Wäre es für den Bundespräsidenten nicht geraten, zu schauen, wie denn die Themen, die er an der DDR kritisiert,

    gegenwärtig in bundesdeutschen Schulen behandelt werden?


    Da erzählte mir jemand, er habe in einer Abiturklasse die Frage gestellt, was denn der Kalte Krieg gewesen sei?

    Und die Antwort sei gewesen: Der sei im kalten Winter geführt worden.



    So etwas lässt doch nur den Schluss zu, dass man vor lauter Kritik an der DDR einen miserablen Geschichtsunterricht duldet.


    Welche politischen Wirkungen solche Politik hat, zeigt eine Umfrage, die zum 65. Jahrestag der Befreiung die Illustrierten „Stern“ erhob:

    „Knapp die Hälfte der Bundesbürger (45 Prozent) konnte die Frage nicht beantworten, was am 8. Mai 1945 in Deutschland geschah.

    Besonders groß ist die Unwissenheit unter den Jüngeren: Mehr als zwei Drittel (68 Prozent) der 18- bis 29-Jährigen wussten nicht, dass

    die Wehrmacht an dem Tag bedingungslos kapitulierte und somit der Zweite Weltkrieg in Europa beendet wurde.


    Besser informiert sind die Älteren (hier wussten es nur 35 Prozent nicht)

    und über alle Altersklassen hinweg die Ostdeutschen (nur 28 Prozent falsche Antwort).


    Schlecht informiert sind die Deutschen auch über die Zahl der Opfer auf sowjetischer Seite.

    Nur 18 Prozent konnten richtig angeben, dass im Zweiten Weltkrieg weit mehr als 20 Millionen sowjetische Soldaten und Zivilisten getötet wurden“.



    Ist es nicht geradezu eine Dreistigkeit, wenn Funktionsträger dieses Staates die Lehrer nicht etwa dazu auffordern, mehr zu tun,

    um Wissen über die düsterste Zeit deutscher Geschichte zu vermitteln, sondern sie dafür kritisieren, dass die Schüler nicht genügend

    von der „SED-Diktatur“ wissen?


    Doch noch einmal zurück zu dem historischen Text von 1945:

    Gibt es einen westdeutschen oder gesamtdeutschen Text einer Partei oder einer Institution, in dem die deutsche Schuld so klar analysiert wurde,

    in dem die gesellschaftlichen Ursachen der Katastrophe benannt und auch Schlussfolgerungen für die Zukunft gezogen wurden?

    Ich kenne des Gleichen nicht!

    Mir ist aber aufgefallen, dass in der Rede des Bundespräsidenten zum Jahrestag von Auschwitz nicht einmal der Name „IG-Farben“ gefallen ist,

    die an dem Massenmord in Auschwitz verdient haben.


    Und aufgefallen ist mir auch, das er sehr oft das Wort „Nationalsozialismus“ benutzt,

    also jenen Begriff, mit dem sich die Nazis selbst titulierten.


    In der DDR Schule hat er das nicht gelernt.

    Da sprachen wir vom deutschen oder Hitler-Faschismus.

    Und auch international nannten sich die Gegner Hitlers Antifaschisten.

    Auffällig ist mir ferner, dass er bei seiner Sprachgewaltigkeit, die ihm eigen ist,

    immer den zweiten Teil dieses Begriffs besonders betont.


    Offensichtlich soll immer wieder die Grundhaltung suggeriert werden, ob Real- oder Nationalsozialismus, beides gehört zusammen.


    Dabei war der „Nationalsozialismus“ weder national noch sozialistisch.

    Er war einmalig verbrecherisch und mit nichts auf der Welt vergleichbar, schon gar nicht mit der DDR.



    Der Bundespräsident hat offensichtlich andere Literatur bevorzugt als aus der DDR.

    In einer seiner jüngsten Gedenkreden bekannte er:

    „Als ich aufwuchs, gab es in unserem Haushalt noch die sogenannte patriotische Literatur über deutsche Kriegshelden,

    die Seekriegsflotte, U-Boot-Helden oder die berühmten Jagdflieger.“



    Der Bundespräsident ist Jahrgang 1940.

    Kaum anzunehmen, dass er schon als 5-Jähriger von dieser Literatur wusste.

    Eher wahrscheinlich, dass er damit auch später Umgang hatte.

    In meinem zu Hause jedenfalls gab es solche Literatur nicht.

    In der Schule schon gar nicht.

    In der DDR war sie nämlich von Anfang an verboten.


    Ich wäre auch als Kind nicht auf die Idee gekommen, von „deutschen Kriegs- und U-Boot- Helden und „berühmten Jagdflieger(n)“ zu sprechen

    und diese Literatur auch noch „patriotisch“ zu nennen.

    Das hängt mit meiner antifaschistischen Erziehung in der DDR zusammen, die ich solange mir das möglich ist, verteidigen werde.


    Das bin ich auch meinem russischen Freund schuldig, dessen Meinung zum 70. Jahrestag des Sieges ich zu Beginn meiner Rede zitierte.




    [1] Vergleiche „Badische Zeitung“ 4. Juni 2013.

    [2] Zitiert nach Redetext des Bundestagspräsidenten in der Sitzung des Parlaments vom 10. September 2014.

    [3] Winston S. Churchill: „ Der Zweite Weltkrieg“, Mit einem Epilog über die Nachkriegsjahre, Bern – München-Wien. (1948), Sonderausgabe 1995.

    [4] Geschichte der deutschen Arbeiterbewegung in acht Bänden, Bd. 5, S. 436..

    [5] G. Benser: Die Struktur der KPD und ihres Kaders (1945/46). In: Beiträge zur Geschichte der Arbeiterbewegung 4/1997, S. 33.

    [6] Vergleiche: 1. Deutscher Bundestag, Stenografisches Protokoll, 20. September 1949, S. 22-30.

    [7] Jüdisches Mädchen. Emigrierte 1933 mit ihren Eltern von Deutschland nach Amsterdam. Schrieb dort, vor den deutschen Faschisten versteckt, ein erschütterndes Tagebuch, das nach Kriegsende entdeckt und veröffentlicht wurde.

      Es erreichte in der DDR eine Millionenauflage.

    [8] Hermann Axen, Mitglied des Politbüros und Sekretär des Zentralkomitees der SED, kommunistischer Widerstandskämpfer gegen den Faschismus, von 1940 bis zur Befreiung 1945 Häftling in den Konzentrationslagern Auschwitz und Buchenwald.

    [9] Albert Norden, Mitglied des Politbüros und Sekretär des ZK der SED, Mitglied der KPD seit 1920, Widerstandskämpfer gegen den Faschismus, 1939 interniert in Frankreich, Hauptautor des 1965 in der DDR veröffentlichten „Braunbuchs

      über Nazi- und Kriegsverbrecher in der Bundesrepublik“.









    Dr. Sarah Wagenknecht (MdB) im Gespräch mit Deutschlandradio Kultur am 04.11.2014:















    Die DDR und ihre Geschichte - Fahne mit Hammer, Zirkel und Ährenkranz. Skizze/Zeichnung: Eckart Kreitlow

    Die DDR und ihre Geschichte

    Die DDR und ihre Geschichte - Fahne mit Hammer, Zirkel und Ährenkranz. Skizze/Zeichnung: Eckart Kreitlow









    Praktizierte Solidarität und Menschlichkeit | Von Dr. Regina Girod, Berlin | Zum 80.Geburtstag von Professor Dr. theol. Heinrich Fink aus Berlin am 31.März 2015.








    Rolf Wischnath:
    Warum Heiner Fink verurteilt wurde








    Zu den am meisten behördlich und medial diffamierten Personen gehört Prof. Dr. theol. Heinrich Fink aus Berlin. Er ist Bundesvorsitzender der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes (VVN-BdA). Die gegen ihn verbreiteten Darstellungen beruhen auf Lügen. Was wirklich mit Heinrich Fink geschah, schildert dieser in Nr. 9 von Ossietzky.




    Im Kampf gegen die Abberufung von Prof. Dr. theol. Heinrich Fink als Rektor der Humboldt-Universität zu Berlin skandierten die Studenten vor 25 Jahren: Unseren Heiner nimmt uns keiner!




    Wie die Humboldt-Universität gewendet wurde. Erster frei gewählter Rektor Prof. Dr. Heinrich Fink stellt seine Erinnerungen vor. Ein neuer Dekan, ehemaliger Generalsstabsoffizier der Waffen-SS, verkündete ... [Zitat]















    Vom Umgang mit Stasiakten


    Professor Dr. Heinrich Fink:


    ... Ich danke Ihnen für die heitere Besonnenheit der Aktionen in der Öffentlichkeit. Sie haben nicht nur in unserer Stadt Menschen zum Nachdenken darüber gebracht, daß Demokratie an der Basis praktiziert werden muß ... Die 18 Monate meines Rektorats haben immer dieses Ziel als Thema aller Bemühungen gehabt. Nun haben Sie in einer nicht nur mich ermutigenden Weise bewiesen, daß Sie in der Lage sind, Protest mit dem demokratischen Instrumentarium Ihrer eigenen Universität in Praxis umzusetzen ... Wie auch immer das Bemühen um meine Rehabilitation ausgehen mag, diese gemeinsame Erfahrung im Streit um Demokratie hat uns aufs Neue verbündet.“ [Zitat]


    Erschienen in Ossietzky 6/2012



















    Jahresmitgliederversammlung des gemeinnützigen Vereins "Grüne Welt & M-V Kulinaris" e. V.


    Ribnitz-Damgarten. Am Dienstag, dem 16. Dezember 2014, um 18:00 Uhr kommen die Mitglieder des gemeinnützigen Vereins "Grüne Welt & M-V Kulinaris" e. V. in der Gaststätte und Pension „Am Bodden“, Inhaber: Heinz Pahl, in Ribnitz-Damgarten, Körkwitzer Weg 21 B zu ihrer Jahresmitgliederversammlung zusammen.

    Beim gemütlichen Zusammensein in einer angenehmen Atmosphäre, bei dem auch für das leibliche Wohl gesorgt ist, sollen gemeinsam die künftigen Aufgaben besprochen und Festlegungen getroffen werden, um im Jahre 2015 weiter voran zu kommen und die Vereinsarbeit wieder zu aktivieren.

    Zusätzlich zu den beiden Veranstaltungsreihen


    B o r g e r    G e s p r ä c h s k r e i s

    und


    "NATÜRLICH REGIONAL - Frische Produkte aus unserer Ostseeregion"


    planen wir auch im Rahmen unseres Vereinsziels, der Förderung von Bildung, regelmäßige Veranstaltungen zur wahrheitsgemäßen Aufarbeitung der DDR-Geschichte in der neuen Veranstaltungsreihe






    Die DDR und ihre Geschichte - Fahne mit Hammer, Zirkel und Ährenkranz. Skizze/Zeichnung: Eckart Kreitlow




    Die DDR und ihre Geschichte




    Die DDR und ihre Geschichte - Fahne mit Hammer, Zirkel und Ährenkranz. Skizze/Zeichnung: Eckart Kreitlow






    Seit der Vereinsgründung im Jahre 2008 fanden bereits zahlreiche interessante Veranstaltungen statt, die guten Anklang fanden. Daran wollen wir anknüpfen und außerdem versuchen, weitere engagierte Mitglieder zu gewinnen.

    Darüber hinaus wollen wir darüber sprechen, ob wir nach der beschlossenen Auflösung des Köchevereins "Fischland-Darß" e. V. den alljährlichen Köcheball künftig mit dem Namen "Traditionsball" weiter fortführen, weil der stets sehr gut ankam.

    Ebenso könnten Bildungsveranstaltungen zu interessanten gastronomischen Themen, zur Kochkunst, zur gesunden Ernährung, zur regionalen oder internationalen Küche, zur Herstellung von Speisen und Getränken organisiert bzw. durchgeführt werden.

    Eckart Kreitlow










    Bodo Ramelow bezog entschieden Stellung gegen Berufsverbote








    -----Original-Nachricht-----
    Betreff: [AKL-MV] WG: [Kpf-informationen] E-Mail von Renate Bastian aus Marburg
    zu unserer Erklärung "Zu den Entgleisungen Bodo Ramelows"

    Datum: Tue, 25 Nov 2014 15:01:21 +0100
    Von: "Tegge, Waltraud" wtegge@t-online.de




    Zu Ramelows Äußerung MfS - Gestapo!!





    -----Original-Nachricht-----
    Betreff: [Kpf-informationen] E-Mail von Renate Bastian aus Marburg zu unserer Erklärung "Zu den Entgleisungen Bodo Ramelows"
    Datum: Mon, 24 Nov 2014 21:13:32 +0100
    Von: kpf@die-linke.de
    An: kpf-informationen@info.die-linke.de







    Aus unserer elektronischen Postmappe "Das Leserecho"








    Liebe Genossinnen, liebe Genossen,

    Genosse Bodo Ramelow hat uns darum gebeten, eine E-Mail von Genossin Renate Bastian aus Marburg allen zu übermitteln,

    die unsere Erklärung »Zu den Entgleisungen Bodo Ramelows« erhalten haben.

    Genossin Renate Bastian war damit einverstanden, und somit übermitteln wir Euch den E-Mail-Verkehr zur Kenntnisnahme.


    Mit solidarischen Grüßen,


    Ellen Brombacher, Bundessprecherin der KPF
    Thomas Hecker, Bundessprecher der KPF
    Jochen Traut, Landessprecher der KPF Thüringen




    --

    Kommunistische Plattform der Partei DIE LINKE
    Karl-Liebknecht-Haus, 10178 Berlin, Germany
    mailto:kpf@die-linke.de
    http://www.die-linke.de/kpf/





    From: Renate Bastian
    Sent: Monday, November 24, 2014 11:56 AM
    To: kpf@die-linke.de
    Cc: Bodo Ramelow
    Subject: Berufsverboteveranstaltung in Marburg





    Liebe Genossinnen und Genossen,


    natürlich könnt Ihr meinen Text verwenden.

    Er ist ein Diskussionsbeitrag, eine Wiedergabe der genannten Veranstaltung und ich würde mich sogar freuen,

    wenn er weitergeleitet wird und Resonanz oder Widerspruch findet.

    Daraus kann man nur lernen.

    Im Gewusel meiner Mails habe ich Eure Anfrage übersehen, zumal ich mich auf eine Konferenz zur Rehabilitierung

    von Berufsverbot Betroffenen vorbereitet habe.

    Ich habe mich in meinem Text nicht zu einem Vergleich von Stasi und Gestapo geäußert, käme auch nie auf die Idee,

    das mörderische Instrument der Faschisten gleichzusetzen mit der Stasi.

    Nur auch bei diesem sehr schwierigen Thema der Rolle von Geheimdiensten möchte ich um Differenzierung bitten.







    Bodo Ramelow sagte zu keinem Zeitpunkt Stasi sei gleich Gestapo!








    Bodo Ramelow hat zu keinem Zeitpunkt einen vordergründigen Vergleich gezogen.

    Er hat zu keinem Zeitpunkt gesagt: Stasi gleich Gestapo, er hat den gravierenden Unterschied zur Nazibarbarei betont.

    Ich kenne ihn nun seit vielen Jahren, auch „ politisch strukturell“, und weiß, dass ihm ein solcher Vergleich mehr als fernliegt.

    Er hat vielmehr auf ein Problem hingewiesen, nämlich das der staatlichen Gewaltenteilung.

    Und darüber muss man diskutieren.







    Die DDR und ihre Geschichte - Fahne mit Hammer, Zirkel und Ährenkranz. Skizze/Zeichnung: Eckart Kreitlow

    Die DDR und ihre Geschichte

    Die DDR und ihre Geschichte - Fahne mit Hammer, Zirkel und Ährenkranz. Skizze/Zeichnung: Eckart Kreitlow








    Es gab den Entwurf der „Diktatur (Herrschaft) des Proletariats“ als Gegenentwurf zur real existierenden „Diktatur (Herrschaft) der Bourgeoisie“.

    Selbst das haben wir geschafft, auf der Veranstaltung anzusprechen.

    Es ist in der kurzen Zeit der Veranstaltung auch thematisiert worden, in welcher von außen bedrohlichen Lage sich die DDR befunden hat.

    Dass das zu innenpolitischen Verhärtungen führte, kann man zeitgeschichtlich erklären, muss es aber aufarbeiten.

    Diese Pflicht besteht.

    Und noch etwas liegt mir am Herzen. Das ist die Diskussionskultur innerhalb unserer Partei.

    Man muss und darf über die Wege zu unseren gemeinsamen Zielen nicht immer einer Meinung sein.

    Aber man sollte sich zukunftsweisend austauschen.


    Immer solidarische Grüße von Renate Bastian aus Marburg







    Renate Bastian


    From:kpf@die-linke.de
    Sent: Wednesday, November 19, 2014 10:50 PM
    To: Renate Bastian
    Subject: RE: Hallo Claudia, könnte dieser Text bitte an die KPF weitergeleitet werden, mit der Bitte um Verteilung.

    LG Bodo






    Liebe Genossin Renate Bastian,


    Bodo Ramelow hat uns über Umwege gebeten, Deine E-Mail allen zu übermitteln, die unsere Erklärung

    »Zu den Entgleisungen Bodo Ramelows« erhalten haben.

    Zunächst zum Inhaltlichen:

    Deine Argumentation bezüglich der Formulierung

    »Die Grundstruktur des Ministeriums für Staatssicherheit war wie die Gestapo angelegt.«

    hat uns nicht überzeugt.

    Gerade als Journalistin ist Dir vertraut, was es mit zitierfähigen Sätzen auf sich hat.

    Einen solchen hat Bodo Ramelow geliefert – und die Wirkung ist immens.

    Die Kritik an der Nichttrennung von Polizei und Geheimdienst in der DDR bedarf doch keines Gestapovergleichs,

    der außerdem dann noch auf einer abstrakten Ebene vorgenommen wird.

    Hinzu kommt:

    Wenn Bodo Ramelow sich da so missverstanden fühlt, hätte er ein Dementi an alle betreffenden Zeitungen schicken können.

    Nach unserer Kenntnis ist so etwas nicht geschehen.

    Liebe Genossin Renate Bastian,

    trotz unserer diesbezüglichen Meinungsverschiedenheit sind wir natürlich gerne bereit,

    Deine E-Mail weiterzuleiten, wenn Du damit einverstanden bist.


    Mit solidarischen Grüßen,


    Ellen Brombacher, Bundessprecherin der KPF
    Thomas Hecker, Bundessprecher der KPF
    Jochen Traut, Landessprecher der KPF Thüringen




    --

    Kommunistische Plattform der Partei DIE LINKE
    Karl-Liebknecht-Haus, 10178 Berlin, Germany
    mailto:kpf@die-linke.de
    http://www.die-linke.de/kpf/





    From: DIE LINKE - Claudia Gohde
    Sent: Wednesday, November 19, 2014 12:38 PM
    To: kpf@die-linke.de
    Subject: WG: Hallo Claudia, könnte dieser Text bitte an die KPF weitergeleitet werden, mit der Bitte um Verteilung.

    LG Bodo






    Im Auftrag von Bodo Ramelow an die KPF mit der Bitte um Verteilung:





    Von: Bodo Ramelow
    Gesendet: Mittwoch, 19. November 2014 12:35
    An: DIE LINKE - Claudia Gohde
    Cc: Katja Kipping; DIE LINKE - Bernd Riexinger; DIE LINKE - Matthias Höhn
    Betreff: Hallo Claudia, könnte dieser Text bitte an die KPF weitergeleitet werden, mit der Bitte um Verteilung.

    LG Bodo








    Linke Standpunkte









    Betreff: Berufsverbote


    Liebe Genossinnen und Genossen der Kommunistischen Plattform,


    um mich zunächst erst einmal vorzustellen:

    Ich bin seit meinem 17. Lebensjahr in der linken Szene.

    Erst im SDS, dann in der DKP, dann in der PDS, jetzt in der Linken, lebe seit vielen Jahren in Marburg,

    war dort für die DKP im Stadtparlament, heute für die Linke im Ortsbeirat meines Stadtteils.

    Zusammen mit Herbert Bastian habe ich in den 1970er und 1980er Jahren gegen Berufsverbote,

    die uns auch persönlich das Leben schwer gemacht haben, gekämpft.

    Dass uns dieser Widerstand aufrecht gelungen ist, lag nicht zuletzt an der Solidarität.

    Auslöser hierfür war die Solidarität aus den Gewerkschaften, Bodo Ramelow gehörte von Anfang an dazu.

    Ich bitte, nicht zu vergessen, dass dies ihm eine geheimdienstliche Überwachung über viele Jahre lang eingebracht hat.

    In Marburg fand Mitte November eine vom DGB organisierte und viel beachtete Veranstaltung zum Thema Berufsverbote statt,

    die sich mit der noch immer ausstehenden Aufarbeitung dieses unrühmlichen Kapitels der „alten“ Bundesrepublik beschäftigte.

    Bodo Ramelow war dabei und hat entschieden Stellung genommen.

    Nicht mit einem Wimpernschlag hat er sein damaliges Einsetzen für die Meinungsfreiheit von Kommunisten relativiert.

    Er hat die Forderung, dass das immer noch bestehende Verbot der KPD aufgehoben werden muss, uneingeschränkt vertreten,

    weil es ein Damoklesschwert für Kommunisten und konsequente Demokraten ist.

    Neben der zeitgeschichtlichen Darstellung der Berufsverbote hat die Forderung nach Rehabilitierung und Entschädigung

    der Betroffenen eine Rolle gespielt.

    Bodo Ramelow hat auch dies uneingeschränkt vertreten.

    Das macht einen in den westlichen Bundesländern nicht gerade zum Liebling. Auch heute nicht.

    Es war zu erwarten, dass auch Fragen zur DDR gestellt werden, weil uns Kommunisten damals eine zu große Identifizierung

    vorgeworfen wurde.

    Wir haben diesen für uns hoffnungsvollen Staat nach Kräften verteidigt.

    Dazu stehe ich auch heute.

    Man darf aber auch nicht die Augen verschließen, wenn es um die Aufarbeitung von Unrecht in diesem Staat geht.

    Nichts anderes hat Bodo Ramelow vertreten, mit sehr viel Differenzierung.

    Dass er es wichtig findet, Geheimdienste und Polizei zu trennen, müsste demokratische Normalität sein.

    Mir wäre gleich eine Abschaffung des zwielichtigen Vereins lieber.

    Außerdem hat er auf die „Blauhemd-Prozesse“ hingewiesen, die mir bis dato unbekannt waren.

    Also, liebe Genossinnen und Genossen: erstmal genau hinschauen, bevor man urteilt.


    Solidarischen Gruß von Renate Bastian aus Marburg











    Aus unserer elektronischen Postmappe "Das Leserecho"







    -----Original-Nachricht-----
    Betreff: [AKL-MV] WG: [Kpf-informationen] Das Feld nicht räumen
    Datum: Wed, 12 Nov 2014 20:20:08 +0100
    Von: "Tegge, Waltraud" wtegge@t-online.de
    An: Eckart Kreitlow eckartkreitlow@t-online.de




    Mit solidarischen Grüßen

    Waltraud





    -----Original-Nachricht-----
    Betreff: [Kpf-informationen] Das Feld nicht räumen
    Wed, 12 Nov 2014 20:12:36 +0100
    Von: kpf@die-linke.de
    An: "Tegge, Waltraud" wtegge@t-online.de








    Die DDR und ihre Geschichte - Fahne mit Hammer, Zirkel und Ährenkranz. Skizze/Zeichnung: Eckart Kreitlow

    Die DDR und ihre Geschichte

    Die DDR und ihre Geschichte - Fahne mit Hammer, Zirkel und Ährenkranz. Skizze/Zeichnung: Eckart Kreitlow







    Das Feld nicht räumen


    Die Erklärung von Katja Kipping, Bernd Riexinger und Gregor Gysi zum 25. Jahrestag des 9. November 1989

    „Brücken bauen – Zeit für eine neue Erinnerungspolitik“

    hat bei sehr vielen Genossinnen und Genossen zumindest Fragen aufgeworfen.


    Nicht wenige sind empört. Von einem Brückenbau in die Partei hinein kann also nicht die Rede sein.


    Unsere Positionen zum Umgang mit der Geschichte sind bekannt, so auch unsere begründete Ablehnung des Begriffs Unrechtsstaat.

    Wir fragen die Unterzeichner der oben genannten Erklärung:

    Warum seid Ihr so einsichtsvoll, wenn SPD und Grüne selbstgerecht verlangen, kein gutes Haar an der DDR zu lassen,

    und warum zeigt Ihr so wenig Einfühlungsvermögen im Umgang mit all den Genossinnen und Genossen,

    welche die für den Thüringer Koalitionsvertrag vorgesehene Einschätzung der DDR aus guten Gründen ablehnen?

    Zugleich wenden wir uns an all jene, die in diesem Zusammenhang über einen Austritt aus der LINKEN nachdenken: Bitte geht nicht.

    Wenn DIE LINKE Friedenspartei bleiben soll, dürfen auch wir das Feld nicht räumen.







    Linke Standpunkte






    Nachdenkend über Geschichte und Gegenwart, erinnern wir an die Zeilen

    Bertolt Brechts aus dem Gedicht „An die Nachgeborenen“:



    Auch der Hass gegen die Niedrigkeit

    Verzerrt die Züge.

    Auch der Zorn über das Unrecht

    Macht die Stimme heiser. Ach, wir,

    Die wir den Boden bereiten wollten für Freundlichkeit,

    Konnten selber nicht freundlich sein.

    Ihr aber, wenn es soweit sein wird,

    Dass der Mensch dem Menschen ein Helfer ist,

    Gedenkt unsrer

    Mit Nachsicht.




    Bundessprecher der KPF


    --


    Thomas Hecker, Bundessprecher
    Kommunistische Plattform der Partei DIE LINKE
    Karl-Liebknecht-Haus, 10178 Berlin, Germany
    kpf@die-linke.de
    http://www.die-linke.de/kpf











    Die DDR und ihre Geschichte - Fahne mit Hammer, Zirkel und Ährenkranz. Skizze/Zeichnung: Eckart Kreitlow

    Die DDR und ihre Geschichte

    Die DDR und ihre Geschichte - Fahne mit Hammer, Zirkel und Ährenkranz. Skizze/Zeichnung: Eckart Kreitlow










    Egon Krenz: Mein Ziel war eine Wende in Richtung Perestroika Gorbatschower Art.











    Aus unserer elektronischen Postmappe "Das Leserecho"








    Der 9. November 1989 – Geschichte, Verlauf und Folgen

    Vortrag von Egon Krenz, ehemaliger Vorsitzender des Staatsrates der DDR und Generalsekretär des ZK der SED,
    am 3. November 2014 in Groningen zum 25. Jubiläum der Grenzöffnung am 9. November 1989




    Meine Damen und Herren,

    ein Blick in Ihre Gesichter verrät mir, dass Vertreter einer neuen Generation vor mir sitzen.

    Für Sie ist die Zeit, über die ich heute sprechen soll, wahrscheinlich schon genauso weit entfernt wie Ereignisse vergangener Jahrhunderte.

    Dennoch: 1989 ist immer wieder präsent. Nicht nur zu Jahrestagen.

    Was sich in den Jahren von 1989 bis zum Untergang der UdSSR 1991 in Europa ereignete, hat Folgen hinterlassen.

    Bis in die Gegenwart hinein.

    Als damals Mauern fielen, war dies für viele Menschen mit der Hoffnung verbunden, dass keine neuen errichtet werden.

    Davon sind wir aber in der Welt- und Europapolitik weit entfernt.

    Mir scheint, die zurückliegenden Jahre wurden schlecht genutzt, um aus der Zeit der Zweiteilung Europas für die Gestaltung eines gesamteuropäischen Sicherheitssystems zu lernen.


    Am Abend des 9. November 1989 flossen beiderseits der geöffneten Grenzübergänge in Berlin
    Tränen der Freude und Sekt.



    Dass es kein Blut war, nennen manche noch heute ein Wunder.

    Die „Berliner Mauer“ galt ja im Westen als das Symbol des Kalten Krieges schlechthin.

    Die Grenze quer durch Deutschland war militärisch gesichert wie keine zweite auf der Welt. Von beiden Seiten!

    Sie war Teil jener Trennlinie, die von der Ostsee im Norden bis an das Schwarze Meer im Süden die Militärblöcke NATO und Warschauer Vertrag voneinander fern hielt.

    Sie war zudem System- und Wirtschaftsgrenze.

    Sie war Metapher für die Zweiteilung Europas.

    An dieser Grenze wurde mitentschieden, dass aus dem Kalten Krieg kein heißer wurde.

    Spätestens seit dem Beitritt der Bundesrepublik Deutschland zur NATO 1955 und der darauf folgenden Gründung des Warschauer Vertrages war dies keine „innerdeutsche Grenze“ mehr, sondern die Außengrenze der Staaten des Warschauer Vertrages.

    Schon 1952 wurde sie - in Folge der Ablehnung der sogenannten Stalinnote zur deutschen Einheit durch die Westmächte – die erste strategische Verteidigungslinie der sowjetischen Armee in Europa.

    An dieser Grenze und in der Tiefe des jeweiligen Hinterlandes waren Soldaten und Waffen stationiert, die ausgereicht hätten, dass sich beide gesellschaftlichen Systeme gegenseitig hätten vernichten können.


    Ich nenne dafür folgende Zahlen:


    Ende der 80er Jahre waren auf der BRD-Seite

    900 000 NATO-Soldaten,

    194 Raketenstartrampen,

    4100 Artilleriesysteme,

    7 800 Panzer und Selbstfahrlafetten und

    1 600 Kampfflugzeuge stationiert.


    Auf DDR- Seite waren es zusammen mit dem sowjetischen Bündnispartner

    770 000 Soldaten,

    236 Raketenstartrampen,

    6 300 Artilleriesysteme,

    11 300 Panzer und Selbstfahrlafetten sowie

    1 050 Kampfflugzeuge.




    Die DDR war im Osten das Hauptaufmarschgebiet der Warschauer Militärkoalition und die BRD im Westen das der NATO.

    Der langjährige Botschafter der Sowjetunion in der DDR, P.A. Abrassimow, hat zu Protokoll gegeben, dass sich auf dem Territorium der DDR

    sowjetische „Kernwaffen und andere modernste Waffenarten befanden, die in unmittelbarer Nähe zur Grenze stationiert waren.“

    Sie sind seit mehr als zwei Jahrzehnten verschwunden, obwohl US-amerikanische Atomwaffen noch heute in Deutschland lagern.







    Egon Krenz in seiner Rede in Groningen:

    "Das Ideal des Friedens war in der DDR Staatsdoktrin!"








    Dass angesichts der militärischen Fakten und der Feindbilder, die in 45 Nachkriegsjahren auf beiden Seiten entstandenen waren, der 9. November 1989 friedlich verlief, hat weniger mit einem Wunder zu tun als damit, dass das Ideal des Friedens in der DDR Staatsdoktrin war.

    Dies lag durchaus nicht in deutscher Traditionen.

    Siebzig Jahre zuvor, Ende 1918/Anfang 1919, gab es in Deutschland den sozialdemokratischen Politiker Noske,

    der das Schießen Deutscher auf Deutsche befohlen hatte

    und von sich selbst sagte: „Einer muss der Bluthund sein."


    Niemand unter den politisch und militärisch Verantwortlichen der DDR wäre 1989 auf die Idee gekommen, es ihm gleich zu tun.

    Es war unser erklärtes Ziel: Politisch entstandene Konflikte dürfen nicht durch Gewalt, schon gar nicht durch militärische, gelöst werden.

    Wenn schon von Wundern die Rede sein soll, dann hat das Wunder konkrete Namen.

    Es waren die Schutz- und Sicherheitsorgane der DDR, die an jenem 9. November vor 25 Jahren die Friedfertigkeit garantierten.


    Sie sind die eigentlichen Helden dieses Ereignisses.


    Ihr Handeln gehört zum politischen Erbe der DDR, die sich ohne Blutvergießen aus der Geschichte verabschiedet hat, was viel über ihr Wesen aussagt.




    Der 9. November 1989 hat seine Geschichte.


    Sie ist widersprüchlich.

    Sie wird unterschiedlich interpretiert, je nachdem, in welchem politischen oder weltanschaulichen Lager man steht.

    Geschichtsinterpretation ist ja bekanntlich immer interessengebunden.

    Fakten sollten aber Fakten bleiben und nicht durch Ideologie ersetzt werden.


    Ich werde versuchen, mich an Tatsachen zu halten, die ich entweder selbst erlebt oder aus mir zugänglichen Akten entnommen habe:





    Interview auf YouTube


    Egon Krenz: Mein Ziel war eine Wende in Richtung Perestroika Gorbatschower Art.










    1. Der 13. August 1961

    Die DDR verstand sich als souveräner Staat, der eng mit der UdSSR verbunden war und dem Warschauer Vertrag angehörte.

    Sie war sich bewusst, dass ein Staat, der zu einem Militärbündnis gehört, wichtige Souveränitätsrechte an das Bündnis abtritt.

    Das war früher so und das ist wohl bis heute so geblieben.

    Das hat auch Bundesminister Wolfgang Schäuble auf einem Treffen mit Bankiers im Juni 2012 eingestanden, als er sagte:

    „Wir in Deutschland sind seit dem 8. Mai 1945 zu keinem Zeitpunkt mehr voll souverän gewesen."

    Man sagte bei uns scherzhaft, unser Land sei die größte DDR der Welt.

    Doch trotz dieses Selbstbewusstseins wollte und konnte sie nicht im Alleingang weltpolitische Entscheidungen wie die vom 13. August 1961 treffen.

    Die Sektorengrenzen in Berlin waren von den Alliierten des Zweiten Weltkrieges schon 1945 festgelegt worden.

    Erst 16 Jahre nach Kriegsende und 12 Jahre nach Gründung der DDR wurden sie militärisch gesichert.

    Was sich am 13. August 1961 vollzog war eine kollektive Entscheidung eines Gipfeltreffens der Warschauer Vertragsstaaten, das vom 3. bis 5. August 1961 in Moskau stattfand.

    Zur Erinnerung: Damals hieß es im Westen, die DDR sei ein „Satellitenstaat“, ein „Agent des Kreml“, ein „verlängerter Arm Moskaus“.

    In der alten BRD gab es die sogenannte Hallsteindoktrin, nach der die DDR hätte gar nicht existieren dürften.


    Heute dagegen suggerieren manche Politiker und Medien den Eindruck, als sei allein die DDR für alles Ungemach des Kalten Krieges zuständig gewesen.

    Ausdruck findet das unter anderem auch in der absurden Behauptung, Ulbricht habe Chruschtschow zum Mauerbau gezwungen.


    Belegt dagegen ist: Als der damalige Regierende Bürgermeister von Berlin (West) Willy Brandt sich bei dem amerikanischen

    Präsidenten Kennedy über die Grenzsicherungsmaßnahmen in Berlin beschwerte, antwortete Kennedy ihm,

    die Schließung der Grenze „zeigt eine grundsätzliche sowjetische Entscheidung, die nur Krieg verändern könne.“

    Überliefert ist ferner, dass Kennedy den Mauerbau mit den Worten kommentierte:


    „Das ist keine sehr schöne Lösung, aber eine Mauer ist verdammt noch mal besser als ein Krieg."



    Wie Recht er damit hatte, zeigt ein Datum, an das leider kaum noch erinnert wird:


    Ich meine den 27. Oktober 1961.


    Es gibt ein Foto davon, wie in der Berliner Friedrichstraße, dem sogenannten Checkpoint Charlie, sich sowjetische und amerikanische Panzer gegenüberstehen.

    Mit laufenden Motoren.

    Ihre Besatzungen konnten sich auf ca. 100 Meter Entfernung gegenseitig in die Rohre blicken.

    Die westliche Seite befehligte US-Weltkriegsgeneral Clay und die östliche der kriegserfahrene sowjetische Marschall Konjew.

    Beide standen in direkter Verbindung mit ihren jeweiligen Oberkommandierenden, dem amerikanischen Präsidenten bzw. dem sowjetischen Regierungschef.

    Chruschtschow sagte wenige Tage später:

    Nur ein weißer Grenzstrich trennte die Welt von einem Dritten Weltkrieg.






    Die DDR und ihre Geschichte - Fahne mit Hammer, Zirkel und Ährenkranz. Skizze/Zeichnung: Eckart Kreitlow

    Die DDR und ihre Geschichte

    Die DDR und ihre Geschichte - Fahne mit Hammer, Zirkel und Ährenkranz. Skizze/Zeichnung: Eckart Kreitlow







    Am 13. August 1961 haben die Siegermächte des Zweiten Weltkrieges in Berlin faktisch ihre Interessenssphären zementiert.

    Man kann auch höflicher sagen:

    Es handelte sich um einen historischen Kompromiss zwischen den Westmächten und der UdSSR.


    Kein Zufall also, dass ausgerechnet am Tag des Mauerbaus Kennedy segelte, de Gaulle sich auf seinem Landsitz befand, Macmillian auf Jagd war,

    Adenauer nicht seinen Wahlkampf unterbrach und alle es unterlassen hatten, Chruschtschow und Ulbricht daran zu hindern,

    die Grenzsicherungsanlagen errichten zu lassen.

    Ein Krieg um Berlin war ihnen ein zu hoher Preis.


    Jahre später, im September 1988, wird auch Willy Brandt, nun als Ehrenvorsitzender der SPD, den 13. August 1961 als ein „Datum der Erleichterung“ für die Westmächte bezeichnen.

    Leider hat es an dieser Grenze auch Opfer gegeben.

    Jeder Tote oder Verletzte an der Grenze war einer zu viel.

    Das DDR-Staatsoberhaupt Walter Ulbricht hat dazu schon 1964 Stellung genommen.

    Der damalige BBC Korrespondent Paul Oestreicher hatte ihn gefragt:

    „Sind Schüsse an der Mauer nicht ein viel zu hoher Preis?“.

    Ulbricht antwortete darauf: „Jeder Schuss an der Mauer ist zugleich ein Schuss auf mich.

    Damit liefere ich dem Klassenfeind die beste Propagandawaffe.

    … den Frieden aufs Spiel zu setzen, würde aber unendlich mehr Leben kosten.“

    Der Ruf „Die Mauer muss weg“ stammt nicht aus jener Zeit.

    Er kam erst Ende der achtziger Jahre auf.

    Vorher war er bei der Mehrheit der Bevölkerung keineswegs konsensfähig.

    Das hing auch damit zusammen, dass damals nach Meinung vieler Ostberliner das eigentliche Datum des Mauerbaus der 20. Juni 1948, der Tag der Einführung einer separaten Währung in Berlin (West) war.

    Berlin war seit der Währungsreform eine Stadt mit zwei verschiedenen Währungen, der konvertierbaren Deutschen Mark und der nichtkonvertierbaren alten Reichsmark bez. später der Mark der DDR.

    Dies war zum Vorteil der West- und zum Nachteil der Ostberliner.

    Der Fetisch D-Mark, in Westberliner Wechselstuben zu einem spekulativen Kurs in DDR-Währung eintauschbar, hatte 1961 zu einer Blüte des Schwarzmarktes an DDR-Arbeitskräften geführt.

    65 000 Grenzgänger, die im Westberlin arbeiteten und in Ostberlin wohnten und dort konsumierten ohne dafür dort etwas geleistet zu haben, waren offiziell registriert.

    Über 100 000 waren es in Wirklichkeit.


    Abwerbungen von Fachleuten waren an der Tagesordnung.


    Hohe Qualifikation zum Nulltarif über die Grenze.

    Das konnte die DDR mit ihren ungleich höheren Kriegsbelastungen im Vergleich zur BRD nicht länger verkraften.

    Der Schaden, der der DDR durch die offene Grenze zugefügt wurde, beläuft sich auf einen Betrag, der von unabhängigen Gutachtern zwischen 100 und 130 Milliarden DM beziffert wird, gerechnet nach Preisen des Jahres 1961.

    Das entspricht ungefähr der Summe, die Deutschland nach dem Ersten Weltkrieg an Reparationen gegenüber den Siegermächten aufzubringen hatte.

    Viele Menschen in der DDR zogen diese Fakten ins Kalkül, wenn sie über die Mauer sprachen.

    Ihr Einverständnis mit Bemühungen der DDR, einen Ausverkauf des Landes zu verhindern, war größer als heute gemeinhin anerkannt wird.

    Daher gab es - von Ausnahmen abgesehen - bis 1989 auch keine landesweiten Proteste gegen die Grenzsicherungsmaßnahmen.


    2. Berlin (Ost) und Berlin (West) in den 70er und 80er Jahren

    Zehn Jahre nach dem Mauerbau einigten sich 1971 die vier Siegemächte auf ein Abkommen.

    Doch selbst die Bezeichnung dieses Abkommens war strittig.

    In der Bundesrepublik wurde es „Viermächteabkommen“ genannt; in der DDR „Vierseitiges Abkommen“.

    Das kleine russische Wort „Связи» wurde sogar zum Zankapfel der Politiker in beiden deutschen Staaten.

    In der DDR wurde es korrekt als „Verbindungen“ ins Deutsche übersetzt, womit die Verkehrswege von und nach Berlin (West) gemeint waren.

    Die BRD übersetzte es als „Bindungen“ und leitete daraus ihre Rechte für Berlin (West) ab, die sie nach DDR-Meinung nicht hatte, da Westberlin kein Bestandteil der Bundesrepublik Deutschland war.

    Ob das politische Barometer zwischen Ost und West auf Spannung oder Entspannung stand, entschied sich oft in Berlin.

    Als beispielsweise Bundeskanzler Kohl Gorbatschow mit dem Kriegsverbrecher Goebbels verglichen hatte, erwartete die Sowjetunion als Signatarmacht des oben genannten Abkommens von der DDR, alle für Westberlin geplanten Projekte zum 750 jährigen Bestehen von Berlin auf Eis zulegen.

    Darunter auch bereits vereinbarte Zugeständnisse im Reiseverkehr, im Kulturaustauch und in humanitären Angelegenheiten.

    Die sowjetische Seite betrachtete das Fehlverhalten des Bundeskanzlers zu Recht als Beleidigung nicht nur des Generalsekretärs Gorbatschow, sondern des sowjetischen Volkes, das im Kampf gegen den Faschismus über 28 Millionen Opfer zu beklagen hatte.

    Angesichts dieser Sachlage solidarisierte sich die DDR mit Gorbatschow.

    Ich komme auf das Problem der vier Mächte in Berlin an anderer Stelle noch einmal zurück, weil es am Morgen des 10. November 1989 bei der Beurteilung der Grenzöffnung durch Moskau eine nicht unbedeutende Rolle gespielt hat.

    Zwischen 1985 und 1989 nahmen die internationalen Auseinandersetzungen um die Mauer an Schärfe zu.

    Am 16. April 1985 besuchte Gorbatschow das Brandenburger Tor.

    Dieser Besuch gewann an Bedeutung, weil er – wie seine Vorgänger auch - zugleich der „Oberste Befehlshaber der Vereinten Streitkräfte des Warschauer Vertrages“ war.

    Nachdem er sich über die Grenzsicherungsanlagen informiert hatte, schrieb er bewegt in das Gästebuch des Stadtkommandanten von Berlin:

    „Am Brandenburger Tor kann man sich anschaulich davon überzeugen, wieviel Kraft und Heldenmut der Schutz des ersten sozialistischen Staates auf deutschem Boden vor den Anschlägen des Klassenfeindes erfordert.

    Die Rechnung der Feinde des Sozialismus wird nicht aufgehen…...

    Ewiges Andenken an die Grenzsoldaten, die ihr Leben für die sozialistische DDR gegeben haben.”

    Soweit von mir unkommentiert die Bewertung der Grenzsicherungsanlagen in Berlin durch Generalsekretär Gorbatschow.

    Auch US-Präsident Reagan kam ans Brandenburger Tor.

    Dies war am 12. Juni 1987.

    Er wandte sich damals nicht an Honecker oder die DDR-Regierung.

    Ihm war bewusst, wer letztlich über diese Grenze entscheidet.

    Mit dem ihm eigenen Pathos rief er aus: „ Herr Gorbatschow, öffnen Sie dieses Tor, …Reißen Sie die Mauer nieder!“

    Dies wurde von der sowjetischen Regierung scharf zurückgewiesen.

    Als Bundespräsident von Weizäcker in Moskau Gast von Gorbatschow war, hatte der KPdSU Generalsekretär ihm gesagt, Jalta und Potsdam würden nicht revidiert werden.

    In einem vertraulichen Papier hatte Gorbatschow die DDR-Führung wissen lassen, dass er dem Bundespräsidenten in aller Schärfe gesagt habe, die „deutsche Zweiteilung und die Berliner Mauer seien historische Tatsachen und kein Verhandlungsgegenstand“.

    Allerdige verschwieg Gorbatschow in seiner Mitteilung an Honecker, dass er zum Bundespräsidenten auch gesagt hatte:

    „Was in 100 Jahren sein wird, entscheidet die Geschichte."

    Wir erfuhren dies erst aus bundesdeutschen Medien.

    Das weckte Misstrauen bei Erich Honecker, weil er darin ein Anzeichen dafür sah, dass Moskau - das 1971 darauf bestanden hatte, dass die DDR die deutsche Frage für abgeschlossen erklärt - sie nun wieder für offen hält.

    Honeckers Argwohn wurde durch ein Fernsehinterview verstärkt, das der sowjetische Außenminister Schewardnadse im Januar 1989 am Rande des KSZE Abschlusstreffens in Wien gab.

    Auf die Frage eines Reporters, was aus der Berliner Mauer werden solle, antwortete er: »Da müssen Sie Fischer fragen.«

    Lächelnd fügte er hinzu: »Und natürlich Genscher. «

    Hatte sich Chruschtschow in seinen Erinnerungen noch dazu bekannt, selbst den Befehl zum Mauerbau gegeben zu haben, wollte Schewardnadse die Verantwortung nun der DDR und ein bisschen auch der BRD zuschieben.

    Am 12. Juni 1989 korrigierte Gorbatschow während seines Staatsbesuch in Bonn seinen Außenminister mit den Worten des für die Grenze Kompetenten:

    „Die Mauer kann wieder verschwinden, wenn die Voraussetzungen entfallen, die sie hervorgebracht haben.“

    Ähnlich hatte es Honecker zu Jahresbeginn auch gesagt.

    Die Einheit der Auffassungen zur Berliner Mauer zwischen Gorbatschow und Honecker waren also noch im Sommer 1989 identisch.


    Am 7. und 8. Juli 1989 fand eine Tagung des Politisch-Beratenden Ausschusses in Bukarest statt.

    Dies war das höchste politische Gremium der Staaten des Warschauer Vertrages.

    Es tagte in einer politischen Ausnahmesituation.

    Krisen in Staaten der Gemeinschaft gab es in regelmäßigen Abständen: DDR 1953, Ungarn 1956; Polen 1956, 1970 und 1980, Tschechoslowakei 1968.

    Es waren in der Regel Krisen in einem oder in einigen Ländern, nie aber war die sozialistische Gemeinschaft als Ganzes betroffen.

    1989 erlebte ich in Bukarest zum ersten Mal, dass die sozialistische Staatengemeinschaft nicht mehr funktionierte.

    Der Sozialismus in Europa mit seinem Kernland Sowjetunion befand sich bereits in einer tiefen Existenzkrise.

    Darin sah die DDR eine Gefahr nicht nur für den europäischen Kontinent.

    Die Bipolarität der Welt war zusammen mit dem militär-strategischen Gleichgewicht so etwas wie ein Regulator der Friedenssicherung.

    Jede Seite wusste von der anderen, dass sie sich in ein Kriegsabenteuer nur bei Strafe des eigenen Untergangs einlassen kann.

    Die sozialistischen Staatsoberhäupter bewegte damals die Frage:

    Wie steht es um den Kalten Krieg?

    Ist er zu Ende?

    Die ungarische Führung meinte: „Ja.“

    Gorbatschow hielt zu diesem Zeitpunkt noch dagegen.

    Am Vortag, dem 6. Juli 1989, war er Gast des Europarates.

    Vor der Parlamentarischen Versammlung hatte er beklagt, dass die Einmischung der NATO in die inneren Angelegenheiten der sozialistischen Länder den Kalten Krieg neu belebt.

    „Die Schwierigkeit bestehe darin“, sagte er, „dass der Westen die Überwindung der Spaltung Europas als Überwindung des Sozialismus versteht.“

    Er antwortete damit dem amerikanischen Präsidenten George Bush.

    Dieser hatte Ende Mai auf dem NATO-Gipfel in Brüssel gefordert, die Sowjetunion in die „Wertegemeinschaft des Westens“ zu holen.

    Gorbatschow sah dies als verbalen Angriff der NATO auf sein Land.

    Für ihn waren die Beschlüsse der NATO-Ratstagung Ausdruck einer neuen Konfrontation.

    Er warnte davor, dass „eine Destabilisierung in Osteuropa unvorstellbare gefährliche Folgen für den ganzen Kontinent in sich birgt.“

    Nur wenige Tage danach startet US-Präsident George Bush einen politischen Generalangriff auf Gorbatschows Politik.

    Er besuchte Warschau und Budapest, um dort für Reformen im Sinne des Westens zu werben.

    In Budapest machte er deutlich: Es wird keine Kombination von „östlicher Macht“ und „westlicher Technologie“ geben.

    Der amerikanische Präsident ließ keinen Zweifel daran, dass die USA Ungarn nur dann wirtschaftlich und finanziell helfen würden, wenn das politische System des Landes grundlegend im Sinne der USA verändert wird.

    Der ungarische Ministerpräsident Nemeth übergab an Bush symbolisch ein Stück des ab 2. Mai 1989 abgebauten ungarischen Grenzzauns zu Österreich.

    Dabei legte er Wert auf die Feststellung, dass alle „ physischen und geistigen Trennmauern beseitigt werden“.

    Mit diesem Ziel im Gepäck flog er zusammen mit Außenminister Gyula Horn am 25. August 1989 in geheimer Mission nach Bonn.

    Ohne den Bündnispartner DDR vorher zu informieren, teilten sie dem Bundeskanzler mit: „Ungarn hat sich entschlossen, den DDR-Bürgern die freie Ausreise zu erlauben.”

    Die Bundesregierung gewährte Ungarn dafür einen günstigen „Kredit“ von über 500 Millionen DM.

    Zu dieser Zeit wurde im Westen das Bukarester Dokument bewusst falsch interpretiert.

    Suggeriert wurde, die Sowjetunion habe die „Breschnew-Doktrin“ der begrenzten Souveränität der Mitgliedsstaaten aufgegeben und eine Gorbatschow-Doktrin der „Freiheit der Wahl" verkündet.

    Die Medien bezogen sich dabei auf die Formulierung, nach der die Beziehungen der Warschauer Vertragsstaaten „auf der Grundlage der Gleichheit, Unabhängigkeit und des Rechtes eines jeden Einzelnen,

    selbstständig seine eigene politische Linie, Strategie und Taktik ohne Einmischung von außen auszuarbeiten" entwickeln zu können.

    Das war allerdings nichts Neues.

    So etwas hatten fast alle Vorgänger Gorbatschows auch gesagt.

    Breschnew zum Beispiel hatte 1968 formuliert, die Aufgabe bestehe darin, „die Prinzipien der Gleichberechtigung aller Länder des Sozialismus, ihre Souveränität und Unabhängigkeit sowie die Nichteinmischung in ihre inneren Angelegenheiten konsequent zu wahren.“

    Was sollten sowjetische Spitzenpolitiker auch anders sagen?

    Etwa den Vorwurf des Westens bestätigen, dass die Verbündeten sowjetische Satelliten seien?

    Nein, in Bukarest wurde in dieser Beziehung überhaupt nichts aufgehoben, sondern Bekanntes lediglich bestätigt.

    Gorbatschow hat nie behauptet, jedes Land könne nach Belieben aus dem Warschauer Vertrag oder dem RGW austreten.

    Am 13. März 1985, er war gerade zwei Tage Generalsekretär des ZK der KPdSU, hatte er seine osteuropäischen Kollegen in den Kreml eingeladen.

    Ich begleitete Honecker. Gorbatschows Hauptsorge galt der Verlängerung des Warschauer Vertrages.

    Die grundlegenden Bedenken, die damals der rumänische Staatschef zur Verlängerung des Vertrages vortrug, wurden von Gorbatschow ohne Bedenken vom Tisch gewischt.

    Wenn es tatsächlich eine Doktrin der „völligen Entscheidungsfreiheit“ der sowjetischen Bündnispartner gegeben haben sollte, dann wurde sie vor der DDR-Führung geheim gehalten.

    Der politischen und militärischen Führung der DDR wurde sie jedenfalls nie mitgeteilt.

    Sowjetische Militärs sind der DDR gegenüber auch 1989 von gemeinsamen politischen Interessen ausgegangen.

    Zudem existierte ein Beistandspakt zwischen der UdSSR und der DDR, der nie gekündigt worden war.

    Selbst wenn die UdSSR bereit gewesen sein sollte, Bulgarien, die ČSSR, Polen, Ungarn und Rumänien in die volle Souveränität zu entlassen, so war das bei der DDR anders.

    Die DDR war für die Sowjetunion immer ein Sonderfall.

    Jede sowjetische Führung berücksichtigte zu Recht, dass die Sowjetunion bei der Befreiung Deutschlands vom Faschismus die Hauptlast getragen hatte.

    Anschaulich zeigt das auch folgender Vorgang:

    Ende Juni 1989 nahm ich eine Mitteilung der sowjetischen Führung entgegen, die an Erich Honecker gerichtet war.

    Ein Exemplar war in Deutsch. Eins in Russisch. Moskau teilte uns darin mit:

    „Die Gruppe der Sowjetischen Streitkräfte in Deutschland ist in Westgruppe der sowjetischen Streitkräfte umbenannt worden.

    Der Status dieser Truppen, wie er im Vertrag über die Beziehungen zwischen der UdSSR und der DDR vom 20. September 1955 und in den anderen bilateralen Vereinbarungen bestimmt wird,

    sowie die Rechte und Verantwortung, die sich aus den in der Kriegs- bzw. Nachkriegszeit erzielten

    und die gültigen Vereinbarungen und Beschlüssen der UdSSR, der USA, Großbritannien und Frankreich ergeben, bleiben unverändert.“

    Die Sowjetunion dachte nicht daran, ihre Rechte für Deutschland aus der Nachkriegszeit aufzugeben.

    Mir war das plausibel.

    Die Westalliierten gaben ja ihre Rechte in der Bundesrepublik auch nicht auf.

    Die sowjetische Entscheidung über die Westgruppe ihrer Streitkräfte ist aber alles andere als eine „Doktrin für die Freiheit der DDR“.

    Der Gipfel von Bukarest war kaum vorbei, spitzte sich die Situation in der DDR in bisher nie gekannter Form zu.

    Im Sommer, als Schulferien waren, begann ein Urlauberansturm auf Ungarn.

    Ungarn war das beliebteste Reiseziel der DDR-Bürger und seit Jahren ein geeigneter Treff für Familien aus der DDR und der BRD.

    Nun kam die Zeit, als sich die bundesdeutsche Botschaft in Budapest mit DDR-Bürgern zu füllen begann.

    Am 19. August hatte der „Thronfolger der Österreichisch – Ungarischen Monarchie“, Otto von Habsburg, an der österreichisch-ungarischen Grenze ein sogenanntes „Friedens-Picknick“ veranstaltet.

    Hunderte kamen und durchbrachen auf ungarischer Seite den Grenzzaun ohne auf Widerstand von Seiten der Grenzschützer zu stoßen.

    Am 10. September ließ dann die ungarische Regierung verlauten, dass ab Mitternacht auch für DDR-Bürger die Grenzen nach Österreich geöffnet würden.

    Damit hatte die Trennlinie zwischen NATO und Warschauer Vertrag ihr erstes Loch.

    Als DDR-Bürger später auch in der CSSR in die bundesdeutsche Botschaft flüchteten, ließ die DDR-Führung unter Erich Honecker zynisch erklären, man weine denen, die uns verlassen hätten, keine Träne nach.

    DDR-Bürger antworteten darauf mit Protesten unter der Losung „Wir bleiben hier“ und wenig später auch mit dem Slogan „Wir sind das Volk“.

    Das waren keine Forderungen für die Abschaffung der DDR oder für die deutsche Einheit.

    Es ging um innere Reformen in der DDR. Die politische Führung unter Erich Honecker reagierte darauf nicht.

    Schnell kam dafür die Bezeichnung „Sprachlosigkeit“ auf. Diese hat die innere Lage der DDR dramatisch zugespitzt.

    In dieser Zeit traf ein Brief des sowjetischen Außenministers an seinen DDR-Kollegen Oskar Fischer ein.

    Datiert ist er vom 1. September 1989.

    Interessant die Wortwahl Schewardnadses.

    Er nennt die Botschaftsbesetzungen von DDR-Bürgern „Exzesse der letzten Zeit, die durch Versuche einer nicht geringen Zahl von DDR-Bürgern, illegal in die BRD zu gelangen, hervorgerufen wurden.“

    Als Quelle für dieses Verhalten nennt Schewardnadse die „Ansprüche der BRD auf das Obhutsrecht für alle Deutschen“.

    Dies könne, so der sowjetische Politiker, zu jedem Zeitpunkt „in Gang gesetzt werden, um erneut Spannungen und Konflikte in den zwischenstaatlichen Beziehungen zu erzeugen.“

    Schewardnadse empfiehlt, „die Aufmerksamkeit der internationalen Öffentlichkeit auf das Problem der Nichtanerkennung der Staatsbürgerschaft der DDR seitens der BRD und auf die Folgen dieser Nichtanerkennung zu lenken.“

    Er erwähnt, „ dass die Beschlüsse der KSZE über Freizügigkeit kaum auf die Beziehungen zwischen der DDR und der BRD anwendbar sind, da wegen der Haltung letzterer zur Staatsbürgerschaft die völkerrechtlichen Voraussetzungen für die Zusammenarbeit beider Länder in dieser Frage fehlen.“

    Schließlich meinte er, wenn die DDR androhen würde, „die Zahl der Übersiedler in diesem und nächsten Jahr spürbar zu verringern“, könnte dies im Vorfeld zu den Bundestagswahlen die Bonner Regierung zum Nachdenken über diese Frage veranlassen“.

    Diese Leitsätze waren politisch durchaus richtig. Allerdings wusste auch die sowjetische Seite, dass die alte BRD über Jahrzehnte hinweg alle Zugeständnisse der DDR zum Reise- und Besucherverkehr zwischen beiden deutschen Staaten dadurch torpediert hatte, dass sie nicht bereit war, die Staatsbürgerschaft der DDR zu respektieren.

    Im Herbst 1989 waren wir schon längst nicht mehr Herr der Situation, um darauf angemessen reagieren zu können.

    Die Bedingungen wurden der DDR nun schon von Bonn aus diktiert.

    In der Konsequenz verleitete Schewardnadses Brief Erich Honecker zu der Fehlentscheidung, im Interesse der Wahrung der Hoheitsrechte der DDR die Züge, die die Botschaftsbesetzer aus Prag in die Bundesrepublik bringen sollten, über das Hoheitsgebiet der DDR fahren zu lassen.

    So kam es in Dresden zu ernsthaften Auseinandersetzungen der Staatsmacht mit Menschen, die mit den Zügen mitfahren wollten.

    Ab Anfang Oktober gab es dann auch offene Auseinandersetzungen in der DDR-Führung.

    Ich hatte zusammen mit weiteren DDR-Politikern die Initiative zur Absetzung Honeckers ergriffen.

    Am 18. Oktober 1989 wurde ich zum SED-Generalsekretär und am 24. Oktober zum Staatsoberhaupt der DDR gewählt.

    Ich sprach damals von einer „Wende“, die erreicht werden müsse.

    Ich verstand darunter eine Erneuerung der DDR nach dem Beispiel der „Perestroika“ in der Sowjetunion.

    Mir war noch nicht klar, dass Gorbatschow mit dieser Politik schon im eigenen Land gescheitert war.

    Er sagte mir damals, sein Ausspruch, wer zu spät komme, den bestrafe das Leben, sei nicht auf die DDR, sondern auf ihn selbst gemünzt gewesen.

    Auch er sei mit seinen Reformvorstellungen viel zu spät gekommen.

    Als ich meine Funktionen übernahm, habe ich öffentlich versprochen, dass das Reisen von DDR- Bürger auch ins westliche Ausland gesetzlich geregelt wird.

    Freies Reisen stand an der Spitze der Forderungen der Bürger an ihren Staat.

    Der Vorschlag der neuen DDR-Führung sah vor, einen Gesetzentwurf auszuarbeiten, der öffentlich diskutiert und noch vor Weihnachten im Parlament, der Volkskammer, beschlossen werden sollte.

    Jeder DDR-Bürger sollte einen Reisepass erhalten und reisen können, wann und wohin er wollte.

    Mich bedrückte allerdings die Frage: Wer soll das bezahlen?

    Unsere Währung war – wie ich bereits erwähnte - nicht konvertierbar.

    Die Bundesrepublik berechnete jeden gefahrenen Kilometer eines DDR-Bürgers mit der Bundesbahn in Devisen.

    Wir gingen von 12 bis 13 Millionen Reisenden aus.

    Dafür hätte eine Summe von 3 bis 4 Milliarden DM zur Verfügung stehen müssen.

    Unsere Valutasituation ließ große Sprünge nicht zu.

    Wir konnten den Reisenden kaum zusätzlichen Devisen umtauschen.

    Die Bundesregierung hat unsere Vorschläge für einen gemeinsamen Reisefonds, in den beide Staaten eingezahlt hätten, abgelehnt.


    3. Gespräch mit Gorbatschow

    Ein wichtiges Datum auf dem Wege zum 9. November 1989 war mein Gespräch mit Gorbatschow am 1. November in Moskau.

    Dabei fragte ich ihn:

    „Michael Sergejewitsch, welchen Platz räumt die Sowjetunion beiden deutschen Staaten im gesamteuropäischen Haus ein?

    Im Westen gibt es Spekulationen, dass im Europäischen Haus für die DDR kein Platz mehr ist.“


    Gorbatschow macht auf mich den Eindruck, als habe er meine Frage nicht verstanden.

    Ich ergänze daher: Die DDR entstand nach dem Zweiten Weltkrieg und im Ergebnis des Kalten Krieges.

    Sie ist also auch ein Kind der Sowjetunion.

    Es ist für mich wichtig zu wissen, ob ihr zu eurer Vaterschaft steht?“

    Ich wollte aus erster Hand erfahren, was die Sowjetunion mit der DDR vorhat.

    Gorbatschow reagiert überrascht:

    „Wo denkst du hin?“ fragte er und informiert darüber, dass seine Genossen kürzlich mit Zbignew Brzezinski gesprochen hätten.

    Sie hätten ihn gefragt, „ob sich die USA eine Wiedervereinigung Deutschlands vorstellen könnten“.

    Brzezinski habe geantwortet, „für ihn wäre das der Zusammenbruch“.

    Als ahne Gorbatschow mein Misstrauen, sagt er:

    „Ich begrüße, dass du die Frage nach der Existenz der beiden deutschen Staaten aufgeworfen hast.

    Auch in meinen jüngsten Gesprächen mit Margaret Thatcher, François Mitterrand, aber auch mit Jaruzelski und Andreotti ist klar geworden,

    dass sie von den Realitäten der Nachkriegszeit, einschließlich der Existenz zweier deutscher Staaten, ausgehen.

    Die Fragestellung nach der Einheit Deutschlands werde von allen als äußerst explosiv betrachtet.

    Sie wollen auch nicht, dass der Warschauer Vertrag und die NATO aufgelöst werden.

    Sie sind für ein Verbleiben Polens und Ungarns im Warschauer Vertrag.

    Das Gleichgewicht in Europa dürfe nicht gestört werden, weil niemand weiß, welche Folgen das hat.

    Auch die USA beziehen bisher eine ähnliche Haltung.“






    Die DDR und ihre Geschichte - Fahne mit Hammer, Zirkel und Ährenkranz. Skizze/Zeichnung: Eckart Kreitlow

    Die DDR und ihre Geschichte

    Die DDR und ihre Geschichte - Fahne mit Hammer, Zirkel und Ährenkranz. Skizze/Zeichnung: Eckart Kreitlow







    Gorbatschow schlussfolgert daraus:

    „Nach meiner Meinung besteht die beste Politik darin, die bisherige Linie der sozialistischen Länder in der deutschen Frage weiterzuführen.“

    „Die DDR“, so Gorbatschow, „muss bei ihren Beziehungen zur BRD drauf achten, nicht in die Umarmung dieses Staates zu geraten.

    Es gibt keinen Grund, Vermutungen anzustellen, wie sich die deutsche Frage einmal lösen wird.

    Die Einheit Deutschlands steht nicht auf der Tagesordnung der aktuellen Politik.

    Darüber hat sich die Sowjetunion mit ihren früheren Partnern aus der Zeit der Anti-Hitler-Koalition geeinigt.

    Genosse Krenz, übermittle dies bitte den Genossen des SED-Politbüros“, fasste Gorbatschow seinen Standpunkt zusammen.

    Es sei an der Zeit, so Gorbatschow weiter, auf Kanzler Kohl stärkeren Druck auszuüben.

    Er habe auf das Pferd des Nationalismus gesetzt.

    In der BRD würde mit diesem Thema wild spekuliert.“

    Das, meine Damen und Herren, ich unterstreiche es, war noch am 1. November 1989!

    Wenn man die Ereignisse danach überblickt, ist kaum nachvollziehbar, wie schnell sich Gorbatschows Meinung geändert hat.

    Damals wusste ich allerdings auch noch nicht, dass Gorbatschows Mitarbeiter bereits hinter dem Rücken der DDR Kontakte zum Bundeskanzleramt aufgenommen hatten,

    um zu erkunden, was die Bundesrepublik bereit wäre für eine mögliche deutsche Einheit zu zahlen.

    Nach meinem Gespräch mit Gorbatschow erhielt ich bei einem Mittagessen im Kreml vom Chef des KGB, Kruschkow, eine Mitteilung, die im Zusammenhang mit dem 9. November eine große Bedeutung haben wird.

    Er sagte mir: „Wir haben Informationen, dass Extremisten versuchen könnten, die geplante Demonstration am 4. November 1989 auf dem Alexanderplatz in Berlin zu nutzen, um das Brandenburger Tor zu stürmen“.

    Ähnliches hörte ich sowohl von den polnischen Sicherheitsorganen und auch vom Ministerium für Staatsicherheit der DDR.

    Mir war nicht klar, ob es sich um ein Gerücht oder um eine aufgeklärte wirkliche Absicht handelte.

    Um keinerlei Risiko einzugehen, arbeitete der Sekretär des Nationalen Verteidigungsrates der DDR, Generaloberst Streletz, in meinem Auftrag einen Befehl aus, in dem es wörtlich heißt:


    „Die Anwendung der Schusswaffe im Zusammenhang mit möglichen Demonstrationen ist grundsätzlich verboten.“


    Dieser Befehl galt auch bei möglichen Demonstrationen im Grenzgebiet.

    Auch am 9. November 1989.


    In seinem Buch „Der Weg zur Einheit“ schreibt Altbundespräsident von Weizsäcker: „Trotz ausdrücklicher Anforderung durch die Sicherheitskräfte der DDR blieben sowjetische Streitkräfte auf Befehl aus Moskau in ihren Quartieren.“

    Das ist so nicht wahr.

    Wenn die DDR-Führung hätte wirklich Gewalt anwenden wollen, hätte sie dazu keine sowjetischen Streitkräfte anfordern müssen.

    Die eigenen Schutz- und Sicherheitskräfte hätten ausgereicht.

    Belegt ist zudem: Niemand aus der DDR - Führung oder den Sicherheitsorganen hat im Herbst89 sowjetische Truppen angefordert.

    Ein Befehl aus Moskau, dass sowjetische Truppen in ihren Quartieren bleiben sollten, ist nirgendwo dokumentiert.

    Auch der Oberkommandierende der Streitkräfte des Warschauer Vertrages, Armeegeneral Lushew, und der Chef der Westgruppe der sowjetischen Streitkräfte, Armeegeneral Snetkow, mit denen ich in dieser Zeit engste persönliche Kontakte hatte, haben mir gesagt, einen solchen Befehl nie erhalten zu haben.

    Versichert haben sie aber, die Bündnisverpflichtungen gegenüber der DDR einzuhalten.

    Ein äußerst kompetenter Zeitzeuge war der sowjetische Botschafter in der DDR, Wjatscheslaw Kotschemassow.

    Er gab 1997 zu Protokoll: „ In der dramatischen Phase haben unsere Generäle im Oktober und November 1989 einen militärischen Einsatz erwogen und angeboten.“

    Glücklicherweise hatten weder die sowjetischen Bündnispartner noch wir eine gewaltsame Lösung geplant.



    4. Der 9. November 1989

    Über den 9. November 1989 gibt es unzählige Legenden.

    Anders ausgedrückt: Wer den Schaden hat, braucht für den Spott nicht zu sorgen.

    Der inzwischen legendäre Versprecher von Politbüromitglied Günter Schabowski auf einer internationalen Pressekonferenz wird in den Medien genüsslich ausgenutzt, um der DDR-Führung ihre vermeintliche Unfähigkeit zu attestieren.

    Die Geschichte ist bekanntlich nie alternativlos.

    Auch an diesem Abend war sie es nicht.

    Die unvernünftige Alternative zu der Art der Grenzöffnung wie sie stattgefunden hat, wäre eine bürgerkriegsähnliche Auseinandersetzung gewesen, die niemand hätte verantworten können.

    Mir war damals sehr wohl bewusst, dass die von uns beabsichtigte Wende in der DDR ohne Öffnung in Richtung Westen unmöglich gewesen wäre.

    Zudem war der Druck der Bevölkerung enorm.

    Es rächte sich jetzt, dass es eine nachprüfbare gesetzliche Regelung über das Reisen in Richtung Westen jahrelang nicht gegeben hatte.

    Zwar hatte dies auch damit zu tun, dass die Bundesrepublik die Staatsbürgerschaft der DDR nicht respektieren wollte.

    Doch diese juristischen Fragen interessierten im November 89 kaum noch.

    Die Leute wollten endlich auch in den Westen reisen können.

    Ihre Geduld war zu Ende.

    Wohl auch deshalb protestierten viele gegen einen Gesetzentwurf, den wir am 6. November zur öffentlichen Diskussion unterbreitet hatten, und der vor zwei/drei Monaten noch als Fortschritt gegolten hätte.

    Die Ablehnung der Diskussionsgrundlage führte dazu, dass wir uns in der DDR-Führung einigten, dass eine Regierungsverordnung Übergangsregelungen schafft, die bis zum Beschluss eines Reisegesetz durch die Volkskammer noch vor Weihnachten gelten sollten.

    Diese Regierungsverordnung verlas ich auf einer Sitzung des SED-Zentralkomitees am Nachmittag des 9. November zusammen mit dem Entwurf einer Pressemitteilung, die am 10. November in den Printmedien veröffentlicht werden sollte .

    Beide Dokumente übergab ich Schabowski, der auf einer internationalen Pressekonferenz darüber informieren sollte.


    Jenen „berühmten Zettel“ also, dessen Urheberschaft manche dem KGB, der CIA, dem MfS oder auch dem BND andichten, diesen „Zettel“ hatte Schabowski von niemand anderem als von mir.


    Allerdings mit der Maßgabe, den Beschluss auf der internationalen Pressekonferenz vorzustellen.

    Statt ihn zu erläutern, antwortete er erst kurz vor Ende der Pressekonferenz auf die Frage eines Journalisten nach dem Zeitpunkt der Grenzöffnung ziemlich verwirrt: „Wenn ich richtig informiert bin, nach meiner Kenntnis unverzüglich.“

    Korrekt wäre gewesen „Ab morgen“ oder „Ab 10. November.“


    Das Gefährliche dieses Irrtums bestand darin, dass die Grenztruppen zu diesem Zeitpunkt noch keine Befehle zur Öffnung haben konnten.

    Hinzu kommt, dass sich alle Mitglieder der DDR-Führung auf einer Tagung des SED-Zentralkomitees befanden, nicht wussten, was Schabowski auf der Pressekonferenz gesagt hatte und folglich selbst nicht aktiv werden konnten.

    Tausende Berlinerinnen und Berliner machen sich nun aber auf den Weg zur Grenze.

    Nicht, um die „Mauer niederzureißen“, sondern auf Einladung eines Politbüromitgliedes.

    Die angestaute Reiselust, die so viele Jahre lang kein Tor gefunden hatte, entlädt sich noch in dieser Nacht.

    Wie aus den Medien zu erfahren ist, machte sich auch die heutige deutsche Regierungschefin, Bundeskanzlerin Merkel, aus der Sauna kommend, auf den Weg zur Grenze.

    Sie habe dabei durchaus nicht den Eindruck gehabt, dass dies der Fall der Mauer gewesen sei.

    Viele, die damals dabei waren, mögen auch jetzt noch nicht von einem „Sturm auf die Mauer“ sprechen, sondern eher von einem großen „Ost-West-Volksfest“.

    Sie gingen in friedlicher Absicht.

    Der Regierende Bürgermeister von Berlin (West), Momper, nannte das Ereignis „Keinen Tag der Wiedervereinigung, sondern Tag des Wiedersehens“.

    Soziale Spannungen haben damals keine Rolle gespielt.

    Kurz vor 21.00 Uhr rief mich Staatsicherheitsminister Erich Mielke an.

    Er informierte, was nach der Pressekonferenz passiert war.

    „Wenn wir nicht sofort entscheiden, was zu tun ist, dann verlieren wir die Kontrolle“, sagte er.

    Ich konnte in diesem Augenblick meine Nervosität nur schwer verbergen.

    In meinem Büro waren noch meine Weggefährten Siegfried Lorenz und Wolfgang Herger.

    Alle anderen Verantwortlichen waren auf dem Wege vom Gebäude des SED-Zentralkomitees in ihre Büros oder nach Hause.

    Alle politischen und militärischen Fäden liefen nun bei mir zusammen.

    Wir befanden uns in einer gefahrvollen Situation.

    Auch nur eine falsche Entscheidung hätte Blutvergießen bedeuten können.

    Mein Entscheidungsspielraum war in diesen Minuten äußerst eng.

    Praktisch ging es um die Frage: Lassen wir den Dingen freien Lauf oder setzen wir die bewaffnete Macht zur Sicherung der Staatsgrenze ein?

    Letzteres wäre ein Spiel mit dem Feuer gewesen.

    Aber auch eine spontane Grenzöffnung - ohne Befehle für die Sicherheitsorgane - barg Risiken in sich.

    Ich hatte Sorge, es könne Panik ausbrechen.

    Mich bewegte: Was, wenn es in dieser Nacht auch nur einen Toten gibt?

    Ich dachte nicht einmal daran, dass geschossen werden könnte.

    Es gab ja meinen Befehl vom 3. November 1989, der die Anwendung der Schusswaffe verbot.

    Was aber, wenn irgendjemand - von welcher Seite auch immer - provoziert?

    Angekündigt waren Provokationen oft genug.

    Was, wenn Panik einsetzt und sich Menschen tottrampeln?


    Wir wollten auch an diesem Abend bei unserem Grundsatz bleiben:

    Es darf keine Gewalt geben.

    Die Hauptlast der ungewöhnlichen Situation lag auf den Schultern der Grenztruppen der DDR, der Volkspolizei und des Ministeriums für Staatsicherheit.

    Sie bewiesen, dass sie den Grundsatz verinnerlich hatten: Von deutschem Boden darf nie wieder Krieg ausgehen.


    Am Morgen des 10. November gab es aber auch beunruhigende Nachrichten.

    Westberliner versuchen, vom Brandenburger Tor aus über die Mauer auf das Territorium der DDR zu gelangen.

    Zeitweilig waren über 1000 Menschen auf der Mauer westlich am Brandenburger Tor.

    Einige sprangen ins DDR-Grenzgebiet.

    Wenn es Sinn macht, von gefährlich die höchste Steigerungsform zu bilden, dann war die Situation am Brandenburger Tor die bisher gefährlichste.

    Sie hätte jederzeit militärische Eingriffe auslösen können.

    Ich wollte mir damals nicht vorstellen, was hätte passieren könnte, wenn ein gewaltsamer Mauerdurchbruch von Westberlin aus organisiert worden wäre.

    Auch international gab es Erregung.

    Die Alliierten fühlen sich brüskiert.

    Die Botschafter der USA, Großbritanniens und Frankreichs wandten sich an das DDR-Außenministerium.

    Sie wollen genaue Auskunft, was in der Nacht passiert war und warum sie nicht gefragt worden waren.

    Die sowjetische Seite machte uns am Morgen des 10. November den Vorwurf, die DDR sei wegen des Vier-Mächtestatus von Berlin nicht berechtigt gewesen, die Grenze zu Westberlin zu öffnen .

    Auch die Militärverbindungsmissionen der drei Westmächte waren irritiert.

    Deshalb wandte sich der Chef des Stabes der Westgruppe der Streitkräfte der UdSSR, Generalleutnant Fursin, an das Oberkommando der USA-Landstreitkräfte Europa sowie das Oberkommando der britischen und der französischen Streitkräfte in Deutschland.

    Er forderte sie auf, „sich aus den Ereignissen herauszuhalten “

    Der Chef der US-amerikanischen Mission erklärte, „das USA-Oberkommando Einwände erheben würde, falls Armeeangehörige der NVA der DDR Berlin (West) besuchen sollten“.

    Nachdem die DDR Gorbatschow in einem Staatstelegramm über Einzelheiten der Grenzöffnung informiert hatte, teilte der sowjetische Botschafter in Berlin mit:

    „Im Namen von Michail Gorbatschow beglückwünsche ich die deutschen Freunde zu ihrem mutigen Schritt, die Berliner Mauer geöffnet zu haben.“


    Heutzutage wird in den Medien nur noch gemeldet, am 9. November sei die Mauer gefallen, so als habe der Heilige Geist sie zerstört oder sie sei einfach zusammengefallen.

    Welche Anstrengungen die DDR unternehmen musste, dass alles friedlich verlief, wird kaum noch berichtet.

    Es passt nicht in das verordnete Geschichtsbild vom „DDR-Unrechtsstaat“.


    5. Reaktionen in Ost und West

    Besser als jede nachträgliche Bewertung der Ereignisse ist ein Vergleich zwischen dem, was damals gesagt und getan wurde, mit dem, was heute darüber berichtet wird.

    Zwar wird in der Geschichtsschreibung kurz erwähnt, dass Gorbatschow am 10. November 1989 eine mündliche Botschaft an Helmut Kohl gerichtet hatte.

    Doch mehr nicht.

    Würde man dies nämlich tun, würde klar werden, dass am 9. November 1989 von einem „Mauerfall“ noch keine Rede sein konnte.

    „Mauerfall“ und „Sturm auf die Mauer“ sind ideologische Begriffe im Nachhinein.


    Nach meinen Recherchen ist der volle Text der Gorbatschow-Botschaft an Kohl nirgendwo publiziert.


    Daher gebe ich ihn hier im Wortlaut wieder:

    „Wie Ihnen natürlich bekannt ist, hat die Führung der DDR einen Beschluss gefasst, der den Bürgern dieses Landes die Möglichkeit der freien Ausreise über die Grenzen zur BRD und Berlin (West) ermöglicht.

    Es ist verständlich, dass dieser Beschluss der neuen Führung der DDR durchaus nicht leicht gefallen ist.

    Zugleich bestätigt er aufs Neue, dass gegenwärtig in der DDR tiefe und bedeutende Veränderungen vor sich gehen.

    Die Führung der Republik handelt zielstrebig und dynamisch im Interesse des Volkes, sie entfaltet einen breiten Dialog mit verschiedenen Gruppen und Schichten der Gesellschaft.

    Erklärungen aus der BRD, die vor diesem politischen und psychologischen Hintergrund abgegeben werden, die unter Losungen der Unversöhnlichkeit gegenüber der realen Existenz zweier deutscher Staaten Emotionen und Leidenschaften anheizen sollen, können kein anderes Ziel verfolgen, als die Lage in der DDR zu destabilisieren und die sich dort entwickelnden Prozesse der Demokratisierung und Erneuerung aller Bereiche des gesellschaftlichen Lebens zu untergraben.

    Wir haben die Mitteilung erhalten, dass heute in Berlin (West) ein Meeting stattfinden wird, an dem offizielle Vertreter aus der BRD und Berlin (West) teilnehmen werden.

    Zur gleichen Zeit ist auch ein Meeting in der Hauptstadt der DDR geplant.

    Bei den gegenwärtig faktisch offenen Grenzen und den gewaltigen Menschenströmen in beiden Richtungen kann eine chaotische Situation mit unübersehbaren Folgen entstehen.

    Angesichts der Kürze der Zeit und der zugespitzten Situation habe ich es für notwendig erachtet, Sie im Geiste der Offenheit und des Realismus zu ersuchen, Ihrerseits die notwendigen und äußerst dringlichen Maßnahmen zu treffen, damit eine Komplizierung und Destabilisierung der Situation nicht zugelassen wird.“



    In Botschaften an US-Präsident Bush, an Frankreichs Präsident Mitterrand und an die britische Premierministerin Margaret Thatcher informiert Gorbatschow über seine Warnung an Kohl.



    Zugleich bat er die Repräsentanten der drei Westmächte, ihren Vertretern in Westberlin Weisungen zu erteilen, „damit die Ereignisse nicht einen Verlauf nehmen, der nicht wünschenswert wäre…

    Wenn aber in der BRD Erklärungen laut werden, die auf ein Anheizen der Emotionen im Geiste der Unversöhnlichkeit gegenüber den Nachkriegsrealitäten, d.h. der Existenz zweiter deutscher Staaten, abzielen, dann können solche Erscheinungen des politischen Extremismus nicht anders eingeschätzt werden denn als Versuche, die sich jetzt in der DDR dynamisch entwickelnden Prozesse der Demokratisierung und Erneuerung aller Bereiche des gesellschaftlichen Lebens zu untergraben.

    Mit Blick auf die Zukunft kann dies eine Destabilisierung der Lage nicht nur im Zentrum Europas, sondern auch darüber hinaus nach sich ziehen.“






    Die DDR und ihre Geschichte - Fahne mit Hammer, Zirkel und Ährenkranz. Skizze/Zeichnung: Eckart Kreitlow

    Die DDR und ihre Geschichte

    Die DDR und ihre Geschichte - Fahne mit Hammer, Zirkel und Ährenkranz. Skizze/Zeichnung: Eckart Kreitlow







    Der amerikanische Botschafter in der DDR informiert mich, dass Präsident Bush zunächst nicht glauben wollte, dass die DDR ihre Grenzen geöffnet hatte.

    Er überbrachte mir ein Staatstelegramm des US-Präsidenten.


    Darin heißt es:

  • „ Sie haben Ihre Pflichten als Vorsitzender des Staatsrates zu einer Zeit übernommen, die äußerst bedeutsam für Ihr Land, für Europa und für den künftigen Gang der Ost-West-Beziehungen ist.

    Die Vereinigten Staaten begrüßen Ihre Entscheidung, die Grenzen der DDR für ständig denen zu öffnen, die das Land in Richtung Westen verlassen oder lediglich dorthin reisen möchten.

    Diese Entscheidung wie auch die Bewegung in Richtung demokratischer Reformen wird den historischen Prozess der europäischen Aussöhnung beitragen“.



  • Der Historiker Helmut Kohl war zur historischen Stunde nicht am Platz der historischen Ereignisse. Er befand sich auf einem Bankett in Warschau.

    Am 11. November kam es ab 10.13 Uhr zu einem Telefongespräch zwischen uns.



  • Der Bundeskanzler begrüßt die Öffnung der Grenzen.

    Sie sei angetan, die Beziehungen zwischen beiden deutschen Staaten weiterzuentwickeln.

    „Ich glaube“, sagt er, „wir stehen jetzt in einem ganz wichtigen Zeitabschnitt, ein Zeitabschnitt, in dem sehr viel Vernunft und gar keine Aufgeregtheit am Platze ist, sondern eine ruhige Gelassenheit, um die richtigen Entscheidungen zu treffen.“

    Auch er spricht nicht vom „Fall der Mauer“.



  • Stattdessen sagt er:

    „Ich habe immer wieder darauf hingewiesen, … dass jede Form von Radikalisierung gefährlich ist.

    Wir werden uns nicht zu unterhalten brauchen, was für Gefahren das sein könnten.

    Das kann sich jeder leicht ausrechnen….

    Und wenn noch irgendwas ist, Herr Krenz, um das klar zu sagen, das ist ja eine Situation, die leicht dramatisch werden könnte, dann greifen Sie zum Telefon und ich umgekehrt.“



  • Walter Momper, der Regierende Bürgermeister von Berlin (West), hatte dem Bundeskanzler gar vorgeworfen, er habe nicht begriffen, was sich in der DDR abspiele.

    Die Menschen in der DDR interessiere nicht die Wiedervereinigung.

    Die neugewonnene Identität des DDR-Volkes möge Kohl zwar nicht passen, sie sei aber Realität.

    Momper ist der Ansicht, ein Treffen von Kohl mit mir sei dringend erforderlich.



  • Ähnlich äußert sich der Ministerpräsident von Baden-Württemberg, Lothar Späth.

    Laut „Stuttgarter Nachrichten“ ist er überzeugt, dass die Mehrheit der DDR-Bürger einen Anschluss an die BRD nicht wünscht.



  • Schließlich erhielt die DDR auch ein Signal aus dem Vatikan.

    Es lautete: „Wenn es der Stabilität der DDR und der Autorität des Staatsratsvorsitzenden dienlich wäre, gäbe es die Bereitschaft, einen Papstbesuch in der DDR zu organisieren.“ .









  • Die historischen Tatsachen werden von ideologischen Interpretationen verdrängt.








    Zwischen den Originaltexten von damals und ihrer nachträglichen Interpretation liegen Welten.

    Die historischen Tatsachen werden von ideologischen Interpretationen verdrängt.



    Es heißt, 1989 sei der Kalte Krieg zu Ende gewesen.


    Ich halte das für einen Irrtum.

    Zu Ende war 1991 die System- und Blockkonfrontation in Europa, weil es die Sowjetunion und ihre Verbündeten nicht mehr gab.

    Nicht zu Ende waren die Ursachen, die zu Kriegen führen.


    Heiße Kriege wie beispielsweise der um Jugoslawien wären zur Zeit des militärstrategischen Gleichgewichts zwischen den USA und der UdSSR undenkbar gewesen.


    Bush sen. erklärte die USA zum Sieger des Kalten Krieges.

    Gorbatschow hielt dagegen, es gebe keinen Sieger, sondern alle seien Nutznießer.


    Inzwischen spricht er allerdings davon, dass die USA einen „Siegerkomplex“ hätten.


    Jene, die noch immer nicht müde werden, die gefallenen Mauern von einst zu kriminalisieren, beobachten heutzutage geradezu mit Sympathie, dass die Trennlinie, die einst an Elbe und Werra sowie quer durch Berlin verlief, nunmehr an die russiche Grenze verlegt wird.






    Die DDR und ihre Geschichte - Fahne mit Hammer, Zirkel und Ährenkranz. Skizze/Zeichnung: Eckart Kreitlow

    Die DDR und ihre Geschichte

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    1990 war der Preis der NATO für Gorbatschows Zustimmung zur deutschen Einheit das Versprechen, dass sich die NATO nicht nach Osten ausdehnt.

    Wie immer man zu Gorbatschow steht, ohne ihn wäre – wie es im westlichen Sprachgebrauch heißt – der “eiserne Vorhang” nicht gefallen.


    Doch Gorbatschow hätte sich nicht im Schlaf vorstellen können, dass der “Lohn” für die Auflösung des Warschauer Vertrages die Ausdehnung der NATO bis an die russische Grenze sein würde.


    Wohl auch daraus resultiert seine Verbitterung, wenn er als Reaktion auf die jüngste Rede Obamas vor der UNO, sagte:

    «Es gibt heute eine große Seuche - und das sind die USA und ihr Führungsanspruch» .

    Obama hatte zuvor Russland vor den Vereinten Nationen als Gefahr angeprangert - in einem Atemzug mit der Seuche Ebola und dem Terrorismus.


    Möge Ihre Generation vor solchen Auseinandersetzungen verschont bleiben.

    Vor allem wünsche ich Ihnen, dass Sie nur Frieden erleben, der in dieser Zeit leider sehr brüchig geworden ist.












    Interview mit Egon Krenz für die britische Tageszeitung


    The London Times









    Die DDR und ihre Geschichte - Fahne mit Hammer, Zirkel und Ährenkranz. Skizze/Zeichnung: Eckart Kreitlow

    Die DDR und ihre Geschichte

    Die DDR und ihre Geschichte - Fahne mit Hammer, Zirkel und Ährenkranz. Skizze/Zeichnung: Eckart Kreitlow






    Fragen und Antworten


    1. Was war Ihr Hauptziel als Staatschef der DDR?

    Noch am 1. November 1989 sagte mir Michail Gorbatschow, dass er sich mit den Staatschefs der Antihitlerkoalition, darunter auch mit der britischen Premierministerin, einig sei, dass die Abkommen von Jalta und Potsdam nicht revidiert würden.

    Die deutsche Einheit stünde solange nicht auf der Tagesordnung, solange es die NATO und den Warschauer Vertrag gäbe.

    Schon daraus ergibt sich, dass mein damaliges Ziel darin bestand, die DDR als souveränen Staat zu erhalten.


    2. Halten Sie es für ungerecht, wenn die DDR als Unrechtsstaat bezeichnet wird?

    Der Begriff Unrechtsstaat ist wissenschaftlich nirgendwo definiert.

    Er ist ein Schmähbegriff, mit dem die Nazidiktatur und die DDR auf eine Stufe gestellt werden sollen.

    Er hat seinen Ursprung in der alten Bundesrepublik, die im Unterschied zur DDR die Nazivergangenheit ihres Führungspersonals nie richtig aufgearbeitet hat.


    3. Glauben Sie, dass in der Zukunft die Geschichte der DDR positiver beurteilt werden wird?

    Ja. Aktuelle Umfragen belegen, dass die Mehrheit der früheren DDR-Bürger keineswegs mit der Art und Weise der Behandlung der DDR-Geschichte durch Politik und Medien einverstanden sind.

    Soll Deutschland wirklich zusammenwachsen, dann ist ein ehrlicher Umgang mit der deutschen Nachkriegsgeschichte notwendig.

    Dazu gehört auch ein Vergleich der Geschichte der alten Bundesrepublik und der DDR.

    Das würde Vor- und Nachteile der ehemals beiden Staaten in die Debatte bringen und geschichtlich korrekter sein als die einseitige Verdammung der DDR.


    4. Ihrer Meinung nach, wäre es besser gewesen, wenn die DDR ein eigenständiger Staat geblieben wäre?

    Diese Frage wurde inzwischen von der Geschichte entschieden.

    Es ist meine Sache nicht, zu spekulieren, was besser gewesen wäre, wenn ….


    5. Bezweifeln Sie, dass sich für die meisten Deutschen das Leben verbessert hat?

    Es gibt Verbesserungen und es gibt Verschlechterungen.

    Das Leben ist eben nicht nur schwarz-weiß.

    Deutschland ist zwar staatsrechtlich vereint, aber sozial, ökonomisch und auch mental weiter gespalten.

    Im Osten gibt es eine höhere Arbeitslosigkeit als im Westen, die Löhne und Renten sind hier auch noch niedriger.

    Der Grundsatz, gleicher Lohn für gleiche Arbeit und gleiche Renten für gleiche Lebensleistungen ist nicht verwirklicht.


    6. Wie werden Sie den 9. November verbringen?

    Das Feiern überlasse ich den aktuellen Politikern, die damals gar nicht dabei waren und nicht wissen können, welche Gefahren es in der Nacht vom 9. zum 10. November 1989 für den Frieden gab.

    Wir standen damals einer bürgerkriegsähnlichen Auseinandersetzung näher als manche dies heute wahrhaben wollen.

    Es bestand sogar die Gefahr, dass die Vier Mächte, die noch Verantwortung für Berlin beanspruchten, hineingezogen werden könnten.

    Michael Gorbatschow hat damals Bundeskanzler Kohl in einer persönlichen Botschaft vor einer Destabilisierung der Lage gewarnt.

    Kohl selbst hat in einem Telefonat mit mir am 11. November 1989 von einer gefährlichen Situation gesprochen, die leicht dramatisch werden könnte.

    Die eigentlichen Helden des 9. November 1989 waren die Angehörigen der Sicherheitsorgane der DDR, die dafür gesorgt haben, dass die Ereignisse friedlich verliefen.

    Die DDR hat sich aus der Geschichte verabschiedet, ohne dass ein Schuss fiel.

    Das ist ein Erbe der DDR, das viel über ihren Charakter aussagt.











    Die DDR und ihre Geschichte - Fahne mit Hammer, Zirkel und Ährenkranz. Skizze/Zeichnung: Eckart Kreitlow

    Die DDR und ihre Geschichte

    Die DDR und ihre Geschichte - Fahne mit Hammer, Zirkel und Ährenkranz. Skizze/Zeichnung: Eckart Kreitlow






    Gedenken an die Ermordung des Grenzsoldaten der DDR Ulrich Steinhauer und aller weiteren ermordeten Grenzsoldaten und Grenzpolizisten der DDR am 4. November 2014 in Ribnitz-Damgarten



    Grab und Gedenkstein des am 4.November 1980 im Grenzabschnitt Schönwalde, Kreis Nauen, an der damaligen Staatsgrenze zu Berlin (West) ermordeten Grenzsoldaten der DDR Unteroffizier Ulrich Steinhauer. Foto: Ingrid Hoffmann
    Gedenken an die Ermordung des Grenzsoldaten der DDR Ulrich Steinhauer und aller weiteren ermordeten Grenzsoldaten und Grenzpolizisten der DDR am 4. November 2014. Foto: Ingrid HoffmannGedenken an die Ermordung des Grenzsoldaten der DDR Ulrich Steinhauer und aller weiteren ermordeten Grenzsoldaten und Grenzpolizisten der DDR am 4. November 2014. Foto: Ingrid Hoffmann
    Gedenken an die Ermordung des Grenzsoldaten der DDR Ulrich Steinhauer und aller weiteren ermordeten Grenzsoldaten und Grenzpolizisten der DDR am 4. November 2014. Foto: Ingrid HoffmannGedenken an die Ermordung des Grenzsoldaten der DDR Ulrich Steinhauer und aller weiteren ermordeten Grenzsoldaten und Grenzpolizisten der DDR am 4. November 2014. Foto: Ingrid Hoffmann
    Gedenken an die Ermordung des Grenzsoldaten der DDR Ulrich Steinhauer und aller weiteren ermordeten Grenzsoldaten und Grenzpolizisten der DDR am 4. November 2014. Foto: Ingrid Hoffmann




    Rede von Eckart Kreitlow, Ortsvorsitzender DIE LINKE Ribnitz-Damgarten, zum Gedenken
    an die Ermordung des Grenzsoldaten der DDR Ulrich Steinhauer und aller weiteren
    ermordeten Grenzsoldaten und Grenzpolizisten der DDR am 4. November 2014



    (ES GILT DAS GESPROCHENE WORT)


    Meine Damen und Herren,

    liebe Genossinnen und Genossen,

    liebe Mitstreiterinnen und Mitstreiter,

    verehrte Anwesende,

    liebe Angehörige,

    liebe Teilnehmerinnen und Teilnehmer unserer heutigen Veranstaltung zum Gedenken an die

    Ermordung des Grenzsoldaten der DDR Ulrich Steinhauer und aller weiteren

    ermordeten Grenzsoldaten und Grenzpolizisten der DDR,


    wir sind heute hier am Grab des Grenzsoldaten der DDR


    Ulrich Steinhauer (* 13. März 1956; † 4. November 1980)


    zusammengekommen, um sowohl Unteroffizier Ulrich Steinhauer zu gedenken, der heute auf den Tag genau vor 34 Jahren

    am 4.November 1980 im Grenzabschnitt Schönwalde, Kreis Nauen, an der damaligen Staatsgrenze zu Berlin (West)

    während des Grenzdienstes heimtückisch ermordet worden ist.


    Der im Alter von 24 Jahren ermordete DDR-Grenzsoldat Ulrich Steinhauer stammte aus unserer Region.


    Sein Vater arbeitete im Faserplattenwerk Ribnitz-Damgarten. Seine Mutter war Hausfrau.

    Ulrich Steinhauer wurde am 13.März 1956 in Behrenshagen bei Ribnitz-Damgarten als einer

    von fünf Geschwistern geboren. Bis 1970 besuchte Ulrich Steinhauer zunächst die Grundschule

    und dann die Rudolf-Harbig-Oberschule in Damgarten. In der damaligen Zwischenbetrieblichen

    Einrichtung (ZBE) Landbau Damgarten erlernte Ulrich Steinhauer bis 1973 den Beruf eines Zimmermanns.


    Danach arbeitete er in seinem erlernten Beruf als Zimmerei-Facharbeiter bis 1979 in der ZBE Landbau

    Damgarten, bevor Ulrich Steinhauer schließlich im November 1979 zum achtzehnmonatigen Wehrdienst

    in das Grenzausbildungsregiment 40 in Oranienburg einberufen und ab Mai 1980 im Grenzregiment 34

    in Groß Glienicke eingesetzt wurde.


    Zur Tatzeit am 4.November 1980 gegen 16 Uhr war Ulrich Steinhauer mit seinem späteren Mörder,

    der ihn heimtückisch ermordete, als Fahrradstreife und Postenführer im Grenzabschnitt

    zwischen Schönwalde im Kreis Nauen und dem Westberliner Bezirk Spandau unterwegs.


    Ein heimtückischer Mord war es deshalb, weil der Grenzposten, der ihn erschoss, dies ergab übrigens

    zweifelsfrei die spätere Obduktion durch den weltweit anerkannten Gerichtsmediziner der DDR

    Professor Dr. Dr. hc. Otto Prokop (* 29. September 1921; † 20.Januar 2009), mit der Dienstwaffe

    in den Rücken aus kurzer Distanz in einer Folge von fünf Schuss, von denen mindestens ein tödlicher

    Schuss das Herz traf, erschossen hat.


    Von einem Kameraden kann man ganz sicher deshalb hierbei nicht sprechen,

    weil ein Kamerad laut Duden stets jemand ist, der positiv ist und das gleiche

    Schicksal mit Jemanden teilt. Der Mörder Egon B. beging anschließend Fahnenflucht in die BRD.


    Dort erhielt er allerdings später nur eine geringe Strafe, die dieser heimtückischen Mordtat

    natürlich auf gar keinem Fall angemessen war.


    Liebe Teilnehmerinnen und Teilnehmer unserer heutigen Gedenkveranstaltung!


    Gleichzeitig mit dem heutigen Gedenken an den Grenzsoldaten der DDR Ulrich Steinhauer,

    der posthum nach seiner Ermordung zum Unteroffizier befördert worden war, möchten wir heute

    am 4. November 2014 aber auch aller weiteren ermordeten Grenzsoldaten und Grenzpolizisten

    der DDR gedenken, indem wir jetzt nachfolgend hier am Grab von Ulrich Steinhauer auf dem

    Alten Friedhof in Ribnitz-Damgarten ihren Dienstgrad, ihren Namen, den Tag ihrer Ermordung

    sowie ihr Alter am Tag ihrer Ermordung verlesen.


    VP-Wachtmeister Gerhard Hofert 03.08.1949 25 Jahre

    VP-Wachtmeister Fritz Otto 01.09.1949 25 Jahre

    VP-Wachtmeister Siegfried Apportin 02.07.1950 19 Jahre

    VP-Wachtmeister Herbert Liebs 21.02.1951 21 Jahre

    VP-Wachtmeister Werner Schmidt 02.03.1951 21 Jahre

    VP-Wachtmeister Heinz Janello 02.03.1951 19 Jahre

    VP-Hauptwachtmeister Manfred Portwich 27.10.1951 26 Jahre

    VP-Oberwachtmeister Ulrich Krohn 16.05.1952 20 Jahre

    VP-Unterwachtmeister Helmut Just 30.12.1952 19 Jahre

    VP-Wachtmeister Waldemar Estel 03.09.1956 24 Jahre

    Gefreiter Jörgen Schmidtchen 18.04.1962 20 Jahre

    Gefreiter Manfred Weiss 19.05.1962 18 Jahre

    Gefreiter Peter Göring 23.05.1962 21 Jahre

    Unteroffizier Reinhold Huhn 18.06.1962 20 Jahre

    Hauptmann Rudi Arnstadt 14.08.1962 35 Jahre

    Gefreiter Siegfried Widera 23.08.1963 22 Jahre

    Unteroffizier Egon Schultz 05.10.1964 21 Jahre

    Gefreiter Rolf Henniger 15.11.1968 26 Jahre

    Leutnant Lutz Meier 18.01.1972 23 Jahre

    Gefreiter Klaus-Peter Seidel 19.12.1975 21 Jahre

    Soldat Jürgen Lange 19.12.1975 20 Jahre

    Unteroffizier Ulrich Steinhauer 04.11.1980 24 Jahre

    Feldwebel Klaus-Peter Braun 01.08.1981 22 Jahre

    Gefreiter Eberhard Knospe 05.05.1982 23 Jahre

    Gefreiter Uwe Dittmann 22.03.1985 20 Jahre












    Die DDR und ihre Geschichte - Fahne mit Hammer, Zirkel und Ährenkranz. Skizze/Zeichnung: Eckart Kreitlow

    Die DDR und ihre Geschichte

    Die DDR und ihre Geschichte - Fahne mit Hammer, Zirkel und Ährenkranz. Skizze/Zeichnung: Eckart Kreitlow









    Ehrentafel zum Gedenken an die ermordeten Grenzpolizisten und Grenzsoldaten der DDR

       Dienstgrad

       Name

       geboren

       ermordet

       VP-Wachtmeister

       Gerhard Hofert

       02.02.1924

       03.08.1949

       VP-Wachtmeister

       Fritz Otto

       22.10.1923

       01.09.1949

       VP-Wachtmeister

       Siegfried Apportin

       30.11.1930

       02.07.1950

       VP-Wachtmeister

       Herbert Liebs

       11.05.1929

       21.02.1951

       VP-Wachtmeister

       Werner Schmidt

       26.06.1929

       02.03.1951

       VP-Wachtmeister

       Heinz Janello

       11.12.1931

       02.03.1951

       VP-Hauptwachtmeister

       Manfred Portwich

       07.05.1925

       27.10.1951

       VP-Oberwachtmeister

       Ulrich Krohn

       28.08.1931

       16.05.1952

       VP-Unterwachtmeister

       Helmut Just

       02.07.1933

       30.12.1952

       VP-Wachtmeister

       Waldemar Estel

       05.02.1932

       03.09.1956

       Gefreiter

       Jörgen Schmidtchen

       28.06.1941

       18.04.1962

       Gefreiter

       Manfred Weiss

       01.12.1943

       19.05.1962

       Gefreiter

       Peter Göring

       28.12.1940

       23.05.1962

       Unteroffizier

       Reinhold Huhn

       08.03.1942

       18.06.1962

       Hauptmann

       Rudi Arnstadt

       03.09.1926

       14.08.1962

       Gefreiter

       Siegfried Widera

       12.02.1941

       23.08.1963

       Unteroffizier

       Egon Schultz

       04.01.1943

       05.10.1964

       Gefreiter

       Rolf Henniger

       30.11.1941

       15.11.1968

       Leutnant

       Lutz Meier

       20.10.1948

       18.01.1972

       Gefreiter

       Klaus-Peter Seidel

       22.10.1954

       19.12.1975

       Soldat

       Jürgen Lange

       08.12.1955

       19.12.1975

       Gefreiter

       Ulrich Steinhauer

       13.03.1956

       04.11.1980

       Feldwebel

       Klaus-Peter Braun

       21.10.1958

       01.08.1981

       Gefreiter

       Eberhard Knospe

       12.05.1958

       05.05.1982

       Gefreiter

       Uwe Dittmann

       08.08.1964

       22.03.1985











    Die DDR und ihre Geschichte - Fahne mit Hammer, Zirkel und Ährenkranz. Skizze/Zeichnung: Eckart Kreitlow

    Die DDR und ihre Geschichte

    Die DDR und ihre Geschichte - Fahne mit Hammer, Zirkel und Ährenkranz. Skizze/Zeichnung: Eckart Kreitlow









    Eine politische Tat oder Untat nur im Licht des Rechts bewerten!
    Die DDR war kein "Unrechtsstaat"
    Von Luz María De Stefano Zuloaga de Lenkait




    Gorbatschow: „Kollaps des Vertrauens"





    Aus unserer elektronischen Postmappe "Das Leserecho"







    -----Original-Nachricht-----
    Betreff: Leserbrief von Traudel Felfe zu Thüringen
    Datum: Mon, 27 Oct 2014 13:42:42 +0100
    Von: "Carsten Hanke" hanke.lambrechtshagen@web.de
    An: eckartkreitlow@t-online.de





    Liebe MitstreiterInnen,

    mich erreicht ein Leserbrief von Prof. Dr. Traudel Felfe, Mitglied des Ältestenrates DIE LINKE, zu den Ergebnissen der Sondierungsgesprächen. Dieser Brief, der an das ND versandt worden ist und bisher nicht gedruckt worden ist, spricht natürlich auch für sich selbst.


    Mit solidarischen Grüßen

    Carsten Hanke
    Lindenanger 19
    18069 Lambrechtshagen
    Mail: hanke.lambrechtshagen@web.de
    Tel. 0381/8651480
    Mobil:015201584210
    Homepage: www.hanke-mv.de







    Linke Standpunkte






    Leserbrief zu „Die Keule Unrechtsstaat“ von Claus Dümde,
    ND v. 18./19.Oktober 2014



    Der Beitrag ist von Anfang bis Ende bedenkenswert … in einer notwendigen Diskussion.

    Es geht nicht nur um die Kontinuität bundesdeutschen staatlich verordneten verbalen Umgangs mit der DDR, die nun auch von Funktionsträgern der Linkspartei fortgeführt wird, sondern die drei Parteien haben sich in Protokollpapieren zu ihren Sondierungen v. 23.9.2014 u.a. darauf verständigt, „nicht mit Organisationen, die das DDR-Unrecht relativieren, zusammenzuarbeiten.

    Die Parteien werden keine Personen, die direkt oder indirekt mit dem Sicherheitssystem der DDR zusammengearbeitet haben, in Positionen dieser Regierung entsenden.“ (Reuige Aufarbeitungswillige können ausgenommen werden, das wäre eine Chance für unseren Bundespräsidenten).

    Hier geht es um eine künftige politische Praxis, die massenhafte wenig rechtsstaatliche Praktiken gegen Bürgerinnen und Bürger der DDR nach 1990 fortsetzen würde.

    Was soll dann die Erklärung der Sondierungslinken, dass mit ihrem Bekenntnis zum „Unrechtsstaat“ und zur „schonungslosen Aufarbeitung der Alltagsdiktatur“ ausdrücklich nicht DDR-Bürger und ihre Biographien gemeint seien?

    Alltagleben ohne Bürger? Ähnliches gab es u.a. in den 80er Jahren schon einmal in einer Vereinbarung der bundesdeutschen Kultusminister zur Delegitimierung der DDR in der Bildung: Es ginge nur um das politische System, die Bürger sollten nicht verprellt werden.

    Bleibt die Frage, wem nutzt das? Erinnerung hat immer etwas mit Interessen und mit Zukunft zu tun.

    Die Verständigung auf den „Unrechtsstaat“ als „wichtiger Schritt für eine gemeinsame Regierung und Erinnerungskultur“ hilft bestimmt nicht, progressive sozialpolitische Vorhaben aus den Sondierungen gegen reale Macht- und Kräfteverhältnisse und auch gegen Interessen derer, die den „Unrechtsstaat“ erfunden haben, wenigstens teil- und zeitweise durchzusetzen.

    Dazu würde Druck, Aufbruch, Kontrolle von unten gebraucht und auch Erinnerung daran, was trotz aller Nachteile und Unrechts, das Humanistische für Mehrheiten der Bevölkerung in der DDR ermöglicht hat.

    19.10.2014

    Prof. Dr. Edeltraut Felfe, Greifswald











    Die DDR und ihre Geschichte - Fahne mit Hammer, Zirkel und Ährenkranz. Skizze/Zeichnung: Eckart Kreitlow

    Die DDR und ihre Geschichte

    Die DDR und ihre Geschichte - Fahne mit Hammer, Zirkel und Ährenkranz. Skizze/Zeichnung: Eckart Kreitlow










    Präsidium des OKV bringt Erschrecken über pauschale Verurteilung der DDR als Diktatur und Unrechtsstaat zum Ausdruck!
    Schreiben des Präsidenten des Ostdeutschen Kuratoriums von Verbänden e. V. Dr. Matthias Werner vom 2.10.2014 an den Bundesvorstand der Partei DIE LINKE. Foto: Eckart Kreitlow







    Wahrheitsgemäße Aufarbeitung der DDR-Geschichte ein wichtiges Betätigungsfeld






    -----Original-Nachricht-----
    Betreff: Linkspartei Thüringen: DDR = Unrechtsregime
    Datum: Fri, 26 Sep 2014 20:31:06 +0200
    Von: Wolfgang
    An: eckartkreitlow@t-online.de + Weitere






    Aus unserer elektronischen Postmappe "Das Leserecho"






    Liebe MitstreiterInnen,

    kann man das verdauen oder nicht? - siehe PDF-Datei. Die Würde des Menschen ist unantastbar?

    Meine kluge Frau erinnert gern an eine Aussage Jean Paul Sartres: "Man kann sogar die Vergangenheit ändern.

    Die Historiker beweisen es immer wieder."

    Dass das um so mehr PolitikerInnen beweisen, ist seit 25 Jahren unstrittig.

    Nunmehr auch LINKE-PolitikerInnen. Schon in einer Präambel für eine Regierungskoalition - rot-rot/rosa-grün -

    Unterwerfung unter das, was Anfang der 90er Jahre der damalige Bundesjustizminister Kinkel forderte:

    Delegitimierung der DDR in allen Bereichen.

    Oder: Wie Macht korrumpiert. Dabei geht es aber nur ums Regieren-Wollen.

    Und das unter der Ankündigung einer selbstbewussten LINKEN Regierungspolitik ...


    Gruß

    Wolfgang




    »Die Würde des Menschen ist unantastbar« Zur Aufarbeitung der DDR-Geschichte (Sondierungen 2014) - PDF
    Anlage 1 zum Protokoll des 2. Sondierungsgespräches zwischen DIE LINKE Thüringen, SPD Thüringen und Bündnis 90 / Die Grünen
    Thüringen, 23.09.2014







    Linke Standpunkte








    -----Original-Nachricht-----
    Betreff: AW: Linkspartei Thüringen: DDR = Unrechtsregime
    Datum: Sat, 27 Sep 2014 11:25:23 +0200
    Von: eckartkreitlow@t-online.de
    An: Wolfgang + Weitere









    Was wahr ist, muss wahr bleiben! Gegen Umdeutungen der Geschichte!





    Es ist natürlich absolut "unverdaulich", um Deine Frage zu beantworten, dass in so

    eklatanter Weise alle Tatsachen zur DDR-Geschichte auf den Kopf gestellt werden!




    Lieber Wolfgang,


    für die Weiterleitung dieser Email an mich möchte ich Dir natürlich ganz besonders danken.


    Ich bin mir sicher, dass wir in der Bewertung des Inhalts dieser Email wahrscheinlich völlig übereinstimmen.


    Das, was dort in Thüringen vereinbart wurde oder vereinbart wird, im Zusammenhang mit der Betrachtung

    der DDR-Geschichte ist nicht nur zutiefst verlogen und ungeheuerlich.


    Um Deine Frage so zu beantworten, wie Du sie gestellt hast, es ist auch absolut unverdaulich, dass in

    so eklatanter Weise bezüglich der DDR-Geschichte alle Tatsachen auf den Kopf gestellt werden bzw.

    künftig auch von unserer Partei DIE LINKE alles an Tatsachen auf den Kopf gestellt werden soll.





    Das, was dort in Thüringen vereinbart wurde oder vereinbart wird, im Zusammenhang mit der Betrachtung der DDR-Geschichte ist nicht nur zutiefst verlogen und ungeheuerlich. Es ist auch absolut unverdaulich, dass in so eklatanter Weise bezüglich der DDR-Geschichte alle Tatsachen auf den Kopf gestellt werden - Fahne mit Hammer, Zirkel und Ährenkranz. Skizze/Zeichnung: Eckart Kreitlow




    Wenn ich nicht genau wüsste, dass solche Genossen und Mitglieder unserer Partei DIE LINKE

    wie Du und glücklicherweise auch noch viele weitere Genossinnen und Genossen die Geschichte der DDR so betrachten,

    wie sie wirklich war, wäre selbstverständlich die Partei DIE LINKE künftig nicht mehr meine politische Heimat

    mit allen dazu gehörenden Konsequenzen.


    Ich gehe aber gegenwärtig davon aus und bin mir auch relativ sicher, dass diese in der Tat verlogene

    DDR-Geschichtsbetrachtung eine Minderheitenmeinung innerhalb unserer Partei DIE LINKE ist bzw. darstellt

    und hoffentlich auch bleiben wird.


    Übrigens, wenn jüngere Mitglieder unserer Partei DIE LINKE die DDR so verzerrt betrachten würden,

    fände ich es zwar auch nicht gut, könnte es aber eher verstehen, weil die die DDR noch nicht oder

    noch nicht bewusst erlebt haben und sie vermutlich nur das wiedergeben, was sie aus den bürgerlichen

    Medien in den zurückliegenden Jahren nach dem Untergang der DDR erfahren haben.


    Sie können es wahrscheinlich nicht besser wissen, zumal ich zudem, als ich als Lehrausbilder

    nach der Wende einige Zeit tätig war, feststellen musste, dass sich kaum einer der jungen Menschen

    für Politik interessierte bzw. darauf keinen "Bock" hatte.


    Um allerdings nicht missverstanden zu werden, es geht hier natürlich nicht darum, dass wir

    in puncto DDR gar uneinsichtig wären oder Ignoranten bzw. "Betonköpfe" sind,

    die nichts akzeptieren oder begreifen wollen, sondern es geht darum, dass das Geschichtsbild

    zur DDR völlig entgegen sämtlicher Fakten auf den Kopf gestellt wird bzw. gestellt werden soll.



    Herzliche Grüße und noch ein schönes Wochenende!


    Eckart





    Weitergeleitet an:



    -----Original-Nachricht-----
    Betreff: WG: AW: Linkspartei Thüringen: DDR = Unrechtsregime
    Datum: Sat, 27 Sep 2014 12:18:29 +0200
    Von: eckartkreitlow@t-online.de
    An: ramelow@die-linke-thl.de
















    Die DDR und ihre Geschichte - Fahne mit Hammer, Zirkel und Ährenkranz. Skizze/Zeichnung: Eckart Kreitlow

    Die DDR und ihre Geschichte

    Die DDR und ihre Geschichte - Fahne mit Hammer, Zirkel und Ährenkranz. Skizze/Zeichnung: Eckart Kreitlow













    Arnulf Barings äußerst kruden Ansichten über die Menschen in der DDR - Nach Barings kruden Ansichten seien die Menschen in der DDR geistig verzwergt worden! - Ihre Ausbildung sei 'verhunzt' und unbrauchbar! - Ob sich heute einer dort Jurist nenne oder Ökonom, Pädagoge, Psychologe, Soziologe, selbst Arzt oder Ingenieur, das sei, so Baring,  völlig egal. Viele Menschen seien wegen ihrer fehlenden Fachkenntnisse nicht weiter verwendbar. Darum sei die frühere DDR 'weithin ein kopfloses Land'.






      Zunehmende Konzentration der Medien erhöht Gefahr von Desinformation




      Keinesfalls stimmt die These, die DDR sei ein Unrechtsstaat gewesen!




      In der Bundesrepublik Deutschland sollte die zunehmende Konzentration der Medien durch eine immer enger werdende Unternehmensverflechtung hin zu riesigen Medienkonzernen und damit gleichzeitig einhergehend der Ausbau ihrer marktbeherrschenden Stellung sicher eher mit großer Sorge betrachtet werden.

      Es ist nämlich insbesondere zu befürchten, dass dieser Konzentrationsprozess sich noch nachteiliger als bisher auf den Wahrheitsgehalt der von ihnen bereitgestellten Informationen und eine ausgewogene Berichterstattung auswirken könnte und deshalb die Gefahr der massiven Desinformation weiter zunimmt bzw. zumindest weiter zunehmen könnte, was sich dann natürlich wiederum auch auf die öffentliche Meinungsbildung insgesamt auswirkte.


      In der DDR gab es keine gigantische Kluft zwischen Arm und Reich


      Deutlich wurde bzw. wird dies bereits seit der staatlichen Einheit in der Bundesrepublik wiederholt bei der Auseinandersetzung mit der DDR-Geschichte, wo mediale Darstellung und Wirklichkeit häufig voneinander abweichen. Manche Fälle scheinen sogar inszeniert, da sie nicht plausibel erscheinen bzw. authentisch sind und zudem noch den historischen Fakten widersprechen. Häufig werden zum Beispiel vermeintliche DDR-Unrechtsfälle präsentiert, für die es keinerlei Beweise gibt und wahrscheinlich auch nie geben wird.

      Dennoch veröffentlicht man sie, um vermutlich damit Emotionen zu schüren und die DDR insgesamt als einen Unrechtsstaat zu delegitimieren und anzuprangern. Wenngleich es leider zwar einzelne Fälle von Unrecht in der DDR gegeben hat, die natürlich zu bedauern und auch zu verurteilen sind, so stimmt keinesfalls die These vom Unrechtsstaat der DDR als Ganzes.

      Außerdem überwog in der DDR klar und eindeutig die Positivseite. Zu der gehörte, dass es keine gigantische Kluft zwischen Arm und Reich gab. Im Gegensatz dazu müssen wir leider konstatieren, dass diese gigantische Kluft zwischen Arm und Reich in der Bundesrepublik nicht nur existiert, sondern dass sie zurzeit sogar noch bedrohlich wächst.


      Die Positivseite überwog klar und eindeutig in der DDR - der Zusammenhalt war gut


      Einzelne Privatpersonen konnten in der DDR kein Milliardenvermögen anhäufen. Und das war auch gut und richtig so. Selbst die Regierenden nicht. Währenddessen schmort auf den Konten der Superreichen in der Bundesrepublik ein solches Riesenvermögen, dass sie es nicht einmal komplett zählen, geschweige denn jemals in ihrem Leben sinnvoll ausgeben können bzw. jemals sinnvoll ausgeben könnten.

      Demgegenüber kommt der größte Teil der bundesdeutschen Bevölkerung hingegen auf keinen grünen Zweig, sowohl in Ost als auch in West mit zunehmender Tendenz. In den Berichterstattungen der führenden Konzernmedien wird dies aber entweder völlig ausgeblendet oder zum Beispiel mit nebulösen Schlag- bzw. Titelzeilen wie "Die Deutschen schwimmen im Geld", "Die Deutschen baden im Geld" oder "Das Vermögen der Deutschen steigt auf Rekordwert" oder mit absurden Durchschnitts- bzw. Pro-Kopf-Angaben unter Hinzurechnung sogar der Bedürftigen total entstellt.

      Arm und Reich werden in einen Topf geworfen. Auf diese Weise wird den Leserinnen und Lesern bzw. den Rezepienten suggeriert, dass nicht, wie es tatsächlich ist, nur etwa ein Prozent der Bevölkerung, sondern die gesamte Bevölkerung in Deutschland in Saus und Braus leben würde.


      Viele Kinder bekommen in der Bundesrepublik nicht einmal ein warmes Mittagesssen


      Konträr zu dem immensen Reichtum Weniger ist es ein besonderes Trauerspiel, dass sich mehr als 2,5 Millionen Kinder in der Bundesrepublik nicht einmal am Tag ein warmes Mittagesssen leisten können und manchmal sogar hungrig zur Schule gehen müssen. Über 600 000 Familien, das sind mehr als eine Million Menschen, wurde nach Angaben der Verbraucherzentrale von Nordrhein-Westfalen in der Bundesrepublik 2010 der Strom abgeschaltet, weil sie die gestiegenen Energiepreise nicht mehr bezahlen konnten.

      Noch schlimmer sieht es weltweit aus, wo etwa ein Siebtel der Weltbevölkerung, etwa eine Milliarde Menschen, hungert. Gerade hier zeigt sich aber auch zugleich als ein besonders extremer Ausdruck von Perversität der so genannten Marktwirtschaft, dass bei der ständigen systemimmanenten Jagd nach Maximalprofiten und der Gewinnmaximierung die Nahrungsmittelpreise zusätzlich noch durch Börsenspekulationen und Hedgefonds in Schwindel erregende Höhen getrieben werden.

      Die Jugend hatte in der DDR eine gute Perspektive. Die Kriminalität war gering. Die Hörsäle in den Hochschulen und Universitäten waren, nicht so wie es in der Bundesrepublik leider heutzutage allgegenwärtig ist, in der DDR nicht überfüllt. Der gesellschaftliche Zusammenhalt war gut. Man lebte in sozialer Sicherheit und Geborgenheit. Arbeitslosigkeit war unbekannt. Jede und Jeder hatte einen Arbeitsplatz. Junge Familien wurden besonders gefördert.

      Die Aneignung von Bildung war in der DDR keine Frage des Geldbeutels der Eltern. Während in der DDR vor allem die Kinder der Arbeiter und der anderen Werktätigen kostenfrei Zugang zu hoher und höchster Bildung hatten, schaffen dies aus finanziellen Gründen in der Bundesrepublik Kinder von Familien der Arbeitnehmer nur selten, zum Beispiel eine akademische Ausbildung zu absolvieren, ungefähr gerade einmal ein Prozent. Das heißt, die Eliten bleiben in der Bundesrepublik quasi unter sich, weil eben nur die reichen Eltern ihren Kindern die in der Regel sehr teure akademische Ausbildung ermöglichen bzw. finanzieren können.


      Man lebte in sozialer Sicherheit und Geborgenheit - Arbeitslosigkeit war unbekannt


      Mit großem Aufwand wird versucht, das Bild vom DDR-Unrechtsstaat in den dunkelsten Farben zu malen, auch wenn dieses Bild von den Tatsachen etwa soweit entfernt ist, wie der Mars bzw. noch weiter, wie der Pluto von der Erde. Selbst die Filmindustrie wird damit eingespannt. Denken wir nur an den Film "Das Leben der Anderen" von Florian Henckel von Donnersmarck, wo es sich angeblich um wahre Begebenheiten aus dem Leben der DDR handeln soll, was aber ernsthaft angezweifelt werden muss.

      Eine Stasi-Platitüde auf unterstem Niveau, trotzdem erhält der Film eine der höchsten Auszeichnungen, den Oscar für den besten fremdsprachigen Film. Hoffentlich nicht für den Inhalt? Gleichzeitig wird mit solchen Machwerken noch die seit 1990 östlich der Elbe und Werra andauernde Stasihexenjagd, wahrscheinlich auch beabsichtigt, weiter befeuert bzw. am Kochen gehalten.

      Übrigens dazu passt auch, dass die frühere Gauck- / Birthler- und jetzige Jahn-Behörde weiterhin jährlich mit schätzungsweise "schlappen" 90 bis 100 Millionen EURO Steuergelder subventioniert werden soll, voraussichtlich sogar noch bis zum Jahre 2019. Stattdessen werden in den wirklich wichtigen Bereichen wie im sozialen Bereich oder bei der Bildung die Gelder drastisch gekürzt.

      Zumindest können also die Mitarbeiter der Jahn-Behörde mit dem Gefühl sozialer Sicherheit auch künftig an der Geschichtsversion über die DDR, wie sie offiziell in der Bundesrepublik gesehen werden soll bzw. offiziell verbreitet wird, arbeiten und wie bereits in den Jahrzehnten zuvor noch weitere Jahre an der Ausgrenzung von Tausenden Menschen der ehemaligen DDR mitwirken.







      →    "Die Flachzangen aus dem Westen"


      →   Ein Buch von Klaus Huhn, Jahrgang 1928, ISBN 978-3-360-02036-9, 128 Seiten, erschienen im Spotless Verlag


      →   Der Autor beschreibt gravierende Fälle und gesellschaftliche Vorgänge in den 90er Jahren in Ostdeutschland












      Bezeichnend und in höchstem Maße überheblich sowie arrogant ist da zum Beispiel eine Auslassung von Arnulf Baring, häufiger Gast verschiedener Talkshows in den öffentlich-rechtlichen Fernsehanstalten der Bundesrepublik, er soll als Jurist, Publizist und Historiker tätig sein, nachzulesen in dem aufschlussreichen Buch von Klaus Huhn mit dem charakterisierenden sehr deutlich bestimmte Typen entlarvenden Titel   "Die Flachzangen aus dem Westen",   ISBN 978-3-360-02036-9, Spotless Verlag, auf Seite 19, die er wiederum 1991 in seinem Buch "Deutschland, was nun?" den Lesern zum Besten gegeben haben soll:

      "Das Regime [gemeint ist die DDR - E. K.] hat fast ein halbes Jahrhundert die Menschen verzwergt, ihre Erziehung, die Ausbildung verhunzt. [...] Ob sich heute einer dort Jurist nennt oder Ökonom, Pädagoge, Psychologe, Soziologe, selbst Arzt oder Ingenieur, das ist völlig egal. Sein Wissen ist auf weite Strecken völlig unbrauchbar. [...] Viele Menschen sind wegen ihrer fehlenden Fachkenntnisse nicht weiter verwendbar."









      →     Arnulf Baring - der vermutliche Mount Everest bzw. in englischer Umschrift der tibetanischen Bezeichnung


      →   wahrscheinlich so etwas wie der „Chomolungma"

      unter den westdeutschen Historikern und DDR-Kennern, 




      →     in seinem Buch "Deutschland, was nun?", 1991 im Siedler Verlag erschienen:





          →     Nach Barings kruden Ansichten seien die Menschen in der DDR geistig verzwergt worden!


          →     Ihre Ausbildung sei "verhunzt" und unbrauchbar!


          →     Ob sich heute einer dort Jurist nenne oder Ökonom, Pädagoge, Psychologe, Soziologe,


          →     selbst Arzt oder Ingenieur, das sei, so Baring, völlig egal.


          →     Viele Menschen seien wegen ihrer fehlenden Fachkenntnisse nicht weiter verwendbar.


          →     Darum sei die frühere DDR "weithin ein kopfloses Land".









      Hochmut kommt vor dem Fall, heißt es in einem Sprichwort, das sogar schon im Altertum bekannt gewesen sein soll. Zum Glück bzw. hoffentlich haben nicht alle unserer Mitbürgerinnen und Mitbürger solche realitätsfernen Ansichten wie Baring, aber noch wichtiger, hoffentlich erhalten solche Leute nicht die Deutungshoheit in der Bundesrepublik, kann man da nur wünschen, wenn man mit solchen schamlosen Auslassungen, wo auch immer, konfrontiert wird.



      →     Beitragserstellung:   20. Mai 2012    Ergänzungen:   25. Mai 2012    -

      Eckart Kreitlow







    Wunderschöner Rhododendron im Rhododendronpark des Ostseeheilbades Graal-Müritz, Landkreis Rostock, in Mecklenburg-Vorpommern, der alljährlich zum Ende des Frühlings sehr prachtvoll erblüht. Foto: Eckart KreitlowWunderschöner Rhododendron im Rhododendronpark des Ostseeheilbades Graal-Müritz, Landkreis Rostock, in Mecklenburg-Vorpommern, der alljährlich zum Ende des Frühlings sehr prachtvoll erblüht. Foto: Eckart Kreitlow




    Herzliche Glückwünsche an DDR-Fliegerkosmonaut Sigmund Jähn zu seinem 75. Geburtstag


    Eingetragen auf gaestebuch.kosmonautenzentrum.de am 19.04.2012 um 17:22 Uhr.



    Lieber Sigmund Jähn!

    Sorry! Nachdem ich zu Deinem 70. Geburtstag Dir rechtzeitig sehr herzlich gratulierte, möchte ich es natürlich

    auch diesmal genauso herzlich zu Deinem 75. Geburtstag tun.

    Allerdings leider diesmal nicht ganz punktgenau, so wie zum Beispiel bei Deiner damaligen glücklichen Rückkehr

    aus dem Orbit, sondern leider etwas mit Verspätung.

    Ich hoffe, Du verzeihst mir die Verspätung?

    Selbstverständlich wünsche ich Dir weiterhin alles erdenklich Gute!

    Ich hoffe und wünsche, dass es Dir gut geht.


    Beste Grüße und Wünsche!


    Eckart Kreitlow, www.eckart-kreitlow.de





    DDR-Fliegerkosmonaut Sigmund Jähn - der erste Deutsche im All


    DDR-Fliegerkosmonaut Sigmund Jähn - der erste Deutsche im All. Die Landekapsel des Raumschiffs Sojus 29 mit den beiden Kosmonauten Oberst Sigmund Jähn und Kommandant Oberst Dr. Waleri Bykowski an Bord ging am Fallschirm  am 3.September 1978 um 12.40 Uhr Mitteleuropäischer Zeit im vorgesehenen Gebiet in der kasachischen Steppe nieder, nachdem Waleri Bykowski und  Sigmund Jähn in fast 8 Tagen 125 Mal die Erde umkreisten.  Zeichnung/Skizze: Eckart Kreitlow



    Unser blaue Planet von DDR-Fliegerkosmonaut Sigmund Jähn insgesamt 125 Mal umkreist


    DDR-Fliegerkosmonaut Sigmund Jähn wurde am 13.Februar 1937 im vogtländischen Morgenröthe-Rautenkranz geboren. Er war der erste Deutsche im All.

    Zusammen mit Waleri Bykowski startete Sigmund Jähn am 26.August 1978 zu einem Gemeinschaftsflug mit der sowjetischen Proton-Trägerrakete Sojus 31 im Rahmen des Interkosmos-Programms vom Weltraumbahnhof Baikonur zur Weltraumstation Saljut 6.

    An dem Interkosmosprogramm, das der friedlichen Erforschung des Weltraums diente, waren zehn sozialistische Länder beteiligt. Vor allem mit zahlreichen sehr effizienten wissenschaftlich-technischen Experimenten.

    Bei dem Weltraumflug von Sigmund Jähn und Waleri Bykowski im Jahre 1978 kam aus der DDR die Multispektralkamera MKF 6 zur Erdfernerkundung vom Kombinat VEB Carl Zeiss Jena zum Einsatz, die zu dem Zeitpunkt eine Weltspitzenleistung darstellte.

    In fast 8 Tagen umkreiste Oberst Sigmund Jähn gemeinsam mit seinem sowjetischen Kommandanten Oberst Dr. Waleri Bykowski insgesamt 125 Mal unseren blauen Planeten.

    Bevor sie schließlich wieder glücklich zur Erde zurückkehrten. Das Raumschiff Sojus 31 blieb an der Weltraumstation Saljut 6 angedockt.

    Die Landekapsel des Raumschiffs Sojus 29 mit den beiden Kosmonauten an Bord ging am Fallschirm am 3.September 1978 um 12.40 Uhr Mitteleuropäischer Zeit im vorgesehenen Gebiet in der kasachischen Steppe nieder.

    Am 1.März 1986 wurde Diplom-Militärwissenschaftler Sigmund Jähn, der auch promovierte, zum Generalmajor der NVA befördert.




    Alles, was möglich ist, dafür tun, dass sie unsere schöne friedliche Erde bleibt!


    Nach seiner glücklichen Rückkehr zur Erde hob DDR-Fliegerkosmonaut Sigmund Jähn in einem Interview vor allem hervor:

    Dass der Mensch in den Kosmos fliegen müsse, bei einer bestimmten Stufe der Entwicklung, wie er es getan habe, das sei einfach ein logischer Schritt, den die Menschheit gehe.

    Man spüre noch deutlicher als vorher, dass die Erde eben nicht nur schön sei, dieser blaue Planet Juri Gagarins und German Titows, sondern dass sie auch sehr leicht verwundbar sei.

    In einundeinerhalben Stunde sei man um die Erde herum. Man sehe einerseits, wie gewaltig groß sie sei, doch schrumpfe sie eben doch zusammen.

    Das präge doch, für ihn scheine es so, eine bestimmte Gedankenwelt, die Verpflichtung, alles, was möglich sei, dafür zu tun, dass sie unsere schöne friedliche Erde bleibe!





    Ausschnitte aus dem NVA-Film über die glückliche Rückkehr von DDR-Fliegerkosmonaut Oberst Sigmund Jähn am 3.September 1978 auf YouTube







    DDR-Fliegerkosmonaut Sigmund Jähn
    umkreiste insgesamt 125 Mal die Erde












      Aus unserer elektronischen Postmappe "Das Leserecho"






      Familie W. Schmidt schrieb per Email am 19.06.2011 um 21:26 Uhr:


      Hatten in der DDR weder Sorgen noch Angst vor der Zukunft!


      Sehr geehrter Herr Kreitlow!


      Schreiben Sie weiter so ehrliche und aufrichtige Beiträge wie bisher!

      Man merkt bei Ihnen, dass Sie sehr gut schreiben können.

      Wir lesen immer wieder sehr gerne Ihre Onlinezeitung, ohne uns zu langweilen.

      Besonders gefallen uns aber Ihre Beiträge über die DDR.

      Ihre Aussagen zur heutigen Geschichtsaufarbeitung unterstützen wir voll und ganz.

      Sie haben in Ihren Beiträgen völlig Recht! Es stimmt so häufig nicht, wie es in den Medien dargestellt wird.

      Alles wird heute in den Zeitungen und im Fernsehen schlecht gemacht. An der DDR wird kein gutes Haar gelassen.

      Wenn man dann nicht weiter weiß, kommt die Stasikeule. Es ist so wie Sie schreiben mit der Stasihexenjagd!

      Allein mit der Stasikeule wurden nach der Wende schon so viele Menschen ausgegrenzt und häufig auch ihr Leben zerstört.

      Wir haben damals in der DDR doch gut gelebt und hatten weder Sorgen noch Angst vor der Zukunft.


      Es grüßt Sie sehr, sehr herzlich!


      Ihre Familie W. Schmidt aus Potsdam














    Das Leben in der DDR - Wie war es damals wirklich? DDR-Erinnerungen auf Ostsee-Rundschau.de




    Wir lebten gerne in der DDR - sie war für uns Heimat, die uns vertraut war - Gemeinsinn und Gemeinwohl standen im Vordergrund




    Wir lebten gerne in der DDR - sie war für uns Heimat, die uns vertraut war -
    Gemeinsinn und Gemeinwohl standen im Vordergrund



    Wir lebten gerne in der DDR. Sie war für uns Heimat, die uns vertraut war.

    Die zwischenmenschlichen Beziehungen waren gut.

    Gesellschaftlich stand nicht das Ich, sondern Gemeinsinn und Gemeinwohl standen im Vordergrund.

    Die Menschen halfen sich gegenseitig. Sie lebten in der Gemeinschaft.

    Niemand musste unter der Brücke schlafen. Obdachlosigkeit gab es nicht.

    Die Betrachtung der Menschen in der DDR als gleichwertig, die Anerkennung ihrer Leistungen,

    ein Leben in sozialer Sicherheit und Geborgenheit sowie fehlender Standesdünkel prägten

    nachhaltig das gesellschaftliche Klima.



    Der Zugang zu Hochschulen und Universitäten hing in der DDR nicht
    von der sozialen Herkunft oder dem Geldbeutel der Eltern ab!




    Es gab ein breitgefächertes Bildungssystem und hochmotivierte Lehrkräfte an den Schulen.

    Den DDR-Bürgerinnen und DDR-Bürgern wurde eine solide Allgemeinbildung vermittelt.

    Selbstverständlich hing der Zugang zu Hochschulen und Universitäten zwar von den geistigen Fähigkeiten derer ab,

    die studieren wollten, aber nicht von ihrer sozialen Herkunft oder dem Geldbeutel der Eltern.

    Dadurch erhielten vor allem auch viele Arbeiter- und Bauernkinder in der DDR die Chance zu einem Studium

    an einer Universität, Hoch- oder Fachschule.


    Eckart Kreitlow















    Eckart Kreitlow - Journalistik-Studium an der Karl-Marx-Universität Leipzig - 8 Semester - Immatrikulation 1986 -  Sektion Journalistik an der damaligen Karl-Marx-Universität  Leipzig im Dezember 1990 aufgelöst  -  infolgedessen 1990 Studienabbruch während der Diplom-Arbeit






    Das Ende der DDR und der Anfang der deutschen Einheit










      Von Baron Münchhausen und manchen Pressebeiträgen


      Manchmal könnte man denken, Baron Münchhausen sei auferstanden. So wird zum Beispiel in einer Regionalzeitung über die vermeintlich großartigen Erfolge nach der so genannten Wende berichtet, wonach unter anderem auch im Bereich des Städtebaus angeblich alles besser geworden sein soll.

      Als Beleg dafür diente zum Beispiel ein Foto in der Ribnitz-Damgartener Ausgabe, das das ehemalige Krankenhaus der "Boddenkliniken" im Körkwitzer Weg/Ecke Boddenstraße in der Bernsteinstadt Ribnitz-Damgarten zeigt.

      Leider ist dies aber dann doch sehr dumm gelaufen, da einige aufmerksame Leser in Briefen an die Redaktion darauf verwiesen, dass dieses Gebäude bereits zu Zeiten, als es die DDR noch gab, entstanden ist.

      In einem weiteren Beitrag in der selben Ausgabe wird dann noch das Ergebnis einer angeblichen Umfrage in Mecklenburg-Vorpommern von Infratest veröffentlicht. Demnach würde sich wohl die überwiegende Mehrheit der Bürger unseres nordöstlichen Bundeslandes zu den "Wendegewinnern" zählen.

      Allerdings geht aus dem Beitrag nicht hervor, ob bei der Umfrage vielleicht nicht doch nur die Gruppe der 18 bis 20-Jährigen befragt worden ist, was man eher vermuten könnte, denn schließlich ist es sehr unwahrscheinlich, dass so viele ehemalige DDR-Bürger ihr Gedächtnis verloren haben.



      -   Beitragserstellung:   16.02.2011    -

      Eckart Kreitlow













      Zwanzig Jahre nach dem Mauerfall Ende von Stasi-Hexenjagd noch nicht in Sicht!

      Im Brandenburger Landtag erklimmt die bundesdeutsche Stasi-Hysterie offenbar jüngst gar neue Höhen!



      Irgendwie scheint es gewisse Parallelen zu den Zeiten der Hysterie während der schlimmen McCarthy-Ära in den fünfziger Jahren des vorigen Jahrhunderts in den USA zu geben, wo selbst prominente Leute wie der weltberühmte Komiker und Schauspieler Charlie Chaplin wegen angeblicher "unamerikanischer Aktivitäten" verfolgt wurden. Ihm, völlig unschuldig, wurde 1952 nach einem Auslandsaufenthalt in Europa die Rückkehr in die USA verweigert. Die gegenwärtigen politischen Entwicklungen und Geschehnisse, nicht zuletzt in der so genannten rot-roten Koalition im Brandenburger Landtag in Potsdam, sind dabei vermutlich nur der vorläufige Höhepunkt in einer langen Kette von Ereignissen seit der staatlichen Wiedervereinigung 1990.

      Betroffen sind vor allem ehemalige DDR-Bürger, die sich für ihren Staat engagiert haben und zumeist deshalb mit der Stasikeule traktiert und kriminalisiert werden. Selbst der zwanzigste "Radierer" der Stasi, die Putzfrau, ein IM als "Karteileiche", der nie in Erscheinung trat, oder jemand, der in der Verwaltung nur Akten sortiert hat, wird nicht verschont und als Täter öffentlich stigmatisiert. Mit allen Mitteln wird nach wie vor versucht, die DDR zu delegitimieren, sie sogar mit dem verbrecherischen Hitlerregime, dem weit über 50 Millionen Menschen zum Opfer fielen, gleichzusetzen und zigtausende ehemalige DDR-Bürger auf vielfältige Weise auszugrenzen.

      Nicht wenige Bürger hielten diesem Druck nicht stand, wurden psychisch krank oder begingen gar Selbstmord. Statt nach über zwei Jahrzehnten staatlicher Einheit den längst fälligen Schlussstrich unter die Vergangenheit zu ziehen, wird die "Stasisuppe" immer weiter neu aufgewärmt und nahezu in allen denkbaren Varianten serviert. In Brandenburg will man mit diesem Thema nicht zuletzt auch gleichzeitig gegen die rot-rote Regierungskoalition zu Felde ziehen.

      Bei den Landtagswahlen in Brandenburg am 27.September dieses Jahres erhielt die SPD mit ihrem Spitzenkandidaten Matthias Platzeck 30,3 Prozent der Wählerstimmen, gefolgt von der Partei DIE LINKE mit einem Stimmenanteil von 29,5 Prozent. Die CDU landete abgeschlagen mit 22,3 Prozent der Wählerstimmen auf Platz 3.

      Ministerpräsident Platzeck entschied sich für eine Koalition mit den Linken, also gegen die Fortführung der bisherigen Koalition mit der CDU, so dass der Katzenjammer bei den Konservativen sehr groß ist. Sie suchen deshalb nach Gründen, Rot/Rot zu Fall zu bringen. Dies glaubt man damit zu erreichen, indem man jüngst zugespielte personenbezogene Informationen der Gauck-/Birthler-Behörde verwendet, um einige Abgeordnete der Partei Die Linke als "stasibelastet" öffentlich an den Pranger zu stellen.

      Übrigens wer in diesem Lande als "stasibelastet" gilt, soweit haben die Strippenzieher in den politischen Chefetagen die öffentliche Meinung offenbar leider schon manipuliert, ist schlimm dran. Sehr bedenklich ist, dass auch einzelne führende Vertreter der Kirche wie Pastor Gauck sich bei dieser Kampagne als Hassprediger an die Spitze stellten, statt wie es eigentlich ihr wichtigstes christliches Gebot wäre, nämlich sich in Nächstenliebe und Barmherzigkeit gegenüber all ihren Mitmenschen zu üben. Ein verurteilter Krimineller hingegen hat bessere Karten. Nach Verbüßung seiner Strafe genießt er in Deutschland uneingeschränkt seine bürgerlichen Rechte und hat nichts mehr zu befürchten, solange er nicht wieder straffällig wird.

      Leider darf bzw. sollte man in diesem Zusammenhang nicht verschweigen, dass selbst Teile der Partei Die Linke mittlerweile gegen ein Ende der Stasihysterie in diesem Lande sind. So wurde in Brandenburg im Koalitionsvertrag mit der SPD sogar in den Koalitionsvertrag integriert, dass Rot-Rot keine Schlussstrich-Koalition sein darf. Wohlgemerkt, es geht hier natürlich nicht um Vertuschung und Verharmlosung von Unrecht, das zu bedauern ist und man leider nicht ungeschehen machen kann. Überall, wo es auf der Welt Unrecht gibt, muss man dagegen auftreten. Auch in der DDR gab es bedauerlicherweise einzelne Fälle von Unrecht, wofür sich die Verantwortlichen bei den Opfern zu entschuldigen hätten und sich entschuldigen sollten, doch die seit 1990 andauernde Stasi-Hexenjagd ist eindeutig ein neues Kapitel von Unrecht in der deutschen Geschichte!

        -    Beitragserstellung:   05.12.2009    Ergänzungen:   07.12.2009 -

        Eckart Kreitlow

















    Zum Gedenken an die Opfer von Stasihysterie und DDR-Hass auf Ostsee-Rundschau.de





    Stasihexenjagd östlich der Elbe und der Werra noch immer eine unendliche Geschichte - Neue Unabhängige Onlinezeitungen (NUOZ) Ostsee-Rundschau.de - vielseitig, informativ und unabhängig - Präsenzen der Kommunikation und der Publizistik mit vielen Fotos und  bunter Vielfalt





    Zum Erinnerung an Professor Dr. Gerhard Riege - Professor Dr. Gerhard Riege,  * 23. Mai 1930 in Gräfenroda  †  15. Februar 1992 in Geunitz,  ehemaliger Dekan der Gesellschaftswissenschaftlichen Fakultät der Friedrich-Schiller-Universität Jena, konnte den enormen psychischen Druck, dem er im Zusammenhang mit der Stasihexenjagd ausgesetzt war,  nicht mehr ertragen. Er wählte 1992 den Freitod.




    Zum Erinnerung an Professor Dr. Gerhard Riege - Professor Dr. Gerhard Riege,  * 23. Mai 1930 in Gräfenroda  †  15. Februar 1992 in Geunitz,  ehemaliger Dekan der Gesellschaftswissenschaftlichen Fakultät der Friedrich-Schiller-Universität Jena, konnte den enormen psychischen Druck, dem er im Zusammenhang mit der Stasihexenjagd ausgesetzt war,  nicht mehr ertragen. Er wählte 1992 den Freitod.





    Zum Gedenken an die Opfer von Stasihysterie und DDR-Hass auf Ostsee-Rundschau.de





    Zum Gedenken an Professor Gerhard Riege - ein Nachruf von Jürgen Herold, Berlin - am 15. Februar 1992 nahm sich Genosse Prof. Dr. Gerhard Riege, Mitglied der damaligen Bundestagsgruppe der PDS, das Leben.




    In der Atmosphäre der Stasihysterie und des Hasses auf die DDR beging auch das Ehepaar Martha und Otto Fuchs Selbstmord - Otto und Martha Fuchs sprangen am 13. Februar 1992 um 23:15 Uhr vom Balkon aus dem siebten Stock in den Tod.




    In Memoriam - wir gedenken ihrer! - Zu denen, die nach der Wende freiwillig in den Tod gingen, gehörten unter anderem der Vizepräsident des DTSB Franz Rydz, der Minister für Bauwesen der DDR Wolfgang Junker, der Raubtierdresseur Heinz Matloch, bekannt unter seinem Künstlernamen Hanno Coldam, der international bekannten Löwen-Gruppe des VEB Zirkus Aeros, der weltberühmte Schauspieler Wolf Kaiser, der sich seine Würde nicht nehmen ließ, um nur einige zu nennen ...




    Zum Gedenken an die Opfer von Stasihysterie und Hass auf die DDR - PDF














    DIE DDR UND DIE JUDEN - Gab es damals in der DDR Antisemitismus?



    Ein sehr interessanter Vortrag und ein anschließend sehr angeregtes Diskussionsforum mit Professor Dr. Detlef Joseph am 06.Juli 2010 in den Räumen der Volkssolidarität in Ribnitz-Damgarten, Am Bleicherberg. Foto: Eckart KreitlowEin sehr interessanter Vortrag und ein anschließend sehr angeregtes Diskussionsforum mit Professor Dr. Detlef Joseph am 06.Juli 2010 in den Räumen der Volkssolidarität in Ribnitz-Damgarten, Am Bleicherberg. Foto: Eckart KreitlowEin sehr interessanter Vortrag und ein anschließend sehr angeregtes Diskussionsforum mit Professor Dr. Detlef Joseph am 06.Juli 2010 in den Räumen der Volkssolidarität in Ribnitz-Damgarten, Am Bleicherberg. Foto: Eckart Kreitlow


    Professor Dr. Detlef Joseph, er war von 1961 bis 1991 Hochschullehrer für Staats- und Rechtstheorie an der Humboldt-Universität zu Berlin, stellte am vergangenen Dienstag, dem 6.Juli 2010, während einer Gemeinschaftsveranstaltung der VVN - Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten und unseres gemeinnützigen Vereins "Grüne Welt & M-V Kulinaris" e. V. in den Räumen der Volkssolidarität in Ribnitz-Damgarten sein jüngstes Buch "Die DDR und die Juden" vor, das eine Bibliografie von Renate Kirchner enthält und im Verlag Das Neue Berlin erschienen ist.

    Mit wissenschaftlicher Gründlichkeit und Akribie hat Professor Joseph diese Thematik von nach wie vor brennender Aktualität kritisch untersucht und dazu sehr umfassend in verschiedenen Dokumenten recherchiert. So war es zum Beispiel in der DDR unwichtig, ob man Jude gewesen sei oder nicht. Man habe sich damals vordergründig als Staatsbürger der DDR definiert.

    Im Mittelpunkt der sich anschließenden sehr lebhaften Diskussion standen unter anderem solche Fragen wie "Gab es in der DDR Antisemitismus?", "Wie wurde in der DDR mit dem Holocaust umgegangen?", "Ist Kritik an der Politik Israels Ausdruck von Antisemitismus?" oder "Haben wir als Deutsche das Recht, die israelische Politik zu verurteilen?"

    Als Fazit stellte Professor Joseph fest, dass die DDR ein antifaschistischer Staat war, in dem Antisemitismus keinen Platz hatte. Zu Israel wurde unter anderem zum Ausdruck gebracht, dass man durchaus als Deutscher das Recht habe, sich mit der Politik der israelischen Regierung kritisch und sachlich auseinander zu setzen, ohne antiisraelisch, antijüdisch oder antisemitisch zu sein. Im Interesse der Erreichung eines dauerhaften Friedensprozesses im Nahen Osten sei es notwendig, sowohl das Existenzrecht Israels zu sichern als auch einen souveränen Staat der Palästinenser zu schaffen.


    -     Beitragserstellung:   07.Juli 2010    -

    Eckart Kreitlow


















      Interessante Veranstaltung des RotFuchs Fördervereins mit Egon Krenz in Nordvorpommern

      Zu einer sehr interessanten Veranstaltung mit Egon Krenz, ehemaliger Vorsitzender des Staatsrates der DDR und Generalsekretär des ZK der SED, hatte der RotFuchs Förderverein e.V. am Samstag, dem 17.Oktober 2009, in die Gaststätte in Redebas im Landkreis Nordvorpommern eingeladen, zu der etwa 100 Gäste erschienen waren.

      Eine sehr interessante RotFuchs-Veranstaltung vor allem deshalb, weil der ehemalige Partei- und Staatschef der DDR verschiedene Informationen, Interna und Sichtweisen kundtat, die der breiten Öffentlichkeit zum Teil bisher sicher noch unbekannt waren.

      So werde sich die sozialistische Idee zwar früher oder später Bahn brechen, davon sei er, Egon Krenz, fest überzeugt, doch allerdings nicht mit einem bestimmten Modell. Wie dieses sozialistische Modell dann letztendlich einmal aussehen werde, darauf könne erst die Zukunft eine konkrete Antwort geben.

      Kürzlich habe er zum Beispiel ein Gespräch mit einer Professorin von der Zentralen Parteihochschule in Peking des Zentralkomitees der Kommunistischen Partei Chinas gehabt, in dem es unter anderem auch um diese Frage ging. Große Hoffnungen setze er auf Hugo Chavez in Venezuela. In der Sozialistischen Republik Kuba sei die Versorgungssituation zurzeit sehr kompliziert, hingegen sei Kubas Bildungssystem nach wie vor beispielgebend.

      Zur Rolle Michail Gorbatschows äußerte sich Egon Krenz sehr kritisch. Er sei ein Egoist gewesen, der nachträglich seine Ideale aufgegeben habe. Gorbatschow habe dem Westen mehr geglaubt als seinen eigenen Leuten. Insbesondere aber habe sich Gorbatschow eine große Verantwortung beim Untergang der Sowjetunion und der DDR aufgeladen. Russlands Ministerpräsident Wladimir Putin, der wahrlich kein Kommunist sei, solle den Untergang der Sowjetunion angeblich oder tatsächlich sogar als eine global-politische Katastrophe bezeichnet haben.

      Weiter führte das ehemalige DDR-Staatsoberhaupt Egon Krenz aus, dass in der DDR nicht wie heute in der Bundesrepublik Deutschland das Geld und damit verbunden die Gewinnmaximierung das Maß aller Dinge gewesen sei, sondern zählten stattdessen in der Deutschen Demokratischen Republik, die vor 60 Jahren am 7.Oktober 1949 gegründet worden war, vor allem die menschlichen und geistig-kulturellen Werte etc..

      Auch sei es, anders als es leider immer wieder dargestellt wird, in der DDR relativ gerecht zugegangen.

      Über die DDR solle man der Geschichte ein Urteil überlassen. Egon Krenz äußerte sich in diesem Zusammenhang davon überzeugt, dass sich mit zunehmender historischer und zeitlicher Distanz eine positive Sichtweise zur bzw. über die DDR durchsetzen werde, da dann nicht mehr die notorischen DDR-Hasser, deren Hass offenbar tief in ihrem Herzen verankert sei und die wahrscheinlich zumeist selbst Opfer ihrer eigenen Propaganda geworden sind, in der Bundesrepublik das politische Sagen hätten.

      Insbesondere wünschte er sich aber, nicht zu vergessen, dass führende Nazis wie beispielsweise der Verfasser der Nürnberger Rassengesetze Globke oder der KZ-Baumeister Kiesinger bis in hohe und höchste Staats- und Regierungsämter der BRD aufsteigen konnten, während demgegenüber die DDR von Anfang an ein konsequent antifaschistischer Staat gewesen war bzw. gewesen sei.


      -    Beitragserstellung:   18.Oktober 2009    -

      Eckart Kreitlow








    Große Freude über Besuch des ehemaligen Journalistenkollegen Fred Neubert


    Wir freuten uns natürlich sehr darüber, dass unser ehemalige Journalistenkollege Fred Neubert, mit dem wir damals bei der Ostsee-Zeitung  in der Lokalredaktion Ribnitz-Damgarten mehrere Jahre zusammenarbeiteten, uns Mitte September 2009  zusammen mit seiner Familie besuchte.Wir freuten uns natürlich sehr darüber, dass unser ehemalige Journalistenkollege Fred Neubert, mit dem wir damals bei der Ostsee-Zeitung in der Lokalredaktion Ribnitz-Damgarten mehrere Jahre zusammenarbeiteten, uns Mitte September 2009 zusammen mit seiner Familie besuchte.


    Wir freuten uns natürlich sehr darüber, dass unser ehemalige Journalistenkollege Fred Neubert, mit dem wir damals bei der Ostsee-Zeitung in der Lokalredaktion Ribnitz-Damgarten mehrere Jahre zusammenarbeiteten, uns Mitte September 2009 zusammen mit seiner Familie besuchte. Gemeinsam mit seiner Familie kehrte er ein paar Tage in unserer Zimmervermietung ein. Mit ihm hat damals die Zusammenarbeit in der Ribnitz-Damgartener Lokalredaktion der Ostsee-Zeitung sehr viel Spaß gemacht, obwohl es manchmal allerdings auch sehr stressig war. Die Fotos mussten wir zu der Zeit noch in der Dunkelkammer entwickeln. Heute funktioniert hingegen alles digital, was natürlich viel leichter und besser ist. Fred Neubert zog mit Beginn seines Ruhestandes nach der so genannten Wende wieder zurück nach Hohenmölsen. Das ist eine Stadt im Burgenlandkreis im Süden von Sachsen-Anhalt. Zuvor wohnte er mit seiner Frau viele Jahre in Ribnitz-Damgarten, wo er sehr gerne lebte, wie er das sogar mehrmals immer wieder zum Ausdruck brachte.


    -     Beitragserstellung:     20.September 2009     -


    Eckart Kreitlow









    Die DDR und ihre Geschichte








    Wer lügt wirklich bei der Aufarbeitung der DDR-Geschichte?






    Innenminister Schäuble in Anne-Will-Talkshow der ARD:

    "Das Schlimmste in der DDR ist gewesen, dass man lügen musste!"




    Wer diesmal zu den geladenen Gästen der jüngsten Sonntags-Talkshow der ARD mit der Moderatorin Anne Will zu dem Thema "Zwischen Unrechtsstaat und Ostalgie" am 26.April 2009 gehörte,

    muss sicher außerordentlich starke Nerven gehabt haben. Dies lag nicht nur an dem Inhalt der öffentlich-rechtlichen Sendung, sondern vor allem auch an der unmöglichen Gesprächskultur des

    Hubertus Knabe, der als Direktor der Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen sich offenbar als einer der auserkorenen obersten bundesdeutschen Meinungsführer und scheinbar alleiniger Inhaber

    der Deutungshoheit über die DDR fortwährend anmaßte, anderen Teilnehmern der Runde mit seinen abenteuerlichen Behauptungen, die noch zudem mit der Realität wenig zu tun hatten, ins Wort zu fallen.






       Hubertus Knabe verglich in völlig absurder und böswilliger Weise DDR sogar ungestraft mit faschistischem Naziregimes!





    In völlig absurder und böswilliger Weise verglich Knabe, seine Eltern flohen 1959 aus der DDR, wiederholt die DDR ungestraft sogar mit dem faschistischen Naziregime und den millionenfachen Morden

    und Gräueltaten der Nazis an den Juden, den Sinti und Roma sowie den Menschen anderer Ethnien und von zigtausenden Andersdenkenden in den zahlreichen Vernichtungs- und Konzentrationslagern.

    Knabes Wortwahl und Argumentation waren durchweg unerträglich.

    Dagegen waren prominente Politiker wie Ulrich Maurer von der Partei DIE LINKE zu bewundern, die ruhig und gelassen ihre akzeptable Sicht darlegten und von bewusster Geschichtsklitterung sprachen.






      Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble in ARD-Talkshow: "Das Schlimmste in der DDR ist gewesen, dass man lügen musste!" 





    Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble hob unter anderem hervor, dass das Schlimmste in der DDR gewesen sei, dass man lügen musste.

    Fragt sich allerdings nur, wer bei der Aufarbeitung der jüngeren deutschen Geschichte lügt?

    Nebenbei kam das äußerst geringe Bildungsniveau vieler Jugendlicher in der Bundesrepublik zum Ausdruck.

    Bei einer kurz eingeblendeten ARD-Umfrage von einigen interviewten jungen Menschen kannte niemand die DDR.

    Den Bundespräsidenten Horst Köhler hielten sie für den ehemaligen DDR-Staatsratsvorsitzenden und Köln für die Hauptstadt der damaligen

    Deutschen Demokratischen Republik.

    Alles in allem würden etwa 80 Prozent (!) der westdeutschen Bürger nichts oder nur wenig über die DDR wissen.






       Eine kurz eingeblendete ARD-Umfrage offenbarte äußerst geringe Kenntnisse vieler Jugendlicher zur DDR





    Damit dürfte es auch sehr leicht sein, sie zum DDR-Geschichtsbild zu manipulieren, was man leider offensichtlich auch mit großem Erfolg tat und tut.

    Ein Bildungsdefizit dürfte es jedoch aber nicht sein, dass die Jugendlichen Hubertus Knabe nicht kannten!

    Richtig ist, dass es damals in der DDR zwar einzelne Fälle von Unrecht gab und jeder Unrechtsfall natürlich einer zu viel gewesen ist, doch war deshalb der erste Arbeiter- und Bauernstaat

    auf deutschem Boden insgesamt noch längst kein Unrechtsstaat.


    Erst recht schon verbietet sich in dem Zusammenhang jeder Vergleich mit dem Faschismus! Völlig egal ist dabei, wie hochrangig derjenige in der bundesdeutschen Politik ist,

    der dies behauptet und wie oft dies behauptet wird.



    Eine Unwahrheit wird schließlich nicht durch tausendfaches Wiederholen zur Wahrheit, zumal die Fakten eindeutig eine andere Sprache sprechen!





    -    Beitragserstellung:   27.April 2009    -

    Eckart Kreitlow







    Wahrheitsgemäße Aufarbeitung der DDR-Geschichte ein wichtiges Betätigungsfeld















    Interessante Veranstaltung mit dem ehemaligen Partei- und Staatschef Egon Krenz in Güstrow

    An der ehrlichen und wahrheitsgemäßen Aufarbeitung der DDR-Geschichte scheint bei der gegenwärtigen politischen Führung der Bundesrepublik und den meisten ihrer konservativen Medien offensichtlich keinerlei Interesse zu bestehen. Diesen Eindruck konnte man sicher schon häufig gewinnen.

    Erneut wiederum, als über eine Podiumsdiskussion der "RotFuchs" - Regionalgruppe Güstrow zu dem Thema "Das Erbe der DDR" mit Egon Krenz, ehemaliger SED-ZK-Generalsekretär und nach der Ablösung Erich Honeckers am 18.Oktober 1989 letzter Staatschef bzw. Staatsratsvorsitzender der DDR, am 19.Februar 2009 im Güstrower Bürgerhaus am Sonnenplatz berichtet wurde.

    Bei der völlig entstellenden und absurden Berichterstattung schießt, wie im Internet zu erfahren ist, vor allem ein Hamburger Wochenmagazin eines führendes Medienkonzerns mit milliardenschweren Anteilseignern, das immerhin wöchentlich montags mit einer sehr beachtlichen Auflage von über einer Million Exemplaren erscheint, den Vogel ab, das, wie könnte es auch anders sein, ungestraft gleich zu Beginn den vor lauter Lügen nahezu von A bis Z berstenden Beitrag sogar mit "Märchenstunde mit Egon" titelte bzw. überschrieb, um sich dann schließlich noch zu steigern, indem der ehemals führende Staatsmann gar als ein Depp dargestellt wird.

    Egon Krenz zu Podiumsdiskussion in Ernst-Barlach-Stadt Güstrow

    Bevor die Kalten Krieger bei den Medien Andersdenkende in diesem Land als Ewiggestrige diffamieren, sollten sie sich lieber einmal selbst einen Spiegel vor ihr Gesicht und innere Einkehr halten. Doch der leider auf die öffentliche Meinungsbildung sehr einflußreichen Armada von Desinformanten an der Mündung der Elbe und an anderen Orten in der Bundesrepublik zum Trotz wird dieses miese Spiel offenbar von immer mehr Menschen sowohl im Westen als auch im Osten unseres Landes zum Glück durchschaut. Deshalb sollten die Strippenzieher in den Chefetagen und Hinterzimmern der bundesdeutschen Medienpolitik sich nicht zu sicher sein und den Bogen nicht zu weit überspannen, da der Krug bekanntlich nur so lange zu Wasser geht, bis er bricht.

    So waren dennoch etwa 180 bis 200 Personen erschienen, die bis zuletzt geblieben sind, was natürlich alleine schon für sich spricht, obwohl die Zeitungen der Region in und um die Kreisstadt und zugleich siebtgrößte Stadt Mecklenburg-Vorpommerns Güstrow, in der von 1910 Ernst Barlach viele Jahre lebte und künstlerisch erfolgreich wirkte, im Vorfeld die Veranstaltung mit Egon Krenz offenbar in der ihnen verordneten Politik des Totschweigens und der Ausgrenzung kaum bekanntmachten.

    Schöne Dahlien. Foto: Eckart Kreitlow


    Im Gegensatz zu den wahrheitswidrigen Darstellungen der wahrscheinlich vor lauter DDR-Hass und Antikommunismus fast blind gewordenen Journalisten der in riesigen Unternehmensgeflechten synchron geschalteten konservativen Medien oder jenen, die per Order di Mufti von ihren Herausgebern zur ständigen Zeichnung eines Negativbildes über die DDR und ihren ehemaligen führenden Funktionären bei Strafe des Verlustes ihres gutdotierten Redakteursarbeitsplatzes verpflichtet wurden, konnte man stattdessen in Güstrow einen überzeugend und in sich schlüssig argumentierenden ehemaligen Staatsmann erleben.

    Einen ehemals führenden Staatsmann, der weder die DDR verklärte noch sie verteufelte, sondern der die ereignisreiche Zeit vor allem bis zum Untergang der DDR nachvollziehbar und bemerkenswert kritisch analysierte, gleichzeitig aber dabei einschränkte, dass er, Egon Krenz, weder die Deutungshoheit besäße noch sie haben wolle, denn es werde, so der ehemalige Partei- und Staatschef Krenz, wahrscheinlich dazu etwa so viele Ansichten geben, wie es damals Bürger der DDR gab.

    Ebenso könne es seiner Meinung nach aber auch nicht sein, dass offenbar nur 4 Personen in der Bundesrepublik Deutschland die Deutungshoheit über die DDR besäßen bzw. hätten, nämlich Pfarrer Rainer Eppelmann, Pastor Joachim Gauck, Marianne Birthler und Hubertus Knabe.

    Zu der Behauptung bzw. der überwiegend verwendeten Wortwahl von der so genannten innerdeutschen Grenze führte Egon Krenz unter anderem aus, dass sie damals eine völkerrechtlich anerkannte Grenze nicht nur zwischen den beiden deutschen Staaten, sondern insbesondere auch eine Grenze zwischen den beiden sich feindlich gegenüber gestandenen Militärbündnissen Warschauer Vertrag und NATO gewesen sei.

    Angriffe auf diese Systemgrenze mitten durch Deutschland bargen deshalb zugleich stets immer große Gefahren für den Frieden und die Stabilität in Europa und der Welt in sich, deren Ursachen für ihre spätere Entstehung allerdings bereits auf das Jahr der Machtergreifung Adolf Hitlers 1933 und dem verbrecherischen Überfall seiner faschistischen Wehrmacht auf die Sowjetunion am 1.September 1941 zurückgehe.

    Die wesentlichen Entscheidungen zu dem so genannten Regime an der DDR-Staatsgrenze wurden ausschließlich durch die damalige politische Führung in Moskau getroffen. Die DDR sei im Sicherheitsbereich und in der Gestaltung des Grenzregimes insofern nicht souverän gewesen, da die DDR-Staatsgrenze faktisch auch zugleich die Außengrenze der damaligen UdSSR darstellte.

    Einen Schiessbefehl, wie von der Gauck-/Birthlerbehörde in steter Regelmäßigkeit behauptet wird, habe es nie gegeben, sondern unter anderem ein Grenzgesetz und eine Schusswaffengebrauchsvorschrift etc., die sich im Übrigen beide inhaltlich kaum von den jetzigen Grenzdokumenten und -ordnungen der Bundesrepublik Deutschland unterschieden hätten.

    Selbstverständlich bedauerte der ehemalige Vorsitzende des Staatsrates der DDR und Generalsekretär des ZK der SED Egon Krenz die Toten an der DDR-Staatsgrenze einschließlich der zahlreichen dort während bzw. in Ausübung ihres ehren- und aufopferungsvollen Dienstes ermordeten Grenzsoldaten der DDR wie Peter Göring, Reinhold Huhn, Rudi Arnstadt, Egon Schultz, Ulrich Steinhauer, er wurde 1980 auf dem Ribnitzer Friedhof beerdigt, und leider noch viele andere. mehr dazu!

    Rote Rosen in voller Blüte. Foto: Eckart Kreitlow


      Auf das von einem Teilnehmer in der Diskussion angesprochene ehemalige Politbüromitglied Günter Schabowski gerieten die Emotionen von Egon Krenz zwar zunächst etwas in Wallung, doch antwortete er dann dennoch sehr sachlich auf die Frage. Die Sache mit der Verkündung der um einen Tag zu frühen Grenzöffnung auf der Pressekonferenz am Abend des 9.November 1989, die Geschichte schrieb, sei von Schabowski eine reine Schusseligkeit gewesen.

      Mit Absicht werde Schabowski das nicht getan haben, sondern er, Günter Schabowski, werde sich sicher nicht ausreichend auf diese Pressekonferenz vorbereitet gehabt haben, vermutet Egon Krenz. Die Grenze sollte regulär erst am 10.November 1989 geöffnet werden. Dafür seien den Grenztruppen der DDR bereits von ihm, Egon Krenz, als damaliger Vorsitzender des Nationalen Verteidigungsrates der DDR und oberster Dienstherr, die entsprechenden Befehle und Weisungen erteilt worden.

      Durch den überraschend verkündeten zu frühen Zeitpunkt um einen Tag und vor allem durch die von den Grenztruppen der DDR erst für den nächsten Tag erwartete Grenzöffnung sei an der damaligen DDR-Staatsgrenze plötzlich eine äußerst gefährliche Situation entstanden gewesen, die derzeit durchaus zu einer Eskalation mit sehr schwerwiegenden Folgen hätte führen können.

      Doch insbesondere durch ein entsprechend der neu entstandenen Lage angepasstes Krisenmanagement und die damit verbundenen unverzüglich erteilten operativen Befehle des Nationalen Verteidigungsrates unter dem Vorsitz von ihm, Egon Krenz, sowie darüber hinaus durch das besonnene Handeln der DDR-Grenztruppen und der anderen Sicherheitskräfte der DDR sei ein Blutvergießen verhindert worden. Dafür wurde ihm sogar in einem Telefongespräch vom damaligen Bundeskanzler der Bundesrepublik Helmut Kohl gedankt.

      Zu der plötzlichen politischen Kehrtwende Günter Schabowskis meinte das ehemalige DDR-Staatsoberhaupt, dass man zwar jedem das Recht zum Nachdenken und zum Umdenken zugestehen müsse. Dabei könne man natürlich durchaus auch zu anderen Erkenntnissen kommen, aber wer in das damalige Politbüro aufgestiegen sei, 1989 sogar zudem mit der höchsten Auszeichnung der DDR, dem Karl-Marx-Orden, ausgezeichnet wurde und dazu noch wie Schabowski bei nahezu jeder Gelegenheit seine feste Überzeugung für den Sozialismus und unseren Arbeiter- und Bauern-Staat zum Ausdruck brachte, jetzt jedoch plötzlich eine völlig gegenteilige Überzeugung propagiert, indem er zum Beispiel wörtlich sagte, dass "seine Einstellung die falsche gewesen wäre und wir, die DDR, nicht demokratiefähig gewesen seien", muss entweder damals geheuchelt haben oder heuchelt heute.

      Der ehemalige Partei- und Staatschef Egon Krenz räumte auch mit dem immer wieder verbreiteten Märchen auf, dass die BRD angeblich bei der Wiedervereinigung von der DDR nur Schulden übernommen habe. Dies stimme so nicht, denn die DDR musste stets bestrebt sein, im Ausland nicht in Abhängigkeit zu geraten. Alleine deshalb versuchte man stets, eine weitestgehend ausgeglichene Bilanz zu erhalten. Dies sei auch, oft allerdings mit großen Anstrengungen, bis zuletzt gelungen.

      In den verzerrten Berichterstattungen über die DDR werden jedoch nur ausschließlich die Verbindlichkeiten aufgeführt, die beträchtlichen Aktiva und die Forderungen der DDR im Ausland, die nach 1990 an die BRD zurückgezahlt wurden, sowie die nicht unerheblichen Devisenreserven der DDR des Bereiches Kommerzielle Koordinierung (KoKo) von Alexander Schalck-Golodkowski seien nie erwähnt bzw. dabei unterschlagen worden, so dass natürlich das vermittelte Bild, die DDR sei ein Schuldenstaat und damit zugleich eine gewaltige finanzielle Belastung für die BRD gewesen, so niemals stimmen kann.


    Alljährliche Blütenpracht im Rhododendronpark des Ostseebades Graal-Müritz. Foto: Eckart Kreitlow



      Auf das Wirken der Treuhand in dem ehemaligen DDR-Gebiet eingehend konstatierte Egon Krenz eine desaströse Bilanz. Vor allem sei die Industrieproduktion in der ehemaligen DDR nach 1990 auf einen Anteil von etwa 31 Prozent gesunken und erreichte somit nahezu das Niveau nach dem Zweiten Weltkrieg. Während der erste Treuhandchef Detlev Karsten Rohwedder, der am 1.April 1991 aus bis heute nicht geklärten Umständen starb, noch die DDR-Industriebetriebe, wo notwendig, sinnvollerweise sanieren und dann privatisieren wollte, ließ stattdessen die Treuhandanstalt unter Leitung von Birgit Breuel in der Folgezeit etwa ab 1992 ganze Industriekomplexe rigoros plattmachen oder für einen Schleuderpreis verscherbeln.

      Nicht zuletzt erfolgte dies vor allem deshalb, um einerseits die lästige Konkurrenz auf dem Territorium der ehemaligen DDR auszuschalten und um andererseits damit gleichzeitig einen größeren Absatzmarkt für die westdeutschen Waren zu schaffen.

      Egon Krenz bedauerte, dass die BRD offensichtlich nicht daran interessiert sei, die DDR in dem richtigen Licht darzustellen. Alles in allem versuche man ständig und überall bei jeder Gelegenheit die DDR zu delegitimieren, sie in den düstersten Farben zu zeichnen und kein gutes Haar an ihr zu lassen, obwohl in der DDR bei weitem nicht alles schlecht war wie zum Beispiel die Gewährleistung der Vollbeschäftigung, die Demokratie am Arbeitsplatz, die medizinische und soziale Versorgung, die Förderung Begabter, die Förderung der Bildung und der Gleichberechtigung zwischen den Geschlechtern, die Förderung von Kultur und Sport und vieles andere mehr.

      Wahrscheinlich bestehe das wirkliche Vergehen der DDR in den Augen jener Leute und der Grund für ihre kompromisslose DDR-Schwarzmalerei darin, so Egon Krenz, dass die im Osten Deutschlands enteigneten Großindustriellen und Großgrundbesitzer vierzig Jahre lang keinen Zugriff auf die DDR gehabt hätten. Dass sie ihr Eigentum an das Volk verloren hätten, werden sie der DDR wohl nie vergessen.

      Das Scheitern der DDR 1989 sei keineswegs ein Sieg des Kapitalismus über den Sozialismus gewesen, selbst wenn viele zurzeit noch glaubten, das vermeintlich "bessere System" habe sich durchgesetzt. Dies werde gerade gegenwärtig bei den enormen weltweiten Krisenereignissen deutlicher denn je. Es handelte sich damals beim Untergang der DDR weder um das Ende der Geschichte noch um das letzte Wort über den Sozialismus, meinte der ehemalige Partei- und Staatschef der DDR Egon Krenz auf eine weitere Frage eines Teilnehmers kurz vor dem Abschluss der interessanten Veranstaltung in Güstrow.


      In Kürze planen wir, in einer Rezension auf das Buch "Gefängnis-Notizen" von Egon Krenz näher einzugehen, das wir in Güstrow kauften und zurzeit sehr interessiert lesen!

      Durch das Lesen des Buches, dies ist zumindest unser erster Eindruck, erfährt man viele neue wichtige Details, die, völlig abweichend von den in den konservativen Medien vermutlich vorsätzlich verbreiteten falschen Klischees und den überwiegend zugleich von ihnen manipulierten DDR-Geschichtsbildern, in verschiedener Hinsicht glaubhaft bemerkenswerte Aufschlüsse geben.



      -    Beitragserstellung:   20. bis 23. Februar 2009   Ergänzungen:   24. Februar 2009   -

      Eckart Kreitlow





    Rezension zu dem Buch von


    Schöne Frühlingsblumen mit dem Namen Vergissmeinnicht. Foto: Eckart Kreitlow


    Egon Krenz "Gefängnis-Notizen"






      In dem Anfang 2009 im Verlag Das Neue Berlin erschienenen Buch "Gefängnis-Notizen" von Egon Krenz, ISBN 978-3-360-01801-4, 234 Seiten, 14,90 Euro, heisst es zu dem DDR-Vermögen unter anderem (Zitat des Autors Egon Krenz):



      "Ich könnte mich mit der Idee anfreunden, dass Herr S. (mit Herr S. ist ein Bundestagsabgeordneter gemeint, der sich abfällig zur DDR und sehr besserwisserisch über Egon Krenz geäußert hatte) sich dafür stark macht, dass mir diejenigen in der Zelle Gesellschaft leisteten, die die Treuhandanstalt geleitet haben oder in der Bundesregierung dafür verantwortlich waren.

      Ich wäre gespannt, wie sie mir erklärten, dass aus einem DDR-Vermögen von

      1 600 Milliarden DDR-Mark (!)    ein angebliches Minus von etwa   400 Milliarden DM

      wurde.

      Ich würde zu gern erfahren, wie es möglich ist, mitten in Europa und mitten im Frieden innerhalb von wenigen Jahren eine ganze Volkswirtschaft verschwinden zu lassen.

      Was da verschleudert und vernichtet wurde, war immerhin die angehäufte Arbeit von drei Nachkriegsgenerationen im Osten Deutschlands.


      85 Prozent (!)   davon gingen dem Vernehmen nach    in westdeutsche Hände (!),

      zehn Prozent    in ausländischen Besitz und nur

      fünf Prozent   blieben ostdeutsches Eigentum."









    Wie war es damals wirklich?     Das Leben in der DDR




    Die Reporterlegende der DDR Heinz Florian Oertel - sein neuestes Buch:

    Höchste Zeit


    Das dicke DDR - Fernsehbuch

    Das dicke Quermann - Buch

    Das dicke Helga - Hahnemann - Buch



    Der Kinderstar Bummi

    Bummi! Bummi! Brumm, brumm, brumm ...


    Das Bummi - Buch: Alle Tage fröhlich sein!



    Eulenspiegel Verlagsgruppe



    Die Puhdys - bekannteste Rockband der DDR

    Gründung: 1969

    Bekannteste Titel:

    Alt wie ein Baum möchte ich werden ... (1976)

    Bis ans Ende der Welt ... (1980)


    Bandmitglieder:

    Dieter ("Maschine") Birr

    Dieter ("Quaster") Hertrampf

    Peter ("Eingehängt") Meyer

    Klaus Scharfschwerdt

    Peter ("Bimbo") Rasym



    www.puhdys.com


    Eine Funkbrücke in alle Teile der Welt, die 1998 für immer verstummte!


    Willkommen bei Rügen Radio - der ehemaligen Küstenfunkstelle
    der DDR-Seeleute und ihrer Angehörigen!

    www.ruegen-radio.org


    Frank Schöbel - frank und frei!



    Wie ein Stern in einer Sommernacht ...


    *


    Da lag Gold


    in deinen Augen,


    Gold in deinem Haar ...



    www.frank-schoebel.de

    + + +


    Thema: Meine Song-Geschichte


    Hallo Frank!

    Es freut mich, dass Du Song-Geschichten suchst!

    Zunächt einen schönen Sonntag und darüber hinaus natürlich alles Gute!

    Deinen Hyperlink www.frank-schoebel.de habe ich auf meiner Webseite


    www.ostsee-rundschau.de - eine Webseite mit Vielfalt - präsentiert:

    Themen - immer mitten aus dem Leben!



    Dort findest Du auch meine Geschichte "Aus meiner Vita -

    Persönliches und Berufliches!", die mein Leben beschreibt!

    Vielleicht interessiert es Dich ja? Würde mich freuen,
    auch wenn Du mal auf meine Webseite schauen würdest!

    Beste Grüße und Wünsche!

    Eckart Kreitlow










    Das Leben in Recknitzberg - eine Kurzgeschichtenserie aus dem Alltag der damaligen DDR - von Eckart Kreitlow mit Fortsetzungen in unregelmäßigen Abständen









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    Das Leben in Recknitzberg



    Eine Kurzgeschichtenserie in Fortsetzungen aus dem Alltag der damaligen DDR von Eckart Kreitlow







    Wer erinnert sich noch an das Leben in der damaligen DDR? Die Kinder der Wende sind inzwischen bereits erwachsen! Andererseits hört und liest man zudem heutzutage leider zumeist nur sehr wenig Gutes über das Leben in der damaligen DDR. Vieles wird entstellt oder nicht selten bewusst falsch dargestellt, so dass man sich vor allem deshalb um so mehr nach der Wahrheit sehnt. Für Sie alle, für alle Nostalgiker unter Ihnen, die gerne an das "Damals in der DDR" denken, schreiben wir diese Kurzgeschichtenserie "Das Leben in Recknitzberg", die wir nach und nach mit hoffentlich für Sie immer weiteren interessanten Episoden ergänzen werden.

    Bis wann? Ja, so lange uns Kurzgeschichten einfallen und so lange Sie daran Interesse haben, diese zu lesen.

    Wir schreiben in Fortsetzungen in unregelmäßigen Abständen. bis dann eines Tages aus der hoffentlich immer lesenswerten Kurzgeschichtenserie eine längere Geschichte geworden ist.

    Wir werden dazu rechtzeitig einen Eigenverlag gründen und das Buch "Das Leben in Recknitzberg" vielleicht sogar drucken lassen.

    Völlig unabhängig davon werden Sie diese Recknitzberg-Geschichtenserie jedoch immer auf Ostsee-Rundschau.de unter www.ostsee-rundschau.de/Recknitzberggeschichte.htm kostenfrei lesen können, wenn Sie es möchten und Ihnen die Geschichten gefallen.

    Damit möchten wir an die zurückliegende Zeit und die Vita vieler Mitbürger in Deutschlands Neufünfland erinnern.

    Im Mittelpunkt stehen der LPG-Vorsitzende Jürgen Fleißig, die Kaderleiterin Ursula Penkowski, der Brigadier Werner Stieglitz, der ABV Walter Schulz und die Buchhalterin Isolde Weißwasser. Sie ist verliebt in den Küstenfischer Andreas Pellworm. Doch liebt er auch sie? Sie werden es bald erfahren!

    Weitere Mitwirkende sind der Pfarrer Horst-Dieter Holzbrink, Parteisekretär Gernhold Walter, der Generaldirektor vom VEB Fleischkombinat Theo Kaltbrenner, der Dorfschullehrer Konrad Bockholt, die Witwe Tina Balkowski und die Pionierleiterin Sabine Mächting. Auch die Pfarrerstochter Dr. Anita Holzbrink tritt gelegentlich in Erscheinung.

    Der Mann von Tina Balkowski starb bei einem Verkehrsunfall in der damaligen Sowjetunion auf der Fahrt zu einer Baustelle an der Erdöltrasse "Freundschaft".

    Sie alle, vom LPG-Vorsitzenden Jürgen Fleißig bis zur Witwe Tina Balkowski, wohnen in Recknitzberg, einem sehr idyllisch gelegenen Ort an der Recknitz. Mischwälder, Wiesen und Weiden mit saftigen Gräsern, Ackerflächen und der sich durch diese wunderbare Naturidylle hindurch schlängelnde Fluss Recknitz prägen die zum Bezirk Rostock gehörende mecklenburgisch-vorpommersche Landschaft.

    Das Leben im Dorf war sehr schön. Die Volkssolidarität organisierte regelmäßig Rentnernachmittage. Mindestens zweimal im Jahr wurde ein Busausflug unternommen, in den Harz, in die Sächsische Schweiz, nach Heringsdorf, nach Berlin zum Fernsehturm. Kaffee trank man im "Palast der Republik", bummelte anschliessend auf dem Alexanderplatz ... Sogar eine eigene Tanzkapelle, die "Recknitzberger Amigos", gab es damals in diesem sehr beschaulichen Ort im Norden der DDR.

    Die ABC-Schützen gingen bis zur 4.Klasse in die Grundschule des Ortes. Sie waren während dieser Zeit unter den Fittichen von Dorfschullehrer Konrad Bockolt, der die Erstklässler immer mit "Meine Häschen" begrüßte. Bockholt betrieb in seiner Freizeit eine Imkerei. Er hatte auch einen großen Obstgarten. Im Heimatkundeunterricht ging es bei schönem Wetter oft hinaus in die Natur.

    Die im gotischen Stil erbaute Dorfkirche war sonntäglicher Treffpunkt der Christen, die sich dort allwöchentlich zu ihrem Gottesdienst einfanden. Zumeist predigte Pastor Horst-Dieter Holzbrink, den alle liebe- und achtungsvoll "Unser Dorfpfarrer" nannten. Der Dorfpfarrer Holzbrink engagierte sich nämlich nicht nur in seiner Kirchgemeinde, sondern auch sehr in der Bürgerinitiative der Nationalen Front "Schöner unsere Städte und Gemeinden! Mach mit!" Er war verheiratet und hatte zwei Töchter.

    Im Dorfkonsum, ein kleiner "Tante Emma-Laden" gleich neben dem Kindergarten, hatte Tina Balkowski das Sagen. Mit ihr musste man sich immer gutstellen, wenn man die so genannte "Bückware", Apfelsinen, Bananen, Rosentaler Kardarka, bekommen wollte. Grundnahrungsmittel und Waren des täglichen Bedarfs waren zwar immer reichlich da, doch manche Devisenartikel konnten nur gelegentlich gekauft werden. Auch in der DDR galt das Motto "Beziehungen schaden nur dem, der keine hat!"

    Für reichlich Gesprächsstoff sorgte immer Frauenschwarm Friedemann Kluge, der mit Isolde Weißwasser zusammenlebte. Er arbeitete als Hauptinspektor bei der Staatlichen Versicherung der DDR, sah top aus und war stets sehr akurat gekleidet. Leider gingen 3 seiner Ehen in die Brüche. Für 9 Kinder an 4 verschiedene Frauen musste er Unterhalt zahlen. Bei Sabine Mächting versuchte er auch anzubändeln, doch die ließ ihn jedes Mal abblitzen.

    Die Tochter des Dorfpfarrers Anita Holzbrink kam auch häufig nach Recknitzberg, um ihre Eltern zu besuchen. Sie hatte in den siebziger Jahren in Leipzig an der Karl-Marx-Universität Physik studiert und danach promoviert. Sie soll sogar als Assistentin in der Forschung bei Nikolai Boguljubow in der Nähe von Moskau im sowjetischen Kernforschungszentrum Dubna und in Berlin bei der Akademie der Wissenschaften der DDR gearbeitet haben, war dort auch in der FDJ-Leitung.

    Kaum einmal vergaß Anita Holzbrink, wenn sie in Recknitzberg bei den Eltern zu Besuch war, bei den Kameradinnen und Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr des Ortes vorbeizuschauen. Die Pfarrerstochter war voll auf Linie, sprach die Kameraden der Feuerwehr sogar mit Genossen an. Andererseits war dies auch klar, denn zum Kernforschungszentrum Dubna und zur Akademie der Wissenschaften kamen natürlich nur zuverlässige Leute, die der Partei treu ergeben waren.

    Schon Wochen vorher freuten sich die Recknitzberger und die Bewohner aus den umliegenden Dörfern auf den "Tanz unterm Maibaum" am 1.Mai und den "Danz up de Deel" am Samstag vor Pfingsten. Auch das traditionelle Erntefest Ende Oktober war ein exzellentes Volksfest zum Wohlfühlen gleichermaßen für Jung und Alt. Dies waren jedes Mal kulturelle Höhepunkte, wo kaum jemand fehlte.

    Selbst Andreas Pellworm, der wenig wegging, schwofte kräftig mit. Besonders warf er Isolde Weißwasser Honigmondblicke zu. Zwischen den beiden scheint es tatsächlich gefunkt zu haben. Na wir warten es ab! Jedes Jahr wurde weit bis nach Mitternacht gefeiert und das Tanzbein geschwungen. Die "Recknitzberger Amigos" brachten die Stimmung immer wieder fast zum Siedepunkt.

    Während der Erntezeit wurden von den Landfrauen jedes Jahr wunderschöne Erntekronen gebunden und später, wenn das Getreide vom Halm war, eine Erntekronenschau veranstaltet. Für die drei schönsten Kronen gab es einen Preis. Mit einer Urkunde wurden alle Teilnehmer ausgezeichnet. Die Frau vom LPG-Vorsitzenden Fleißig machte fast immer mit und errang sogar zweimal den 1.Preis für das schönste Gebinde aus Getreide, Blumen und bunten Schleifen.

    Statt zuviel Arbeitskräfte fehlten in Recknitzberg meistens welche, vor allem in der Landwirtschaft. Besonders während der Heu-, Kartoffel-, Rüben- und Getreideernte reichte die Zahl der Erntehelfer selten, so dass noch Studenten in den Semester- und Schüler in den Sommer- und Herbstferien mithalfen und dies sehr gerne taten. Denn es war für sie eine willkommene Abwechslung vom Studien- bzw. Schulalltag. Und die schönste Nebensache der Welt kam auch nicht zu kurz: So manche Studentin oder so mancher Student fand bei den Partys nach getaner Arbeit ihren Prinzen bzw. seine Prinzessin.

    Neun landwirtschaftliche Betriebe hatten sich im März 1960 in der LPG Typ I "An der Recknitz" zusammengeschlossen und die Ackerflächen, insgesamt waren es 245 Hektar, gemeinsam bewirtschaftet. Um die Tierhaltung kümmerte sich jeder Landwirt selbst. LPG-Vorsitzender Jürgen Fleißig hatte erst 1980 für die Getreideernte einen Mähdrescher besorgt. Vorher wurde mit dem Mähbinder und einem Traktor "Famulus" gemäht. Die Getreidegarben wurden auf dem Feld in Hocken aufgestellt und dann nach und nach in die Scheunen der LPG-Mitglieder gefahren. Gedroschen wurde mit dem Dreschkasten. Für die Kartoffelernte standen ein Siebkettenroder und ein Schleuderroder zur Verfügung. Der Schleuderroder wurde von zwei Pferden gezogen.

    Im September 1990 zog noch Waldemar Donikat nach Recknitzberg. Donikat wohnte zuvor in Brandenburg. Von 1979 bis zu seiner Entlassung diente er zuletzt im Range eines Oberstleutnants als Geschwaderkommandeur bei den Luftstreitkräften / Luftverteidigung der NVA und war bis zu seiner wendebedingten Versetzung in den Ruhestand stationiert auf dem Militärflugplatz Brandenburg-Briest. Donikat gehörte zu den ersten Piloten, die eine MiG 29 fliegen durften. Dieses Flugzeug war derzeit das modernste überhaupt, hatte sehr viel Elektronik an Bord und besaß eine hohe Manövrierfähigkeit.

    Der Offiziersberuf und das Fliegen waren Donikats Ein und Alles. Kurz vor Weihnachten 1990 nahm sich Waldemar Donikat das Leben. Offenbar hat er sein plötzliches Karriereende nicht verkraftet ...




    Hat Ihnen die eine oder andere Geschichte gefallen haben? Möchten Sie gerne weitere Episoden lesen?

    Dann schreiben Sie uns doch einfach! Schicken Sie einfach eine E-Mail an eckartkreitlow@t-online.de !

    Vielleicht möchten Sie zum Beispiel noch mehr über den LPG-Vorsitzenden Jürgen Fleißig oder über Pastor Wolfgang Holzbrink wissen?

    Oder über Frauenschwarm Friedemann Kluge?

    Über Andreas Pellworm und seine Angebetete Isolde Weißwasser, die ein Kind von Friedemann Kluge erwartet? Sie ist bereits im 7. Monat schwanger!

    Alles kein Problem! Einfach ein paar Zeilen per elektronischer Brieftaube an eckartkreitlow@t-online.de und schon geht die Geschichte weiter. Versprochen!

    Lassen Sie es bitte uns auch wissen, dafür schon einmal unser Dankeschön im Voraus, wenn die Fantasie allzu sehr mit uns durchgeht

    und wir innerhalb unserer Kurzgeschichten inhaltlich nur absoluten Unsinn fabrizieren oder Sie sich fast zu Tode langweilen!

    Keinesfalls die Notruf-Telefonnummer eins eins null wählen, sondern stattdessen Ihren "Notruf" bitte an eckartkreitlow@t-online.de !

    Am Ende entsteht vielleicht in gedruckter Form ein umfangreicher Roman bzw. eine Erzählung über das Alltagsleben in der ehemaligen DDR,

    wie es damals für die Zeit typisch war?

    Das Buch, wenn es entstünde, selbstverständlich schön eingebunden, könnten Sie dann sogar Ihren Kindern oder Freunden schenken oder eben selbst behalten.

    Doch völlig unabhängig davon, wie bereits zuvor erwähnt, werden Sie diese Recknitzberg-Geschichtenserie jedoch immer auf Ostsee-Rundschau.de

    unter www.ostsee-rundschau.de/Recknitzberggeschichte.htm kostenfrei lesen können,

    wenn Sie es möchten und Ihnen die Geschichten gefallen.

    Übrigens damit Ihre Freude noch etwas gesteigert werden würde, könnten wir es mit ein paar farbenprächtigen Fotos noch etwas ansprechender gestalten.

    Zum Beispiel mit Naturlandschaftsbildern aus Recknitzberg und Umgebung bzw. mit Fotos von Helene Bockholts schönem Blumen- und Kräutergarten, eine Augenweide!

    Helene Bockholt ist die Ehefrau des Dorfschullehrers Konrad Bockholt.





    Das Leben in Recknitzberg - eine Kurzgeschichtenserie in Fortsetzungen aus dem Alltag der damaligen DDR von Eckart Kreitlow







    Am weißen Strand von Warnemünde


    Im Nordosten Deutschlands - unser schönes Ostseeland Mecklenburg-Vorpommern  - Blick auf den Alten Strom in Rostock - Warnemünde. Foto: Eckart Kreitlow


    Kurzgeschichten aus Mecklenburg - Vorpommern







      Am weißen Strand von Warnemünde

      Kurzgeschichten aus Mecklenburg - Vorpommern


      Ein wunderschöner Sommertag. Violetta und Helmut Bartoldie machten mit Töchterchen Adriana einen Ausflug an den Strand von Warnemünde.

      Während die fünfjährige Adriana im weißen Sand spielte, passte Mutter Violetta auf die Kleine auf. Die Sonne schien sehr intensiv. Schnell könnte ein Sonnenbrand diese Stunden eintrüben und zu schmerzhaften Erinnerungen führen.

      Violetta ist eine liebevolle Mutter. Deshalb vergaß sie nicht, das Kind mit Sonnenschutzcreme gründlich einzucremen, sich rührend um sie zu sorgen und ihr ein Küsschen zu geben.

      Danach trug Violetta diese schützende Emulsion auf ihren Körper auf. Gesicht, Arme, Beine begannen in wunderschöner leichtbräunlicher Farbe zu glänzen. Dieser Körper, ihr lockiges Haar, ihr Lächeln - diese Frau ist wirklich an Schönheit kaum zu übertreffen.

      Zwei Männer drehten sich mehrmals nach der 35jährigen um und erfreuten sich an ihrem reizenden Anblick. Einer von beiden meinte: "Eh, ist das nicht eine tolle Schnecke? "

      Vater Helmut badete im 20 Grad warmen Wasser der Ostsee in der Nähe des Leuchtturmes und rief: "Violetta, Adriana kommt. Es ist herrlich! Adriana, bring deine Schwimmente und den Ball mit!"

      Familie Bartoldie bereitete alles großen Spass. Geringe Strömung und ein flaues Lüftchen sorgten dafür, dass die Ostsee kaum Wellengang hatte. Quallen waren keine zu sehen. Helmut Bartoldie konnte beim Schnorcheln mühelos auf den Grund schauen, so sauber ist das Ostseewasser an diesem Tag in Warnemünde.

      Adriana und Violetta werfen sich gegenseitig den großen bunten Ball zu, auf dem kleine Löwen und Kängurus aufgemalt sind. Nach 40 Minuten Badeerlebnis gingen sie schließlich aus dem Wasser, zogen sich an und schlenderten am Alten Strom entlang, schauten sich die Fischkutter an, naschten in einem italienischen Cafe einen Blaubeer-Eisbecher mit Sahne und fuhren danach dann nach Hause.

      Nach dem Abendbrot und einem Bad las Violetta ihrer Tochter noch das Gute Nacht-Märchen vom sprechenden Pfannkuchen Xantipper Xantapper vor. Nach kurzer Zeit fielen der Kleinen die Äuglein zu.

      Violetta trank gemeinsam mit Helmut ein Glas Rotwein. Es war ein besonderer Tropfen, eine Beerenauslese. Zärtlich schmusten sie, küssten sich und bereiteten sich tolle Stunden in trauter Zweisamkeit.





    Eckart Kreitlow





      Hat Ihnen die Geschichte "Am weißen Strand von Warnemünde" gefallen? Wenn ja, vielleicht gefällt Ihnen auch die nächste Episode? Helmut und Violetta Bartoldie besuchten mit Töchterchen Adriana den

      Rostocker Zoo.


      Was sie dort erlebten? Seien Sie gespannt! Wir berichten darüber. Sie erfahren es demnächst! Wo? Natürlich hier bei uns auf dieser Seite! Adriana mag so gerne die kleinen frechen Äffchen und die bunten Papageien ...








    >>>>>     Am weißen Strand von Warnemünde     >>>>>








    Waldbach in der Rostocker Heide - ein Foto von Eckart Kreitlow





    Ein Hoffnung spendender Engel

    von Eckart Kreitlow



      Ich wünschte, ich könnte all jenen, die traurig sind,

      einen kleinen Engel schicken, einen, mit dem man

      sprechen kann, der einem aufmerksam zuhört, der

      einem tröstet, der einem ganz leise ins Ohr flüstert:

      "Dich gibt es auf dieser Welt nur ein einziges Mal.

      Du wirst geliebt, wirst gebraucht! Du bist einzigartig!"

      und der einem Hoffnung zuspricht.


      Vielleicht erscheint Euch ja eine solche Lichtgestalt,

      die über Jahrhunderte den Menschen Hoffnung

      spendete, in Euren Träumen?

      Nachdem Ihr dann aus Euren Träumen erwacht

      seid, merkt Ihr plötzlich: Es ist wie ein Wunder.

      Eure Traurigkeit ist plötzlich vorüber, Ihr schöpft

      neue Kraft und seid glücklich.


      Mir ging es schon so. Ich hatte schon sehr viele

      und gute Träume und bekam auf diese Weise

      immer wieder neue Lebensfreude, wirklich!

      Dies soll auch den Traurigen unter Euch widerfahren,

      damit der Frohsinn wieder einzieht und die Sonne

      scheint. Ich wünsche es jedenfalls.









    >>>>>     Ein Hoffnung spendender Engel     >>>>>










      Eckart Kreitlow -  Aus unserer Studienzeit an der Karl-Marx-Universität Leipzig, der heutigen  Alma mater Lipsiensis:





      Aus unserer Studienzeit an der Karl-Marx-Universität Leipzig, der heutigen Alma Mater Lipsiensis:

      Dreimonatige Beschäftigung mit Diplomthema war Prophylaxe gegen Alzheimer!

      Das Diplomthema war plötzlich nicht mehr up to date, obwohl ich mich damit schon drei Monate intensiv beschäftigt hatte.

      Na ja, vielleicht war es Prophylaxe gegen die gefürchtete und weit verbreitete Alzheimer Krankheit?

      Die Zeitung unterstützte uns nicht mehr, wir und nahezu alle anderen Kommilitoninnen und Kommilitonen schmissen wendebedingt 1990,

      leider ohne das Diplom bekommen zu haben, das Handtuch ...

      Aufgrund der besonderen Bedingungen während der so genannten Wendezeit im Jahre 1990 sahen wir uns veranlasst, das Journalistik-Studium an der

      Karl-Marx-Universität Leipzig während der Diplomarbeit abzubrechen, ohne am Ende unserer Hochschulausbildung als Abschluss diesen akademischen Grad erworben zu haben.

      Es war andererseits für uns auch objektiv nicht mehr möglich, dort das Diplom für Journalismus zu erwerben, da die Sektion Journalistik an der damaligen

      Karl-Marx-Universität Leipzig im Dezember 1990 aufgelöst wurde.

      Wir bedauern natürlich auch heute noch sehr, das Diplom nicht erworben gekonnt zu haben, zumal das Diplom in greifbarer Nähe war.

      Es erfolgte jedoch bereits die Teilnahme an der Abschlussprüfung im Studienfach Psychologie, die von uns mit der Gesamtnote "sehr gut" absolviert wurde.

      Gern erinnere ich mich noch an die Seminare, die überwiegend in Berlin in einem Gebäude in der Wallstraße stattfanden, zwei U-Bahn-Stationen vom Alexanderplatz entfernt,

      in der Nähe der Leipziger Straße.

      Kaufte dort zumeist Südfrüchte, die bei uns zu Hause damals nur äußerst selten in den Geschäften zu bekommen waren.

      Das hin und wieder verzehrte Gericht für Kalorienbewusste "Eisbein mit Erbsenpüree und Sauerkraut" in der nahegelegenen Gaststätte "Spitteleck" hinterließ bei mir

      auch einen guten und nachhaltigen Eindruck.



      Hurra, wir haben Hoffnung! Das Gehirn, fanden Gehirnforscher angeblich heraus, hat bei jedem Menschen noch beträchtliche Reserven!



      Probleme Eckart Kreitlows mit dem kleinen Einmaleins - ein noch völlig unbekanntes Drama inmitten des europäischen Kontinents!


      Bei unser aller Gehirne vermuten die Forscher noch beträchtliche Reserven!

      Besonders gerne hatte ich das Studienfach Psychologie.

      Der Dozent, ein Doktor, war wirklich eine Kapazität auf diesem Gebiet. Er hielt sogar Vorlesungen bei den Medizinern, wie er uns erzählte.

      Mich jedenfalls hat der immer tief beeindruckt und tatsächlich moralisch wieder aufgerichtet.

      Bis dato war ich quasi am Boden zerstört.

      Bei den regelmäßig auftretenden Reflexionen über die zu geringe Größe und den bedenklichen Zustand meines Gehirns spitzte sich dies bei mir

      gemütsmäßig hin und wieder noch zu.




      Eckart Kreitlow und das kleine Einmaleins - Unsere Welt scheint voller Rätsel zu stecken. Eines dieser Rätsel ist zum Beispiel, warum ich bereits beim kleinen Einmaleins so große Schwierigkeiten habe?




      Es ist fast nicht zu glauben, aber ich hatte mir ernsthaft eingeredet, dass bei mir Hopfen und Malz verloren sei, war deswegen damals total deprimiert.

      Dies änderte sich aber dann, als ein bis heute und bestimmt auch noch weit in die Zukunft hinein anhaltender Verdienst dieses Doktors, schlagartig.

      In einer seiner Vorlesungen, die in Leipzig stattfanden und sich gleichzeitig stets vor allem durch eine große Wissensfülle,

      Locker- und Interessantheit auszeichneten, ging bei mir plötzlich die Sonne auf.

      Der so genannte Aha-Effekt setzte ein. Zugegeben, so eine Erleuchtung kommt bei mir nicht ständig vor, eher selten,

      aber dies war für mich derzeit im Grunde genommen ein Schlüsselerlebnis.

      Herein kam der Psychologie-Doktor in den Hörsaal mit einem gewöhnlichen Ziegelstein und legte den vorne auf sein Pult.

      Dann begann er mit seinen Ausführungen, meinte, wir sollten uns vorstellen, dass der Ziegelstein unser Gehirn sei.

      Da dachte ich im ersten Moment, der Doktor sei völlig durchgedreht, ist verrückt geworden, wollte schon medizinische Hilfe holen,

      zum Glück waren Mediziner gleich an der Uni, um am Ende nicht womöglich noch gar bannigen Ärger wegen unterlassener Hilfeleistung

      zu kriegen, denn man kann ja nie wissen ...

      Wenige Augenblicke später legte er richtig los und versuchte uns glaubhaft zu machen, dass die Wissenschaftler

      im Verlaufe ihrer langjährigen Forschungen am menschlichen Gehirn herausgefunden hätten,

      dass angeblich bei jedem Menschen das Gehirn nur zu höchstens 8 bis 10 Prozent ausgelastet sei,

      also bei jedem noch mindestens 90 Prozent mehr Denkleistung möglich ist.

      Man muss das Gehirn bloß häufig fordern, zum Beispiel Kreuzworträtsel raten, sich mit seinen

      Mitmenschen unterhalten, dabei möglichst interessante Themen wählen, Schach spielen ...

      Seitdem schöpfe ich Hoffnung und werde nie mehr weder denken noch behaupten,

      dass bei irgend einem meiner Mitmenschen Hopfen und Malz verloren sei.

      Dafür, dass es derzeit dem Psychologiedoktor der Leipziger Universität offenbar tatsächlich gelungen sein könnte, mir

      angesichts meines stark unterprivilegierten Gehirns, wie ich bis dato immer wieder glaubte, wieder Hoffnung zu geben

      und mich auf diese Weise wieder aufrichtete, möchte ich ihm auch an dieser Stelle recht herzlichen Dank sagen!




      Eckart Kreitlow -  Aus unserer Studienzeit an der Karl-Marx-Universität Leipzig - PDF









    Einfach genial - die erst 14-jährige (!) Schülerin Minu Dietlinde Tizabi schaffte das Abitur mit der Traumnote 1,0









    Medizinische Fakultät Heidelberg:   Auswahlrunde 2008




    Harter Kampf um die intelligentesten Deutschen









      Wahr, kaum vorstellbar - einfach genial - die erst 14-jährige (!) Schülerin Minu Dietlinde Tizabi schaffte Abitur mit der Traumnote von 1,0!

      Bei dem Thema "Intelligenzquotient" komme ich leider immer sehr schnell in eine emotionale Ausnahmesituation. Einerseits verfalle ich dabei sofort in Selbstreflexion und denke an meinen eigenen äußerst bescheidenen Intelligenzquotienten. Andererseits denke ich dabei aber auch an das Genie Albert Einstein mit seiner von ihm erschaffenen Relativitätstheorie oder zum Beispiel an Stephen Hawking, dem genialen theoretischen Physiker, Mathematiker und Astrophysiker, der unter anderem bisher unbekannte Strahlungen im Zusammenhang mit den Schwarzen Löchern in unserem Universum entdeckte.

      Zu den überaus zahlreichen und vielfältigen Entdeckungen Stephen Hawkings gehörte auch, dass sich alleine in unserer Heimatgalaxie Tausende so genannter Schwarzer Löcher befinden sollen, mit unvorstellbar großen Supermassen, Millionen Mal massereicher als unsere Sonne. Beide herausragende Wissenschaftler sollen einen IQ von 160 gehabt haben. Bevor ich damals von diesem britischen Astrogenie Stephen Hawking und seinen bahnbrechenden Erkenntnissen in der Astrophysik, insbesondere von unserem scheinbar unendlichen Universum, hörte, ließ mich bis dato mein geringer Verstand glauben, mein eigenes Körpergewicht sei supermassereich, wodurch sich in mir plötzlich ein Zwang zum rigorosen Abnehmen entwickelte.

      Während unsereins also im Grunde genommen immer von dem Prinzip Hoffnung lebt, gelegentlich schon bei dem kleinen Einmaleins enorme Schwierigkeiten hat, die Erzielung eines richtigen Ergebnisses beim kleinen Einmaleins bei mir zuweilen eher an die geringe Wahrscheinlichkeit bei der Erzielung eines Hauptgewinns im Lotto erinnert und wir in aller Bescheidenheit vermutlich mit der größten Wahrscheinlichkeit vergeblich hoffen, dass der Intelligenzquotient irgendwann vielleicht doch einmal bei uns auf wenigstens 30 oder 40 Prozent eines bundesdeutschen Durchschnittsbürgers ansteigt, soll hingegen eine vierzehnjährige Schülerin namens Minu Dietlinde Tizabi aus Pforzheim sogar laut jüngsten Meldungen im Internet bereits als 14-Jährige das Abitur erworben haben und das noch mit der Traumnote von 1,0!

      Herzlichen Glückwunsch kann man da nur sagen! Die erste und zweite Klasse übersprang sie, weitere Klassen schaffte sie in nur wenigen Wochen! Diese Gehirnleistung ist natürlich so etwas von genial, dass zumindest wir uns das kaum vorstellen können.

      Wenn unser Psychologiedoktor an der altehrwürdigen Karl-Marx-Universität Leipzig (so hieß die Karl-Marx-Universität von 1953 bis zur Wiederumbenennung in Universität Leipzig 1991) uns damals nicht während unseres Journalistik-Studiums mit auf den Weg gegeben hätte, was die Gehirnforscher herausfanden, würden wir wahrscheinlich bei unserem mehr als mickrigen IQ schier verzweifeln.

      Besonders anmerken möchte ich in diesem Zusammenhang, dass es sicher nicht "nur" für die hohen fachlichen Kompetenzen unseres derzeitigen Psychologiedoktors hinsichtlich der zu vermittelnden Lerninhalte sprechen dürfte, sondern gleichzeitig auch für seine ausgezeichneten pädagogischen Fähigkeiten, dass es ihm anscheinend gelungen sein könnte, es selbst mir durchaus verständlich und einleuchtend herüberzubringen, wie unsere aller menschlichen Gehirne offenbar funktionieren könnten oder tatsächlich in der Realität funktionieren.

      Die Forschungsergebnisse besagen nämlich, zumindest laut den Aussagen des Leipziger Psychologiedoktors der im Jahre 1409 gegründeten Alma mater Lipsiensis, dass das Gehirn angeblich bei jedem Menschen nur maximal zu 8 bis 10 Prozent ausgelastet sei und aufgrund dessen bei Jedem und bei Jeder noch beträchtliche Reserven vorhanden sein sollen. Man muss das Gehirn bloß häufig fordern, zum Beispiel Kreuzworträtsel raten, sich mit den Mitmenschen unterhalten, dabei möglichst interessante Themen wählen, Schach spielen ...

      Seitdem uns der Psychologiedoktor der Leipziger Universität, er soll übrigens auch die Medizinstudentinnen und Medizinstudenten an der Universität doziert haben, damals die tatsächlichen oder vermeintlichen Erkenntnisse der Gehirnforscher vermittelte, schöpfe ich, es ist fast wie ein Wunder, bezüglich der Denkleistung meines offensichtlich stark unterprivilegierten Gehirns neue Hoffnungen und vertraue darauf, dass es nicht nur ein schnell vorübergehender Placeboeffekt ist.

      Neben der Hoffnung, die unser Psychologiedoktor bei mir derzeit erzeugte, erfreute er mich auch, weil ich mir bis zu dem Zeitpunkt ernsthaft immer wieder einredete, bei mir sei dauerhaft der Hopfen und Malz verloren. Zeitweise glaubte ich sogar, immer wenn ich an mein mickriges Gehirn dachte, bei mir bereits ausgeprägte Anzeichen von Depressionen entdeckt zu haben. Dieser Zustand hat sich seither deutlich verbessert. Recht herzlichen Dank dem Psychologiedoktor der Leipziger Universität dafür auch noch einmal an dieser Stelle!


      -     Beitragserstellung:   08.09.2007    -

      Eckart Kreitlow





    Einfach genial - die erst 14-jährige (!) Schülerin Minu Dietlinde Tizabi schaffte Abitur mit der Traumnote von 1,0! - PDF






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