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Beitrag in der Neuen Rheinischen Zeitung - Für eine gesamt-europäische Sicherheitsordnung mit Russland






70 Jahre nach der Befreiung von Faschismus und Krieg: Für eine neue Entspannungspolitik, nein zur Vorbereitung auf den Krieg!






Gegen Kriegshetze und Russland-Bashing! -  Der Fall Barbarossa - der Vernichtungskrieg gegen die Sowjetunion





Russen aus Istra kommen erneut zum Friedenskonzert nach Wanfried-Friedensforum.




Dr. Sahra Wagenknecht, Mitglied des Deutschen Bundestages, Fraktion DIE LINKE: Schluss mit der Konfrontationspolitik! Gemeinsame Sicherheit verlangt Fortsetzung des Dialogs! Für einen Neuanfang in den Beziehungen mit Russland!













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-----Original-Nachricht-----
Betreff: In der Ukraine wird gesungen
Datum: 2016-12-07T17:01:34+0100
Von: "Marianne Linke" marianne.linke@web.de
An: "Marianne Linke" marianne.linke@web.de





In der Ukraine wird gesungen


Hallo, liebe Freunde,

wer sein Russsisch noch einigermaßen beherrscht, kann hier mal reinhören.

https://www.youtube.com/watch?v=W_sSSG8dH_8


Der Kern der Debatte kreist um Tendenzen in der Ukraine, sich auf Bahnhöfen zu versammeln und bekannte russische wie ukrainische Lieder zu singen,

um der Teilung der Völker Russlands und der Ukraine etwas Friedlich-Freundliches entgegenzusetzen.

Naja die Meinungen gehen halt sehr auseinander....

Zugegeben, insofern erschweren die äußerst emotional geführten Wortwechsel unseren des Russischen leider entwöhnten Ohren das vollkommene Verständnis der Dispute.

Versucht es deshalb zuerst mal mit diesem Video:

https://www.heise.de/tp/features/Russische-Lieder-in-den-Bahnhoefen-von-Kiew-und-Odessa-3561255.html?wt_mc=nl.tp-aktuell.taeglich


Beste Grüße und viel Vergnügen - vor allem Solidarität mit den initiativreichen Leuten,


Marianne Linke
















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-----Original-Nachricht-----
Betreff: Startseite: Wie ich lernte Putin zu schätzen / Schmock: Über Nazis schweigen
Datum: 2016-10-20T00:05:57+0200
Von: "Rationalgalerie" post@rationalgalerie.de
An: "ugellermann@t-online.de" ugellermann@t-online.de








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Auf der Startseite

Wie ich lernte Putin zu schätzen

Die Geschichte einer Zwangs-Beziehung



http://www.rationalgalerie.de/home/wie-ich-lernte-putin-zu-schaetzen.html





Der neue Schmock

Über Nazis schweigen

Die TAGESSCHAU und ihre Ukraine-Berichterstattung



http://www.rationalgalerie.de/schmock/ueber-nazis-schweigen.html





Mit beziehungsvollen Grüßen


Uli Gellermann











Friedensforum Nowgorod vom 9. bis 11.Juni 2015













Königin Rania von Jordanien in Berlin: Ich sehe Menschen, aber keine Menschlichkeit! Weiterlesen: https://deutsch.rt.com/32237/unkommentiert/koenigin-rania-von-jordanien-in-berlin-ich-sehe-menschen-aber-keine-menschlichkeit/







Für Frieden und Völkerverständigung!

EUROPA-Friedensforum auf Ostsee-Rundschau.de
EUROPEAN PEACE FORUM OF OSTSEE-RUNDSCHAU.DE
Schriftzug WIR SAGEN NEIN ZUM KRIEG! auf dem unteren Teil der Regenbogenfahne PACE der internationalen Friedensbewegung, die auch beim 10.Internationalen Friedensfest am 3.August 2013 in Ostseebad Graal-Müritz in Mecklenburg-Vorpommern wehte. Fotobearbeitung: Eckart KreitlowLinks im Bild der stellvertretende Leiter der kubanischen Botschaft in Deutschland Daciel Alfonso und rechts daneben Seine Exzellenz der Botschafter Ecuadors in Deutschland Jorge Jurado sehr erfreut beim Beobachten des Aufsteigens von über 100 Tauben in den Himmel über Ostseebad Graal-Müritz beim 10.Internationalen Friedensfest am 3.August 2013. Dabei singen Kinder das Lied von der kleinen weißen Friedenstaube. Foto: Eckart Kreitlow


Gegen Kriegshetze und Russland-Bashing!







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Frieden mit Russland! - Für Frieden und Völkerverständigung! - Gegen Kriegshetze und Russland-Bashing!
Einladung an die Russische Botschaft in Deutschland zum 8.Mai 2015 nach Ribnitz-Damgarten aus Anlass des 70.Jahrestages der Befreiung des deutschen Volkes vom Faschismus und des 70.Jahrestages des Endes des Zweiten Weltkrieges.











Wolfgang Gehrcke, Abgeordneter des Deutschen Bundestages: Die Sanktionen gegen Russland beenden!





Rede des russischen Premierministers Dmitrij Medwedew
auf der 52. Münchner Sicherheitskonferenz 2016







Frieden mit Russland! Einladung von Wladimir Putin zum 70. Jahrestag des Endes des II. Weltkrieges am 8. Mai 2015 nach Berlin






Medwedew: SU-24 Abschuss wäre Kriegsgrund gewesen,
aber wir entschieden uns gegen Eskalation













EUROPA-Friedensforum auf Ostsee-Rundschau.de | www.ostsee-rundschau.de/Europa-Friedensforum.htm





Bremer Friedensforum: Aufruf fordert eine neue Qualität freundschaftlicher und friedlicher Beziehungen zu Russland und eine umfassende  Abrüstung







Statt Konfrontationspolitik eine Politik des Friedens - Für eine gesamt-europäische Sicherheitsordnung mit Russland







EUROPA-Friedensforum - Die Bundestagsabgeordnete Dr. Sahra Wagenknecht kritisiert die NATO. Im Interview mit RT DEUTSCH sagte die Fraktionsvorsitzende DIE LINKE im Deutschen Bundestag  unter anderem: Europa würde einen militärischen Konflikt nicht überleben!







EUROPA-Friedensforum - Schluss mit der Hetze gegen Russland! Offener Brief an den MDR










Europa-Friedensforum - Frieden auf der ganzen Welt!









Statt Konfrontationspolitik eine Politik des Friedens - Für eine gesamt-europäische Sicherheitsordnung mit Russland









-----Original-Nachricht-----
Betreff: AW: .... fast fehlen einem die Worte....
Datum: 2016-07-12T19:58:07+0200
Von: "Eckart Kreitlow" eckartkreitlow@t-online.de
An: "Marianne Linke" marianne.linke@web.de
Cc: "sahra.wagenknecht@bundestag.de" , "dietmar.bartsch@bundestag.de" , "katja.kipping@bundestag.de" , "bernd.riexinger@die-linke.de" , "oskar-lafontaine@oskar-lafontaine.de" , "Uli Gellermann" , "Eckart Kreitlow"





Liebe Marianne,

wahrscheinlich bzw. nicht nur wahrscheinlich, sondern ganz sicher gibt es leider in unserer Partei DIE LINKE, offenbar auch innerhalb unserer Führung, Kräfte,

die die gegenwärtige sicher nicht nur aus meiner Sicht unverantwortliche Konfrontationspolitik der NATO gegenüber Russland unterstützen.

Diese Politik der Konfrontation kann selbstverständlich niemals im Interesse des deutschen Volkes und der Völker Europas liegen.

Dies Jeder und Jedem klar zu machen, ist zwar nicht nur eine Aufgabe für uns Linke, aber zumindest sollten wir zu den Vorreitern im Friedenskampf gehören.

Insofern finde ich es auch zum Beispiel ausgezeichnet, wie gegenwärtig unter anderem Dr. Sahra Wagenknecht und ihr Lebensgefährte Oskar Lafontaine agieren.

So kritisierte zum Beispiel Genossin Dr. Sahra Wagenknecht (MdB) die NATO im RT-Deutsch-Interview mit den Worten:

"Europa würde einen militärischen Konflikt nicht überleben!"


Da ich unter anderem nicht nur acht Semester Journalistik an der Karl-Marx-Universität Leipzig, sondern auch vier Jahre Zivilverteidigung am ZV-Institut "Otto Grotewohl"

in Beeskow studiert habe, wo wir uns unter anderem mit den Wirkungen von Massenvernichtungswaffen (ABC-Waffen) mehr als bis zur Genüge beschäftigen mussten

bzw. beschäftigt haben, glaube ich nicht nur, sondern weiß ich, dass Europa mit größter Sicherheit völlig zerstört und höchstwahrscheinlich große Gebiete

Europas für utopisch lange Zeit radioaktiv verseucht werden würden, käme es zu einem ATOM-Krieg der NATO mit Russland.

Denken wir nur einmal an die Tschernobyl-Katastrophe 1986!

Wobei die Katastrophe in Tschernobyl, so schlimm sie auch war, im Vergleich zu einem in Europa geführten ATOM-Krieg der NATO mit Russland nicht einmal

im geringsten vergleichbar ist, so verheerend wären die Folgen eines Nuklearkrieges in Europa!





 Albert Einstein sagte einmal: Ich bin mir nicht sicher, mit welchen Waffen der dritte Weltkrieg ausgetragen wird, aber im 
      vierten Weltkrieg werden sie mit Stöcken und Steinen kämpfen. | Die Folgen eines Atomkrieges in Europa absolut verheerend! Statt einer Konfrontationspolitik eine Politik des Friedens - Für eine gesamt-europäische Sicherheitsordnung mit Russland!






Michail Gorbatschow: Wenn es zu einem Krieg kommt, wird es der letzte sein!  Statt einer Konfrontationspolitik eine Politik des Friedens - Für eine gesamt-europäische Sicherheitsordnung mit Russland





Kaum vorstellbar, dass Leute wie Ministerpräsident Bodo Ramelow dies nicht wissen bzw. nicht erkennen?



Übrigens mir gefällt sehr gut in diesem Zusammenhang der Spruch von dem großen Bertolt Brecht, der einmal meinte:

"Wer die Wahrheit nicht weiß, ist nur ein Dummkopf!
Wer aber die Wahrheit kennt, und sie eine Lüge nennt, der ist ein Verbrecher!"



Herzliche Grüße!

Eckart Kreitlow







Rückblicke in die Geschichte - die Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts: http://www.geschichtsseiten.de/htm/urkatast.htm









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-----Original-Nachricht-----
Betreff: .... fast fehlen einem die Worte....
Datum: 2016-07-12T16:07:12+0200
Von: "Marianne Linke" marianne.linke@web.de
An: "Marianne Linke" marianne.linke@web.de





......aber ich habe sie zum Glück wiedergefunden! Andreas


Antwort an: "sl-berlin@die-linke.org" sl-berlin@die-linke.org


„DIE LINKE Thüringen, Bodo Ramelow: hat er den Schuss nicht gehört?“



https://wipokuli.wordpress.com/2016/07/12/die-linke-thueringen-bodo-ramelow-hat-er-den-schuss-nicht-gehoert/


Dienstagsgrüße




















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-----Original-Nachricht-----
Betreff: Assad stürzen, Flüchtlinge reinlassen und Russland bekriegen ... oder es wird Konsequenzen haben!
Datum: 2016-05-14T11:54:05+0200
Von: "friedrich" kpf_friedrich_engels@me.com







US-Botschafter an Ungarn - eine Seifenopernproduzentin, die 2 Millionen Dollars für Obamas Wahlkampf sammelte, erzählt jetzt einer Nation von 10 Millionen Menschen,
wie diese Nation ihre Angelegenheiten regelt:


"Assad stürzen, Flüchtlinge reinlassen und Russland bekriegen ... oder es wird Konsequenzen haben!"



von Daniel McAdams (Ron Paul Institute)

übersetzt von MATUTINSGROUP



Russia-Insider.com, 10. Mai 2016.- Sollte irgend jemand einen Kurzlehrgang darüber wünschen, was bei der US-Diplomatie schlecht läuft, dann schaue er sich nicht mehr als

die Rede des US-Botschafters in Ungarn Coleen Bell vor dem Aussenpolitischen Ausschuss des ungarischen Parlaments einmal an.

In typischer Diplomatensprache gibt es da blumige Töne über gemeinsame Werte, man schwimme zusammen im gleichen Wasser wie die Fische (?),

Poetisches wie "aus dem Winter heraus erzwingen wir gemeinsam den Frühling" und Gerede darüber,

gemeinsam "Teil des grössten militärischen und politischen Bündnisses der Welt" zu sein.


Aber man mache keinen Fehler: Unter Botschafterin Bells Glacé-Handschuh lauert die eiserne Faust, geballt zum Zuschlagen,

sollte die Washington verärgernde unabhängig eingestellte von Fidesz geführte Regierung bei den großen Themen aus der Reihe ausscheren.


Und unter den "großen" Themen meint Washington die Angelegenheiten, welche in den Interessen seiner eigenen Aussenpolitik sind, aber nicht jene in Ungarns Interesse sind.


Botschaft an die Ungarn:
Macht, was wir sagen, oder Ihr seid die Leidtragenden!



Botschafterin Bells früherer Job war der eines Seifenopernproduzenten für das Fernsehen.

Doch da sie über zwei Millionen Dollars für die Wahl von Obama sammelte, "erntete" sie ihre Stellung als US-Spitzendiplomat in Ungarn.

Die frühere Fernsehproduzentin versteht es, ihre Richtlinien durchzustellen.

Sie belehrte die Ungarn über Syrien, indem sie ihnen erklärte, dass ISIS und Assad die gleichen Übel sind, beide gleichsam für die Katastrophe Syrien anzuprangern sind.


Sie erzählte den Ungarn, dass ISIS in Syrien aufblühte, weil ISIS "das Chaos des Bürgerkriegs in Syrien ausbeutet.

Eines Konflikts, welcher bisher über 250.000 Menschenleben forderte."


Aber sie erwähnt nicht, daß die USA den "Regimewechsel" in Syrien seinerzeit unterstützten, was das gewaltige Chaos erst hervorbrachte,

welches sie für den Aufstieg von ISIS verantwortlich macht --


dies begann schon 2006, wie wir aus einer von Wikileaks kritisch veröffentlichten Denkschrift der US-Botschaft Damaskus erfahren -- .


Faktisch ist es Propaganda, das Geschehen in Syrien "Bürgerkrieg" zu nennen, denn die gegen die syrische Regierung kämpfenden Kräfte werden alle von ausländischen Mächten


wie Saudi Arabien, der Türkei und den USA finanziert. Dies ist ein Stellvertreterkrieg gegen die syrische Regierung und kein Bürgerkrieg.


Sie erzählt den Ungarn dann weiter, dass ISIS in Syrien bis zum Sturz von Assad nicht zerschlagen werden wird:


"Wir wissen, dass wir ISIS in Syrien nicht zerschlagen können, solange wir es mit dem Bürgerkrieg und vor allem mit Assad zu tun haben.


Denn solange Assad dort ist, bleibt er der mächtigste Magnet für die ausländischen Kämpfer und Rekruten des ISIS."




Unterstellt sie, die Ungarn seien so dumm, dass sie glauben, dass durch das Angreifen und Rückschlagen von ISIS bis Raqqa (mit russischer Hilfe)

die syrische Regierung von Assad derzeit ISIS begünstigen würde?


ISIS anzugreifen soll heissen, dass Assad auf Seiten von ISIS ist?


"Seit Februar reduzierte die Einstellung der Gefechtshandlungen die Gewalttätigkeiten in Syrien, was Millionen von Syrern ermöglichte, erste Schritte

dahingehend zu unternehmen, ein normales Leben zu beanspruchen", sagt die Botschafterin, ohne auch nur zu erwähnen,

was an erster Stelle zum Waffenstillstand geführt hat:

die russische Beteiligung an der Seite der syrischen Armee bei der Dezimierung der Al-Quaeda und ISIS-Stellungen im nordwestlichen und zentralen Syrien.


Faktisch ist es absolut bizarr, dass in der Welt der Botschafterin Bell (und das State Department hackt, wer ihre Rede entwarf) die russische Intervention gegen

Al-Quaeda und ISIS nie stattgefunden hatte oder zu unbedeutend für eine Erwähnung gewesen ist.


Ist irgendein Ungar dermassen desinformiert, dass er solchen Unsinn glauben würde?


Bell benutzte die Tragödie in Syrien, um auf Ungarn Druck auszuüben wegen der (weitgehend von den USA herbeigeführten) Flüchtlingskrise.


Ungarns feuriger Premierminister Viktor Orban stand gemeinsam mit einigen seiner Amtskollegen in Mitteleuropa gegen die Forderungen aus Brüssels (und Washington) auf,

dass Ungarn Tausende Flüchtlinge aufnehmen solle, die dem Ruf der deutschen Kanzlerin Angela Merkel folgten, nach Europa zu kommen und eine Menge Dinge gratis zu geniessen.


Im vorigen Monat sagte Orban im ungarischen Radio, daß wenn er den EU-Flüchtlingsquotenplan akzeptieren würde, "nicht in Ungarn, sondern in Brüssel festgelegt werden würde,

mit wem wir zusammenzuleben haben, und wie die ethnische Zusammensetzung des Landes künftig aussehen würde".

Er hat so ein Ansinnen abgelehnt.


"Jede souveräne Nation hat das Recht und eine Pflicht, ihre Grenzen zu schützen", sagte Bell vor dem ungarischen Parlament.

"Aber jede Nation ist Teil der Weltgemeinschaft, hat auch eine grundlegende Verpflichtung, Flüchtlingsvölkern zu helfen, wenn sie Sicherheit suchen."


Übersetzung: Eure Souveränität wird nicht von Euch festgelegt, sondern eher von uns.

Das ist eine von Orwell 1984 artikulierte Praxis, wonach eine Person zwei völlig entgegengesetzte Gedanken gleichzeitig denken kann,

anscheinend ohne einen mentalen Konflikt.


Aber hier ist der Punkt, wo die eiserne Faust in Bells Glacé-Handschuhen in der Sonne glänzt.


Sie verurteilte punktgenau die Position der ungarischen Regierung, indem sie jene lobte, die die Ansicht der Opposition vertreten, d.h. die ungarische Opposition:

"Wir schätzen den humanitären Geist ungarischer Führer, der Justiz und des militärischen Personals sowie der einfachen Bürger, die auf diese Krise mit Großzügigkeit und Mitleid reagieren."



Dann erteilt sie Ungarn Washingtons Marschbefehle:

"Wir heben weiterhin hervor, dass jegliche Lösung dieser Migrationsherausforderungen darauf abzielen sollte, Leben zu retten und zu schützen, die Menschenrechte für alle Migranten zu sichern

und zu respektieren sowie eine ordnungsgemässe und humane Migrationspolitik durchzuführen.

Dies beinhaltet die Unterstützung der Regierung aller Mitgliedsländer für das Flüchtlingsabkommen zwischen der EU und der Türkei."




Übersetzung: Ungarn muss das EU-Abkommen mit der Türkei unterstützen, welches vorsieht, Zehntausende Flüchtlinge in der EU einschließlich Ungarns anzusiedeln.


Problem ist, daß Ungarns Parlament ausdrücklich Brüssels Zwangsbesiedlungsplan mit Flüchtlingen für Ungarn ablehnte und diesbezüglich die Abhaltung einer Volksbefragung plant.


Bell sagt derzeit, daß Ungarns Abgeordnete und auch die ungarischen Wähler ignoriert und dem Diktat aus Brüssel Folge zu leisten ist.


Kommt die Rede auf Russland, erteilt Botschafterin Bell ebenfalls einige Anweisungen an Budapest: Moskau ist Euer Feind. Und Ihr vergesst das nicht.


Sie sagte den ungarischen Parlamentsmitgliedern:


"Wie mich viele Ungarn erinnerten, braucht man keine Einführung in das Wesen der russischen Aggression. Die Reaktion von ihnen ist stets gewesen, Entschlossenheit zu zeigen.

Faktisch sind unsere besten Waffen die Entschlossenheit und die Solidarität."




Waffen? Ein ziemlich angereicherter Begriff.


Orban wird in Washington als jemand gesehen, der nicht hinlänglich begeistert über die Sanktionen gegen Russland ist, welche Ungarns Handels- und Geschäftsinteressen schmerzen.


Botschafterin Bell machte deutlich, daß Ungarn sich den US-Forderungen an Russland anschliessen muss, selbst wenn sie völlig unerträglich sind:

"Wie die Vereinigten Staaten und Ungarn oft übereinstimmten, hat Russland eine simple Wahl:

Minsk voll durchzusetzen oder weiterhin Sanktionen ausgesetzt zu sein. Russland muss die Waffen und Truppen aus dem Donbass abziehen.

Russland muss sicherstellen, dass alle ukrainischen Geiseln zurückgegeben werden. Russland muss den vollen humanitären Zugang zu den besetzten Gebieten ermöglichen.

Russland muss freie, gerechte und international überwachte Wahlen im Donbass nach ukrainischem Recht unterstützen.

Und am wichtigsten ist, dass Russland die Souveränität der Ukraine wiederherstellen muss."




Der letzte Punkt sollte heissen, daß Russland den Willen des Volkes auf der Krim ignorieren müsse, welches in überwältigender Mehrheit für die

Wiedervereinigung mit Russland nach gerade mal 25 Jahren Teilhaberschaft an der unabhängigen Ukraine stimmte.


Botschafterin Bell vertraut darauf, dass Budapest alles tun wird, was Washingtom ihm zu tun auferlegt:

"Darüber hinaus steht Ungarn gleichsam vor den grossen Herausforderungen unserer Zeit. Und die Vereinigten Staaten zählen auf Sie."



Um den Keil noch stärker zu treiben, erinnert US-Botschafterin Bell die Ungarn, dass sie Teil "unserer Weltordnung" sind und verweist auf die grossen Beispiele, die die USA abgegeben hat, darunter:


"Unser System der internationalen wirtschaftlichen, politischen und gesellschaftlichen Normen und Einrichtungen hat den Frieden erhalten und den Wohlstand seit Jahrzehnten zementiert.


Ob es das internationale Recht, der Umweltschutz, die Handelsregeln, die Antikorruptionsgesetze, die Kinderarbeitsgesetze, die Gewährleistung der Menschenrechte, das Nichtweiterverbreitungsregime,

die öffentlichen Gesundheitssysteme, die internationalen Finanzinstitutionen, UN-Friedenssicherung oder eine robuste Zivilgesellschaft ist - all diese Normen und Institutionen

spenden Leben und Stabilität für unsere Weltordnung."


In einem Zeitalter, in welchem die NSA unschuldige Amerikaner ausspioniert, Guantánamo für CIA-Folter steht, Waffenverkäufe an den übelsten Diktator der Welt (Saudi-Arabien) erfolgen,

die Umwelt durch die US-Kriegsmaschinerie vernichtet wird, "Regimewechsel"-Einsätze die Souveränität anderer Staaten brechen und eine rechtlose Aggression entgegen den Gesetzen

der USA und der Weltgemeinschaft wie in Libyen usw. stattfindet, sollte Bells Gerede, "unsere Weltordnung" wäre der Nabel der Zivilisation, Gelächter unter den meisten Ungarn auslösen.


Faktisch geht von Libyen bis Syrien und bis zur Ukraine sowie Pakistan und Afghanistan die Interventionspolitik der USA zur Erzwingung einer Weltordnung mit Blutbädern und Kanonengeschossen

in der Geschichte einher mit dem Autoritarismus des 20. Jahrhunderts als einem der finstersten Kapitel der Menschheit.


Hier die Kurzfassung Botschafterin Bells an Budapest:

"Unser Partner zu sein, das bedeutet, dass Sie tun, was wir sagen, und zwar völlig unabhängig davon, ob dies in Ihrem Interesse liegt oder nicht."



Dummerweise ist dies Moskaus Botschaft an Budapest von 1948 bis 1989 gewesen.*



Quelle: http://www.ronpaulinstitute.org/archives/featured-articles/2016/may/06/us-ambassador-to-hungary-overthrow-assad-let-in-refugees-and-fight-russiaor-else/



* Anmerkung von MATUTINGSROUP: Dieser letzte Satz entspricht keinesfalls den Realitäten seinerzeit.









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Hands away of Russia!

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-----Original-Nachricht-----
Betreff: AW: Übersetzung Ihrer Homepage
Datum: 2016-03-01T21:11:22+0100
Von: "Eckart Kreitlow" eckartkreitlow@t-online.de
An: "Anna Bojkova" dolmetscher-minsk@mail.ru






Sehr geehrte Frau Bojkova,

vielen Dank für Ihre Email und Ihr Angebot.

Unser Projekt Neue Unabhängige Onlinezeitungen (NUOZ) auf Ostsee-Rundschau.de lenkt vor allem durch Linksetzungen die

Aufmerksamkeit auf Beiträge in deutscher Sprache in anderen externen Medien im Internet, die wir für wichtig halten, so dass

eine Übersetzung ins Russische ebenso wie in eine andere Sprache wenig Sinn macht.

Unsere eigenen journalistischen Beiträge, die zwar auch auf Ostsee-Rundschau erscheinen, sind wahrscheinlich nicht

so bedeutsam, dass sie für Bürgerinnen und Bürger im russischen Sprachraum interessant wären.

Trotzdem bedanken wir uns nochmals sehr herzlich für Ihr Angebot und wünschen Ihnen alles Gute!


Herzliche Grüße!

Eckart Kreitlow, Ostsee-Rundschau.de






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-----Original-Nachricht-----
Betreff: Übersetzung Ihrer Homepage
Datum: 2016-02-28T12:48:17+0100
Von: "Anna Bojkova" dolmetscher-minsk@mail.ru
An: "buero" buero@tut.by






Sehr geehrte Damen und Herren,

wenn Sie Ihren Internetauftritt, einzelne Inhalte oder die Dokumentation ins Russische übersetzen lassen möchten,

würde ich mich freuen,wenn es zu einer Zusammenarbeit kommen würde.

Jederzeit stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung.

Ich heiße Anna,bin 36 Jahre alt,lebe in Weissrussland (Republik Belarus).

Meine kompletten Bewerbungsunterlagen und Referenzen sende ich Ihnen auf Wunsch gerne zu.


Weitere Leistungen:

• Vermittlung von Geschäftskontakten

• Dolmetschen und Unterstützung vor Ort(alle GUS-Staaten und die Ukraine) etc.

• Ihr Repräsentant in den GUS-Staaten und der Ukraine


Mit freundlichen Grüßen

Bojkova Anna
Minsk,Belarus





















Historische Reden und Aussagen















Neue Verantwortung Deutschlands für Frieden, Freiheit, Demokratie und Gerechtigkeit - Rede von Oskar Lafontaine bei der Gedenkveranstaltung der Linksfraktion im Bundestag 
 zum 70. Jahrestag der Befreiung vom Faschismus. Weiterlesen: http://www.oskar-lafontaine.de/links-wirkt/details/t/neue-verantwortung/

















•    Rede von Egon Krenz "70 Jahre nach der Befreiung Europas vom deutschen Faschismus" in PDF-Format














Historische Reden und Aussagen















70 Jahre nach der Befreiung Europas vom deutschen Faschismus

(Rede von Egon Krenz, ehemaliger Vorsitzender des Staatsrates der DDR und Generalsekretär des ZK der SED, auf Veranstaltungen zum 8./9. Mai 2015)



Liebe Freunde,

kürzlich erhielt ich eine mich sehr bewegende E-Mail aus Russland. Ein russischer Freund, mit dem zusammen ich vor 50 Jahren in Moskau studiert hatte, schrieb mir:


„Wir haben den Krieg gewonnen und letztlich doch verloren. An unseren Grenzen steht die NATO. Fremde Truppen in der Nähe unserer Heimaterde, das sollte
es nach den furchtbaren Erfahrungen des deutschen Überfalls vom 22. Juni 1941 nie wieder geben. Dafür starben Millionen meiner Landsleute. Siebzig Jahre
danach wird Russland von Deutschland wieder bestraft, nicht mit einem Überfall, aber mit einem Wirtschaftskrieg und mit übler Hetze gegen mein Heimatland.“




Soweit Gedanken und Gefühle eines Russen, der als junger Mann noch Kriegsteilnehmer war.

Eine Einzelmeinung? Oder nur die Äußerung eines verbitterten alten Mannes? Keineswegs!

Die Russen haben aus ihrer Geschichte heraus ein gutes Gefühl dafür, wer ihrem Land Gutes will und wer es demütigt.

Die USA, die offen den Beitrag Russlands als Sieger über den Hitlerfaschismus verkleinern und das Land als gleichberechtigten Faktor der Weltpolitik ausschalten wollen,

stoßen auf Gegenwehr nicht nur bei Putin, sondern vor allem bei der Mehrheit der Bevölkerung.

Viele Russen gehen davon aus, dass Deutschland an der Seite der USA steht, was seit Monaten zum erheblichen Prestigeverlust der deutschen Politik in Russland geführt hat.

Das beeinflusst auch negativ die vermeintliche deutsche Vermittlerrolle im Konflikt mit der Ukraine, weil Deutschland einseitig Partei gegen Russland ergreift.

Wer sich hierzulande bemüht, über solche Zusammenhänge auch nur nachzudenken, für den wurden neue Wörter erfunden.

„Russlandversteher“ oder „Putinversteher“ heißen sie.

Bestimmte Medien benutzen sie gar als Schimpfwort gegen Menschen, denen die antirussichen Ausfälle hierzulande missfallen und diese als „Russenphobie“ kritisieren.




Was wahr ist, muss wahr bleiben! Gegen Umdeutungen der Geschichte!




Für mich ergibt sich aber die Frage:

Kann eine deutsche Regierung überhaupt konstruktive Russlandpolitik machen, wenn sie sich nicht bemüht, das Land zu verstehen,

sich in die Probleme Russlands hineinzudenken oder auch nur hinein zu fühlen?


Das muss ja durchaus nicht bedeuten, alle russischen Entscheidungen zu akzeptieren.

Doch sich verstehen ist notwendig, um überhaupt zusammen leben zu können.

Wer sich weigert, die Politik seines Nachbarn zu verstehen, der wird keinen freundschaftlichen Zugang zu ihm finden können.

Dies ist letztlich zum Nachteil Deutschlands.


Jede verpasste Chance in den Beziehungen zu Russland, ist immer auch eine vertane Zukunftschance für Deutschland.


Deutschland hat eine sichere Zukunft nur mit und nicht gegen Russland.

Das wusste schon der Eiserne Kanzler Bismarck.

Wenn Regierende heutzutage über die Beziehungen Deutschland zu Russland sprechen, halten sie es nicht einmal für erwähnenswert, dass es mehr als 40 Jahre lang eine enge Gemeinschaft UdSSR/DDR gab,

die auch bei notwendiger differenzierter Betrachtung viel Gutes für uns Deutsche brachte.

DDR Bürger haben einen enormen Anteil daran, dass sich in der Nachkriegszeit das Bild vom verbrecherischen Deutschen, der das Sowjetland verwüstet hatte, von Grund auf veränderte.

Aus Gegnern wurden Freunde. Das ist auf deutscher Seite in erster Linie das Verdienst der DDR.

Wenn bei Umfragen Ostdeutsche heutzutage oft ein anderes Russlandbild haben als Menschen, die im Westen groß geworden sind, dann hängt das mit der DDR zusammen.




Was wahr ist, muss wahr bleiben! Gegen Umdeutungen der Geschichte!




Hier wurde die Antisowjethetze bekämpft.

In Ostdeutschland wurde schon gleich nach dem Krieg damit begonnen, Wahrheiten über die Russen zu verbreiten, während sich in Westdeutschland oft das von den Nazis verbreitete Bild vom „bösen Russen“ hielt.

Für einen Russen ist es nach all dem heute schwer zu verstehen, dass die deutsche Verteidigungsministerin so kurz vor dem „Tag des Sieges“ ins Baltikum fährt, um die „deutsche Speerspitze“ einer Eingreiftruppe

zu bekräftigen.

Abgesehen vom Inhalt, fehlt bei solchen Aktionen jedes Einfühlungsvermögen in die deutsch-russische Geschichte und auch in die russische Mentalität.

Ich gestehe, mich hat die oben erwähnte E-Mail aus Moskau sehr betroffen gemacht.

Sie hat auch bei mir Emotionen frei gesetzt.

Unwillkürlich erinnerte ich mich an mein Treffen mit Gorbatschow am 1. November 1989.

Ich hatte ihn damals daran erinnert, dass die DDR im Ergebnis des Sieges der UdSSR im Zweiten Weltkrieg und des folgenden Kalten Krieges entstanden war.

Also auch ein Kind der Sowjetunion war. Ich fragte ihn, ob die Sowjetunion angesichts der Situation im Herbst 1989 weiterhin zu ihrer Vaterschaft stünde.

Er erklärte mir, dass es daran keinen Zweifel gebe.

Und er sagte auch warum:

Solange nämlich NATO und Warschauer Vertrag bestünden, solange werde es keine deutsche Einheit geben.

Der einzige Grund für ihn, so Gorbatschow damals, über die deutsche Einheit nachzudenken, wäre die gleichzeitige Auflösung der beiden sich feindlich gegenüberstehenden Militärblöcke.

Das aber, so der sowjetische Präsident, könne sich kein ernsthafter Politiker in der Welt vorstellen, weder in den USA, noch in Frankreich, Großbritannien oder sonst wo.


Das war – wie gesagt – noch am 1. November 1989!


Bald änderte Gorbatschow seine Meinung. Schon Anfand Dezember 1989 erklärte er gegenüber dem amerikanischen Präsidenten bei stürmischer See auf Malta den Kalten Krieg einseitig für beendet.

Ziemlich vertrauensselig wunderte er sich darüber, dass Bush sen. es ihm nicht gleich tat, sondern die USA zum Sieger im Kalten Krieg ausrief, während er, Gorbatschow, naiv dafür warb,

dass es keine „Sieger und Besiegte“ des Kalten Krieges, sondern nur „Gewinner“ gebe.


Gorbatschow ließ sich von den USA über den Tisch ziehen,


gestand der NATO ihre weitere Existenz trotz Auflösung des Warschauer Vertrages zu und machte hinter dem Rücken der DDR-Führung den Weg zur

deutschen Einheit frei, ohne dafür vertraglich bindend politische Gegenleistungen zu fordern.


Das Ergebnis: Das Territorium der Warschauer Militärkoalition, das einst die Sowjetarmee befreit hatte,

wurde innerhalb kurzer Zeit nicht blockfrei, sondern dem Militärbündnis des politischen Gegners zugeschlagen.



Gorbatschow gab sich leichtgläubig mit einer mündlichen Versicherung zufrieden, dass sich die NATO nicht weiter nach Osten ausdehnen würde.


Zwar bestreiten einige Politiker nachträglich, dass es je eine solche Zusicherung gegeben habe.


Doch die Archive sprechen eine andere Sprache.




Was wahr ist, muss wahr bleiben! Gegen Umdeutungen der Geschichte!




Der damalige NATO-Generalsekretär Wörner hatte am 17. Mai 1990 öffentlich bekannt gegeben:

„Schon der Fakt, dass wir bereit sind, die NATO-Streitkräfte nicht hinter den Grenzen der BRD zu stationieren, gibt der Sowjetunion feste Sicherheitsgarantien.“


Das war – wie gesagt - im Mai 1990. Da gab es die DDR noch.


Das heißt: Die Sicherheitsgarantie der NATO lautete eigentlich sogar:

Östlich von Elbe und Werra, also den damaligen Ostgrenzen der BRD, sollten keine NATO-Truppen stationiert werden.

Das bedeutet: Auch auf dem Territorium der DDR nicht!


Dass Monate nach dieser Erklärung die UdSSR zerschlagen wurde, kann nicht als Vorwand dafür gelten, die gemachten Zusagen der NATO nicht einzuhalten.

Bekanntlich ist die Sowjetunion nicht durch Volkes Willen aufgelöst worden.

Nicht durch einen Volksaufstand. Eine Volksbefragung hatte dagegen ergeben, dass die Mehrheit der Sowjetbürger für den Erhalt der Union war.

Die Sowjetunion wurde von Teilen der sowjetischen Elite von oben zerschlagen. Das hat Gorbatschow und Jelzin die Sympathie des Westens gesichert.

Mit dem ständig alkoholisierten Jelzin hatten die USA und ihre Verbündeten zudem ein leichtes politisches Spiel.

In den Vorzimmern der Macht saßen US-amerikanische Berater.

Damit und mit der Verschleuderung des russischen Volksvermögens an US- amerikanische und internationale Konzerne wie es der Oligarch Chodorkowski betrieb, hat Putin Schluss gemacht.

Er stellt wieder russische Interessen in den Vordergrund.

Das bringt ihm im eigenen Lande hohe Sympathiewerte.


Damit hat er aber auch den Haß jener Kräfte auf sich gezogen, die Russland als gleicberechtigten Teilnehmer an der Lösung internationaler

Probleme ausschalten wollen und das Land lediglich - wie es Obama frank, frei und arrogant verkündete - nur als “Regionalmacht” betrachten.

Ziel ist es, in Russland ein dem Westen zugewandtes Regime zu installieren.





Was wahr ist, muss wahr bleiben! Gegen Umdeutungen der Geschichte!




Nichts lieber hätten diese Leute als einen Maidan auch auf dem Roten Platz in Moskau.

An diesem Punkt muss angesetzt werden, wenn es um die Ursachen der Konflikte in der Welt geht. Vieles, was heute in der Welt durcheinandergeraten ist, die Konflikte im Irak, in Syrien, in Libyen, im Jemen,

aber auch in der Ukranine, hängen mit den Jahren 1989 bis 1991 zusammen als die Sowjetunion zerschlagen wurde.

Die UdSSR war bis dahin eine Barriere gegen die Weltmachtambitionen der USA.

Undenkbar, dass es bei ihrer Existenz einen so breiten Gürtel von Bürgerkriegszonen gegeben hätte, wie wir sie jetzt im Nahen und Mittleren Osten erleben, wo der Westen unter der Losung

des “Sturzes von Diktatoren” und der Menschenrechte im Prinzip Bürgerkrige erst möglich gemacht hat.

Ohne die Sowjetunion fehlt jedes Korrektiv. Den USA ging es 1989 nur zweitrangig um die deutsche Einheit, viel wichtiger war für sie, dass Russland seine Streitkräfte aus Mitteleuropa

abzog und sie sich selbst hier festsetzten und ihre Atomwaffen weiter stionieren konnten. Nicht die Rückkehr der altrussischen Krim in die Russische Föderation ist die Ursache dafür,

dass Russland und sein Präsident vom Westen verteufelt werden.

Es gibt Beispiele genug, wie das lange vor der dem Staatsstreich in der Ukraine entstand.

Ich erinnere auch an die antirussische Propaganda im Zusammenhang mit den olympischen Winterspielen in Sotschi.

Geschichtsinteressierten dürfte noch gut bekannt sein, dass einst die Nazis Vorurteile, Feindschaften und Hass gegen die Sowjetunion schürten,

um die Deutschen für einen Krieg reif zu machen.


Was ja auch gelang. Allein dieser geschichtliche Umstand sollte daran erinnern, dass Russenphobie kein Ersatz für konstruktive Politik sein kann.

Russlands Abwehr der Osterweiterung der NATO kommt ja nicht wie Phönix aus der Asche. Putin hat den Westen rechtzeitig gewarnt, den Bogen nicht zu überspannen.

Vor dem Deutschen Bundestag sagte er schon im September 2001, als an den Staatstreich in der Ukraine noch nicht zu denken war, in einwadfreiem Deutsch, also für jeden verständlich:


„Wir haben immer noch nicht gelernt, einander zu vertrauen… Mal verlangen wir Loyalität zur NATO, mal streiten wir uns

über die Zweckmäßigkeit ihrer Ausbreitung.

Wir können uns immer noch nicht über die Probleme im Zusammenhang mit dem Raketenabwehrsystem einigen….

Die Koordinationsorgane geben Russland keine realen Möglichkeiten, bei der Vorbereitung von Beschlüssen mitzuwirken.

Heutzutage werden Entscheidungen ohne uns getroffen. Wir werden dann nachdrücklich gebeten, sie zu bestätigen…

Wir sollten uns fragen, ob das normal ist, ob das eine echte Partnerschaft ist? … “



Und weiter: „ …wir (haben) uns bis jetzt noch nicht von vielen Stereotypen und ideologischen Klischees des Kalten Krieges befreit …“.




Das war vor fast 14 Jahren!



Auf der 43. Münchener Sicherheitskonferenz im Februar 2007 wurde er noch deutlicher:



„Nebenbei gesagt, lehrt man uns - Russland – ständig Demokratie.

Nur die, die uns lehren, haben selbst, aus irgendeinem Grund, keine rechte Lust zu lernen ...”

Man darf”, forderte er, “ die UNO nicht durch die NATO oder die EU ersetzen ...

Ich denke, es ist offensichtlich, dass der Prozess der NATO-Erweiterung keinerlei Bezug zur Modernisierung der Allianz selbst oder zur Gewährleistung der Sicherheit in Europa hat.

Im Gegenteil, das ist ein provozierender Faktor, der das Niveau des gegenseitigen Vertrauens senkt.

Nun haben wir das Recht zu fragen: Gegen wen richtet sich diese Erweiterung?

Und was ist aus jenen Versicherungen geworden, die uns die westlichen Partner nach dem Zerfall des Warschauer Vertrages gegeben haben?”



Soweit Auszüge aus bekannten Reden, an die in Deutschland kaum noch erinnert wird.

Die USA und die NATO sind auf Russlands Bedenken nie eingegangen.

Dagegen ist oft von den “Ängsten der Polen und Balten” vor den Russen die Rede, obwohl es dafür keine ernsthaften Gründe gibt.

Putin hat das mehrfach gesagt.

Die Ängste der Russen dagegen spielen in der politischen Öffentlichkkeit keine Rolle, obwohl sie durch die Politik der USA und der NATO angeheitzt werden:


Ende Februar zum Beispiel stellte sich im estnischen Narva ein US-Panzer mit Sternenbanner am Grenzübergang zu Russland auf.

Bei einem solchem Bild erinnere ich mich an den 27. Oktober 1961, als sowjetische und amerikanische Panzer sich in Berlin gefechtsbereit gegenüber standen und die Welt

von einem Dritten Weltkrieg nur durch einen weißen Grenzstrich in der Berliner Friedrichsstraße getrennt war, wie Chruschtschow das damals ausdrückte.

Im März dieses Jahres fanden sich 3.000 NATO-Soldaten mit 750 Panzern und schwerem Gerät zu Manövern im Baltikum ein.

NATO-Marine-Schiffe probten im Schwarzen Meer.

Stützpunkte an Russlands Grenzen werden erweitert und neue Militär-Strukturen dort geschaffen.

Die von den USA dominierte NATO agiert mit zunehmender Aggressivität.


Das verschärft die Lage! Macht Angst vor einem Krieg.

Da frage ich einfach mal: Wie würden wohl die USA reagieren, würde Russland beispielsweise gleiches in Venezuela oder auf Kuba tun?

Zu dieser Vorstellung brauchen wir ja nicht einmal viel Phantasie.

Es gibt ja ein historisches Beispiel aus dem Jahre 1962, als die Menschheit kurz vor einem von den USA angedrohten Atomkrieg stand.


Nein, liebe Freunde, die Zukunftsvision eines friedliebenden Europa zerschellte nicht in der Ostukraine, auch nicht auf der Krim.

Sie zerbrach schon in den neunziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts, als NATO - Staaten Jugoslawien bombardierten.

Sie machten damit aus dem Kalten einen heißen Krieg. Erstmals seit 1945. Und das mitten in Europa.

Russland und Putin werden hierulande politisch instrumentalisiert, um deutsche Verantwortung in der Welt militärisch zu begründen, die Aufrüstung

der NATO- Staaten zu rechtfertigen und mehr Geld für die Aufrüstung zu bekommen.

Dazu wird suggeriert, Putin wolle die Sowjetunion wieder herstellen.

Was für ein Quatsch!

Putin ist Oligarch und weit davon entfernt, Sozialist oder Kommunist zu sein.

Sicher weiß auch er, dass es für die Wiederherstellung der UdSSR gar keine politischen Voraussetzungen gibt.

Mir geht es auch nicht um seine Ideologie, wohl aber um die Rolle seines Landes, das aus vielerlei Gründen einen gleichberechtigten und sicheren Platz

in der Völkerfamilie verdient hat.

Ich gehöre zu jenen Deutschen, die der Meinung sind, dass die Nichtteilnahme der Bundeskanzlerin an der Militärparade anlässlich des „Tages des Sieges“

in Moskau ein politischer wie moralischer, vor allem aber ein strategischer Fehler ist.

Sie hat dem Druck der USA nachgegeben, die die Russische Föderation als „Regionalmacht“ demütigen wollen.

Dazu ein kurzer Blick in die Geschichte: Als Hitlers Krieg gegen die UdSSR begann, sagte US-Senator Truman, der spätere US-Präsident:


"Wenn wir sehen, dass Deutschland siegt, sollten wir Russland helfen, und wenn wir sehen, dass Russland siegt, sollten wir Deutschland helfen …“



Das ist genau jenes Muster, das kürzlich George Friedmann, Chef eines zwar privaten, aber weltbekannten US-amerikanischen Instituts für Strategische Studien,

in aller Offenheit für die Politik der USA seit über 100 Jahren eingestanden hat.

Er bekannte: Den USA sei es immer darum gegangen, eine Allianz zwischen Russland und Deutschland zu verhindern.

Sie berge nämlich das gefährlichste Potential in sich, denn eine solche würde eine Verbindung zwischen deutscher Technologie und deutschem Kapital

und russischen natürlichen und menschlichen Ressourcen nach sich ziehen.



Das heißt:


Deutschland und Russland sollen gegeneinander aufgehetzt werden,


damit beide Länder geschwächt werden und die USA die siegreichen Dritten sind.



Das ist eine verblüffende Offenheit.

Sie ist zwar zynisch, aber leider wahr.


Wer meiner Interpretation des Auftritts von George Friedmann misstraut,

kann sich jederzeit ein entsprechendes Video im Internet ansehen.

Er wird dies bestätigt finden.



Dass die Kanzlerin trotz des Drucks aus den USA am 10. Mai am „Grabmal des Unbekannten Soldaten“ in Moskau einen Kranz niederlegen will,

hat emotional wohl viel mit ihrem ersten Leben in der DDR zu tun.

Hier wurde der 8. Mai schon kurz nach Gründung der DDR als „Tag der Befreiung“ begangen.

Hier gehörte es zum politischen Alltag, die Befreier Deutschlands zu würdigen. Die aus der UdSSR und die ihrer Alliierten.


Frau Merkel lässt aber außer Acht, dass das Sicherheitsbedürfnis Russlands gerade auch aus einem Datum deutscher Geschichte resultiert.

Dies ist der 22. Juni 1941, als Nazideutschland wortbrüchig die UdSSR überfiel. Wer mit dieser geschichtlichen Schuld belastet ist, darf

weder „Strafaktionen“ noch „NATO Sperrspitzen“ gegen Russland unterstützen.

Vielmehr müssen alle Gelegenheiten genutzt werden, die Russland und Deutschland näher bringen.

Zu Beginn dieses Jubiläumsjahres gab Bundespräsident Gauck im Januar der DPA ein Interview.

Darin behauptet er:

„Anders als noch vor drei Jahrzehnten ist es heute in Deutschland anerkannt, dass der 8. Mai 1945 ein Tag der Befreiung war“.


Herr Gauck macht damit den Eindruck, als wäre er schon damals Bundesbürger gewesen. Die DDR zählt er inzwischen gar nicht mehr zu Deutschland.

Als gewesener DDR-Bürger müsste er doch wenigstens wissen, dass in der DDR 1985 der 8. Mai schon zum 40. Male begangen worden war.

Er war Gedenktag und von 1950 bis 1966 und erneut 1985 sogar gesetzlicher arbeitsfreier Feiertag.

Der 8. Mai markiert nicht – wie das heute fälschlicherweise heißt - das Weltkriegsende.

Der Weltkrieg war erst am 2. September 1945 zu Ende, nachdem auch Japan kapituliert hatte. Zuvor hatten die USA dort noch zwei Atombomben eingesetzt.

Der 8. Mai markiert vielmehr, dass Deutschland eine 4-fache Befreiung erlebte, auch wenn das damals sehr vielen Deutschen nicht bewusst war:

Deutschland wurde befreit von der Herrschaft des Faschismus.

Es wurde befreit von dem Zwang, sich weiterhin dessen Rassenwahn zu unterwerfen.

Es wurde befreit von dem Zwang, weiter dessen Eroberungsdrang zu folgen, und

es wurde befreit von dem Zwang, sich weiter an Kriegsverbrechen und Völkermord zu beteiligen.

Es ist richtig: In der alten Bundesrepublik sprach Altbundespräsident von Weizsäcker 1985 in seiner Gedenkrede

vor dem Deutschen Bundestag zwar auch vom „Tag der Befreiung“.

Doch im Unterschied zur DDR:

Zum ersten Mal seit 40 Jahren!


Dennoch: Ein gesamtgesellschaftlicher Konsens darüber ist doch bis heute nicht gefunden worden.

Wie sonst kommt der Bundespräsident dazu, in dem genannten Interview folgendes zu behaupten:


„Woran allerdings nicht jeder Westdeutsche sofort denkt: dass dieser Tag der Befreiung für einen Teil der Deutschen, nämlich die Ostdeutschen,

eine Befreiung zu neuer Unfreiheit war“.



Eigentlich bedarf eine solche geschichtsfremde Äußerung, die dazu der Überzeugung sehr vieler Ostdeutscher widerspricht,

keines Kommentars, stünde dahinter nicht der Versuch, die Geschichte des 20. Jahrhunderts umschreiben zu wollen.

Wie komme ich zu einer solchen Meinung?

Im Juni 2013 hielt Herr Gauck vor dem „Deutsch-russischen Forum“ in Potsdam eine Rede, über die eine Zeitung titelte[1]:


„Gauck rät Russland zur Aufarbeitung“

Gut, dachte ich, eigenartig zwar, dass ausgerechnet ein deutsches Staatsoberhaupt den Drang verspürt, Russland zu erklären,

wie es mit seiner Geschichte umzugehen hat.

Den Russen zu sagen, was gut und was schlecht für ihr Land ist. Eine gewisse Zurückhaltung, so meine Meinung, wäre angesichts unserer belasteten

Geschichte für deutsche Politiker angebracht.

Das bedeutet keineswegs, dass ich von einer allgemeinen „deutschen Kollektivschuld“ spreche, die auch nachgeborene Generationen

für deutsche Verbrechen im Zweiten Weltkrieg verantwortlich macht.

Nein, das tue ich nicht.

Aber Politiker haben die Verantwortung, sensibel mit geschichtlichen Tatsachen umzugehen.



Was wahr ist, muss wahr bleiben! Gegen Umdeutungen der Geschichte!




Und zu diesen Tatsachen zählt, dass von den über 50 bis 60 Millionen Toten des Zweiten Weltkrieges

nach neuesten Zahlen allein 28 Millionen Sowjetmenschen waren, darunter die Mehrheit Russen.

Sollte nicht allein dies für Deutschland Anlass sein, einen ähnlich behutsamen Umgang mit Russland zu pflegen wie die Bundesrepublik es beispielsweise mit Israel macht?

Nun gut, dachte ich, Herr Gauck sieht das anders. Er hielt ja im vergangenen Jahr zum 75. Jahrestag des Kriegsbeginns in Polen auch eine stark antirussische Rede,

in der er es nicht für notwendig hielt, auf die russischen Opfer des Krieges hinzuweisen.


Also schauen wir mal, was Russland nach seiner Meinung denn überhaupt aufarbeiten soll?


Und da lese ich:

„Nur, wer seine Schuld eingesteht, kann seine Vergangenheit aufarbeiten“.



Soweit so gut.

Ziemlich allgemein, meine ich.

Doch Herr Gauck überträgt diese von ihm formulierte Norm auch auf die deutsch-russische Geschichte.


Und er macht es ziemlich autoritär.

"Sie haben Pech, aber ich betrachte mich als Fachmann auf diesem Gebiet",

so stellte er sich den russischen Teilnehmern der 15. Potsdamer Begegnungen vor.


Und dann kommt der folgende Gedanke des Herrn Gauck:


• In Deutschland und Russland habe es schreckliche Diktaturen gegeben.

Eine selbstkritische Geschichtsschreibung habe Deutschland jedoch geholfen, die Fehler der Vergangenheit aufzuarbeiten.

Das Land habe erst zu sich und später zu anderen gefunden, als es sich seine Kriegsverbrechen eingestand.




Mit Blick auf Russland formulierte er dann:

Trauere eine Nation jedoch ihrem vergangenen imperialen Mythos nach und selektiere ihr historisches Wissen, erschwere sie sich

den Weg in eine zivile Gesellschaft.



Wie anders soll man das verstehen als einen Hinweis darauf, dass nun auch Russland Reue zeigen müsse?

Offensichtlich geht es dem Bundespräsidenten um die Schuldfrage am Ausbruch des Zweiten Weltkriegs.


Ein Streit um die Geschichte ist ja immer auch ein Streit um die Gegenwart.


Die Umdeutung der Geschichte ist inzwischen mit einer Neuverteilung der Schuld verbunden.


Herr Gauck gehört ja zu den Erst-Unterzeichnern der sogenannten Prager Erklärung vom 3. Juni 2008, die dazu auffordert,

den 23. August, also den Tag der Unterzeichnung des sogenannten „Hitler-Stalin-Paktes“ als europäischen Gedenktag zu begehen.



Das heißt: Es wird relativiert.

Man will zwei Schuldige am Krieg haben: Hitler und Stalin.

Nicht Deutschland allein, sondern im Bunde mit der Sowjetunion!

Seit langem ist zu beobachten, dass auch in Deutschland Politiker, Historiker und Medien, die gesamte Geschichte des 20. Jahrhunderts

„antisowjetisch“ und „antirussisch“ interpretieren.



Was wahr ist, muss wahr bleiben! Gegen Umdeutungen der Geschichte!




Demzufolge formulierte auch der Präsident des Deutschen Bundestages, Lammert, aus Anlass des 75. Jahrestages

des Kriegsbeginns am 10. September vergangenen Jahres folgendes:

„ Dem deutschen Überfall war ein diplomatisches Schurkenstück vorausgegangen, … ein Angriffspakt zweier ideologischer Antipoden“,

… die sich „darauf verständigt hatten, Mitteleuropa mit imperialer Brutalität in Einflusssphären untereinander aufzuteilen.“[2]



Man muss wirklich kein Stalinverteidiger sein, um auf die historische Tatsache hinzuweisen, dass Hitler seine Kriegsziele schon Jahre

vor dem angeblichen „Schurkenstück“ festgelegt hatte.

Dieses „Schurkenstück“ heißt übrigens historisch korrekt nicht „Hitler-Stalin-Pakt“, sondern „Nichtangriffsvertrag zwischen

dem Großdeutschen Reich und der Union der Sozialistischen Sowjetrepubliken“.

Man mag viele Argumente gegen den Vertrag vorbringen können.

Auch viele deutsche Kommunisten waren damals und auch später irritiert, dass die Sowjetunion einen Vertrag mit Hitler-Deutschland

abgeschlossen hatte und dass dazu auch noch eine Geheimabkommen gehörte.

Doch, daraus zu schließen, auch die Sowjetunion sei schuld am Ausbruch des Zweiten Weltkrieges, geht an den Realitäten vorbei.

Bei allem Zweifel an dem deutsch-sowjetischen Vertrag darf niemals vergessen werden:

Hitler plante und führte den Krieg von Anfang an als einen Vernichtungskrieg gegen die Sowjetunion.


Schon in seinem Buch „Mein Kampf“ hatte er die Eroberung von „Lebensraum im Osten“ verkündet.

Er wollte einen Krieg gegen den „jüdischen Bolschewismus“, was sein Synonym für Sowjetunion war.

Dass die sowjetische Führung angesichts dieser Pläne alle Versuche unternahm, diesen Krieg so weit wie möglich hinauszuschieben

und dabei in erster Linie an ihre eigenen Bürger und an ihre eigene Sicherheit dachte, ist ihr ja wohl nicht zu verdenken.

Fragen wir einen Zeitzeugen, der über die Rolle der UdSSR in der Vorkriegszeit besser Bescheid weiß als ideologische Geschichtsdeuter.

Ich meine den konservativen britischen Premierminister Winston S. Churchill.

Er hat ein Buch geschrieben mit dem Titel „Der Zweite Weltkrieg“[3], wofür er 1953 sogar den Nobelpreis für Literatur erhielt.

Darin analysiert er auch das Streben Russlands nach einer Europäischen Sicherheit, die Inaktivität des Westens in dieser Frage

und sowjetischen Vorschläge für die Verteidigung der durch das Münchener Abkommen bedrohten Tschechoslowakei.



Churchill kommt zu dem bemerkenswerten Schluss:

„Das Angebot Russlands wurde einfach übergangen. Man warf die Macht der Sowjets nicht in die Waagschale gegen Hitler

und behandelte die Russen mit einer Gleichgültigkeit - um nicht zu sagen Verachtung – die in Stalins Einstellung ihre Spuren zurückließ…

Dafür mussten wir später teuer bezahlen.“




Und an anderer Stelle notiert der Mann, der zu den Großen Drei des Gipfels von Jalta zählt, Folgendes:

„ Am 16. April (1939) machte sie (gemeint ist die Sowjetunion) dennoch ein formales Angebot….

für die Schaffung einer gemeinsamen Front zu gegenseitiger Hilfeleistung zwischen Großbritannien, Frankreich und der UdSSR.

Die drei Mächte, wenn möglich mit Teilnahme Polens, sollten außerdem die Grenzen derjenigen Staaten in Mittel- und Osteuropa garantieren,

die von der deutschen Aggression bedroht waren.“



Nachdem das alles durch Schuld des Westens nicht funktionierte, kam Churchill zu der Schlussfolgerung:


„ Russland musste für seine Sicherheit sorgen“.



Der Abschluss des Vertrages zwischen Deutschland und der Sowjetunion sowie die territorialen Entscheidungen der Sowjetunion nannte Churchill

für die Sowjetunion „lebenswichtig“, jedenfalls auch im „höchsten Maße realistisch.“


Wenn man diese Fakten kennt, kann man nur zu dem Urteil kommen:

Die nachträgliche Beurteilung des Verhaltens der Sowjetunion in der Vorkriegszeit ist der Versuch, eine neue Geschichte des Zweiten Weltkrieges zu schreiben.


Vor allem aber, deutsche Schuld zu relativieren, so wie das auch schon mit dem Ersten Weltkrieg war, der kaum noch als imperialistischer Krieg bezeichnet wird,

sondern in den man „traumwandelnd“ hineingezogen wurde.

Ist es angesichts solcher Bewertungen verwunderlich, dass das offizielle Deutschland nicht widersprach, als der ukrainische Ministerpräsident Jazenjuk kürzlich

im Ersten Programm des öffentlich – rechtlichen Fernsehens Deutschlands den Großen Vaterländischen Krieg der Sowjetunion als Okkupation bewerte?


Er behauptete gar, die russische Armee sei damals als Okkupant „in die Ukraine und nach Deutschland einmarschiert.“


Solche Geschichtsverfälschungen sollen die Russische Föderation als Siegermacht diskreditieren.

Dementsprechend wird auch der Sieg über den Faschismus relativiert, weil angeblich die „richtige“ Befreiung nicht 1945,

sondern erst 1991 mit dem Untergang der UdSSR erfolgte.

Demzufolge ist auch klar, warum für bestimmte Kreise in Deutschland der 9. November 1989 wichtiger ist als der 8. Mai 1945.


In Vorbereitung auf diese Veranstaltung fand ich einen interessanten historischen Text, der auch das Lieblingsthema von Herrn Gauck „Schuld und Sühne“ behandelt.

Er stammt vom 11. Juni 1945.

In der Ostzone und später in der DDR war er das Fundament unserer antifaschistischen Politik sowie der Bildung und Erziehung.

Da Originaltexte immer überzeugender sind als verschwommene Kommentare, noch dazu nachträgliche, möchte ich ein Zitat einführen,

selbst auf die Gefahr hin, dass dieses manchen von Euch zu lang erscheint.

Aber leider sind heutzutage solche historischen Dokumente, vor allem, wenn sie aus kommunistischer Quelle kommen, nur schwer zugänglich.

Auch wenn Wortwahl und Ausdrucksweise nicht mehr unbedingt dem heutigen Sprachgefühl entsprechen, sagt der Text viel Grundsätzliches

darüber aus, warum die DDR ein antifaschistischer Staat wurde.




Was wahr ist, muss wahr bleiben! Gegen Umdeutungen der Geschichte!









Es handelt sich um den Aufruf des ZK der KPD vom 11. Juni 1945, also gut vier Wochen nach der deutschen Kapitulation,

in dem es auszugsweise heißt:



„Die Schuld und Verantwortung (am Krieg) tragen die gewissenlosen Abenteurer und Verbrecher….

Es sind die Hitler und Göring, die Himmler und Goebbels, die aktiven Anhänger und Helfer der Nazipartei.

Es sind die Träger des reaktionären Militarismus, die Keitel, Jodl und Konsorten.


Es sind die imperialistischen Auftraggeber der Nazipartei, die Herren der Großbanken und Konzerne, die Krupp … und Siemens. …


Der Sinn ihres Krieges waren nicht Ideale; sie kämpfen um die ukrainischen Weizenfelder, um das kaukasische Erdöl, um den Reichtum der Welt. ..!


Dafür wurde das nationale Dasein unseres Volkes aufs Spiel gesetzt.


Der totale Krieg Hitlers – das war der ungerechteste, wildeste und verbrecherischste Raubkrieg aller Zeiten!


Das Hitlerregime hat mit seiner Politik der Aggression und der Gewalt, des Raubes und des Krieges, der Völkervernichtung

…unser Volk ins Unglück gestürzt und es vor der gesamten gesitteten Menschheit mit schwerer Schuld und Verantwortung beladen. ….


Ein Verbrechen war die gewaltsame Annexion Österreichs, die Zerstückelung der Tschechoslowakei.

Ein Verbrechen war die Eroberung und Unterdrückung Polens, Dänemarks, Norwegens, Belgiens, Hollands und Frankreichs, Jugoslawiens und Griechenlands.

Ein Verbrechen, das sich so furchtbar an uns selbst rächte, war die Ausradierung englischer Städte.

Das größte Kriegsverbrechen Hitlers aber war der heimtückische, wortbrüchige Überfall auf die Sowjetunion,

die nie einen Krieg mit Deutschland gewollt hat, aber seit 1917 dem deutschen Volke zahlreiche Beweise

ehrlicher Freundschaft erbracht hat. …


Und ungeheuerlich sind die Gräueltaten, die von den Hitlerbanditen in fremden Ländern begangen wurden.


An den Händen der Hitlerdeutschen klebt das Blut von vielen, vielen Millionen gemordeter Kinder, Frauen und Greise.


In den Todeslagern wurde die Menschenvernichtung Tag für Tag fabrikmäßig in Gaskammern und Verbrennungsöfen betrieben.

Bei lebendigem Leibe verbrannt, bei lebendigem Leibe verscharrt, bei lebendigem Leibe in Stücke geteilt, – so haben die Nazibanditen gehaust!

Millionen Kriegsgefangene und nach Deutschland verschleppte ausländische Arbeiter wurden zu Tode geschunden, starben an Hunger, Kälte und Seuchen.


Die Welt ist erschüttert … angesichts dieser beispiellosen Verbrechen, dieses grauenerregenden Massenmordens, das von Hitlerdeutschland

als System betrieben wurde.


Wäre gleiches mit gleichem vergolten worden, deutsches Volk, was wäre mit dir geschehen?


Aber auf der Seite mit der Sowjetunion, England und den Vereinigten Staaten an der Spitze,

stand die Sache der Gerechtigkeit, der Freiheit und des Fortschritts.


Die Rote Armee und die Armeen ihrer Verbündeten haben durch ihre Opfer die Sache der Menschheit vor der Hitlerbarbarei gerettet. …

Umso mehr muss in jedem deutschen Menschen das Bewusstsein und die Scham brennen, dass das deutsche Volk einen bedeutenden Teil Mitschuld und Mitverantwortung

für den Krieg und seine Folgen trägt.


Nicht nur Hitler ist schuld an den Verbrechen, die an der Menschheit begangen wurden!

Ihr Teil Schuld tragen auch die zehn Millionen Deutsche, die 1932 bei freien Wahlen für Hitler stimmten, obwohl wir Kommunisten warnten:


"Wer Hitler wählt, der wählt den Krieg!"


Ihr Teil Schuld tragen alle jene deutschen Männer und Frauen, die willenlos und widerstandslos zusahen, wie Hitler die Macht an sich riss, wie er alle

demokratischen Organisationen, vor allem die Arbeiterorganisationen, zerschlug und die besten Deutschen einsperren, martern und köpfen ließ.


Schuld tragen alle jene Deutschen, die in der Aufrüstung die "Größe Deutschlands" sahen und im wilden Militarismus, im Marschieren und Exerzieren das

alleinseligmachende Heil der Nation erblickten.


Unser Unglück war, dass Millionen und aber Millionen Deutsche der Nazidemagogie verfielen, dass das Gift der tierischen Rassenlehre,

des "Kampfes um Lebensraum" den Organismus des Volkes verseuchen konnte. ..


So wurde das deutsche Volk zum Werkzeug Hitlers und seiner imperialistischen Auftraggeber.


…Gegen den Willen eines geeinten und kampfbereiten Volkes hätte Hitler niemals die Macht ergreifen… können….

Wir deutschen Kommunisten erklären, dass auch wir uns schuldig fühlen, indem wir es trotz der Blutopfer unserer besten Kämpfer infolge einer Reihe unserer Fehler

nicht vermocht haben, die antifaschistische Einheit der Arbeiter, Bauern und Intelligenz entgegen allen Widersachern zu schmieden, im werktätigen Volk die Kräfte

für den Sturz Hitlers zu sammeln,

in den erfolgreichen Kampf führen und jene Lage zu vermeiden, in der das deutsche Volk geschichtlich versagte.


Nach all dem Leid und Unglück, der Schmach und Schande, nach der dunkelsten Ära deutscher Geschichte, heute, am Ende des "Dritten Reiches", wird uns auch der

sozialdemokratische Arbeiter Recht geben, dass sich die faschistische Pest in Deutschland nur ausbreiten konnte, weil 1918 die Kriegsschuldigen und

Kriegsverbrecher ungestraft blieben, weil nicht der Kampf um eine wirkliche Demokratie geführt wurde, weil die Weimarer Republik der Reaktion freies

Spiel gewährte, weil die Antisowjethetze einiger demokratischer Führer Hitler den Weg ebnete und die Ablehnung der antifaschistischen Einheitsfront

die Kraft des Volkes lähmte.


Daher fordern wir:


Keine Wiederholung der Fehler von 1918!

Schluss mit der Spaltung des schaffenden Volkes!

Keinerlei Nachsicht gegenüber dem Nazismus und der Reaktion.

Nie wieder Hetze und Feindschaft gegenüber der Sowjetunion;

denn wo diese Hetze auftaucht, da erhebt die imperialistische Reaktion ihr Haupt!



….Werde sich jeder Deutsche bewusst, dass der Weg, den unser Volk bisher ging, ein falscher Weg, ein Irrweg war,

der in Schuld und Schande, Krieg und Verderben führte!“











Soweit, liebe Anwesende, ein Auszug aus einem Dokument, das 70 Jahre alt ist.

Es zeigt den antifaschistischen Geist, der uns heutzutage abgesprochen und als Mythos diskreditiert wird.

Ich stelle deshalb diesen Text einer Passage aus der Rede des Bundespräsidenten zum 70. Jahrestag der Befreiung des KZ Auschwitz entgegen.

Er sagte dort:

„Der staatliche Antifaschismus der DDR diente allerdings auch als Ersatz für fehlende demokratische Legitimation.

Und indem er die Gesellschaft pauschal von der rechtlichen und moralischen Verantwortung für die nationalsozialistischen Verbrechen freisprach, beförderte auch

er das Verdrängen von Versagen und Schuld, gerade auch des sogenannten "kleinen Mannes"….

Er ersparte ihm die Selbstreflexion und ermöglichte dem Belasteten und teilweise sogar noch dem Schuldigen, sich auf die Seite der Guten zu schlagen,

zu den antifaschistischen Siegern.

Das Gedenken galt zudem fast nur den Widerstandskämpfern. An die jüdischen Opfer, die aus Gründen der Rassenideologie ausgelöscht worden waren,

erinnern die Gedenkstätten im Osten Deutschlands angemessen erst seit dem Untergang der DDR“.




Was wahr ist, muss wahr bleiben! Gegen Umdeutungen der Geschichte!




Prüfen wir gemeinsam den Wahrheitsgehalt des Textes aus der Rede des Bundespräsidenten:

Er meint, der staatliche Antifaschismus der DDR sei Ersatz für fehlende demokratische Legitimation.

Da fällt mir zu erst ein, dass 1949 in der ersten Adenauerregierung mehr NSDAP-Mitglieder saßen als in der ersten Hitler-Regierung 1933.


Und da frage ich mich schon: Wessen Legitimation moralisch und politisch höher zu bewerten ist, die der ehemaligen Nazis, die so zahlreich unter Abgeordneten

des ersten Deutschen Bundestages und der ersten Bundesregierung saßen?

ODER aber derjenigen, die gegen Hitler gekämpft und unter ihnen gelitten hatten?


Allein von den rund 300 000 Mitgliedern, die die KPD 1933 zählte, wurden etwa 150 000 von den Nazis verfolgt, eingekerkert oder in Konzentrationslager verschleppt.

Zehntausende Mitglieder der Partei wurden ermordet[4].

Von den 519 Delegierten des ersten Nachkriegsparteitages der KPD, waren 3 Genossen zu lebenslänglichem Zuchthaus verurteilt,

141 Teilnehmer hatten zusammen 831 Jahre Zuchthaus, 64 Delegierte hatten 132 Jahre Gefängnis abgesessen,

215 Delegierte waren zusammen 637 Jahre in Konzentrationslagern[5].


Der Antifaschismus soll nach Herrn Gauck die Gesellschaft pauschal von der rechtlichen und moralischen Verantwortung für die nationalsozialistischen Verbrechen

freisprechen haben?

Soll so das Verdrängen von Versagen und Schuld des sogenannten "kleinen Mannes" gefördert haben?

Wie sollten denn Schuld und Versagen überhaupt verdrängt werden können?

Hätte die DDR denn allein die große Last der Reparationen tragen können, wenn sich ihre Bürger nicht der Schuld bewusst gewesen wären,

die Deutschland mit dem Krieg auf sich geladen hatte?

Vielleicht denkt der Bundespräsident einmal darüber nach, was es für die DDR bedeutete, dass ganz Deutschland den Krieg verloren hatte,

aber die DDR allein dafür zahlen musste.

Die Sowjetunion konnte wegen der ungeheuren Zerstörung ihres Landes auf Wiedergutmachung nicht verzichten.

Die DDR-Reparationsleistungen an die Sowjetunion und an Polen waren 25-mal höher als die Reparationen der alten Bundesrepublik.


Auf pro Kopf der Bevölkerung umgerechnet zahlte jeder DDR-Bürger 16 124 DM für Reparationen, während auf einen Bundesbürger gerade mal 126 DM kamen.


Die DDR-Bürger zahlten mit Würde, Entbehrungen und in Kenntnis der Zerstörungen, die die deutsche Wehrmacht vor allem in Polen und der Sowjetunion angerichtet hatte.


Das wäre undenkbar gewesen, hätte die DDR auch nur im Ansatz die Naziverbrechen verdrängt.



Und noch eins:

Die DDR hat dem vereinten Deutschland keine unbezahlten Reparationsleistungen hinterlassen – wie beispielsweise die alte BRD gegenüber Griechenland!


Wenn ich höre oder lese, wie deutsche Amtsträger, selbst Minister, gegenwärtig über griechische Erinnerungen an die Verbrechen der Nazis reden,

dann komme ich zu dem einzig möglichen Schluss:

Das ist deutsche Kraftmeierei ohne jede Demut, ohne das man peinlich berührt ist, dass die griechischen Opfer nach so vielen Jahren

auf sich aufmerksam machen müssen.

War es nicht auch die Anerkennung deutscher Schuld, dass die DDR schon 1950 durch das Görlitzer Abkommen die Oder- Neiße-Grenze

als endgültige deutsche Ostgrenze anerkannt hat?

Die Bundesrepublik musste dazu erst 1990 durch die vier Siegermächte gezwungen werden.

Ohne diese Anerkennung hätte es nämlich keine deutsche Einheit gegeben.

Der Antifaschismus soll nach Herrn Gauck dem „kleinen Mann“ die kritische Selbstreflexion erspart haben und dem Belasteten und Schuldigen sogar noch ermöglicht haben,

sich auf die Seite der Guten zu schlagen, zu den antifaschistischen Siegern?

Abgesehen davon, dass in der DDR die Teilung der Gesellschaft in „kleiner Mann“ und „großer Mann“ nicht üblich war, unterschied die DDR genau zwischen den

Nazi- und Kriegsverbrechern einerseits, die ohne pardon bestraft wurden, und den sogenannten „Mitläufern“, die nach Gründung der DDR eine Chance

zur Wiedereingliederung erhielten, andererseits.


Unmöglich aber war in der DDR, dass Nazirichter Recht sprechen oder Nazilehrer in den Schulen unterrichten durften.


Weiß denn Herr Gauck wirklich nicht, dass die Zahl der verurteilten Nazitäter in der DDR doppelt so hoch war wie in der BRD,

obwohl dort mehr als dreifach so viele Menschen lebten?


Ist ihm wirklich nicht bekannt, dass Adenauer schon seine erste Regierungserklärung am 20. September 1949 nutzte, um zu erklären:

„Durch die Denazifizierung ist viel Unglück und viel Unheil angerichtet worden.“[6]


1950 fügte er noch hinzu:

Es müsse endlich Schluss sein mit der ganzen „Naziriecherei“.


Im April 1951 kam dann das sogenannte „131er Gesetz“, das die Wiedereinsetzung

ehemaliger Nazijuristen und Nazibeamten gesetzlich bestimmte.


Das alles gab es tatsächlich in der DDR nicht.



Und weiter von Herrn Gauck:

Das Gedenken soll fast nur den Widerstandskämpfern gegolten haben.

An die jüdischen Opfer, die aus Gründen der Rassenideologie ausgelöscht worden waren,

sollen wir weniger erinnert haben?


Ja, es stimmt. In der DDR wurden die Widerstandskämpfer hoch geehrt.

Die aus dem Bürgertum wie Hans und Sophie Scholl, die Militärs vom 22. Juli 1944, die jüdischen und die kommunistischen.



Heutzutage wird dagegen der kommunistische Widerstand klein geredet.


Thälmann-Denkmäler werden entsorgt, aber der Stegbügelhalter Hitlers, Herr von Hindenburg, bleibt im Ehrenbürgerbuch der Hauptstadt Berlin unangetastet.


Für die DDR war der antifaschistische Widerstandskampf ein Teil – sicher ein bescheidener, aber dennoch ein Teil der Anti-Hitler-Koalition.


Vielleicht sollte Herr Gauck einmal das

Buch „Die erste Reihe“ des deutsch-jüdischen Schriftstellers Stephan Hermlin

zur Hand nehmen, der in diesem Jahr 100 Jahre alt geworden wäre.


Mir schenkte ein Freund diese einzigartige Darstellung des antifaschistischen Widerstandes junger Deutscher zu meinem 14. Geburtstag.

Es hat mich in meiner antifaschistischen Grundhaltung stark beeinflusst.



Was wahr ist, muss wahr bleiben! Gegen Umdeutungen der Geschichte!




Es ist unwahr, dass wir die jüdischen Opfer von der Ehrung ausgeschlossen hätten.


Ich habe die DDR-Wirklichkeit anders erlebt.


Schon 1947 beindruckte mich der Film „Ehe im Schatten“.

Als wir beispielsweise in der Schule „Nathan der Weise“ oder Heines Gedichte und Reiseberichte lasen,

fanden meine Lehrer immer eine inhaltliche Verbindung zwischen der deutschen Literatur einerseits und dem Völkermord an den Juden.


Tief betroffen gemacht hat mich die bewegende Ballade des kommunistischen Dichters

Johannes R. Becher „Kinderschuhe aus Lublin“,

dessen letzte Strophe ich bis heute erinnere:

•„Der Kindermord ist klar erwiesen.

• Die Zeugen all bekunden ihn.

• Und nie vergess ich unter diesen

• die Kinderschuhe aus Lublin“.




Was wir damals über die Leiden der Juden und die Verbrechen der Nazis an ihnen in diesem deutschen KZ auf polnischen Boden erfuhren,

habe ich trotz jahrelanger Beschäftigung mit dem Thema bisher in keinem Lehrplan bundesdeutscher Schulen finden können.

Man brauchte in der DDR wirklich nicht zu irgendwelcher Untergrundliteratur greifen oder in kirchliche Gruppen gehen,

um sich über den Massenmord an den Juden zu informieren.

Mit Begeisterung habe ich als Jugendlicher das

„Tagebuch der Anne Frank“

[7] gelesen.


Jahre später empfing ich als Stellvertreter des DDR- Staatsratsvorsitzenden am 19. September 1989 in Berlin Miep Gies,

die letzte Überlebende aus dem Umkreis von Anne Frank.

Sie hat das Tagebuch Anne Franks der Nachwelt bewahrt.


Sie schenkte mir ihr eigenes, in der DDR in hoher Auflage herausgegebenes Buch „Meine Zeit mit Anne Frank“,

mit den Worten:

Anne wäre stolz, wie in der DDR ihr Erbe behütet wird.


Miep Gies würdigte auch, dass der Kinderbuchverlag der FDJ das Tagebuch

von Anne Frank in mehreren Auflagen herausgab.

Zusätzlich erschien es in der Tageszeitung „Junge Welt“ mit einer Auflage von 1,5 Millionen Exemplaren.


Als ich 1976 ins Politbüro kam, war ein Jude mein Sitzungsnachbar:

Herrmann Axen [8].


An warmen Sommertagen trug er ein kurzarmiges weißes Polohemd.

Dann konnte ich seine ihm von der SS eingebrannte Häftlingsnummer erkennen: 58787 war sie.

Sie erinnert mich noch heute an seine Leidenszeit in den Konzentrationslagern Auschwitz und Buchenwald.


Zu meinen Mitstreitern im Politbüro gehörte auch Albert Norden [9],

Sohn eines im KZ Theresienstadt ermordeten Oberrabbiners.


Leute wie sie und ihre Gefährten hätten Antisemitismus in der DDR nicht zugelassen.

Juden und Nichtjuden lebten nach meiner Wahrnehmung in der DDR im Wesentlichen in Eintracht, was nicht ausschließt, dass es im Detail auch Ausnahmen gab.

Dass aber das deutsche Staatsoberhaupt keine seiner Gedenkreden auslässt, um wider besseres Wissen den Antifaschismus

in der DDR zu diskreditieren, lässt mich nach dem Warum fragen?

Die Antwort finde ich in einer Rede, die Bundesjustizminister Kinkel schon 1991 vor bundesdeutschen Richtern und Staatsanwälten gehalten hat

und die seit fast 25 Jahren von den Herrschenden des Landes in allen Variationen abgearbeitet wird.


Er sagte ja nicht nur:

"Ich baue auf die deutsche Justiz. Es muss gelingen, das SED-System zu delegitimieren“.


Nein, er begründete auch warum?


Das SED-Regime habe, so behauptete er,


„seine Rechtfertigung aus antifaschistischer Gesinnung, angeblich höheren Werten und behaupteter absoluter Humanität hergeleitet ---,

während es unter dem Deckmantel des Marxismus-Leninismus einen Staat aufbaute, der in weiten Bereichen genauso unmenschlich war wie das faschistische Deutschland."



Übersehen wir großzügig diese Indoktrination und wenden uns der Gegenwart zu:


Wäre es für den Bundespräsidenten nicht geraten, zu schauen, wie denn die Themen, die er an der DDR kritisiert,

gegenwärtig in bundesdeutschen Schulen behandelt werden?


Da erzählte mir jemand, er habe in einer Abiturklasse die Frage gestellt, was denn der Kalte Krieg gewesen sei?

Und die Antwort sei gewesen: Der sei im kalten Winter geführt worden.



So etwas lässt doch nur den Schluss zu, dass man vor lauter Kritik an der DDR einen miserablen Geschichtsunterricht duldet.


Welche politischen Wirkungen solche Politik hat, zeigt eine Umfrage, die zum 65. Jahrestag der Befreiung die Illustrierten „Stern“ erhob:

„Knapp die Hälfte der Bundesbürger (45 Prozent) konnte die Frage nicht beantworten, was am 8. Mai 1945 in Deutschland geschah.

Besonders groß ist die Unwissenheit unter den Jüngeren: Mehr als zwei Drittel (68 Prozent) der 18- bis 29-Jährigen wussten nicht, dass

die Wehrmacht an dem Tag bedingungslos kapitulierte und somit der Zweite Weltkrieg in Europa beendet wurde.


Besser informiert sind die Älteren (hier wussten es nur 35 Prozent nicht)

und über alle Altersklassen hinweg die Ostdeutschen (nur 28 Prozent falsche Antwort).


Schlecht informiert sind die Deutschen auch über die Zahl der Opfer auf sowjetischer Seite.

Nur 18 Prozent konnten richtig angeben, dass im Zweiten Weltkrieg weit mehr als 20 Millionen sowjetische Soldaten und Zivilisten getötet wurden“.



Ist es nicht geradezu eine Dreistigkeit, wenn Funktionsträger dieses Staates die Lehrer nicht etwa dazu auffordern, mehr zu tun,

um Wissen über die düsterste Zeit deutscher Geschichte zu vermitteln, sondern sie dafür kritisieren, dass die Schüler nicht genügend

von der „SED-Diktatur“ wissen?


Doch noch einmal zurück zu dem historischen Text von 1945:

Gibt es einen westdeutschen oder gesamtdeutschen Text einer Partei oder einer Institution, in dem die deutsche Schuld so klar analysiert wurde,

in dem die gesellschaftlichen Ursachen der Katastrophe benannt und auch Schlussfolgerungen für die Zukunft gezogen wurden?

Ich kenne des Gleichen nicht!

Mir ist aber aufgefallen, dass in der Rede des Bundespräsidenten zum Jahrestag von Auschwitz nicht einmal der Name „IG-Farben“ gefallen ist,

die an dem Massenmord in Auschwitz verdient haben.


Und aufgefallen ist mir auch, das er sehr oft das Wort „Nationalsozialismus“ benutzt,

also jenen Begriff, mit dem sich die Nazis selbst titulierten.


In der DDR Schule hat er das nicht gelernt.

Da sprachen wir vom deutschen oder Hitler-Faschismus.

Und auch international nannten sich die Gegner Hitlers Antifaschisten.

Auffällig ist mir ferner, dass er bei seiner Sprachgewaltigkeit, die ihm eigen ist,

immer den zweiten Teil dieses Begriffs besonders betont.


Offensichtlich soll immer wieder die Grundhaltung suggeriert werden, ob Real- oder Nationalsozialismus, beides gehört zusammen.


Dabei war der „Nationalsozialismus“ weder national noch sozialistisch.

Er war einmalig verbrecherisch und mit nichts auf der Welt vergleichbar, schon gar nicht mit der DDR.



Der Bundespräsident hat offensichtlich andere Literatur bevorzugt als aus der DDR.

In einer seiner jüngsten Gedenkreden bekannte er:

„Als ich aufwuchs, gab es in unserem Haushalt noch die sogenannte patriotische Literatur über deutsche Kriegshelden,

die Seekriegsflotte, U-Boot-Helden oder die berühmten Jagdflieger.“



Der Bundespräsident ist Jahrgang 1940.

Kaum anzunehmen, dass er schon als 5-Jähriger von dieser Literatur wusste.

Eher wahrscheinlich, dass er damit auch später Umgang hatte.

In meinem zu Hause jedenfalls gab es solche Literatur nicht.

In der Schule schon gar nicht.

In der DDR war sie nämlich von Anfang an verboten.


Ich wäre auch als Kind nicht auf die Idee gekommen, von „deutschen Kriegs- und U-Boot- Helden und „berühmten Jagdflieger(n)“ zu sprechen

und diese Literatur auch noch „patriotisch“ zu nennen.

Das hängt mit meiner antifaschistischen Erziehung in der DDR zusammen, die ich solange mir das möglich ist, verteidigen werde.


Das bin ich auch meinem russischen Freund schuldig, dessen Meinung zum 70. Jahrestag des Sieges ich zu Beginn meiner Rede zitierte.




[1] Vergleiche „Badische Zeitung“ 4. Juni 2013.

[2] Zitiert nach Redetext des Bundestagspräsidenten in der Sitzung des Parlaments vom 10. September 2014.

[3] Winston S. Churchill: „ Der Zweite Weltkrieg“, Mit einem Epilog über die Nachkriegsjahre, Bern – München-Wien. (1948), Sonderausgabe 1995.

[4] Geschichte der deutschen Arbeiterbewegung in acht Bänden, Bd. 5, S. 436..

[5] G. Benser: Die Struktur der KPD und ihres Kaders (1945/46). In: Beiträge zur Geschichte der Arbeiterbewegung 4/1997, S. 33.

[6] Vergleiche: 1. Deutscher Bundestag, Stenografisches Protokoll, 20. September 1949, S. 22-30.

[7] Jüdisches Mädchen. Emigrierte 1933 mit ihren Eltern von Deutschland nach Amsterdam. Schrieb dort, vor den deutschen Faschisten versteckt, ein erschütterndes Tagebuch, das nach Kriegsende entdeckt und veröffentlicht wurde.

    Es erreichte in der DDR eine Millionenauflage.

[8] Hermann Axen, Mitglied des Politbüros und Sekretär des Zentralkomitees der SED, kommunistischer Widerstandskämpfer gegen den Faschismus, von 1940 bis zur Befreiung 1945 Häftling in den Konzentrationslagern Auschwitz und Buchenwald.

[9] Albert Norden, Mitglied des Politbüros und Sekretär des ZK der SED, Mitglied der KPD seit 1920, Widerstandskämpfer gegen den Faschismus, 1939 interniert in Frankreich, Hauptautor des 1965 in der DDR veröffentlichten „Braunbuchs

    über Nazi- und Kriegsverbrecher in der Bundesrepublik“.













FriedenstaubeEngagement für den FriedenFriedenstaube



Ostsee-Zeitung vom 8.Mai 2015 Lokalteil Ribnitz-Damgarten Seite 10Ostsee-Zeitung vom 8.Mai 2015 Lokalteil Ribnitz-Damgarten Seite 10



In der Ostsee-Zeitung am 8.Mai 2015 im Lokalteil auf der Seite 10 veröffentlichter Leserbrief von Frau Brunhild Mickley aus Ribnitz-Damgarten.

















Aus unserer elektronischen Postmappe "Aus aller Welt"






-----Original-Nachricht-----
Betreff: 9.5.2015
Datum: Fri, 08 May 2015 23:23:39 +0200
Von: friedrich kpf_friedrich_engels@icloud.com






9.5.2015




Ruhm und Ehre den Helden der Sowjetarmee für die Befreiung der Völker Europas vom Hitlerfaschismus!

Dank und Anerkennung den Veteranen des Grossen Vaterländischen Krieges!

Hochachtung und Solidarität mit den besten Söhnen der Helden der Völker der Sowjetunion, welche heute im Donbass den heldenhaften bewaffneten Kampf für die nationale und soziale Befreiung des Volkes von Neurussland und der Ukraine gegen das vom westlichen Imperialismus gestützte terroristische Regime der Bandera-Faschisten und zionistischen Oligarchen führen!















"Hände weg von Russland!
Hands away of Russia!

© Kommunistische Plattform »Friedrich Engels«"









Gegen Kriegshetze und Russland-Bashing!


Frieden mit Russland! Einladung von Wladimir Putin zum 70. Jahrestag des Endes des II. Weltkrieges am 8. Mai 2015 nach Berlin


Frieden mit Russland! Einladung von Wladimir Putin zum 70. Jahrestag
des Endes des II. Weltkrieges am 8. Mai 2015 nach Berlin






Einladung Wladimir Putins zum 70.Jahrestag des Endes des II.Weltkrieges in den Deutschen Bundestag am 8.Mai 2015
Kommentar von Eckart Kreitlow, Journalist, DIE LINKE
Ortsverband Ribnitz-Damgarten auf openPetition - 06.02.2015 15:32 Uhr:


Gerade wir als Linke sind ohne Wenn und Aber gegen Krieg und Kriegshetze und für Frieden und Völkerverständigung überall auf der Welt. Wir verurteilen sehr scharf die Sanktionspolitik und das fortlaufende Bashing gegen Russland, weil es sowohl dem russischen Volk als auch den europäischen Völkern schadet und die Friedensordnung nach dem Zweiten Weltkrieg unterminiert. Russland leistete ebenso wie alle Völker der damaligen Sowjetunion unter millionenfachen Opfern vor siebzig Jahren den Hauptanteil an der Befreiung von der faschistischen Barbarei. Deshalb unterstütze ich die Einladung Wladimir Putins als obersten Repräsentanten der damaligen Befreier, der Roten Armee!









Unser Kurs liegt an! Für Frieden und Völkerverständigung! Gegen Krieg und Kriegshetze!









Einladung an die Russische Botschaft in Deutschland zum 8.Mai 2015 nach Ribnitz-Damgarten aus Anlass des 70.Jahrestages der Befreiung des deutschen Volkes vom Faschismus und des 70.Jahrestages des Endes des Zweiten Weltkrieges.





Gegen Kriegshetze und Russland-Bashing!


Frieden mit Russland! Einladung von Wladimir Putin zum 70. Jahrestag des Endes des II. Weltkrieges am 8. Mai 2015 nach Berlin


Frieden mit Russland! Einladung von Wladimir Putin zum 70. Jahrestag
des Endes des II. Weltkrieges am 8. Mai 2015 nach Berlin








Frieden mit Russland! Einladung von Wladimir Putin zum 70. Jahrestag des Endes des II. Weltkrieges am 8. Mai 2015 nach Berlin




Frieden mit Russland!

Appell zur Unterstützung des Vorschlags des Fraktionsvize der Linkspartei Wolfgang Gehrcke und des Fraktionsvorsitzenden der Linkspartei Gregor Gysi, den russischen Präsidenten Wladimir Putin
zum 70. Jahrestages des Endes des II. Weltkrieges am 8. Mai 2015 nach Berlin einzuladen.

Wir veröffentlichen diesen Appell vor dem Hintergrund weltweit eskalierender militärischer Konflikte,
jetzt auch mitten in Europa. Wir wenden uns gegen die fortwährende Einmischung der USA
und der Nato in der Ukraine und die Mobilmachung in den Medien gegen Russland.


Wir wollen Frieden.
Mit Russland.
Und weltweit.



Wir bitten um Veröffentlichung dieses Appells und eigener Erklärungen. (siehe unten)

Internationale Solidarität ist notwendig.



UnterzeichnerInnen:

Ana Barbara von Keitz, Keramikerin, Berlin
Heinrich Bücker, Coop Antikriegscafe Berlin
Werner Lutz, Vertreter der Initiative "Unruhe stiften" 2000 KünstlerInnen und Künstlern gegen RECHTS
Gesellschaft zum Schutz von Bürgerrecht und Menschenwürde e. V. (GBM e.V.)
David Swanson, Director of World Beyond War, USA
Dr. Sabine Schiffer, Institut für Medienverantwortung, Berlin
Marie Hanulak, Berlin
Reinhard Dowe, ehem. Bergmann, Betriebsrat, Gewerkschaftsberater, Gelsenkirchen
Dr. Klaus Steiniger, Chefredakteur der Zeitschrift "RotFuchs"
Simon Spill, Mitglied im Aktionsbündnis Freiheit statt Angst e.V.
Abel Doering, Hinterhof-Antiquariat, Berlin
Else Tonke, Grossmütter gegen Krieg, Berlin
Olga Scholz, Friedensaktivistin, Berlin
Dietrich Antelmann, Berlin
Daniel Palloks, Friedensaktivist, Berlin
Johanna Hoek, Biologin/Eurythmistin, Kassel
Ilona und Johannes Schäfer, Berlin
Karl-Heinz Wendt, Bundesvorsitzender der GBM
Klaus Eichner, stellv. Bundesvorsitzender der GBM e.V.
Konstantin Brandt, Mitglied des Vorstandes des RotFuchs-Fördervereins, Berlin
Hans Bauer, Jurist, Berlin
Carsten Hanke (Rotfuchs), Lambrechtshagen
Eckart Kreitlow, Journalist, DIE LINKE Ortsverband Ribnitz-Damgarten
Dr. Thomas Köhler, Olympiasieger
Waltraud Tegge, Regionalvorsitzende DIE LINKE, Mecklenburg-Strelitz
Ulrich Boje, die Linke, Berlin
Ulrike Massard, Farschweiler
Dr. phil. habil. Peter Kroh, Neubrandenburg
Hannelore und Wolfgang Ewerling, Berlin
Andreas Hallbauer, Sozialwissenschaftler, Berlin
Dieter Becker, Bernau
Dr. Andreas Bräutigam, Vorstandsmitglied der Berliner Geschichtswerkstatt e.V.
Sabine Borngesser, Berlin
Michael Knischka, Die Linke, Lambrechtshagen
Prof. Dr. Götz Dieckmann,"RotFuchs"- Förderverein e.V.
Beate Taufer, Freie Journalistin und Übersetzerin
Dieter Ammer, Dipl.-Ing./ Rentner, Chemnitz
Dr. Walter Siegert Staatssekretär a. D.
Brigitte Queck, Vertreterin f. Mütter gegen den Krieg Berlin-Brandenburg
Johannes Fuchs, Musiker, Berlin
Max Pfeiffer, Stimmenrausch, Berlin
Ulla Jelpke, MdB, Innenpolitische Sprecherin Fraktion DIE LINKE im Deutschen Bundestag
Jürn-Hinrich Volkmann und Miriam Volkmann, Friedensaktivisten, Berlin
Manfred und Elke Fehling, Kamsdorf
Stanislaw Sandezki, Düsseldorf
Horst Berndt, Berlin
Nasrin Parsa, Berlin, Publizistin, Filmemacherin, Soziologin
Jörn Baumann, Unternehmer, Wassertechnik, Stocksee
Kathleen Baumann, Mutter von 5 Kindern, Stocksee
Anja Böttcher, Bochum
Georg Kappes, Bochum
Franca Kappes, Bochum
Andrea und Thilo Schwarz, Weimar
Dr. Olaf Schäfer, Pädagoge / Musiker
Dr. HC Ralph Glocker, Bremen
Dieter Angel, Worms
Traude Fuchs, Künstlerin, Willstätt
Larissa Glöckler, Mannheim
Raphaela H. Langenberg, Labenz
Maren Müller, Leipzig
Jörg Tauss, West-Ost-Gesellschaft Baden-Württemberg e.V.
Bernd Ebert
Eva Schmuecker
Irmgard Tauss
Elke Zwinge-Makamizile, Berlin
Jörg Bansemer, Bad Langensalza
Tatjana Garsiya, Präsidentin des Tolstoi-Institutes, Berlin



weitere UnterzeichnerInnen bitte melden
email@hbuecker.net
oder den Aufruf bei Facebook unterstützen



GeDANKen der InitiatorInnen des Aufrufs:

Einladung an den Präsidenten Rußlands Wladimir Putin

Gute Gedanken brauchen Unterstützung.

Es geht um den Vorschlag des Fraktionsvize der Linkspartei Wolfgang Gehrcke und die Gutheißung dieses Vorschlags durch den Fraktionschef der Linkspartei Gregor Gysi, den russischen Präsidenten zum 70. Jahrestages des Endes des II. Weltkrieges nach Berlin einzuladen und ihn zu bitten, eine Gedenkrede zu halten.

Die Sowjetunion war 1941 von dem faschistisch orientierten Deutschen Reich mit dem Ziel weitreichender Vernichtung und geplanter Ausbeutung der am Leben gelassenen sowie der Bodenschätze überfallen worden.

Wir alle hier in Deutschland haben das Glück, daß dieses Ziel nicht erreicht wurde.

Der Dank dafür gilt den Völkern der Sowjetunion. Sie haben in ihrem Befreiungskampf große Verluste erlitten. Land, Dörfer und Städte westlich von Moskau waren bis in ihre Festen zerstört.

27 Millionen Menschen verloren ihr Leben. Körperlich Versehrte, lebenslang Erkrankte und Traumatisierte sahen am 8. bzw. 9. Mai 1945 hoffnungsvoll einem Frieden entgegen.

Wir unterstützen den Vorschlag der Vertreter der Linken, den russischen Präsidenten am 8. Mai 2015 zum Gedenken an den 70. Jahrestag des Sieges über das faschistische Deutschland nach Berlin einzuladen. Wir könnten an diesem Tag auch endlich etwas tun, was bisher keine Regierung der Bundesrepublik Deutschland getan hat: wir könnten endlich die Völker der Sowjetunion für das ihnen von uns zugefügte Leid um Vergebung bitten.

Zum 8. Mai 1985 hatte die Berliner Friedenskoordination als Ehrengast Wladimir Gall aus Moskau eingeladen. Wladimir Gall, vor dem Krieg Student der Germanistik, war im April 1945, zusammen mit Konrad Wolf - dem späteren Regisseur in der Deutschen Demokratischen Republik, der als Rotarmist nach Deutschland zurück kam - als Parlamentär auf einen der Dachböden in der Spandauer Zitadelle geklettert, wissend, daß sich dort Generäle der Wehrmacht zurück gezogen hatten, um sie zur Kapitulation zu bewegen. Die Generäle waren nicht allein. Neben ihnen befanden sich dorthin geflüchtete Frauen und Kinder und die Giftgaslabore der Wehrmacht.

Wir unterstützen die Einladung des russischen Präsidenten Wladimir Putin zum 8. Mai 2015 nach Berlin.


Ana Barbara von Keitz, Keramikerin, Berlin
Heinrich Bücker, Coop Antikriegscafe Berlin



Wir bitten um Veröffentlichung dieses Appells und eigener Erklärungen. Senden Sie uns bitte eine Nachricht. -
email@hbuecker.net


Entsprechende Veröffentlichungen werden auf dieser Webseite veröffentlicht













-----Original-Nachricht-----
Betreff: Einladung zur Gedenkveranstaltung am 8.Mai 2015 in Ribnitz-Damgarten
Datum: Tue, 07 Apr 2015 16:52:48 +0200
Von: "Eckart Kreitlow" eckartkreitlow@t-online.de
An: "Russische Botschaft in Deutschland" info@russische-botschaft.de, "Russische Botschaft - Büro für Gedenkarbeit" bfkg@list.ru




Einladung zur Gedenkveranstaltung am 8.Mai 2015 in Ribnitz-Damgarten



Botschaft der Russischen Förderation in Deutschland

Unter den Linden 63 - 65

10117 Berlin

Email: info@russische-botschaft.de




Seine Exzellenz Herr Botschafter Wladimir M. Grinin

Büro für Kriegsgräberfürsorge und Gedenkarbeit

Seine Exzellenz Herr 1.Botschaftssekretär Wladimir V. Kukin



Sehr geehrte Exzellenzen,

wir beabsichtigen vom Ortsverband DIE LINKE Ribnitz-Damgarten aus Anlass des 70.Jahrestages der Befreiung des deutschen Volkes vom Faschismus und des 70.Jahrestages des Endes des Zweiten Weltkrieges in Ribnitz-Damgarten am Mahnmal für die Opfer des Faschismus am 8.Mai 2015 eine Gedenkveranstaltung durchzuführen.

Unser Genosse Johannes Scheriger, Mitglied der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten (VVN-BdA) und ehemaliger Fraktionsvorsitzender sowie 2.Vizepräsident des Landtages von Mecklenburg-Vorpommern, hat bereits zugesagt, eine Gedenkrede zu halten.

Wir haben auch den Bürgermeister unserer Bernsteinstadt Herrn Frank Ilchmann (parteilos) herzlich eingeladen, auf dieser Gedenkveranstaltung auch einige Worte des Gedenkens zu sprechen.

Aufgrund des bleibenden historischen Verdienstes der damaligen Sowjetunion bei der Befreiung des deutschen Volkes vom Faschismus sowie darüber hinaus angesichts der nach unserer Wahrnehmung bedauerlichen Verschlechterung der Beziehungen zwischen Russland und Deutschland und der Zunahme der Kriegsgefahr in Europa hielten wir es für angebracht, wenn einer von Ihnen, Exzellenzen, von der Russischen Botschaft in Deutschland am 8.Mai 2015 zu unserer geplanten Gedenkveranstaltung in unsere Bernsteinstadt Ribnitz-Damgarten käme, um als exponierte Vertreter des russischen Volkes und des Nachfolgestaates der damaligen Sowjetunion zuallererst oder in der weiteren Folge, ganz wie Sie es wünschen, ebenfalls aus Anlass des 70.Jahrestages der Befreiung des deutschen Volkes vom Faschismus und des 70.Jahrestages des Endes des Zweiten Weltkrieges Worte des ehrenden Gedenkens zu sprechen.

Wir laden Sie hiermit, Exzellenzen, recht herzlich zu unserer am 8.Mai 2015 um 16.00 Uhr geplanten Gedenkveranstaltung in Ribnitz-Damgarten aus Anlass des 70.Jahrestages der Befreiung des deutschen Volkes vom Faschismus und des 70.Jahrestages des Endes des Zweiten Weltkrieges am Mahnmal für die Opfer des Faschismus ein und würden uns sehr freuen, wenn wir Sie, Exzellenzen, zu dieser Gedenkveranstaltung in Ribnitz-Damgarten begrüßen könnten.


Mit vorzüglicher Hochachtung!

Eckart Kreitlow, Ortsvorstand DIE LINKE Ribnitz-Damgarten









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-----Original-Nachricht-----
Betreff: PUTIN STELLTE OBAMA EIN ULTIMATUM
Datum: Sat, 07 Mar 2015 22:38:42 +0100
Von: friedrich kpf_friedrich_engels@icloud.com




PUTIN STELLTE OBAMA EIN ULTIMATUM - RUSSISCHE TRUPPEN WÜRDEN KIEW EINNEHMEN ...

Michail Rjabow, Policywhat

übersetzt von Jens-Torsten Bohlke



Kiew, 6. März, Policywhat (Michail Rjabow). - Wladimir Putin stellte Barack Obama ein Ultimatum: Beschliessen die USA Waffenlieferungen an ukrainische Gruppen im Donbass, kommt die russische Armee offen in die Ukraine und nimmt Kiew ein.

Darüber sprach in der Talkshow Schuster der Abgeordnete der Werchowna Rada der Ukraine, Anton Geraschenko, unter Berufung auf Angaben von seinen Gesprächspartnern während seiner gerade beendeten Reise nach Amerika.

"Ich stellte ihnen nur eine Frage: Warum weigert sich Präsident Obama so hartnäckig, dem offiziellen Beschluss des Kongresses nach Waffenlieferungen an die Ukraine zu folgen?

Mir wurde gesagt, dass Putin Präsident Obama und seine Berater warnte, dass Putin die Entsendung von Truppen für den Vormarsch an allen Fronten zur Einnahme von Kiew entscheiden wird, wenn Amerika Waffen an die Ukraine liefert.

Denn wenn Amerika beginnen würde, Waffen zu liefern, kann die Kampfkraft auf ukrainischer Seite verbessert werden, wir würden den Donbass stürmen, wir würden die Blockade der Krim machen, und Putin würde dann verlieren.

Das zweite Ultimatum von Putin, wie er sagte, wenn jemand der Ukraine Waffen geben wird, dann wird er die Entscheidung nach dem Grundsatz von Hugo Chavez treffen und die Vergesellschaftung von unserem gesamten und den europäischen Investitionen verkünden.

Das sind ca. 700 Milliarden Dollar. Beispielsweise eröffnete voriges Jahr das VW-Werk in Nabereschnje Tschelny.

Dort sind in wenigen Jahren eine Milliarde Euro investiert worden", äusserte das ukrainische Parlamentsmitglied.



Quelle: http://www.politnavigator.net/putin-vydvinul-ultimatum-obame-rossijjskie-vojjska-vozmut-kiev.html








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Ostsee-Rundschau.de



EUROPA-Friedensforum auf Ostsee-Rundschau.de



Friedensforum mit Dr. André Brie, Mitglied des Landtages von Mecklenburg-Vorpommern und Sprecher der Fraktion DIE LINKE für Europa- und Verbraucherschutzpolitik, am 6. Oktober 2014 in Ribnitz-Damgarten. Dr. André Brie ist auch Mitglied des Lenkungsausschusses des Petersburger Dialoges zwischen Russland und Deutschland. Foto: Eckart Kreitlow



Friedensforum mit Dr. André Brie




Dr. André Brie war von 1999 bis 2009 Mitglied des Europäischen Parlaments. In der Mitte der achtziger Jahre (1985 und 1986) gehörte Dr. André Brie unter anderem als Wissenschaftlicher Berater der DDR-Delegation bei der Genfer Abrüstungskonferenz an. Darüber hinaus engagierte sich Dr. André Brie von 1986 bis 1991 in der nach dem kanadischen Konferenzort benannten im Jahre 1957 gegründeten Pugwash-Bewegung für nukleare Abrüstung.







Offizielle Homepage von Dr. André Brie












EUROPA - Friedensforum



Wie bedroht ist der Weltfrieden?





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-----Original-Nachricht-----
Betreff: RUSSEN, BEREITET EUCH AUF DEN KRIEG VOR
Datum:Tue, 10 Feb 2015 14:31:04 +0100
Von: Monika Balzer kpf_friedrich_engels@icloud.com




RUSSEN, BEREITET EUCH AUF DEN KRIEG VOR!

von Konstantin Duschenow

übersetzt von Jens-Torsten Bohlke



Segodnia.ru, 08. Februar 2015 - 01:38 Uhr.- In seiner Ansprache auf dem Kongress des Verbands der unabhängigen Gewerkschaften Russlands sagte Putin:

"Der 'Versuch' 'einzufrieren', was sich in den letzten Jahrzehnten nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion als Weltordnung ausprägte, - dieser Versuch seitens einer bedingungslosen Führungsperson, welche glaubt, dass sie alles tun kann, während andere nur tun können, was er ihnen erlaubt, wird Russland nicht zufriedenstellen. Sollte es jemandem gefallen, unter den Bedingungen einer teilweisen Okkupation zu leben, dann werden wir dies wegen ihm nicht tun ..."

Das ist eine starke Rhetorik der russischen Führungspersönlichkeit, zu welcher er in jüngster Zeit wiederholt zurückgegriffen hat. Sie zeigt die Entschlossenheit des Kremls, Russlands nationale Interessen bedingungslos zu verteidigen.

In der Erkenntnis dessen wurde die westliche Politik hektisch. Die US-Amerikaner beeilen sich rasch, um den Kriegsbrand in Europa zu entfachen, denn sie glauben, dass ein grösserer Konflikt auf dem Kontinent sowohl Russland als auch die EU schwächen würde, was dem schwächelnden US-Amerika eine Möglichkeit geben würde, seine globale Hegemonie auszuweiten und aus dem Krieg den maximalen Nutzen und die maximalen Profite zu ziehen, wie es die USA 1914-1918 und 1939-1945 taten.

Die Europäer wurden aufgeschreckt, weil sie realisierten, dass sie das Schiesspulver folgenschwer zu riechen bekommen hatten. Merkel und Hollande eilten nach Kiew, wo tags zuvor der Gesandte Washingtons, Kerry, sich zu einem Besuch eingefunden hatte, und dann eilten sie zu Putin.

Die europäischen Politiker begannen einer nach dem anderen Verlautbarungen über die Unzulässigkeit von Waffenverkäufen an die Ukraine, über die Unmöglichkeit der gewaltsamen Lösung des Konflikts in Neurussland zu machen. Im Gegensatz dazu äusserten die US-Amerikaner die dringende Notwendigkeit umfassender militärischer Lieferungen an Kiew.

Kurzgefasst nahm die Hektik heftig zu. Für den Normalbürger ist dies schwer zu begreifen. Aber hinter dieser Hektik zeichnete sich ganz deutlich das gewisse schreckliche Bild ab, welches weder Washington noch Moskau oder Paris oder Berlin wirksam beeinflussen können. Den Inhalt dieses stürmischen Bildes kann man in einige kurze Punkte fassen:


1. Die Belastung der Welt mit Widersprüchen und Konflikten auf geopolitischem, gesellschaftlichem, kulturellem, religiösem, nationalem Niveau ist jetzt so gross, und die gegensätzlichen Interessen der Parteien sind so widersprüchlich, dass eine Lösung dieser Konflikte durch friedliche und diplomatische Kanäle ohne Gewalteinsatz technisch unmöglich geworden ist. Wir können lediglich versuchen, die Schwere und die Intensität künftiger Konflikte zu beeinflussen, ihre Zerstörungskraft sowie Dauer und Ausdehnung zu mindern. Dies konkret sollte Russland auf seinem Weg zur künftigen weltweiten Führungsrolle machen.

2. 2014 sagte Putin, dass die Veränderung der Weltordnung stets entweder von einem Weltkrieg oder einer Kette mächtiger Konflikte begleitet wird. Es scheint, dass wir Zeuge von beidem werden. Das heisst, sowohl einer Kette von gewaltsamen regionalen Konflikten, die irgendwie zu einem grossen Weltkrieg eskalieren. Das Aufkommen des historischen Sturms zu stoppen ist niemandem möglich. Die geweckten weltweiten Kräfte zurückzuhalten liegt nicht in den Kräften der Menschheit. Man kann nur versuchen, diesem Sturm nicht in seinen Weg zu kommen, indem kenntnisreich manövriert wird und man sich so lange wie möglich aus dem Epizentrum der grössten Schlachten heraushält. Das ist die wichtigste Aufgabe der höchsten politischen Führung unseres Landes.






   Ist die Lösung der Konflikte durch friedliche und diplomatische Kanäle ohne Gewalteinsatz unmöglich?    








3. Im Klartext: Der 3. Weltkrieg ist unvermeidlich geworden. Die einzige Frage ist, wann er beginnen wird, welche militärpolitischen Bündnisse bei seinem Ausbruch in der internationalen Arena gebildet sein werden, zu welchem Zeitpunkt und unter welchen Bedingungen Russland sich selbst darin befinden wird, wie vorbereitet wir auf diesen Punkt auf militärischem, wirtschaftlichem, geistigem usw. Gebiet wir sein werden, um dies abzusehen, alles vorauszusehen, was niemand kann. Wir können nur alles in unserer Macht Stehende mit grösstmöglicher Geschwindigkeit und Effektivität tun, um das Leben in unserem Land bezüglich der kommenden schweren Zeiten und Härten umzubauen.

4. Der Konflikt in der Ukraine ist unter diesem Aspekt äusserst wichtig für die Zukunft Russlands insgesamt. Vom Ausgang des Krieges in Neurussland hängt ab, welches das Hauptkriegstheater für den 3. Weltkrieg sein wird.

5. Wenn der Westen unter Führung Washingtons Russland direkt in diesen Konflikt einbeziehen kann, dann könnte in der offenen russisch-ukrainischen Kollision der dortige Bürgerkrieg sehr wahrscheinlich zu einer scharfen Eskalation des Konflikts führen, um die Ukraine zu einem vorgeschobenen Aussenposten der NATO zu machen. Und Russland wäre dann im Hauptkriegstheater des 3. Weltkriegs, wie es in den ersten beiden geschehen war. Dann würde die Blutbahn des Krieges wieder rasch auf Smolensk und Brjansk rollen, und das osteuropäische Flachland und das zentralrussische Hochland werden zu einer Arena harter und blutiger Schlachten wie in den Tagen des Grossen Patriotischen Kriegs ...

6. Gelingt Putin, den Konflikt in Neurussland einzufrieren, oder die Miliz mit Hilfe Moskaus kann einen entscheidenden Sieg über Bandera-Kiew erringen, würde Russland beinahe unzugänglich für eine direkte militärische Intervention werden. Dann würde die Hauptkollision des kommenden Weltkriegs verlagert werden an die Peripherie des eurasiatischen Kontinents und würde in einem von Westeuropa, dem Mittelmeerraum und dem Mittleren Osten bis Südostasien und dem Pazifik gehaltenen weiten Bogen gehalten werden. Das Territorium Russlands würde in diesem Fall höchst wahrscheinlich von den Kampfhandlungen nicht betroffen werden.

7. Der Charakter selbst des künftigen Kriegs wird nur in der ersten Phase hochtechnologisch sein (beispielsweise durch den Einsatz von "intelligenten" Waffen). Nachdem die professionellen militärischen Fachkräfte ausgereizt sein werden, die Zentren der industriellen Infrastruktur zerstört worden sind und die Vorräte an "intelligenten" Waffen erschöpft sind, wird der Krieg die Merkmale des vorhergegangenen 2. Weltkriegs annehmen: die Flächenbombardierungen, der massve Einsatz der Panzertechnik und der Artillerie, der Kampf um das Territorium, der Sturmangriff auf die Städte gestützt auf die großen Truppenstärken der Landstreitkräfte, welche zunehmend in die unmittelbare und direkte bewaffnete Auseinandersetzung mit dem Gegner kommen.

8. Der Einsatz der Atomwaffen in diesem Konflikt ist beinahe unvermeidlich. Aber am wahrscheinlichsten ist das Drehbuch, in welchem die strategischen Atomwaffenarsenale der USA, Russlands, Chinas, Frankreichs und Großbritanniens nicht eingesetzt werden, aber der Einsatz von taktischen Atomwaffen würde auf den Territorien der Drittländer an der Peripherie des eurasiatischen Kontinents am stärksten sein.


Die Hauptschlussfolgerung besteht darin, dass Russland keinen Weltbrand verhindern kann. Aber Russland kann besser vorbereitet in ihm überleben und darüber hinaus in ihm gewinnen!

Russland kann den richtigen Moment auswählen und in das Hauptgeschehen einbezogen werden, wenn dies für Russland am nutzbringendsten sein würde. Russland kann Gegner schlagen und ein Sieger in den bevorstehenden Kämpfen werden. Dafür müssen wir alle eine starke innere Einheit, ein kühles Herz und den Willen aufrecht erhalten, bei Notwendigkeit nicht zu zögern, die Gewalt einzusetzen, Opfer zu bringen, uns den teifgreifendsten und schwersten Herausforderungen unserer Zeit zu stellen ...

Gott helfe uns!


Quelle: http://www.segodnia.ru/content/156254





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-----Original-Nachricht-----
Betreff: DER 3. WELTKRIEG BEGINNT
Datum: Mon, 09 Feb 2015 08:43:54 +0100
Von: friedrich kpf_friedrich_engels@mac.com




DER 3. WELTKRIEG BEGINNT

von Alexander Russin

übersetzt von Jens-Torsten Bohlke



Donezk, 08. Februar 2015 - 23:15 Uhr, Novorossia.su-

Die Geschichte wiederholt sich in einer seltsamen Weise.

München. Wieder München. Wie auch voriges Mal.

Voriges Mal fing mit München der Zweite Weltkrieg an. Das war 1938. Das Münchener Treffen mit dem Abkommen, das von Hitler, Chamberlain und Daladier über die Übergabe des Sudetengebietes an Deutschland unterschrieben worden war.

Nach der Unterzeichnung des Abkommens sagte Chamberlain den historischen Satz "Ich habe unserer Generation den Frieden gebracht". Aber Churchill sagte nicht weniger historisch "England wurde die Auswahl zwischen dem Krieg und der Schande angeboten. Es hat die Schande gewählt und wird den Krieg bekommen".

Als richtig hat sich Churchill in seinen Worten erwiesen.

Gestern haben sie kein Abkommen unterschrieben. Bisher jedenfalls noch nicht. Die Verhandlungen Putins, Hollandes und Merkels in Moskau wurden mit keinem konkreten Abkommen beendet.

Aber Merkel hat heute in München den wichtigen Satz gesagt: Deutschland drängt auf ein Grösseres Europa von Lissabon bis Wladiwostok.

Das ist das Ziel. Die Bezeichnung des Ziels, um welches der Krieg sein wird.

Sie begannen die Landkarten auszurollen. Das Größere Europa brauchen sie. Die Unterwerfung Russland unter die Europäische Union und durch die Europäische Union Russlands Unterwerfung unter Washington.

Eigentlich liegt darin keine Offenbarung. All dies war längst klar. Sie brauchen nicht die Ukraine und darüber hinaus Donezk. Und die Demokratie mit ihren gleichgeschlechtlichen Paraden in Kiew ist ihnen auch nur egal.

Sie brauchen Russlands Unterwerfung, die Absorption Russlands durch die Integration des russischen Finanz- und politischen Systems in die internationalen (europäischen und amerikanischen) Finanz- und politischen Strukturen.

Die Ukraine ist einfach nur eine Etappe bei dieser Integration.

Die Assoziierung der Ukraine mit Europa ist das Pilotprojekt, in welchem Russland langfristig dem Gross-Europa von Lissabon bis Wladiwostok zu folgen hat, wie es heute in München zu vernehmen war.

Die Europäische Union (vor allem Deutschland und Frankreich) wollen den vollen Zugang zum russischen Markt zur Lösung wirtschaftlicher Probleme, indem Russland zum Rohstoffanhängsel gemacht wird, nachdem es sich mit seinen Rohstoffen für China entschieden hatte und dadurch Konkurrenzvorteile erlangt hat.

Es ist wichtig anzumerken, dass für diesen Zweck nicht zwangsläufig Russland sowie die Ukraine in der Struktur der EU zugelassen werden müssen. Einfacher ist es, die Zollunion zu vernichten und die Assoziierung erst mit der Ukraine und dann auch mit Russland zu unterschreiben.

Dies ist auch für Washington vorteilhaft. Denn nach seinen Vasallen Deutschland und Frankreich kann Washington dergestalt Russland mit seiner Wirtschaft und seinem politischen System kontrollieren.

Für Washington ist auch ein Gross-Europa von Lissabon bis Wladiwostok vorteilhaft.

Weil Gross-Europa Klein-Asien ist.

Die Ausdehnung Europas bis nach Wladiwostok ist eine Verkleinerung Asiens, eine Verkleinerung der Einflusssphäre von China, einem der bedeutendsten Handelskonkurrenten der USA derzeit.

Wird China der russischen Ressourcen beraubt, so wird es weniger konkurrenzfähig, wirtschaftlich schwächer und in seinem weiteren Wachstum begrenzt gemacht.

Russland ist der Schlüssel zu China.

Die Ukraine ist der Schlüssel zu Russland.

Der Donbass ist der Schlüssel zur Ukraine.

Russland soll die Ukraine ausliefern und dann sich selbst aufgeben.

Aber Russland hat sich gesträubt.

Erst auf der Krim, und jetzt im Donbass.

Und schon ist egal, was sich Putin oder die Einheimischen auf der Krim und im Donbass dabei dachten, denn der größte Teil der geteilten Nation beschloss beizutreten.

Die Tatsache ist von Bedeutung, dass sich Russland gesträubt hat, auf dem Weg der Integration mit der westlichen Welt stehengeblieben ist und begonnen hat, vor diesem Kurs zurückzuweichen. Wenn auch kaum bemerkt, eben rückwärts geht.

Im Grunde wichtig sind nicht die Krim und nicht der Donbass (obwohl sie auch wichtig sind, aber nicht im Grunde). Sondern grundsätzlich wichtig ist die Tatsache, dass sich Russland gesträubt hat.

Hätte Russland die Krim als Teil der Ukraine belassen, und hätte im Donbass kein Krieg begonnen, Russland sich aber geweigert, seine Militärstützpunkte auf der Krim aufzulösen und sich somit in einer anderen Phase befunden, aber den schrittweisen Prozess der Errichtung eines Gross-Europas von Lissabon bis Wladiwostok abgelehnt, dann wäre all dies dasselbe hinsichtlich des begonnenen Kriegs. Es würde sich später irgendwo anders ereignen.

Aber es ereignete sich, wie es sich ereignet hat.

Der Krieg im Donbass ist der Beginn des 3. Weltkriegs.

Dies ist kein lokaler Konflikt mehr.

Man muss begreifen, dass dies schon längst hätte sein können. Aber heute in München, in Deutschland, verkündete Angela Merkel das Hauptziel des Krieges, und zwar ein Grösseres Europa von Lissabon bis Wladiwostock.

Das ist das Ziel hinter all dem Wirrwarr. Es geht nicht um die Rettung der Demokratie in der Ukraine oder die Spitzenhöschen für die ukrainischen Majore. Es geht nicht um das Interesse am Schiefergas in Slawjansk. Es geht nicht einmal um das Interesse an NATO-Stützpunkten auf der Krim.

All dies wäre in Ordnung, damit die Politiker und die Diplomaten der USA und Europas wie Obama, Kerry, Merkel, Hollande und andere durch die ganze Welt fliegen und verhandeln, Hunderte von Stunden von Telefongesprächen und persönlichen Gesprächen miteinander verbringen.

Nimmt man sich für jemandem aus der Politik mit dem Niveau eines Poroschenko in den Vereinigten Staaten so oft und so bereitwillig Zeit? Welchem anderen Land wird so viel Zeit in den Sitzungen des Kongresses und des Senats, bei PACE, bei der UNO gewidmet, wie der Ukraine? Was ist das Besondere an der Ukraine? Ist sie so groß und so wichtig für die Weltgemeinschaft?

Die Ukraine ist der Schlüssel zu Russland, ein wichtiger Schritt in Richtung der Schaffung eines Groß-Europas von Lissabon bis Wladiwostok, ein Schritt auf dem Weg der Unterwerfung und der Kontrolle von Russland und von China.

Das ist der Zweck, für den dieser Krieg geführt werden wird. Erst einmal im Donbass. Und dann, wie er verläuft.

Was für ein Krieg wird dieser Krieg werden?

Ein Atomkrieg wird er nicht, soll er nicht werden. Da der Einsatz von Kernwaffen zur Zerstörung des Konfliktgegenstandes selbst führen würde und sich inakzeptable Verluste für wahrscheinlich beide Seiten ergeben würden.

Panzerarmeen wurden auch in der Vergangenheit eingesetzt.

Höchstwahrscheinlich ist dieser 3. Weltkrieg eine Kette von Konflikten, die in den verschiedenen Republiken der ehemaligen Sowjetunion auf der Grundlage der territorialen und nationalen Streitigkeiten beginnen. Und vielleicht kann er sich in Osteuropa ausweiten.

Der Krieg wird gleichzeitig auf der politischen und der wirtschaftlichen Ebene geführt werden.

World War III wird ein Hybrid sein. Hybride Kriege gab es schon, das ist nicht neu, kurz bevor sie nicht zu Weltkriegen wurden.

Jetzt werden sie zum Weltkrieg.

Gibt es vielleicht noch eine Chance, diesen Krieg zu vermeiden?

Nachdem Merkel und Hollande fünf Stunden in den Gesprächen in Moskau verbrachten und mit leeren Händen zurückkehrten, ist dies unwahrscheinlich.

Danach äußerte Merkel das ultimative Ziel, faktisch ein Ultimatum mit einem Ziel, und zwar die Schaffung eines Großeuropas, was mit Russland eindeutig nicht funktioniert hat.

Weder mit Putin noch mit jemand anderem erreichten sie, dass der Krieg vermieden wird.

Der Krieg hätte vermieden werden können, eher, bevor Neurussland geschaffen wurde und der Westen vor die Tatsache gestellt wurde, dass Russland nicht aufgeben wird und bereit ist, für seine Interessen zu kämpfen.

Ein solcher Schritt würde der Westen ganz klar erkannt haben. Er wäre unglücklich, hätte ihn aber sicherlich verstanden.

Heute, wo Russland versucht, den Frieden durch den Abschluss verschiedener Abkommen zu retten, die dem Münchner Abkommen von 1938 ähneln, wo Russland einerseits dem militärischen Konflikt stark ausweicht und andererseits hartnäckig versucht, seine Position zu halten, Unentschlossenheit und Unnachgiebigkeit gleichzeitig zeigt, ist dies eine Situation, in der der Krieg nicht vermieden werden kann.

Unterdessen äussert Merkel das ultimative Ziel der Schaffung eines Großeuropas.

Das Ziel konnte zuvor der Gegenstand von Verhandlungen, Schacher, Vereinbarungen sein.

Aber jetzt ist das Ziel verkündet.

Und niemand gibt es auf.

Faktisch ist dies ein Ultimatum an Russland.

Die Bundeskanzlerin Deutschlands, Angela Merkel, Chefin des führenden EU-Landes, manchmal 4. Reich genannt, faktisch ist Deutschland ein Vasall der USA, der einzigen Supermacht nach dem Sieg über die Sowjetunion im Kalten Krieg, - Deutschland als ein Hegemon der Umsetzung der politischen Spielarten einer von Washington beherrschten einpoligen Weltpolitik äußerte das ultimative Ziel, und zwar ein Grösseres Europa von Lissabon bis Wladiwostok.

Mit Russland geht das nicht. Mit oder ohne Putin. Russland wird dies nicht tun und damit die Europäische Union ablehnen, Deutschland ablehnen, das 4. Reich ablehnen, die USA ablehnen, Washington ablehnen, sozusagen die Weltregierung derer, die die Weltregierung zu sein behaupten, um dieses Ziel zu erreichen, ablehnen.

Russland wird dieses Ultimatum nicht akzeptieren.

Selbst wenn der Kreml es akzeptiert, das russische Volk wird es nicht akzeptieren. Und das Ziel der Schaffung eines Großeuropas wird nicht friedlich realisiert werden.

Das bedeutet, dass es Krieg geben wird. Den 3. Weltkrieg.

Wünschenswerterweise möchte ich wirklich falsch liegen, aber es scheint so, dass bereits nicht mehr ...

Alexander Russin


Quelle: http://novorossia.su/ru/node/14368





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-----Original-Nachricht-----
Betreff: [Kpf-informationen] Auch wir verlangen: Putin sollte nach Auschwitz eingeladen werden
Datum: Sun, 18 Jan 2015 20:08:19 +0100
Von: "wtegge@t-online.de" wtegge@t-online.de




Bitte unterzeichnet die Erklärung bis zum 27.01.15 (siehe unten)


Herzliche solidarische Grüße


Waltraud






-----Original-Nachricht-----
Betreff: [Kpf-informationen] Auch wir verlangen: Putin sollte nach Auschwitz eingeladen werden
Datum: Sun, 18 Jan 2015 10:46:46 +0100
Von: "Thomas Hecker" thomas.hecker@email.de
An: kpf-informationen@info.die-linke.de





In vielen Gesprächen äußern nicht nur Mitglieder sowie Sympathisantinnen und Sympathisanten der LINKEN ihre Empörung darüber, dass der russische Präsident anlässlich des 70. Jahrestages der Befreiung von Auschwitz durch die Rote Armee keine offizielle Einladung zu den Gedenkfeierlichkeiten erhielt.

»Begründungen« für dieses geschichtsvergessene Verhalten sind fadenscheinig.

Wir – der Bundessprecherrat der Kommunistischen Plattform der Partei DIE LINKE und die Erstunterzeichner – fühlen uns politisch und moralisch verpflichtet, hier etwas zu tun.

Bitte unterzeichnet die nachfolgende Erklärung, damit dem politischen Willen vieler in diesem Land zu diesem Skandal Ausdruck verliehen wird.

Helft auch mit, diese Erklärung möglichst weit zu verbreiten.



18. Januar 2015

Auch wir verlangen: Putin sollte nach Auschwitz eingeladen werden [1]

Am 27. Januar 1945 wurde das Konzentrationslager Auschwitz befreit.

Auschwitz – allein das Wort erzeugt bis heute und für alle Zeiten ein Gefühl abgrundtiefen Grauens.

Die bestialischsten Verbrechen wurden dort begangen.

Millionenfach. Die Rote Armee setzte dem ein Ende.

Es ist empörend, dass der russische Präsident Wladimir Putin zu den Gedenkfeierlichkeiten anlässlich des 70. Jahrestages der Befreiung von Auschwitz nicht offiziell eingeladen wurde – unabhängig davon, ob es allgemein üblich ist, Staats- und Regierungschefs hierzu einzuladen.

Sieht man von der dankenswerten Erklärung des Simon-Wiesenthal-Zentrums in Jerusalem[1] ab, so regt sich über diesen politisch-moralischen Skandal kaum jemand auf.

Sieben Jahrzehnte nach der maßgeblich durch die Sowjetunion unter unglaublichen Opfern bewirkten Zerschlagung des Faschismus hat der Russenhass wieder monströse Ausmaße angenommen.

Irrationalität regiert.

Es ist irrational, den Repräsentanten des Landes nicht direkt zur Gedenkveranstaltung in Auschwitz einzuladen, dessen Armee den Überlebenden dieser Mordfabrik die Freiheit brachte.

Das ist Geschichtsrevisionismus perfidester Art.

Wir verlangen die offizielle Einladung des höchsten russischen Repräsentanten.

27 Millionen sowjetischer Menschen verloren im Kampf gegen die faschistische Barbarei ihr Leben.

Wo bleibt der ihnen gebührende Respekt? Wir fordern ihn ein!


Erstunterzeichner:
Ellen Brombacher, Thomas Hecker, Heidrun Hegewald, Jürgen Herold, Prof. Dr. Hermann Klenner, Horsta Krum, Prof. Dr. Moritz Mebel, Prof. Dr. Sonja Mebel, Inge Gutmann, Kurt Gutmann, Friedrich Rabe, Dr. Andrej Reder, Joachim Traut, Dr. Volkmar Vogel.

Weitere Unterstützerunterschriften bitte bis zum 27. Januar 2015 an: kpf@die-linke.de


[1] Vgl.: Efraim Zuroff, Simon Wiesenthal Center: »Putin should be invited to Auschwitz«, 14.01.2015.


http://www.i24news.tv/en/opinion/57693-150114-putin-should-be-invited-to-auschwitz









EUROPA - Friedensforum



Ukraine-Konflikt spitzt sich weiter zu! Wie bedroht ist der Weltfrieden?





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-----Original-Nachricht-----
Betreff: NATO-EINHEITEN AM FLUGHAFEN DONEZK IM EINSATZ
Datum: Thu, 18 Dec 2014 19:52:06 +0100
Von: friedrich kpf_friedrich_engels@icloud.com




NATO-EINHEITEN AM FLUGHAFEN DONEZK IM EINSATZ

von Alexej Sotjew

publiziert von Colonel Cassad

übersetzt von Jens-Torsten Bohlke


Cassad.net, 15.12.2014 19:45 Uhr.- Der neue Waffenstillstand im Donbass bringt erstmals seit vielen Monaten ein Aufhören des Artilleriebeschusses. Eine friedliche Stadt hat begonnen, wieder friedlich zu werden. Gewehrschüsse und einzelne Feuerwechsel auf Kleinkaliberwaffen zählen nicht. Die ukrainischen Truppen verhüllten ihre schwere und Raketenartillerie und führten eine Rotation durch. Geschlagene Einheiten werden durch neue Einheiten ersetzt. Hier kommt der spaßige Teil.

Eine meiner Bekannten rief eine Freundin an, die in einem blühenden europäischen Land lebt und aufgeregt berichtete, dass ein Verwandter ihres Ehemanns als Soldat einer der NATO-Einheiten in die Ukraine geschickt worden war, wo sie in ukrainische Uniformen gekleidet wurden und auf dem Gelände des Flughafens von Donezk ankamen. Sie sagte auch, dass laut diesem Militärangehörigen fast jeder dort eingesetzte Militärangehörige der NATO unter dem Vorwand der Rotation zum Flughafen kommt. Das sind Europäer und US-Amerikaner. Die NATO-Einheiten nehmen diese strategische Einrichtung unter ihre Kontrolle.

Im Verlauf dieser Kommunikation wurde auch der Grund klar, warum die drei größten Flughäfen in der Ukraine, die von Saporoschje, Charkow und Dnjepropetrowsk, geschlossen wurden. Auf den Landebahnen dieser Objekte landeten die Transportflugzeuge der NATO, die militärische Ausrüstung, Kampftruppen und Munition entluden. Die Bestätigung für die Lieferung dieser "Hilfe" aus der NATO erhielt ich aus anderen Quellen. Einwohner in diesen Städten haben bestätigt, dass sie die europäische und amerikanische Fracht im Terminal des Flughafens sahen. Die NATO begann eine "weiche" Invasion im Donbass. In Form von ukrainisch verkleideten europäischen und US-Militärangehörigen besetzte sie die Schlüsselpositionen der Frontlinie.

Was bedeutet das alles? Warum erneuert eine Seite, die Interesse an einer Waffenruhe hat, ihre eigenen Einheiten und ersetzt sie mit Soldaten, deren Heimat ziemlich weit weg von diesem Ort entfernt liegt? Die Antwort auf diese Frage ist nicht schwer. Die Rede davon zu führen, dass die abgehärteten Kämpfer der NATO einem Sturmangriff von höherer Qualität der Milizen widerstehen, ist albern, da der Vorteil an Personalstärke und Technologie bei der Nachschubversorgung der Einheiten eindeutig auf der Seite der Strafbataillone liegt. Dementsprechend erfüllen die eine führende Position einnehmenden NATO-Einheiten eine ganz andere Aufgabe.

Meiner Meinung nach sollen diese NATO-Kämpfer Konflikte provozieren, die anschliessend dazu bestimmt sind, in einen groß angelegten Militäreinsatz der NATO-Truppen zu münden. Der Wunsch, Russland in einen globalen Krieg zu ziehen, wird bald schreckliche Ergebnisse bringen.

Ein Krieg unter Beteiligung von russischen Truppen und den NATO-Truppen weitet sich schnell außerhalb der Ukraine aus und gelangt entweder nach Russland oder in die EU. Dieser Gang der Ereignisse ist für nur ein Land vorteilhaft, für die Vereinigten Staaten.

Die US-amerikanische Kontinentalmacht verwickelt sich mit Vergnügen in einen globalen Konflikt, so lange dieser Konflikt auf einem anderen Kontinent andauert und die Infrastruktur der USA nicht bedroht. Durch einen Ozean getrennt würden die Vereinigten Staaten den Krieg am Boden für sich selbst vermeiden und selbst höchstens isolierten Luft- und Raketenangriffen ausgesetzt sein, die sie mit ihrem Raketenabwehr-System abfangen könnten. Europa und Russland würden am meisten leiden, denn der Krieg am Boden führt zwangsläufig zur Zerstörung der Ortschaften und einer teilweisen Störung der Kommunikation und Infrastruktur.

Jetzt im Donezbecken und insbesondere auf dem Gebiet des Flughafen-Terminals von Donezk tickt die Frage nach dem Zeitpunkt des Beginns des Dritten Weltkriegs, die die meisten Länder der Welt in ihre Mühlsteine ziehen wird. Und genau dafür werden die NATO-Soldaten in ukrainischen Uniformen zu einer so entfernten Stellung bis nach Donezk entsendet.

Die Welt, wie sie bis heute existiert, wird bald verschwinden. Das in wirtschaftliche und politische Probleme verstrickte US-Amerika ist an einem langwierigen militärischen Konflikt interessiert, welcher nicht auf seinem Territorium abläuft. Europa wird nicht in der Lage sein, diesem Willen seines strategischen Seniorpartners zu widerstehen. Russland wird Neurussland nicht aufgeben.

Wer auch immer dieses blutige Drehbuch schrieb, hat alles richtig durchgezählt. Läuft alles nach Plan, wird das kommende 2015 für viele in Europa und Amerika und ebenso in Russland das Ende sein. Von der Ukraine will ich dabei gar nicht reden, dort wurden bereits zehntausende Bürger in der feuchten Erde vergraben.

Wir können nur auf den gesunden Menschenverstand, welchen die westlichen Politiker zeigen sollten, angewiesen. Jetzt liegt in ihren Händen das Schicksal der ganzen Welt, welches sie rücksichtslos in ukrainische Uniformen gekleideten Kommandos übergeben haben.

Ich werde oft gefragt, wie lange der Waffenstillstand dauern wird, und was das Ergebnis sein wird. Meiner Meinung nach wird die Waffenruhe nicht lange dauern. Die ukrainische Seite ist nicht daran interessiert, Gebiete zu verlieren, die sie für ihre Gebiete hält. Die Milizangehörigen wollen in ihre Heimatorte zurückkehren, - nach Kramatorsk, Slawjansk, Lissitschansk, Sewerodonezk und Mariupol.

Und aus dieser Motivation erzwingen die westlichen militärischen Strategen mit ihren Truppen eine neue Runde der Eskalation des Konflikts, die somit demnächst einen Grund für das Intervenieren bei ihrem "strategischen Partner", der Ukraine, provozieren.



Stehen wir vor dem Ausbruch des Dritten Weltkrieges?


Wie mir ein Milizangehöriger sagte, hatte es bei einem Verhör eines Gefangenen am Vortag die Aussage gegeben, dass die Kommandeure der Strafbataillone das ungefähre Datum des Beginns der Großoffensive mit dem 20. Dezember 2014 angeben.

Ich verstehe, dass dies nicht ein genaues Datum ist. Ich will, dass dies ein Fehler ist. Ich hoffe, dass dies nicht geschehen wird.

Aber einer meiner Wünsche reicht nicht aus, vor allem mein kleiner Wunsch, den unvermeidlich bevorstehenden 3. Weltkrieg zu beenden.

Lasst uns dem Einhalt gebieten! Was auch geschieht, seien Sie stark. Und denken Sie daran, dass in der Einheit auch die Kraft für den Sieg steckt!


Alex Sotjew




NATO-EINHEITEN AM FLUGHAFEN DONEZK IM EINSATZ! Stehen wir vor dem Ausbruch  des Dritten Weltkrieges?NATO-EINHEITEN AM FLUGHAFEN DONEZK IM EINSATZ! Stehen wir vor dem Ausbruch  des Dritten Weltkrieges?



Quelle: http://cassad.net/category/war/1168-podrazdeleniya-nato-zahodyat-v-doneckiy-aeroport.html




"Hände weg von Russland!
Hands away of Russia!
© Kommunistische Plattform »Friedrich Engels«"










EUROPA - Friedensforum




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-----Original-Nachricht-----
Betreff: Eine merkwürdige Allianz
Datum: Mon, 24 Nov 2014 10:35:10 +0100
Von: friedrich kpf_friedrich_engels@icloud.com



"Hände weg von Russland!
Hands away of Russia!
© Kommunistische Plattform »Friedrich Engels«"






https://www.compact-online.de/dritte-compact-souveraenitaetskonferenz-friede-mit-russland-22-11-014/


DRITTE COMPACT-Souveränitätskonferenz
„Friede mit Russland“



22.11.2014


Am Samstag den 22. November 2014 fand in Berlin die mittlerweile dritte Souveränitätskonferenz des COMPACT-Magazins unter dem Titel

“Frieden mit Russland”

statt.

Der Chef-Redakteur Jürgen Elsässer und der Geschäftsführer des Magazins Kai Homilius konnten neben den rund 800 Gästen eine ganze Reihe hochkarätiger Referenten begrüßen.

IDC-Direktorin Natalja Narotchnitskaya sprach die Begrüßungsrede und war sichtlich begeistert von Resonanz und Interesse der vielen versammelten Gäste, die zum Teil von weit her angereist waren, um ein Zeichen für den Frieden zu setzen.

Von den Referenten wäre zunächst der Ehrengast und kurzentschlossene Zusatzredner Egon Bahr zu nennen, der zur großen Freude aller Beteiligten das Wort an die Gäste richtete.

Wladimir Iwanowitsch Jakunin, der Begründer des World Public Forums “Dialog der Zivilisationen”, Politikwissenschaftler und Putin-Vertraute lieferte tiefe Einblicke in die russische Seele und setzte an diesem Tag alles daran, die Bedeutung einer friedlichen Zusammenarbeit der europäischen Völker mit Russland zu verdeutlichen.

Auch der französische Gast, Mitglied der Parte UMP (Union für eine Volksbewegung) und Bürgermeister des 16. Pariser Bezirks Claude Goasguen konnte mit seinem leidenschaftlichen Plädoyer für Frieden und Dialog begeistern.

Er stellte in hochinteressanter Weise die Sichtweise Frankreichs und deren Betrachtung der aktuellen Krise vor.

Begeistert hat auch der der große Staatsrechtler und Star-Jurist Prof. Dr. Karl Albrecht Schachtschneider, der in gewohnt brillanter Weise die Verfassungs- und Völkerrechtlichen Hintergründe der Krim-Krise darstellte.

Publikumsliebling und ehemaliger Staatssekretär Willy Wimmer war ebenso auf der Konferenz vertreten, wie der ehemalige SPD-Politiker, Autor und Geheimdienstfachmann Andreas von Bülow.

Beide verstanden es prächtig die politischen und metapolitischen Zusammenhänge im neuen Kalten Krieg gegen Russland zu beleuchten.

Auch der AfD-Politiker Alexander Gauland gab sich die Ehre und stellte in seinem Vortrag die vielen Verfehlungen und das Versagen der deutschen und europäischen Politik im Hinblick auf unsere Freunde und Partner in Russland heraus.

Der Schweizer Nationalrat und Autor, Poet und Entertainer Oskar Freysinger wusste durch seine besondere Art und durch seine messerscharfe Analyse der politischen Verhältnisse, die er aus Sicht der Schweizer Nation beschrieb, das Publikum zu begeistern.

John Laughland, der britische Historiker, Journalist und kritische Betrachter des politischen Zeitgeschehens trat als letzter Referent auf und gab seine Sicht der Dinge wieder, die sich besonders auf die Verknüpfung von Politik und Psychologie fokussierte.

Ganz wie erwartet, wurde die COMPACT-Konferenz ein voller Erfolg!

Völlig ausgebucht, voll besetzt mit großartigen Redner aus aller Welt, prall gefüllt mit hochexplosiven Themen, war die Veranstaltung ein weiterer Meilenstein der fairen und ausgewogenen Berichterstattung, die dem Frieden mit Russland einen großen Dienst erwiesen und den Mut zur Wahrheit aller Beteiligten gezeigt hat.

Nach der herzlichen Begrüßung unserer Teilnehmer im Foyer des Berliner Maritim Hotels konnte die Konferenz pünktlich um kurz nach Neun beginnen, was nicht zuletzt auch der gelungenen Organisation und dem Engagement vieler Helfer zu verdanken war.

Im feierlichen Ambiente des Konferenzsaals nahmen alle Gäste Platz und wurden mit einer Vorstellung der Referenten und einigen russischen Liedern des bezaubernden Trios Kitesch begrüßt.


Natalia Narotchnitskaya, die Präsidentin des russischen Kulturinstituts (Institute de la Démocratie et de la Coopération) in Paris, das als Partner des COMPACT-Magazins maßgeblich zur Organisation und zum Erfolg der Konferenz beigetragen hatte, sprach in ihrer Willkommensrede ihren Dank aus und betonte, dass es ihr große Ehre und besondere Freude zugleich sei, die dritte Souveränitätskonferenz, heute zum Thema „Frieden mit Russland“, präsentieren zu können.

Sie dankte den Veranstaltern, den Referenten und den Gästen für ihren Mut zur Wahrheit und unterstrich, wie wichtig es sei gegen die „anglo-amerikanische Dominanz“ unserer Zeit die Stimme zu erheben.

Die „Deutschen verstehen ihre Verantwortung für den Frieden“ so die Präsidentin.

Sie versicherte, dass sie sich nicht länger zum „Instrument fremder Interessen“ machen lassen und betonte, dass ein „starkes Europa“ der Vaterländer ein „starkes Russland“ zur Voraussetzung hat.


Gedenken

Nach diesen einführenden Worten gab es eine Schweigeminute für die verstorbenen Referenten früherer Konferenzen


Professor Wilhelm Hankel     und     Peter Scholl-Latour.


Es war ein Moment der Andacht. Jeder Einzelne im Saal senkte den Kopf um für einen kurzen Moment inne zu halten und den Verstorbenen ihren Respekt zu erweisen. Man hätte eine Stecknadel fallen hören können. Dann trat der erste Referent des Tages, Jürgen Elsässer, Chefredaktuer des COMPACT-Magazins mit leisen Schritten ans Mikrofon.





Jürgen Elsässer „Der Krieg gegen Russland“

Wie immer begann er seine Ansprache mit den Worten „Meine Zielgruppe ist das Volk.“

Er referierte zur aktuellen Situation, der Stimmungsmache und Kriegstreiberei gegen Russland, wie sie zurzeit offen und ungeniert von Politikern und Medien in Europa und der Welt betrieben wird.

Dabei zeigte er auf, dass das deutsche Volk „den Frieden will“.

Laut aktuellen Umfragen haben sich über 75 Prozent der Bürgerinnen und Bürger in unserem Land gegen Krieg und Sanktionen ausgesprochen,

und das trotz des anhaltenden „medialen Trommelfeuers“.

„Nur eine kleine Minderheit in der politischen Klasse“ will einen Krieg vom Zaun brechen, so Elsässer.

Die Deutschen, ein Volk von „Russland-Verstehern“, sind demzufolge viel besser als ihr Ruf.

Sie lassen sich nicht mehr für dumm verkaufen und lehnen die Machtspielchen einiger Geo-Strategen auf Kosten des Friedens und der Völkerverständigung ab.

Jeder hat mittlerweile begriffen, dass sich die Wahrheit im Fall Russland ganz anders darstellt, als uns die Mainstream-Presse glauben machen will.

„Die neue UdSSR“, so Elsässer, „hat ihre Hauptstadt in Brüssel und nicht in Moskau“. Sie nennt sich „EUdSSR“.

Der Applaus war ihm damit gewiss.

Er beschrieb im Folgenden die erschreckenden Parallelen zwischen dem ehemaligen Sowjet-Imperium und dem EU-System, zeigte die undemokratische Herrschaft durch EU-Kommissare und das „totalitäre Denksystem der political correctness“ auf.

Demokratiedefizite, Familienfeindlichkeit, ideologische Dogmatik und die Verdrängung christlicher Werte zeichnen die Europäische Union heute aus.

In Bezug auf das erst kürzlich von der ARD ausgestrahlte Interview mit dem russischen Präsidenten Putin zeigte Elsässer, dass es mit der Pressefreiheit und deren Mut zur Wahrhaftigkeit nicht weit her ist.

Die Presse, die Medien sind gleichgeschaltet, dazu braucht es keinen Joseph Goebbels mehr, das machen die freiwillig.“

Dann resümiert Elsässer die Kriegsvorbereitungen gegen Russland, etwa das sträfliche Verhalten unserer Bundeskanzlerin, die in keiner Weise zur Deeskalation beigetragen hat, sowie die Kassandra-Rufe einer Marie-Luise Beck von den Grünen, die in Rückbezug auf die ehrenwerten Bemühungen zur Friedensstiftung eines Matthias Platzeck (SPD) von der Neuauflage eines „Hitler-Stalin-Pakt“ faselte.

Elsässer machte an diesem Abend sehr deutlich, wie gespannt die momentane Lage wirklich ist.


„Wir sind in der gefährlichsten Situation seit dem Zweiten Weltkrieg.“


Es wird nun behauptet Russland sei schuld an der Misere. Leicht lässt sich beweisen, dass dem nicht so ist. Hier bringt der COMPACT-Chefredakteur eine Beispiele aus der aktuellen Medienlandschaft um dadurch zu zeigen, dass von Seiten dieser Schmierfinken alles getan wird, um einen Krieg herbeizuschreiben.

Er zeigt auf, dass die NATO laut der Frankfurter Allgemeinen Zeitung von Mitte 2013 ein Problem mit ihrer Tatenlosigkeit hat.

„Was tun ohne Krieg?“ wird da in einem Artikel gefragt.

Antwort: Man übt die „Schlacht gegen Russland“.

Für jeden Beobachter des Zeitgeschehens ist ersichtlich, dass Präsident Putin nicht nur keinen Krieg will oder irgendwelche Aggressionen gezeigt hat, sondern im Gegenteil bestmöglich zur Entspannung der Lage beigetragen hat.

Etwa als er „Janukowitsch zurückgepfiffen“ hat, als dieser während den Ausschreitungen auf dem Maidan einen Kampf um Kiew führen wollte.

Oder als er eine Verschiebung des Referendums im Donbass vorschlug, um zur Entspannung beizutragen.

Zu den Scharfmachern in dieser Krise gehört unter anderem die deutsche Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen, liebevoll „Flinten-Uschi“ getauft, die durch politische Vorstöße und militärischen Übereifer eine Eskalation der Lage riskiert hat, als Ruhe und Besonnenheit das Gebot der Stunde waren.

Jürgen Elsässer sieht weder Russland, noch die deutsche Wirtschaft oder Gesellschaft als Befürworter des Krieges.

Die „kriegsheiße Industrie“ liegt in seinen Augen viel eher in der City of London und an der Wall Street.

Nun wo der Papier-Geld-Kapitalismus an sein Ende gekommen scheint, „schlägt er wild um sich“, versucht die schwindende Deckung des Dollars durch „militärische Macht“ zu stabilisieren.

Die Finanzwirtschaft des US-Kapitalismus hat längst keinen Kontakt mehr zur realwirtschaftlichen Produktion, deshalb muss durch ausgeklügelte Hütchenspiele und eine Strategie der Spannung alles getan werden, um dem Absterben des anglo-amerikanischen Systems entgegenzuwirken.

Dabei ist nun Russland das neue, alte Feindbild, auf das sich Propaganda und Machtgelüste des großen Bruders fokussieren.

Elsässer zieht die entscheidende und einzig richtige Lehre aus der Geschichte, wenn er sagt:

„Deutsche und Russen dürfen sich nie wieder gegeneinander hetzen lassen.“

Russland hat uns wieder die Hand zur Freundschaft gereicht, „wir sollten sie nicht ausschlagen!“

Jürgen Elsässer setzt das Motto der Konferenz, die übrigens die erste überhaupt ist, die sich den Frieden mit Russland zum Ziel gesetzt hat, indem er sagt, dass es in der heutigen Zeit und ganz besonders in der jetzigen Situation darum geht „für ein Europa der Vaterländer“ einzutreten.

Dabei will er seine Sicht der Dinge bewusst nicht als einen flachen Anti-Amerikanismus verstanden wissen.

„Die Amerikaner sollen unsere Freunde sein, nicht unsere Besatzer.“

Nachdem er sich für die Aufmerksamkeit der Zuhörer bedankt hatte, gab es minutenlangen Applaus.


10.15 Uhr Wladimir Iwanowitsch Jakunin, Russland, Europa und die USA

Als zweiter Referent sprach an diesem Morgen der Mitbegründer des World Public Forums, Politikwissenschaftler und Putin-Vertraute Wladimir Jakunin.

Unter dem Titel „Europa und Russland – Versöhnung und Souveränität“ referierte er über die lange, historische Beziehung Europas zur Russischen Föderation.

Jakunin sprach zur Freude der vielen russischen Teilnehmer auf der Konferenz in seiner Muttersprache, während die anwesende Übersetzerin seine Ausführungen Absatzweise und mit großer Kunstfertigkeit ins Deutsche übersetzte.

Der Politologe betonte zunächst, dass „anders sein nicht heißt, Gegner sein zu müssen.“

Die Eigenständigkeit und die besondere nationale Identität der Russen mag, wie Jakunin zugibt, für viele Menschen im Westen manchmal befremdlich wirken, doch scheint es ihm wichtig dass Ost und West auch in Zukunft „ohne Vorbehalte“ aufeinander schauen und einander Vertrauen.

Er berichtet von der Kulturnation Russland und den christlichen Wurzeln und Werten seiner Heimat, welche auch in Europa historisch verankert sind.

Immer wieder hat Russland auf seinem Weg durch die Geschichte andere, alternative Wege als der Westen zu gehen versucht.

Für die Russen sind Philosophie und Geschichte der westlichen Nationen eben auch anders, wie Jakunin betont.

Doch „nie ist einem Russen das Gefühl anerzogen worden, Hass auf den Westen zu empfinden.“

Im Gegenteil wird in Russland die große Nation der Dichter und Denker noch viel eher respektiert und auch verstanden, als es hierzulande manchmal den Anschein hat.

Es ging in der Beziehung Russlands zu seinen Nachbarn immer darum, den Fremden, den Andersdenkenden in seiner Einzigartigkeit zu respektieren und zu schützen.

Jakunin sieht einen geistigen Unterschied zum Westen, der vor allem darin liegt, dass Russland den „Kapitalismus“ nie zum Ideal erhoben, sondern lediglich als eines von vielen möglichen ökonomischen Modellen betrachtet hat.

Jakunin zeigt seine Besorgnis, dass die momentane Krise sowie die Verstärkung derselben durch politische Propaganda herbeigeführt wird und sich eine Eskalationsspirale entwickelt, die zu einer Rückkehr in die diplomatische Eiszeit führen und ungewollte Spannungen und Probleme verursachen könnte.

Den rücksichtslosen Umgang mit Russland kritisierte er scharf und zeigte durch Beispiele aus der Vergangenheit auf, dass Amerika immer wieder versucht hat einen eisernen Vorhang herabzulassen, politische Trennlinien auf dem europäischen Kontinent einzuziehen, die den eigenen geo-strategischen Interessen dienen.

Immer wieder bestätigt er dem faszinierten Publikum, dass er aus seinen vielen Gesprächen mit russischen Politikern, Unternehmern und Bürgern weiß, dass niemand in Russland einen Krieg will.

„Die Russen sind schon genetisch gegen einen Krieg“, sagte er.

In seinem Vortrag ließ Jakunin auch das Thema Ukraine nicht außen vor und deutete an, dass „Russland nie einen Plan in Bezug auf die Ukraine gehabt“ hat, so wie die Medien es aktuell in vielen Ländern der Welt verbreiten.

Russland, insbesondere Putin, habe aus seiner Sicht nur reagiert „auf eine ganz und gar undemokratische“ Entwicklung, welche sich nach der Einbringung des Assoziierungsabkommens mit der EU in Kiew abzeichnete.

Zum Referendum auf der Krim bezeugte er, dass es einfach „eine Lüge“ sei, wenn heute behauptet wird, dass die Abstimmungen manipuliert oder die Sezession mit vorgehaltener Waffe durch Russland erzwungen worden sei.

Die groben Beschuldigungen des Westens an Russland und die mangelnde Fähigkeit zu differenzieren sieht der Chef des Forums „Dialog der Zivilisationen“ mit großer Sorge.

„Die westlichen Politiker haben das Gefühl für das Maß verloren“.

Sie sehen nicht, dass Wladimir Putin trotz der internationalen Stimmungsmache großes Vertrauen in seinem Land genießt

und ein Großteil der russischen Bürgerschaft hinter ihm steht.

In unverhohlener Trauer beschreibt Jakunin die zerplatzten Träume vom gemeinsamen Haus Europa, in das auch die Russen liebend gerne miteingezogen wären.

Nur leider wartete da „niemand auf uns Russen“.

Die USA und die EU haben alle ihre Versprechen der Vergangenheit gebrochen und aus machtpolitischem Kalkül auf die Isolation Russlands gedrängt.

Die vielen Kränkungen und Tiefschläge der vergangenen 30 Jahre zeigen nun das unausweichliche Ergebnis, eine gefährliche Abkühlung der diplomatischen Beziehungen.

Trotz der Tatsache, dass die Russen viel durchgemacht haben und auch der Westen aktuell in einer Existenzkrise steckt,

versucht man in der jetzigen politischen Situation verkrampft das Feindbild Russland wiederaufleben zu lassen,

statt sich daran zu erinnern, dass man viel voneinander lernen und vielen Bereichen gut zusammenarbeiten kann.

Die Grundlage der herrschenden Systemkrise, die letztlich auch die Ursache der Aggression gegen Russland ist,

erblickt Jakunin im globalen Wirtschaftssystem, das nur noch durch den Dollar als Weltleitwährung bestimmt wird.

Die fehlende Produktivität Amerikas soll nun durch die endlose Vermehrung wertlosen Papiergeldes aufgefangen werden.

Um die Kontrolle zu behalten und die dominante Kraft auf dem Planeten zu bleiben, müssen die USA tief in die Trickkiste greifen

und wenn nötig auch mit militärischen Mitteln die Konkurrenz in Europa und Russland ausschalten.

Das ist der Grund, weshalb die USA ständig für ein „kontrolliertes Chaos“ sorgt, man will auch ohne Wertschöpfung

und Produktivität die eigene Macht, den eigenen Einfluss ausbauen.

Dafür gibt er diverse Beispiele und zeigt auch, welche Folgen diese Haltung im ökonomischen und politischen Sinne mit sich bringt.

Zum Schluss seiner Rede unterstreicht Jakunin noch einmal den Willen seines Heimatlandes zum Frieden und zum konstruktiven Dialog.


„Wir wollen keinen Krieg, wir brauchen keinen Krieg“.


Er sieht die Aufgabe, der Aggression gegen Russland entgegenzuwirken vor allem bei den Europäern, die von Amerika als Konkursmasse in einem brandgefährlichen Spiel eingesetzt werden.

Vielleicht ohne sich darüber im Klaren zu sein, dass sie die Leidtragenden sein werden, wenn Amerika das eigene Machtstreben weiter ausdehnt.


Auf Europa liegt heute die Mission, den Frieden zu wahren.“


Nicht sein eigenes Interesse steht bei Jakunin im Vordergrund, er spricht im Namen

der „Zukunft unserer Kinder“ wie er betont und verspricht den Deutschen und allen anderen Völkern Europas:


„Russland wird euer treuester Partner sein.“


Als der Referent sich bedankt und vom Rednerpult hinuntersteigt begleiten ihn stehende Ovationen.



Willy Wimmer „Die NATO und Russland – gebrochene Versprechen“

Nach einer kurzen Kaffeepause waren die Gäste der Konferenz gestärkt für die zweite Runde des Tages.

Nachdem man wieder in gesitteter Manier auf die Plätze zurückgefunden hatte und die Privatgespräche langsam abebbten wurde als dritter Referent des Tages der ehemalige CDU-Politiker und Staatsekretär Willy Wimmer ans Mikrofon gerufen.

Sein Vortrag „Die NATO und Russland – gebrochene Versprechen“ war von besonderer Originalität und Klarheit bestimmt.

Nachdem Wimmer sich für die Einladung bedankt und einige Dinge zu seiner Person gesagt hatte, stieg er in sein Thema ein, indem er den Irrsinn der momentanen Lage in einigen Sätzen zu umreißen versuchte.

Sein Kerngedanke: „Die Freundschaft mit Russland muss bestehen bleiben, wenn es für uns gedeihlich weitergehen soll.“

Als Rheinländer sieht er gute Nachbarschaft mit den Freunden im Osten als eine Selbstverständlichkeit an.

„Auf der Kö (Edel-Einkaufsmeile in Düsseldorf) können die Geschäfte zumachen ohne die Russen“ verkündete er und fragt:

„Was sollen die Sanktionen gegen Leute, die wir hier haben wollen?“

Wimmer berichtet, dass es auch in der Bundeswehr viele Personen gibt, die sich zur Zeit erhebliche Sorgen machen, weil sie merken,

dass die politische Klasse sie als Kanonenfutter für die amerikanischen Interessen der NATO benutzen könnte.

„So kann man mit unseren Soldaten nicht umgehen“, sagt er und fügt hinzu, dass auch die Deutschen weit entfernt davon sind, mit den Freunden

in Russland einen Krieg anzufangen oder diesen auch nur zu üben.

In böser Vorahnung wirft Wimmer ein: „Ein Gleiwitz in einem Jahrhundert ist genug.“

Zur heutigen Konferenz am 22. Oktober 2014 meint der Referent, dass sie „vielleicht wichtiger ist als wir alle ahnen“, da es heute mehr denn je gilt dem Zündeln der NATO und der Amerikaner durch vertrauensbildende Maßnahmen entgegenzuwirken.

Sollte uns das nicht gelingen, so prophezeit uns der ausgewiesene Kenner von Politik und Zeitgeschehen „schwierige Weihnachten“.

Für ihn ist klar, dass man die alleinige Schuld für die akute Notsituation keinesfalls bei Russland suchen kann.

Die Brandstifter sitzen nach seiner Auffassung zurzeit auch in der Kiewer Regierung, welche das eigene Volk im Osten des Landes bekämpft und darin auch durch unsere Bundesregierung tatkräftig unterstützt wird.

„Ich verstehe in diesem Zusammenhang unsere Kanzlerin nicht“ sagt Wimmer und fragt: „Was ist das eigentlich für ein Signal an Russland“, wenn wir Partei ergreifen für eine faschistoide „Clique“ vor Russlands Haustür.

Die sträfliche Taten- und Verantwortungslosigkeit Deutschlands kann Wimmer beim besten Willen nicht nachvollziehen.

Er meint wir verhalten uns wie paralysiert. „Was hindert uns daran, eine eigene Beurteilung unserer Interessenlage durchzuführen?“ fragt er sich und wundert sich auch, warum weder die Kanzlerin noch der Bundespräsident die klaren und eindeutigen Interessen des deutschen Volkes, den „Frieden mit Russland“ Ernst nehmen.

Die Deutschen wollen „Frieden, Freiheit und Freundschaft“ in Zusammenarbeit mit Russland, doch es scheint dem Referenten eindeutig, dass eine bestimmte Weltmacht, die nach wie vor die globale Dominanz für sich beansprucht, daran kein Interesse hat.

Russland hat sich seit dem Kalten Krieg wieder zu einer ernstzunehmenden und souveränen Nation entwickelt ist „Back on the Stage“, das passt den Amerikanern nicht.

Zuletzt will Wimmer auch die Rolle der Medien nicht außer Acht lassen.

Die Hetze gegen Putin und die Verbreitung böswilliger Propaganda ist den meisten Menschen in Deutschland und Europa zuwider.

„Das deutsche Volk hat den Eindruck, dass der russische Präsident sich vernünftiger äußert, als der eigene Bundespräsident.“

Das gesamte Publikum lacht und klatscht zustimmend.

Für Willy Wimmer ist klar, dass die Amerikaner zurzeit alles versuchen, um uns gegen unsere Interessen „ins eigene Lager zurückzutreiben“, damit wir bloß keine engere Beziehung zu unserem natürlichen Verbündeten in Europa aufbauen.

„Das müssen wir verhindern“ meint er, das Publikum stimmt ihm uneingeschränkt zu und gibt auch ihm lange nachhallende, stehende Ovationen.



11.55 Uhr Prof. Dr. Karl Albrecht Schachtschneider „Ukraine, Krim und Völkerrecht“

Der wichtigste Staatsrechtler Deutschlands und berühmteste Kläger gegen das immer weiter fortschreitende EU-Imperium ist Professor Karl Albrecht Schachtschneider.

Sein Vortrag trug den Titel „Ukraine, Krim und Völkerrecht“.

Er beginnt seinen Vortrag, indem er sagt:

„Der Frieden mit Russland ist unsere Aufgabe, aber der Westen greift an!“

Nachdem die NATO sich im Interesse der US-Hegemonialpolitik und im Widerspruch zu allen gegebenen Garantien

bis an die Grenzen der Russischen Föderation ausgedehnt hatte, kam die Kugel ins Rollen.

Die NATO als solche sieht Schachtschneider längst als „Einrichtung der Weltherrschaft der Amerikaner.“

Den Regime-Wechsel in der Ukraine betitelt er als „schmutzige Intervention“, weil dieser nur durch vielfältige Hilfe

des Westens überhaupt zustande gekommen sei.

Den russischen Präsidenten, der in unseren Medien zurzeit als neuer Hitler aufgebaut wird, hat der Staatsrechtler

bisher als „klug, besorgt und besonnen“ wahrgenommen.

Die zentrale Frage seines Vortrags ist, „ob die Russische Föderation die Krim annektiert hat“, oder ob es sich um

eine völkerrechtlich legale wenn auch nicht unproblematische Sezession gehandelt hat.

Mit der gewohnten Fachkenntnis, klaren Argumenten, vielen Beispielen und einem unvergleichlichen Feingefühl für das

juristische Klein-klein solch komplexer Themen analysierte Schachtschneider die Lage und ließ dabei, wie wir es von ihm kennen,

auch viele interessante und bemerkenswerte Nebenaspekte und Insider-Informationen einfließen.

Seine Begründung der Feststellung, dass der Anschluss der Krim an Russland sehr wohl ein legaler Akt war, begründet er mit den

Grundsätzen des Völkerrechts, dass auf der politische Freiheit der Bürger fußt.

Der Star-Jurist machte deutlich, dass zwei konkurrierende Prinzipien, nämlich das Völkerrecht, beziehungsweise

das Recht der Völker auf Selbstbestimmung und der Bestandsschutz des Staates als Bestandteil des Staatsrechts bei

dieser Frage miteinander in Widerstreit liegen.

Dabei muss das Völkerrecht allerdings als höherrangig betrachtet werden, keinesfalls hat der Staat das Recht die Freiheit

seines Volkes auf Selbstbestimmung zu unterbinden oder gar mit Gewalt zu unterdrücken.

„Das Selbstbestimmungsrecht der Völker muss Vorrang vor dem Bestandsrecht des Staates haben“, da der Staat den Menschen zu

dienen hat, als Institution nur ein Ausdruck ihres Willens ist, unter einer gemeinsamen Verfassung zu leben und nicht umgekehrt, das Volk dem Staat auf Gedeih und Verderb ausgeliefert ist.

Der Professor fügt hinzu: „Die Politik tut sich äußerst schwer, die politische Freiheit der Menschen anzuerkennen“,

was von den Zuhörern amüsiert aufgenommen wird.

Was auf der Krim passiert ist, war aus Sicht Schachtschneiders die legitime Manifestation des Volkwillens und somit gerechtfertigt.

Dazu muss man sehen, dass die Krim immer eine „autonome Republik“ mit starken russischen Einflüssen gewesen ist,

die für die Russen auch immer von großer strategischer Bedeutung gewesen ist.

Die Schwarzmeerflotte der Föderation liegt im Hafen von Sewastopol.

Dass Nikita Chruschtschow die Krim an die Ukraine „verschenkte“, kann nicht als völkerrechtlich saubere Transaktion gewertet werden.

Schachtschneider ist überzeugt, dass die überwältigende Mehrheit für einen Anschluss an Russland, die beim Referendum erreicht worden ist,

einfach darauf zurückzuführen sei, dass viele Bewohner der Gegend eher Russland zugeneigt sind.

Sie wollten schlicht nicht in die NATO und in die EU, und der Referent fügt an: „Wer kann das auch schon wollen.“

Den weiteren Hinweisen auf die demokratische Legitimität des Referendums fügt er einige Beispiele für die

mangelnde Demokratie in Deutschland und der EU an, was zeigt, dass bei der Empörung über die angebliche Annexion der Krim

auch eine Menge Heuchelei mitschwingt.

Das Handlungs- und Vernunftprinzip des Juristen ist von ihm deutlich herausgestellt worden:

„Wir sind beseelt von dem Willen in einem vereinten Europa dem Frieden der Welt zu dienen.“

Dabei ist für ihn völlig klar, dass man diesen Frieden nur mit, niemals aber gegen Russland haben kann.

Die NATO ist nach Ansicht des Staatsrechtlers allerdings offensichtlich „gegen Russland gerichtet“, was bedeutet,

dass alle NATO-Mitglieder es schwer haben werden, mit Russland in Zukunft friedliche Beziehungen zu führen.

Den vielen Angriffen auf Putin und seine Rolle beim Referendum auf der Krim begegnete Schachtschneider, indem er

erklärte, dass es das gute Recht des Volkes sei, den Wunsch nach Abspaltung zu äußern und sich politisch neu zu orientieren.

Da die Ukraine ihren Bürgern auf der Krim ein solches Recht aber nicht einräumen und die Abstimmung notfalls

mit Waffengewalt stoppen wollte, hatten die drangsalierten Separatisten das Recht einen Drittstaat um Hilfe zu bitten.

So sieht es nach Angabe des Star-Juristen zumindest eine Erklärung der UNO zur Souveränität der Staaten von 1970 vor.

Die Rechtsgrundlage für die militärische Hilfestellung durch Russland war also gegeben.

Eine Sezession ist „ein Akt der politischen Freiheit“, allerdings scheint auch das beste Gesetz und alles Recht

nichts zu nützen, wenn die wildgewordenen Medien Putin als den Schuldigen hinstellen wollen.

Auch Professor Schachtschneider, der die Moderatorin des Abends durch seine etwas ausgedehnte Vortragsdauer

bereits ein wenig ins Schwitzen brachte, wurde unter großem Beifall förmlich von der Bühne getragen.







EUROPA - Friedensforum

Für Frieden und Völkerverständigung!
Gegen Kriegshetze und Russland-Bashing!










Egon Bahr macht seine Standpunkte deutlich

Planmäßig hätte es nun eine kurze Mittagspause geben sollen, doch kurzfristig wurde eine kleine Planänderung bekannt gegeben.

Egon Bahr, der Ehrengast des Abends und langjährige Bundesminister sowie engster Berater des Ex-Kanzlers Willi Brandt

erklärte sich kurzfristig bereit, noch einige Worte an das Publikum zu richten.

Für alle Beteiligten eine Überraschung, wurde er mit großem Jubel begrüßt.

Bahr sprach von dem tiefen Missverständnis, dass in Bezug auf Russland zurzeit grassiert.

„Es gibt einige, die sich vor Russland fürchten“, sagte er, spielte damit vor allem auf die schiere Größe des Landes an.

Dann fügte er hinzu: „Doch wir brauchen uns davor nicht zu fürchten.“

Egon Bahr war sichtlich bewegt von den Reden des Professor Schachtschneider und von Willy Wimmer und wollte es

sich daher auch nicht nehmen lassen, auch zu den von ihnen ausgeführten Themen einige Dinge beizusteuern, die er

im Laufe seines langen politischen Lebens erfahren hatte.

Schachtschneider hatte in seinem Vortrag kurz Bezug genommen auf die Feindstaatenklausel, die immer noch in der UN-Charta

festgeschrieben steht und leider auch durch den bekannten „Zwei-Plus- Vier-Vertrag“ nicht beseitigt worden ist.

Dort wird Deutschland als ein “Feind” der Vereinten Nationen geführt, dem bestimmte Rechte verweigert sind

und der daher auch noch keinen Friedensschluss mit den Siegermächten des letzten Weltkrieges verabredet hat.

Dazu fügte Bahr hinzu: „die Feindstaatenklausel steht zwar noch da, aber sie ist tot!“

Daraufhin erzählt er von der Wiedervereinigung, die in seinen Augen gar keine war.

Bei der Erarbeitung des Grundlagenvertrags habe es immer die Schwierigkeit gegeben, dass die beiden Teilstaaten nicht souverän waren

und es auch nachher nicht geworden sind.

Zuletzt sprach Egon Bahr dem Referenten Willy Wimmer ein großes Lob aus, der seiner Einschätzung nach „nicht nur Verstand“,

sondern auch immer den Mut hatte „die eigenen Auffassungen nach außen zu vertreten.“

Unter tosendem Beifall verließ der Ehrengast die Bühne und man entließ die Gäste in die wohlverdiente Mittagspause.



13.50 Uhr Andreas von Bülow „Der Abschuss von MH17“

Nach der Pause und der sehr angenehmen Auflockerung der Stimmung durch unser russisches Damentrio, die die Gäste mit einer weiteren Kostprobe ihres Könnens begeisterten, ging es weiter mit dem nunmehr fünften Referenten des Tages, Andreas von Bülow.

Der ausgewiesene Geheimdienstexperte und ehemalige SPD-Politiker sprach zum Abschuss von MH17, wobei sich sein Vortrag keineswegs auf dieses Thema beschränkte.

Er nutzte seine Redezeit für einen Rundumschlag zur gesamten Situation rund um den Russland-Konflikt und gab interessante Hintergründe über das Denken der Drahtzieher in Politik und Geheimdiensten preis.

Beim Abschuss der malaysischen Airline MH17 ist sich der Referent fast sicher, dass es sich um eine „False-Flag-Operation“ gehandelt hat, da alle Anzeichen darauf hindeuten, dass Kampfjets der ukrainischen Luftwaffe beim Absturz eine maßgebliche Rolle gespielt haben.

Unsere Medien hatten damals aber sofort die Theorie aufgestellt, dass die russischen Separatisten mit einem aus Russland gelieferten Raketensystem auf die Maschine geschossen haben sollen.

Man wollte die Sache unbedingt Putin in die Schuhe schieben, obwohl die Russen die einzigen waren, die sich bei der Aufklärung des Falls kooperativ zeigten.

Von Bülow sprach in diesem Zusammenhang von einer „gleichgeschalteten politischen Landschaft“ und von einer „miesen Presse“, die nichts anderes im Sinn gehabt haben, als den Absturz zum Anlass zu nehmen unbegründete Verdächtigungen in den Raum zu stellen, um damit die schwelende Krise noch weiter anzuheizen.

Fast wäre es ihnen geglückt, doch viele Menschen schluckten die Propaganda nicht.

Grundsätzlich sieht von Bülow die Rolle der Presse sehr kritisch, und meint es sei bisher „immer gelungen die Bürger durch Propaganda in den Krieg hineinzuzwingen.“

Dabei sieht er vor allem das anglo-amerikanische Establishment in der Verantwortung.

Dieses habe in den letzten „400 Jahren dieselbe Politik“ betrieben.

Als aktuelles Beispiel für das Großmachtstreben der Achse London-Washington gibt der Referent

den bekannten Präsidentenberater Zbigniew Brzezinski und seine Weltmacht-Ideologie an.

Dabei plaudert von Bülow aus dem Nähkästchen, zeigt auf, dass führende Köpfe im Weißen Haus unverhohlen

ihr Streben nach totaler Kontrolle ausleben und mögliche Konkurrenten mit allen Mitteln verdrängt oder vernichtet werden.

Für die USA bedeutet die friedliche Kooperation von Deutschland und Russland eine besondere Bedrohung,

da hier ein eurasischer Raum entstehen könnte, der nicht länger unter Amerikas Kontrolle wäre.

Es gilt nun um jeden Preis zu verhindern, dass Deutschland und Russland „gemeinsam europäische Politik machen“.

Die Ukraine-Krise ist laut Bülow „genau der Hammer, den Amerika einwirft, um die eurasische Verbindung kaputt zu machen.“

Die besondere Gefahr der jetzigen Situation liegt für von Bülow eben darin, dass nach den gebrochenen Versprechen der NATO

in Bezug auf die Osterweiterung nun ein militärisches Drohpotenzial geschaffen worden ist, ein Möglichkeit zum

„nuklearen Erstschlag“ durch die Amerikaner gegeben sei, die die Russen in ihrer strategischen Position entscheidend schwächt.

Anders gesagt:

Die USA haben den Kalten Krieg noch gar nicht aus dem Kopf bekommen und nur auf einen Moment der Unachtsamkeit ihres Gegners gewartet.

Nun steht Russland da, ohne Möglichkeit auf Selbstverteidigung oder die Aussicht auf den Vergeltungsschlag.

Das Gleichgewicht des Schreckens ist gen Westen gekippt.

Von Bülow beendet seinen Vortrag mit einigen Bemerkungen im Hinblick auf die Zerstörung der amerikanischen Verfassung

durch deren politische Eliten.

„Die Verfassungsväter würden sich im Grabe umdrehen“, wenn sie sehen könnten, was aus diesem Land geworden ist.

Der Referent ist der Ansicht, dass der „beste Amerikaner, den wir im Augenblick haben, in Moskau“ sitzt.

Damit spielt er auf Edward Snowden, den ehemaligen Mitarbeiter der NSA an,

der kürzlich erst die dunklen Machenschaften der amerikanischen Geheimdienste enthüllt hatte.

Seine Forderung richtet sich an die Yankees, die endlich wieder lernen müssen „die Pluralität der Völker“ zu akzeptieren,

statt die Welt dominieren zu wollen.



14.30 Uhr Alexander Gauland „Von Bismarck zu Merkel: Deutsche Russland-Politik“

Alexander Gauland, ehemaliges Mitglied der CDU und aktuelle Führungsfigur der Alternative für Deutschland, gibt in seinem Vortrag

„Von Bismarck zu Merkel: Deutsche Russland-Politik“ einen entlarvenden Einblick in die Irrungen und Wirrungen der deutschen Bundesregierung.

Als Vorbemerkung zu seinen Ausführungen beschreibt Gauland, dass er massive Probleme bekommen hat, weil er sich überhaupt bereit erklärt hat, auf dieser Konferenz zum „Frieden mit Russland“ zu sprechen.

„Wir haben in diesem Land eine Unkultur entwickelt“ sagt er sichtlich betroffen.

Niemand will mehr kontrovers über die wichtigen Themen diskutieren.

Stattdessen wird heute überlegt, wie man „Diskussionen vermeiden“ kann, indem man Menschen bereits im Voraus ausgrenzt.“

Gauland stellt sich dieser abartigen Tendenz entgegen und bekennt: „Freiheit ist immer auch die Freiheit des Andersdenkenden.“

Als eine weitere Vorbemerkung gibt er zu Protokoll, dass er kein Freund eines „pauschalen Anti-Amerikanismus“ ist, wohl aber die Expansionsgelüste der NATO scharf kritisiert sehen will.

„Wo endet das NATO-Gebiet eigentlich?“

Im gleichen Atemzug lobt er den Ex-Bundesklanzler Gerhard Schröder, der sich seinerzeit aus dem Irakkrieg herausgehalten hat.

Das war „gut und richtig“.

Des weiteren sieht Gauland, ganz ähnlich wie sein Berufsgenosse Matthias Platzeck (SPD), die Krim-Affäre als beendet an.

Die Krim gehört zu Russland und daran ist nichts auszusetzen.

Gauland legt Wert darauf zu betonen, dass er kein „Putin-Versteher“ und kein „Amerika-Hasser“ ist, sein Hauptaugenmerk liegt auf dem „deutschen Interesse“.

Das ist es, was er als deutscher Politiker zu wahren und zu verteidigen hat. Der AfD-Mann glaubt nicht, dass es im Interesse der Deutschen sein kann, weiterhin nach den Vorstellungen der amerikanischen Partner die Demokratie-Misionare zu spielen und auch anderen Ländern unser politisches System aufzuzwingen.

Ganz besonders in Bezug auf Russland macht er deutlich, dass die „innere Ordnung Russlands“ allein Russland selbst etwas angeht.

Gauland hat für sich erkannt, dass das vielbechworene „Ende der Geschichte“ nach dem Mauerfall und dem Ende des Kalten Krieges nicht eingetreten ist und auch die vermeintlich „guten Demokratien“ zur Kriegsführung der übelsten Art fähig sind.

In der Krim-Krise ist viel Porzellan zerschlagen und die mit den Russen so hoffnungsvoll begonnene „Modernisierungspartnerschaft“ langsam aber sicher kaputt gemacht worden.

Wenn der Westen nun mit dem Finger auf Putin und die bösen Russen zeigt, so muss man sehen, dass „wir Stück für Stück die Nato ausgedehnt haben“, obwohl wir ihnen das Versprechen gegeben hatten, das nicht zu tun.

Das, so Gauland, sei von den Russen „zurecht als Heuchelei empfunden“ worden.

Generell gilt: „faule Versprechen sind immer etwas ganz Schlimmes in der Diplomatie.“

Hart erarbeitetes Vertrauen ist auf einmal weg. Statt zu überlegen, wie man Russland einbinden und freundschaftlich zusammenarbeiten kann, haben wir versucht sie auszutricksen, so Gauland.

„Wir haben die Russen gedemütigt“.

Nun gilt es zu überlegen, wie man die Situation noch entschärfen kann, und zwar mit Russland, nicht hinter deren Rücken.

Alexander Gauland nutzte im Rahmen seines Vortrags auch die Gelegenheit die Heuchelei um das Gerede vom Völkerrechtsbruch auf der Krim zu entlarven und schwenkte zu diesem Zweck auf die Euro-Politik der EU um, die sich speziell bei den vergangenen Rettungsmanövern nie um den Bruch völkerrechtlicher Verträge geschert hat.



15.10 Uhr Claude Goasguen „Francois Hollandes Russlandpolitik“

Auch unser Gast aus Frankreich Claude Goasguen, Politiker der UMP und Bürgermeister des 16- Pariser Bezirks, war der Meinung, dass sich die aktuellen Probleme nur lösen lassen, wenn man sich wieder Russland annähert und versucht gemeinsame Lösungen zu finden.

Er empfindet die „Beleidigung und Erniedrigung der Russen“ als sehr gefährlich und fragt sich und das Publikum:

„Wozu ist eigentlich die Mauer gefallen?“

Auch die Medien haben ihr Möglichstes getan, um die Dämonisierung Russlands zu bewirken, eindeutig in Konfrontation zu den Interessen der europäischen Völker.

Darin erkennt Goasguen einen „Rückschritt in die dunkle Vergangenheit, die längst überwunden geglaubt war.“

Die Demütigung eines Volkes, auch der Völker in Afrika, Asien und den arabischen Ländern ist eine riskante Sache, weil sie sich immer rächt und nur schwer wieder gut zu machen ist.

Amerika mag glauben, dass sich diese Dinge durch die sogenannte „Soft-Power“ des Wirtschafts- und Kulturimperialismus wieder beheben lassen, aber so ist es nicht, sagt der Referent.

Nur durch „schöne Worte“ und ein paar Flaschen „Coca-Cola“ kann man die verprellten Völker nicht gnädig stimmen.

Goasguen hat den Eindruck, dass die Amerikaner die Welt als „eindimensional“ begreifen.

Alles lässt sich scheinbar irgendwie mit Geld oder materiellen Dingen lösen.

Die zurzeit betriebene Globalisierung folt einer ähnlichen Logik.

Durch sie entstehen neue Identitäten, neue Mächte und neue Interessen, während die alten verdrängt werden.

Für Goasguen steht fest: „Wir müssen uns frei machen von der Beherrschung durch die Amerikaner“.

Besonders in Bezug auf Russland ist die Situation tragisch.

Noch vor zehn Jahren hatten wir mit den Russen eine gute Partnerschaft in der wir uns halfen, kooperierten, Waren und Ressourcen tauschten, so Goasguen.

Das ist nun fast vorbei. Es wurden sehr viele Fehler gemacht und wir „haben es nicht geschafft die Russen zu verstehen“, gibt der Franzose an.

Präsident Putin war vielen in Europa und der Welt eher unsympathisch, „den mag niemand“ sagte sich der Westen, „der sieht s anders aus als wir“.

Bald folgte die Erweiterung der NATO und auch hier wurde Russland übergangen, nicht ernst genommen.

Das „Sicherheitsbedürfnis der Russen“ wurde nicht verstanden und nun sind sie verstimmt, was man nur zu gut nachvollziehen kann.

Claude Goasguen geht in diesem Zusammenhang hart mit der NATO ins Gericht:

„Die NATO ist eine wirkliche Kriegsmaschine“, die ihre Partner, auch Frankreich demütigt und missbraucht.

Frankreich wurde im Rahmen der NATO zu einer „kleinen Hilfsarmee unter US-Kommando“.

Der Referent spricht aus, was viele bereits denken: „Wir müssen aufhören als Erfüllungsgehilfen der Amerikaner zu agieren.“

Für ihn ist es eindeutig, dass viele der aktuellen Probleme in der Welt, die Bekämpfung von Korruption und Terrorismus, besonders dem Islamismus moderner Prägung, nur zusammen mit Russland lösbar sein werden.

„Gute Beziehungen zu Russland sind eine Bedingung des Friedens.“

Das Publikum bestätigt dieses Aussage des französischen Politikers durch schallenden Applaus.



16.10 Uhr Oskar Freysinger „Die Schweiz im Dschungel der Sanktionen“

Oskar Freysinger, der Schweizer Politiker, Schriftseller und langjähriger Nationalrat hat dem Publikum ein wahres Feuerwerk geboten.

Inhaltlich mit einem bemerkenswerten Mut zur Wahrheit, schaffte er es besonders rhetorisch zu begeistern.

Geradezu poetisch rechnete er mit dem US-geführten System der Neuen Weltordnung ab, schlug dabei einen weiten Bogen,

der eine große Bandbreite an Themen abarbeitete.

Zentral blieb bei ihm die Herausstellung des Schweizer Modells und seiner Vorzüge:

Echte Demokratie, echter Föderalismus, Respekt vor den eigenen Bürgern und ihrer Privatsphäre.

Seine Rede setzt ein bei der Kritik am Umgang mit Russland und der Ukraine-Krise durch die Schweizer Politik.

Die heuchlerische Haltung der Verantwortlichen karikiert Freysinger auf sehr unterhaltsame Weise, übt gleichzeitig

aber scharfe Kritik an der Praxis der Sanktionierung Russlands, die auch die Schweiz mit unterstützt hat.

Aus seiner Sicht wenden die Amerikaner Sanktionen an, ohne irgendeine verwertbare rechtliche Grundlage

dafür zu haben und ohne dass irgendein Gericht ein Urteil gesprochen hätte.

„Des stärkeren Recht“ wird hier durchgesetzt, so wie bei dem bösen Wolf der die Lämmer frisst.

Mit einer juristischen Scheinlegitimität werden durch die Sanktionen, sogenannte „Smart Sanctions“ einzelne Personen

oder Gruppen bestraft und schikaniert, ohne dass man irgendeinen Grund angeben könnte.

Meistens, so Freysinger, werden die Sanktionen als Vorboten kriegerischer Handlungen vorausgeschickt,

als eine Art Vorspiel für den heißen Konflikt.

Die gegnerische Macht soll damit „auf dem internationalen Parkett“ geschwächt oder in Misskredit gebracht werden.

Eine Unschuldsvermutung oder ein Recht auf einen fairen Prozess gibt es nicht.

So war es auch während der Ukraine-Krise, als die USA „in völliger Selbstherrlichkeit“ die entsprechenden Strafen

über Russland verhängte, ohne dafür eine Begründung geben zu müssen.

Verdächtigungen reichten aus.

Die Schweiz, so der Referent, war bei diesem Schema williger Helfer, obwohl sie natürlich „nichts dazu verpflichtet hätte“.

„Muss der Feind etwa im Osten sein, weil nicht sein kann, was nicht sein darf?“ fragt sich die Schweizer Frohnatur.

Na, so wird’s wohl sein.

Freysinger beschreibt im Folgenden, dass es überhaupt keinen Grund gibt Russland in irgendeiner Weise zu misstrauen.

Mit den Amerikanern hat man allerdings schon so seine „Erfahrungen“, wie er berichtet.

Die Schweiz ist seit geraumer Zeit unter dem Druck ihre Rechte und Freiheiten aufzugeben, etwa das Bankgeheimnis,

weil die Amerikaner das für vernünftig halten.

Ein Grund dafür könnte sein, dass das Schweizer Modell „andere Völker auf dumme Gedanken bringen könnte.“

In dieser Situation glaubt Freysinger, dass Russland sich als „entscheidender Partner entpuppen könnte.“

Besonders seitdem der „Polizeistaat“ der Amis allen Menschen durch NSA und Co spürbar auf die Pelle rückt

und nicht gewillt ist zuerst vor der eigenen Haustür zu kehren, bevor man anderen Saaten korrigiert und

umgestaltet, scheint eine Umorientierung möglich und wünschenswert.

Der Referent spricht sich dafür aus Russland „einzubinden statt auszugrenzen“ und mit ihnen gemeinsam

ein „föderalistisches Europa der Vaterländer“ zu errichten.

Er endet mit dem Satz:

„Die Zukunft des europäischen Kontinents liegt nicht in der Vertiefung von Gräben,

sondern darin Brücken nach allen Himmelsrichtungen zu bauen, nicht nur nach Westen.“


Die Gäste honorieren dies mit großem Beifall.



16.50 Uhr John Laughland „Für ein souveränes Europa“

Der letzte Redner des Tages, John Laughland, ist Journalist, Autor und ein besonderer Kenner der Geschichte und des Rechts.

Sein Vortrag konzentriert sich auf die Ursachen der Stimmungskrise mit Russland.

Dabei sieht er vor allem Politik und Psychologie als elementare Faktoren.

Geopolitische Ziele der Amerikaner werden zurzeit „auf ukrainischem Boden ausgespielt“ meint Laughland.

Was viele vielleicht noch gar nicht so stark auf dem Schirm hatten ist, dass auch das Freihandelsabkommen

der EU mit den USA, das sogenannte TTIP-Dokument, eine wichtige Rolle in diesem geopolitischen Konflikt spielt.

Die USA versucht verzweifelt die Nationen Europas enger an den Westen zu binden und die eurasische Kooperation zu zerstören,

weil es den eigenen Interessen dient.

Eine Verbindung der Produktivkräfte von Europa, Russland und womöglich noch Asien könnte die Amerikaner das Fürchten lehren.

Sie würden über kurz oder lang feststellen, dass sie ihr Papiergeld nicht essen können und ihren Einfluss auf den Nachbarkontinent verlieren.

Das muss aus Sicht der USA um jeden Preis verhindert werden, sagt der Referent.

Genau deshalb wurde in der Ukraine der Hebel angesetzt.

Man hat versucht dieses Land aus Russland herauszubrechen und der EU einzuverleiben.

Dadurch hat man einen kontrollierten Konflikt geschaffen, der uns hier in Europa eine Weile beschäftigt halten soll und langfristige Ziele verfolgt.

John Laughland stellt ein Konzept vor, dass er als „Metapolitik“ bezeichnet.

Damit ist die Beeinflussung politischer Entwicklungen durch die Manipulation der übergeordneten Spielregeln gemeint.

In der von dem Amerikanern anvisierten „Post-modernen“ Ära wird metapolitisch auch eine sogenannte „post-nationale“ Zeit anbrechen, in der die Ordnungsgröße des Nationalstaates ihre Bedeutung verlieren und die Völker Europas sich nicht mehr vor dem Zugriff global operierender Konzerne und Interessensgruppen, sogenannter „Global Player“, werden schützen können.

Die Abschaffung der Nationalstaaten beruht laut Laughland auf dem Märchen, dass sie für alle Übel der Vergangenheit verantwortlich gewesen seien.

Statt der „bösen“ Einzelstaaten soll ein „endloser europäischer Zentralismus“ deren Platz einnehmen, der es leichter machen wird,

die Rechte und Freiheiten des Einzelnen und der Gesellschaft auf dem Altar der Profitinteressen globaler Eliten zu opfern.

Die USA will auf diesem Wege „nationale Unterschiede überwinden“, in Wahrheit will sie aber die Hürden für die Ausbeutung dieser Staaten überwinden.

Daher hat die USA auch so stark darauf hingewirkt Russland zu sanktionieren und die EU dazu gedrängt das Gleiche zu tun.

In dem aktuellen TTIP Projekt sieht Laughland mehr als nur die Gefahr einer Verschlechterung unserer Verbraucherstandards.

Er glaubt, dass man sich in den kommenden 25 Jahren auf die Einführung einer transatlantischen Währung einstellen muss.

Was die psychologische Komponente dieser ganzen Misere angeht, so hält der Referent das „schlechte Image“ von Russland für ein „manipuliertes psychologisches Phänomen.“

Der Entnationalisierung, Entchristianisierung und Entwertung der Familie als erklärte Ziele der „transnationalen Ideologie“ der Amerikaner, stellt die USA nun das Feindbild Russland gegenüber,

dass alle diese Werte noch verkörpert und damit als veraltet oder gar reaktionär gebrandmarkt werden soll.

Laughland fordert die „Rückkehr zur Realität“ und sieht in der Anerkennung der Nationalstaaten und in der Wahrnehmung ihrer Vielfalt eine Bereicherung und nicht eine Bedrohung, die es auszumerzen gilt.

Für ihn ist die „Rückkehr zu souveränen Nationalstaaten“ der einzig vernünftige Weg, um den Frieden in Europa und der Welt zu wahren und in eine neue Zeit konstruktiver Beziehungen zu unseren Nachbarn einzutreten.

Auch hier reißt es das Publikum von den Sitzen und es zollt dem letzten Referenten des Abends große Anerkennung.













Weiße Friedenstaube auf blauem Untergrund. Foto: Eckart Kreitlow EUROPA-Friedensforum auf Ostsee-Rundschau.de














Auszug aus dem Grundgesetz für die
Bundesrepublik Deutschland (GG)


Vom 23. Mai 1949


Artikel 26


(1)     Handlungen, die geeignet sind und in der Absicht vorgenommen werden, das friedliche Zusammenleben der Völker zu stören, insbesondere die Führung eines Angriffskrieges vorzubereiten, sind verfassungswidrig. Sie sind unter Strafe zu stellen.

(2)     Zur Kriegsführung bestimmte Waffen dürfen nur mit Genehmigung der Bundesregierung hergestellt, befördert und in Verkehr gebracht werden. Das Nähere regelt ein Bundesgesetz.












EUROPA - Friedensforum


Russlands Präsident Putin exklusiv im ARD Interview auf YouTube


ARD-Interview mit Wladimir Putin in der Textfassung



Oskar Lafontaine: "Schuld hat erst mal der Westen"







FÜR EINE POLITIK DES FRIEDENS!  FÜR ZUSAMMENARBEIT UND VÖLKERVERSTÄNDIGUNG!  GEGEN EINE POLITIK DER KONFRONTATION!  GEGEN SANKTIONEN!





Kritische Bürgerstimmen





-----Original-Nachricht-----
Betreff: Ist Russland-Bashing inzwischen auch in der "Ostsee-Zeitung" salonfähig?
Datum: Wed, 27 Aug 2014 09:41:40 +0200
Von: Eckart Kreitlow eckartkreitlow@t-online.de
An: redaktion-leserbriefe@ostsee-zeitung.de; lokalredaktion.ribnitz-damgarten@ostsee-zeitung.de






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Ist Russland-Bashing inzwischen auch in der "Ostsee-Zeitung" salonfähig?

Leserbrief an die OZ zum Beitrag "Russlandtag in MV: Termin in die Versenkung", Gesamtausgabe der "Ostsee-Zeitung" Seite 2 vom 27.08.2014 und zum Beitrag „Jetzt haben die Russen uns beschossen“ in der Ausgabe des selben Tages, Lokalseite Ribnitz-Damgarten, Seite 10


In dem einen Leserbrief in der OZ vom 27.08.14 auf Seite 2 heisst es unter anderem, dass es angesichts der immer neuen Provokationen durch Herrn Putin und seiner mordenden Marodeure allerhöchste Zeit sei, den "Russlandtag" in MV abzusagen.

Und auf der Lokalseite der selben Ausgabe schwadroniert ein Leser unter der Überschrift "Jetzt haben die Russen uns beschossen" von einem zu DDR-Zeiten zu Bruch gegangenem Gartenlaubenfenster in der Nähe des damaligen sowjetischen Militärflugplatzes Pütnitz, wo sich aber herausstellte, dass infolge der Sommerhitze eine Sektflasche explodiert sei und dadurch das Badfenster zerborsten ist.

Statt auf die unterschiedlichste Art gegen Russland zu hetzen und Russland-Bashing zu betreiben, ist es 100 Jahre nach Beginn des Ersten Weltkrieges und 75 Jahre nach Beginn des Zweiten Weltkrieges bereits mindestens fünf Minuten vor Zwölf, um einen Dritten Weltkrieg zu verhindern.

Dieser Verantwortung sollten sich unisono die bundesdeutschen Medien und nicht zuletzt auch die Ostsee-Zeitung stellen.


Eckart Kreitlow, Ribnitz-Damgarten








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Blick auf die Ostsee und den Strand in Ostseebad Dierhagen auf der Halbinsel Fischland in Mecklenburg-Vorpommern. Foto: Eckart KreitlowBlick auf die Ostsee und den Strand in Ostseebad Dierhagen auf der Halbinsel Fischland in Mecklenburg-Vorpommern. Foto: Eckart KreitlowBlick auf die Ostsee und den Strand in Ostseebad Dierhagen auf der Halbinsel Fischland in Mecklenburg-Vorpommern. Foto: Eckart Kreitlow



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Eine Fähre der Scandlines Reederei verlässt Rostock mit Kurs Gedser / Dänemark. Foto: Eckart KreitlowEine Fähre der Scandlines Reederei verlässt Rostock mit Kurs Gedser / Dänemark. Foto: Eckart KreitlowEine Fähre der Scandlines Reederei verlässt Rostock mit Kurs Gedser / Dänemark. Foto: Eckart KreitlowEine Fähre der Scandlines Reederei verlässt Rostock mit Kurs Gedser / Dänemark. Foto: Eckart Kreitlow



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