Weltweit Kritik, Unverständnis, Ablehnung und Empörung auf Eklat in der römisch-katholischen Kirche!


Das Doberaner Münster - ein einzigartiges Bauwerk aus dem 14. Jahrhundert nahe der Hansestadt Rostock. Foto: Eckart Kreitlow


    Wie sich überhaupt ein Mensch wie der britische Bischof Richard Williamson, der zudem noch als Bischof über ein umfassendes Wissen verfügt bzw. natürlich verfügen müsste und verfügen sollte, soweit öffentlich zu einer solchen unverzeihlichen Schande herablassen kann, indem er eindeutig bewiesene und damit zugleich unumstößliche historische Tatsachen leugnet, die ohne Wenn und Aber zu den schlimmsten Verbrechen der Menschheitsgeschichte gehören, ist unbegreiflich!

    Der verbrecherischen Politik Adolf Hitlers und seiner braunen Helfershelfer, die mit dem heimtückischen Überfall auf die Sowjetunion einen ihrer Höhepunkte fand, fielen infolge des Rassenwahns, das ist geschichtlich eindeutig durch eine Vielzahl authentischer Dokumente und Zeugenaussagen etc. hunderttausendfach belegt, in den zahlreichen Vernichtungs- und Konzentrationslagern der Nazis in Ausschwitz-Birkenau, Buchenwald, Majdanek, Bergen-Belsen, Neuengamme, Belzec, Theresienstadt, Sachsenhausen, Sobibor, Ravensbrück, Mauthausen, Dachau, Treblinka und anderswo über 6 Millionen ermordete Juden, Sinti und Roma und Menschen anderer Ethnien zum Opfer.

    Zu den Opfern zählten auch Kommunisten, Theologen, Liberale, Sozialdemokraten, Deserteure, Kriegsdienstverweigerer sowie zigtausende und abertausende weitere Personen, die sich dem Mordapparat der Nazis und den Schergen der SA und SS entgegenstellten oder ihnen aus anderen Gründen als nicht lebenswert erschienen, unter ihnen Homosexuelle und Behinderte. Insgesamt sollen im so genannten Dritten Reich bzw. im Zweiten Weltkrieg sogar über 50 Millionen Menschen ihr Leben verloren haben, die nachweisbar auf das Konto der braunen Horden gehen.

    Jener brauner Horden und ihrer rassenwahn- und größenwahnsinnigen Führungsclique mit Hitler an der Spitze, die nicht nur von einem Tausendjährigen Reich von der Weichsel bis zur Memel träumten, sondern sich sogar als vermeintlich arische Herrenrasse und Übermenschen dazu berufen fühlten, nach und nach die ganze Welt zu erobern und zu unterjochen.

    Die ungeheuerlichen Kriegsverbrechen und weitere unzählige Verbrechen der Nazis gegen die Menschlichkeit, die uns zeitlos für immer als Mahnung in unserem Gedächtnis bleiben sollten, sind eigentlich nur von notorischen Dummköpfen, geistig zeitweilig oder ständig Fehlgeleiteten, böswilligen Ignoranten oder ideologisch antidemokratisch bzw. antihumanistisch gesinnten Menschen zu leugnen.

    Papst Benedikt XVI. hatte kürzlich die Exkommunikation einiger Bischöfe, darunter die des offenbar äußerst umstrittenen Briten Richard Williamson, aufgehoben, was weltweit überwiegend mit scharfer Kritik und Unverständnis sowie mit Ablehnung und Empörung aufgenommen wurde.

    Nicht zuletzt auch von der Präsidentin des Zentralrates der Juden in Deutschland, Charlotte Knobloch, die nach diesem schrecklichen Eklat den Dialog mit dem Heiligen Stuhl bis auf weiteres abbrach und zunächst vor allem auf einen Aufschrei innerhalb der römisch-katholischen Kirche hofft.

    Während der vorige Papst Johannes Paul II., wie berichtet wird, auf den Dialog zwischen den Religionen, insbesondere zwischen den Juden und Christen, setzte und Brücken baute, hat der jetzige Pontifex Maximus, der für die katholischen Christen der Heilige Vater bzw. für sie Seine Oberste Heiligkeit auf Erden Papst Benedikt XVI. ist, zuvor unter anderem auch als Erzbischof von München und Freising, als Dekan des Kardinalskollegiums Joseph Ratzinger bzw. als Kurienkardinal bekannt geworden, mit der Aufhebung der Exkommunikation der vier erzkonservativen Bischöfe der rückwärtsgewandten Piusbruderschaft, die alles Moderne und ebenso selbst sogar jegliche Toleranz in Weltanschauungs- und anderen wesentlichen Fragen des menschlichen Seins sowie das gleichberechtigte Miteinander der verschiedenen Religionen und den Dialog mit ihnen rigoros ablehnen, offensichtlich einen großen Fehler begangen.

    Nachdem der Papst Benedikt XVI. die inzwischen weltweit heftig kritisierte Aufhebung der Exkommunikation der vier erzkonservativen Bischöfe der Piusbruderschaft vornahm, scheint demgegenüber, obwohl diese Entscheidung bestimmt nicht auf Kritik gestoßen wäre und stattdessen eher eine positive Signalwirkung gehabt hätte, die überfällige Aufhebung der Exkommunikation des katholischen Theologen Hans Küng, der für den Ausgleich zwischen den verschiedenen Positionen und für Toleranz eintritt sowie insbesondere als Brückenbauer zwischen den Weltreligionen gilt, er ist auch Gründungsinitiator und Präsident der Stiftung Weltethos, gegenwärtig noch nicht auf der Agenda des Heiligen Stuhls zu stehen.

    Dabei wurden vor allem mit der Aufhebung der Exkommunikation des Holocaust-Leugners Bischof Williamson vermutlich bzw. eher sehr wahrscheinlich die vom Vorgängerpapst Johannes Paul II. aufgebauten Brücken schwer beschädigt, wenn nicht gar zerstört und offenbar dem Ansehen der katholischen Kirche in der Welt auf nicht absehbare Zeit schwerer Schaden zugefügt.

    Sofern deshalb das Oberhaupt der römisch-katholischen Kirche Papst Benedikt XVI. seine Entscheidung nicht wieder revidiert, so meinen inner- und außerhalb der Kirche immer mehr kritische Stimmen bzw. Beobachter, könnte der über den Zeitraum vieler Jahre mühsam in Gang gebrachte Dialog sowie der Prozess der Annäherung zwischen den Juden und den Christen für längere Zeit unterbrochen und das Vertrauen gar nachhaltig beeinträchtigt sein bzw. werden.


    -     Beitragserstellung:   29.01.2009     Ergänzungen:   04.02.2009 / 08.02.2009 / 14.02.2009     -

    Eckart Kreitlow




















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