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Aus unserer elektronischen Postmappe "Das Leserecho"







-----Original-Nachricht-----
Betreff: Persönliche Botschaft von Edward Snowden an Campact
Datum: Mon, 24 Nov 2014 15:09:28 +0100
Von: Campact info@campact.de
An: eckartkreitlow@t-online.de





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Snowden
24.11.2014 - Abonnent/innen: 1.570.712






Snowden bedankt sich bei Campact-Aktiven


Diese Mail hat uns vom Hocker gerissen: Edward Snowden gratuliert Campact zum zehnten Geburtstag

und bedankt sich bei den Unterzeichner/innen unseres Appells für ihren Einsatz.

Wir haben seine Botschaft an Sie übersetzt...





Lieber Eckart Kreitlow,


anlässlich des 10. Geburtstags von Campact erreichte uns diese persönliche Botschaft

Edward Snowdens
über seinen Anwalt. Wir freuen uns, Sie Ihnen weiterleiten zu können:


Es ist mir eine Ehre, Campact e.V. anlässlich dieses Jubiläums gratulieren zu können.

Ich entschuldige mich dafür, dass ich nicht selbst anwesend sein kann.

Ich hoffe, dass Ihr mit einem Schmunzeln verstehen werdet, dass die wenigen Medienberichte, die behaupteten,

ich wäre nicht länger interessiert daran, nach Deutschland zu kommen, falsch liegen.

Es ist tatsächlich schwer, ein Visum von der Bundesregierung zu bekommen.

Trotz des Willens einer klaren Mehrheit der Bevölkerung und obwohl, wie mir berichtet wurde,

einige Zimmer für mich frei sind.

Aber keine Gruppe hat härter als Campact daraufhin gearbeitet, meine Rückkehr

nach Deutschland möglich zu machen.

Und trotz der Beteuerungen einiger Minister scheint es immer wahrscheinlicher,

dass wir, dank Eurer Anstrengungen, diesen Kampf gewinnen werden.

Denn letztendlich wird unser Sieg nicht dadurch bestimmt, wo ein einzelner Mann heute steht,

sondern darüber, wie es um unser aller Bürgerrechte morgen bestellt sein wird.


Die amerikanische Anthropologin Margaret Mead schrieb einst:

„Zweifle nie daran, dass eine kleine Gruppe besonnener, engagierter Bürger die Welt verändern kann.

Tatsächlich ist dies die einzige Art und Weise, in der sie jemals verändert wurde.“



Die Ereignisse des letzten Jahres geben ihr erneut recht.

Wir haben gesehen, dass ganz gewöhnliche Menschen außergewöhnliche Dinge tun können,

wenn sie nur für das Gemeinwohl zusammenarbeiten.

Und dies ist nur eine Faser des Stoffes, aus dem die Freiheit ist.


Strang für Strang ist der Schutzwall Eurer Solidarität zu einer Barriere geworden,

die fest gegen jegliche Ungerechtigkeit stehen kann.

Danke für alles was Ihr getan habt, und für alles was Ihr noch tun werdet in den Jahren,

die vor uns liegen. Wir sehen uns bald.


Mit meinen besten Grüßen,

Edward Snowden





Der Bundesregierung wäre es recht gewesen, das Thema Snowden von ihrer Agenda streichen zu können.

Doch wir kamen Angela Merkel und Sigmar Gabriel mit unserem ausdauernden Protest in die Quere.

Etwa 225.000 Menschen schlossen sich dem Appell „Schutz für Edward Snowden in Deutschland“ an.

Mehr als 40.000 Bürger/innen boten dem Hinweisgeber im Rahmen der Aktion „Ein Bett für Snowden“

eine sichere Unterkunft bei sich zuhause an.

Die Nachricht von Edward Snowden zeigt: Ihr Engagement kommt an.

Er will weiterhin nach Deutschland kommen.

Gemeinsam haben wir klargemacht:


Wir überlassen Edward Snowden nicht seinem Schicksal.


„Ich will nicht in einer Welt leben, in der alles, was ich sage, alles was ich mache,

der Name jedes Gesprächspartners, jeder Ausdruck von Kreativität, Liebe oder Freundschaft aufgezeichnet wird“
,

hat Snowden einmal in einem Interview gesagt.


Doch genau das passiert, wenn wir unsere Geheimdienste nicht zurückpfeifen!


Das ist gerade in Deutschland wichtig, denn deutsche Geheimdienste arbeiten eng mit der NSA zusammen.

Wir begleiten darum den NSA-Untersuchungsausschuss des Bundestages mit Protestaktionen im Rahmen unserer Kampagne


„Wir lassen uns nicht länger bespitzeln“.


Unser Appell fordert echte Kontrolle der Geheimdienste und ein Gesetz zum Schutz von Whistleblowern wie Edward Snowden.

Schon am Donnerstag wollen wir ihn an Vertreter/innen der Parteien im Vertrauensgremium des Bundestages übergeben.

Bitte helfen Sie mit, dass politische Konsequenzen aus Snowdens Enthüllungen gezogen werden

und unterzeichnen Sie heute den Appell:


Jetzt Appell für effektive Geheimdienstkontrolle unterzeichnen...


Vielen Dank für Ihr Engagement und herzliche Grüße


Ihre Katharina Nocun, Campaignerin




PS: Snowden bezeichnet die Zusammenarbeit der deutschen Geheimdienste mit der NSA als eng.

Deutsche und amerikanische Geheimdienste tauschen nicht nur Informationen aus, sondern teilen

sogar Instrumente und Infrastruktur zur Überwachung.

Helfen Sie mit, die Geheimdienste an die Leine zu legen:

Jetzt unterzeichnen...





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Whistleblower wie Edward Snowden sind moderne Helden.
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Beschluss der Philosophischen Fakultät
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Cameron droht der britischen Presse










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Snowden-Enthüllungen: Gegen das System










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Spendenplattform soll Edward Snowden unterstützen










Glenn Greenwald auf dem CCC-Kongress: „Sie dehnen ihre Macht weiter aus“









US-Geheimdienst: NSA spioniert Datenkabel von Europa nach Asien aus   










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Dr. Gregor Gysi, DIE LINKE, im Deutschen Bundestag: "Wir schulden Edward Snowden Dank!"








Philosophische Fakultät prüft Ehrendoktorwürde für Edward Snowden






Edward Snowden Asyl gewähren - YouTube   







Eberhard Karls Universität Tübingen:    Rede des Jahres 2013 an Gregor Gysi









  Die Enthüllungsplattform WikiLeaks und der gefährliche Weg von Julian Assange










Solidarität mit WikiLeaks-Gründer und Whistleblower Julian Assange
und allen weiteren Enthüllern von Menschenrechtsverletzungen








David gegen Goliath

Sehen sich die USA von WikiLeaks-Gründer und Whistleblower Julian Assange herausgefordert?


WikiLeaks und Whistleblower Julian Assange sind weltweit in aller Munde.

Zu Aufsehen erregend und spektakulär sind die Enthüllungen tausender Geheimdokumente.

Die Enthüllungen haben offenbar selbst die Supermacht USA und die CIA gewaltig in die Bredouille gebracht.

Insgesamt sollen 250.000 US-Geheimdepeschen über die Enthüllungsplattform WikiLeaks das Licht der Welt erblickt haben.

Gleichzeitig erhielten einschließlich der norwegischen Tageszeitung "Aftonbladet" sechs Nachrichtenmagazine diese aufschlußreichen Dokumente.

Dadurch erfährt man auch jenes, was hinter den Kulissen der US-Diplomatie passiert, jenes, das sicher sonst der Weltöffentlichkeit verborgen bliebe.


Offenbar ist man dabei, Vorwände zu suchen und sogar eine Anklage gegen den WikiLeaks-Gründer und Whistleblower Julian Assange zu konstruieren


Natürlich ist es genial und außerordentlich mutig zugleich, eine solch enorme Menge geheimer Dokumente zu veröffentlichen.

Genial, da dieses gigantische Werk in seiner umfangreichen Komplexität erst einmal erfolgreich vollbracht werden musste.

Außerordentlich mutig, weil die Akteure, allen voran Julian Assange, jetzt um ihre körperliche Unversehrheit, um ihre Freiheit, ja gar um ihr Leben fürchten müssen.

Schon ist man dabei, Vorwände zu suchen und Anklagen gegen Julian Assange zu konstruieren. So soll er angeblich vergewaltigt haben, ein Vorwurf der schwedischen Justiz, der sicher bzw. hoffentlich wie eine Seifenblase zerplatzen wird.

Aber vermutlich selbst dann, wenn seine Unschuld bewiesen ist, könnte Julian Assange sich leider keinesfalls in Sicherheit wiegen, zu mächtig sind seine Gegner, die er und seine Mitstreiter sich durch die Veröffentlichung der US-Geheimdepeschen offenbar gemacht haben.

Laut Wikipedia, das mit WikiLeaks trotz des ähnlichen Namens organisatorisch nicht verbunden ist, sollen sich bereits in den vergangenen Wochen angeblich mindestens fünf Mitglieder aus dem Projekt zurückgezogen haben.

Wie es dort heißt, aufgrund interner Streitigkeiten. Ob dabei Geheimdienste die Finger im Spiel hatten und zersetzend wirkten, kann sicher nicht ausgeschlossen werden.


Whistleblower wie Julian Assange, Daniel Ellsberg, Edward Snowden, James E. Cartwright und Bradlay Manning sind moderne Helden, deren Enthüllungen der Menschheit geholfen haben


Die eigentliche und entscheidende Frage ist jedoch, warum machen diese Menschen wie der WikiLeaks Gründer und Whistleblower Julian Assange das? Warum enthüllen sie brisante und geheime Informationen und machen sie der Weltöffentlichkeit zugänglich?

Wenn damit Menschenrechtsverletzungen aufgedeckt werden, wo immer sie auf der Welt passieren bzw. geschehen sind und die universell gelten, dann verdienen diese mutigen Menschen, deren von den Prinzipien des Humanismus bestimmtes Gewissen offenbar stärker ist als die Angst vor den Gefahren, in die sie sich begeben, unsere aller Solidarität!

Denn das Ziel muss es sein, Menschenrechtsverletzungen weltweit zu verhindern, Menschenverachtungen in allen seinen Erscheinungsformen überall auf der Welt zu bekämpfen und Schuldige zu bestrafen, statt jene zu verfolgen, die Straftaten aufdecken.

Für alle demokratisch gesinnten Kräfte auf der Welt sind Whistleblower wie Julian Assange, Daniel Ellsberg, Edward Snowden, James E. Cartwright und Bradlay Manning moderne Helden.


Weltweit nahezu lückenlose Überwachung und Ausspähung der gesamten Kommunikation durch Überwachungsprogramme "PRISM" und "Tempora" westlicher Geheimdienste


So veröffentlichte zum Beispiel Daniel Ellsberg im Jahre 1971 geheime Papiere des Pentagon, aus denen vor allem die Täuschung der amerikanischen Öffentlichkeit im Zusammenhang mit dem schmutzigen Krieg der USA in Vietnam hervorging.

Der Whistleblower und ehemalige technische Geheimdienstmitarbeiter von der National Security Agency, kurz NSA, und der CIA Edward Snowden deckte die nahezu lückenlose weltweite Überwachung der gesamten Kommunikationssysteme und des gesamten Datentransfers über das Internet durch die NSA und weitere westliche Geheimdienste mittels PRISM und Tempora auf.

PRISM wiederum soll ein Teilprogramm des großangelegten Überwachungsprogramms "Stellar Wind" sein, während mit dem komplexen Überwachungsprogramm Tempora der britische Geheimdienst weltweit den Datentransfer via Internet sowie die gesamte Telefon- und Mobilfunk-Kommunikation ausspäht.


Selbst einige der engsten Freunde lehnten Hilfe bei der Flucht ab, Unterstützung bekam Whistleblower Edward Snowden vor allem von der britischen Journalistin Sarah Harrison


Edward Snowden fand nach einer spektakulären Flucht über Hongkong zeitweilig Asyl in Russland. Die engsten Freunde sollen es abgelehnt haben, ihm zu helfen, weil es ihnen, wie verlautete, zu gefährlich erschien.

Bei der Flucht erhielt er jedoch Unterstützung von der britischen Journalistin und führenden WikiLeaks-Mitarbeiterin Sarah Harrison, die inzwischen in Deutschland lebt, da sie sich in Großbritannien nicht mehr sicher fühlte.

Der ehemals zweithöchste US-General James E. Cartwright, er war bis zu seiner Pensionierung im Jahre 2011 Stellvertreter des Vorsitzenden des Vereinigten Generalstabes der US-Streitkräfte (Vice Chairman of the Joint Chiefs of Staff), gab Informationen über den Angriff mit dem Computerwurm "Stuxnet" gegen iranische Atomanlagen an die New York Times weiter.

Nach Erscheinen in der New York Times konnten die Urheber der Cyberattacke mit dem Computervirus enttarnt und gleichzeitig das Herkunftsland, von dem der "Stuxnet"- Cyberangriff gestartet worden war, eindeutig verifiziert werden. Gegenwärtig ist US-General Cartwright mit Ermittlungen konfrontiert. Die strafrechtlichen Konsequenzen für ihn sind zurzeit noch ungewiss.


Bradley Manning bzw. jetzt Chelsea Manning übergab WikiLeaks zahlreiche Dokumente und Videomaterial, unter anderem von dem Beschuss und dem Tod irakischer Zivilisten


Whistleblower und Ex-Soldat Bradley Manning wurde Ende Juli 2013 durch das US-Militärgericht in Fort Meade zu 35 Jahren Haft verurteilt. Nach seiner anschließenden Verbringung in das Bundesgefängnis Leavenworth im US-Bundesstaat Kansas unmittelbar nach der Verkündung des Urteils ließ Bradley Manning über seinen Anwalt verlauten, dass er künftig als Frau mit dem Namen Chelsea weiterleben möchte.

Bradley Manning bzw. jetzt Chelsea Manning übergab WikiLeaks zahlreiche Dokumente und Videomaterial. Unter anderem von dem Beschuss und in dessen unmittelbaren Folge von dem Tod irakischer Zivilisten und der beiden Journalisten der Nachrichtenagentur Reuters Saeed Chmagh und Namir Noor-Eldeen.


Bei den Angriffen mit Kampfhubschraubern der US-Armee in Al-Amin al-Thaniyah starben auch die Journalisten der Nachrichtenagentur Reuters Saeed Chmagh und Namir Noor-Eldeen


Die Angriffe erfolgten am 12. Juli 2007 mit 30 mm Bordkanonen M 230 Chain Gun von zwei Kampfhubschraubern der US-Armee des Typs Hughes AH-64 "Apache" in Al-Amin al-Thaniyah, einem der Vororte der irakischen Hauptstadt Bagdad.

Der beim ersten Angriff wenige Minuten zuvor zunächst "nur" verletzte Saeed Chmagh und zwei weitere unbewaffnete Männer, die den Verletzten helfen und in ein Auto ziehen wollten, wurden beim zweiten Angriff durch den erneuten Beschuss wiederum mit einer 30 mm Bordkanone M 230 Chain Gun von einem der beiden Kampfhubschrauber Hughes AH-64 "Apache" der US-Armee getötet.

Die Veröffentlichung dieser sowie weiterer Dokumente und Videos auf WikiLeaks im Jahre 2010 löste weltweit Empörung und Entrüstung aus. Die Whistleblower haben durch ihre Enthüllungen der Menschheit geholfen und nicht, wie man uns stattdessen immer wieder zu suggerieren versucht, geschadet. Sie alle verdienen keine Bestrafung, sondern unseren Respekt und unsere Achtung sowie ein Leben in Würde und Freiheit!



-     Beitragserstellung:   24.Dezember 2010     Ergänzungen:   falls notwendig    -

Eckart Kreitlow




[ In Wikipedia: Ein Whistleblower von englisch to blow the whistle, „in die Pfeife blasen“; im deutschen Sprachraum „Enthüller“, „Skandalaufdecker“ oder „Hinweisgeber“ ]










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Blick auf die Ostsee und den Strand in Ostseebad Dierhagen auf der Halbinsel Fischland in Mecklenburg-Vorpommern. Foto: Eckart KreitlowBlick auf die Ostsee und den Strand in Ostseebad Dierhagen auf der Halbinsel Fischland in Mecklenburg-Vorpommern. Foto: Eckart KreitlowBlick auf die Ostsee und den Strand in Ostseebad Dierhagen auf der Halbinsel Fischland in Mecklenburg-Vorpommern. Foto: Eckart Kreitlow



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Eine Fähre der Scandlines Reederei verlässt Rostock mit Kurs Gedser / Dänemark. Foto: Eckart KreitlowEine Fähre der Scandlines Reederei verlässt Rostock mit Kurs Gedser / Dänemark. Foto: Eckart KreitlowEine Fähre der Scandlines Reederei verlässt Rostock mit Kurs Gedser / Dänemark. Foto: Eckart KreitlowEine Fähre der Scandlines Reederei verlässt Rostock mit Kurs Gedser / Dänemark. Foto: Eckart Kreitlow



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