Ostsee-Rundschau.de

Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes -
Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten

VVN-BdA-Gruppe Hansestadt Stralsund





Mahnmal für die Opfer des Faschismus in der Mühlenstraße in Ribnitz-Damgarten. Foto: Eckart KreitlowMahnmal für die Opfer des Faschismus in der Mühlenstraße in Ribnitz-Damgarten. Foto: Eckart KreitlowLOGO der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes - Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten (VVN-BdA) - BO Stralsund





Der Faschismus  -   das dunkelste
Kapitel der deutschen Geschichte












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    -----Original-Nachricht-----
    Betreff: 7. Mai in Stralsund - Erinnerung
    Datum: 2017-04-30T20:50:39+0200
    Von: "Marianne Linke" marianne.linke@web.de
    An: "Marianne Linke" marianne.linke@web.de





    Liebe Freundinnen, liebe Freunde,

    ein solidarisches Hallo in die Runde zum bevorstehenden 1. Mai!

    Nachfolgend eine kleine Erinnerung an unsere nächste Veranstaltung des Bündnisses von "Rock gegen Rechts Stralsund":

    1. Am 07.05.2017, dem Vorabend des Tages der Befreiung, findet um 16 Uhr im STi-Cer-Theater, Frankenstr. 61 die Eröffnung einer Wanderausstellung,

    gestaltet von der Gedenkstätte des Deutschen Widerstandes Berlin in Zusammenarbeit mit dem Bundesverband VVN-BdA,

    unterstützt von der Landeszentrale für politische Bildung MV und dem Landesverband VVN-BdA MV, statt.

    Thema: "Deutschland muss leben, deshalb muss Hitler fallen!" Über die Geschichte der Nationalkomitees Freies Deutschland (NKFD)

    2. Anschließend (Beginn 18.00 Uhr) nehmen wir die Gelegenheit zu einem ehrenden Gedenken am Sowjetischen Ehrenmal auf dem Neuen Markt.


    Mit solidarischen Grüßen


    i. A.

    Marianne Linke









    Wie aus anfänglich Mosel bereits zwei Jahre später der Edelstein  TOPAS wurde - TOPAS Rainer Rupp jahrelang im Allerheiligsten der NATO in BrüsselVeranstaltung mit Rainer Rupp in Prohn in der Nähe der Hansestadt Stralsund, Landkreis Vorpommern-RügenVeranstaltung mit Rainer Rupp in Prohn in der Nähe der Hansestadt Stralsund, Landkreis Vorpommern-Rügen




    Zur aktuellen Politik der USA und deren Auswirkungen auf das Kräfteverhältnis in der Welt

    Wie aus anfänglich Mosel bereits zwei Jahre später der Edelstein  TOPAS wurde - TOPAS Rainer Rupp jahrelang im Allerheiligsten der NATO in Brüssel

    Eine exzellente Veranstaltung mit "TOPAS" Rainer Rupp, der von 1977 bis 1993 in der Politischen Abteilung im NATO-Hauptquartier in Brüssel arbeitete

    Prohn / Hansestadt Stralsund. Am Samstagvormittag, dem 1.April 2017, zu um 10 Uhr hatten die Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes - Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten, VVN-BdA-Gruppe Stralsund und der Rotfuchs Förderverein zu einer Gemeinschaftsveranstaltung mit "Topas" Rainer Rupp nach Prohn unmittelbar vor den Toren der Hansestadt Stralsund in die Gaststätte "Kurve" eingeladen. Eröffnet wurde die Veranstaltung von der Vorsitzenden der VVN-BdA-Gruppe Stralsund und ehemaligen Sozialministerin von Mecklenburg-Vorpommern Genossin Dr. Marianne Linke, die alle herzlich willkommen hieß.

    Zahlreiche Teilnehmerinnen und Teilnehmer waren gekommen. Das Thema der Veranstaltung lautete "Zur aktuellen Politik der USA und deren Auswirkungen auf das Kräfteverhältnis in der Welt". Doch ging es thematisch darüber hinaus, da der Referent Rainer Rupp auch interessante Details aus seiner Tätigkeit in der Politischen Abteilung im NATO-Hauptquartier in Brüssel preisgab, wo er von 1977 bis 1993 in dem NATO-Lagezentrum für den Auslandsnachrichtendienst der DDR Hauptverwaltung Aufklärung (HVA) anfänglich mit dem Decknamen "Mosel" und zwei Jahre später unter dem Decknamen "Topas" arbeitete.

    Dort, in diesem "Allerheiligsten" der NATO, wie er selbst sagte, in dem alle Nervenstränge zusammenlaufen, hatte Rainer Rupp sogar den Vorsitz der Current Intelligence Group (CIC) inne. In dieser herausgehobenen Funktion innerhalb des Nordatlantik-Paktes hatte Rainer Rupp auch Zugriff auf die Akten der höchsten Geheimhaltungsstufe "COSMIC TOP-SECRET", so dass er stets sehr präzise und detailliert über alle Aktivitäten der NATO im Bilde war.

    Bei dieser Offenbarung bzw. bei diesem Wissen waren natürlich schon eine interessante Veranstaltung mit einer interessanten Diskussion quasi vorprogrammiert. Und so kam es dann auch. Von Anfang bis Ende ein äußerst interessanter Vortrag durch viele Details, die man ansonsten wahrscheinlich nie erfahren würde. Auch zum Hauptthema, der aktuellen Politik der USA unter dem neuen Präsidenten Donald Trump und die Auswirkungen auf das Kräfteverhältnis in der Welt, vermittelte Rainer Rupp, der am 21. September 1945 in Saarlouis im Saarland geboren wurde, in Saarburg bei Trier aufwuchs und an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz Volkswirtschaft studierte, zahlreiche Fakten.

    In der Diplomatie würden die USA aus der Position der Stärke verhandeln. Die "militärische Faust" sei immer mit am Verhandlungstisch, so Rainer Rupp. Wenn einige Politiker von Atomwaffen in Deutschland fabulierten, so sei diese Forderung absurd. Der Besitz und die Stationierung von Atomwaffen in Deutschland käme einem Selbstmord gleich, da dann im Kriegsfalle in jedem Fall mit einem atomaren Gegenschlag zu rechnen wäre, bei dem nicht nur Deutschland, sondern zumindest der größte Teil Europas in eine atomare Wüste verwandelt werden würde.

    Mit seiner Analyse der gegenwärtigen Lage in vielen Teilen der Welt zeichnete er ein düsteres Bild. Von einer Entspannungspolitik zwischen Ost und West seien wir weit entfernt. Die äußerst angespannte Lage könne jederzeit außer Kontrolle geraten. Auf die Frage, ob der US-Präsident Donald Trump "fest im Sattel" sitze, antwortete Rainer Rupp, dass er sich nicht ganz sicher sei, ob US-Präsident Donald Trump die vierjährige Amtsperiode überstehen werde. Das hänge von verschiedenen Faktoren ab. Zurzeit würde Donald Trump zwar in den USA noch eine breite Unterstützung haben, aber man wisse zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht, ob dies künftig auch so bleibe.

    Im Verlaufe der Diskussion schilderte Rainer Rupp unter anderem, dass es sehr gefährlich zugespitzte Situationen gegeben habe, wo unmittelbar aus dem Kalten Krieg ein mit Nuklearwaffen ausgetragener "heißer" Krieg drohte, der nicht nur Europa in Schutt und Asche gelegt hätte. Besonders brenzlig sei die Situation im Jahre 1983 gewesen. In dem Jahr 1983 fand vom 7. bis 11.November die NATO-Kommandostabsübung "Able Archer 83" (zu deutsch "tüchtiger Bogenschütze") statt. In einem derzeit besonders angespannten Verhältnis zwischen den USA und der Sowjetunion sei mit einem hohen Realitätsgrad ein Atomkrieg simuliert worden. Zugleich wurde dabei auch die höchste USA-Alarmstufe "DEFCON 1" simuliert. Alles lief unter höchster Geheimhaltung ab.

    Das kleinste Versehen hätte ausgereicht und die Katastrophe wäre nicht mehr aufzuhalten gewesen. Die sowjetischen strategischen Atomstreitkräfte sowie die Luftstreitkräfte der DDR und Polen waren auch bereits in höchster Alarmbereitschaft. Durch das sehr realistisch ablaufende Szenario der NATO-Übung "Able Archer 83" kam die sowjetische Führung zu der Einschätzung, dass ein Nuklearangriff unmittelbar bevorstehe.

    Durch die Übermittlung der Geheiminformationen aus dem NATO-Hauptquartier durch "TOPAS" Rainer Rupp, ein Atomkrieg werde nur simuliert, ein "echter" Krieg stünde nicht bevor, beruhigte sich die äußerst gefährlich zugespitzte Lage wieder. Es kann deshalb davon ausgegangen werden, dass durch die Übermittlung der sehr wichtigen Geheiminformationen ein Krieg zwischen den USA, der Sowjetunion sowie der NATO und dem Warschauer Vertrag verhindert worden ist. Dass es nicht zum Äußersten kam, ist und bleibt vor allem ein Verdienst des Kundschafters Rainer Rupp mit dem Decknamen "Topas", der sich zu einem echten Edelstein der DDR Hauptverwaltung Aufklärung entwickelte und sich wegen seiner sehr erfolgreichen Tätigkeit als ein solcher erwies.

    Eckart Kreitlow






    Das Buch Deckname TOPAS über Rainer Rupp - der aktivste Agent aller Zeiten






    Rainer Rupp - der aktivste Agent aller Zeiten






    →   Das unsichtbare Visier - sechsteilige sehr erfolgreiche Fernsehserie der DDR










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    -----Original-Nachricht-----
    Betreff: VVN-BdA Arbeitsplan
    Datum: 2017-02-16T17:42:52+0100
    Von: "Marianne Linke" marianne.linke@web.de
    An: "Marianne Linke" marianne.linke@web.de





    Liebe Freundinnen, liebe Freunde,

    als VVN-BdA - Gruppe Stralsund unterbreiten wir Euch hier den vielfältig abgestimmten Arbeitsplan.

    Auch in diesem Jahr werden wir vor allem mit dem Bündnis mit "Rock gegen Rechts Stralsund", aber

    auch mit anderen Vereinen und Verbänden zusammenarbeiten.

    Wir knüpfen an unserem bewährten Thema "Antifaschismus" an und wollen die vielfältigen Möglichkeiten

    antifaschistischen Handelns aufzeigen und kennenlernen.

    Es wäre schön, Ihr würdet Euch die Termine vormerken und die Veranstaltungen mit eurer Teilnahme bereichern, Kinder, Oma, Opa und viele Freunde mitbringen.

    Anregungen sind uns immer willkommen!


    Es grüßen Euch

    Marianne Linke und Regina Kickert





    Arbeitsplan 2017 Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes - Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten  BO Stralsund








    →    Arbeitsplan 2017 VVN-BdA BO Stralsund - PDF








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-----Original-Nachricht-----
Betreff: RgR Medienecho
Datum: 2016-09-14T20:46:40+0200
Von: "Marianne Linke" marianne.linke@web.de
An: "Marianne Linke" marianne.linke@web.de




14.09.2016 / Antifa / Seite 15

»Rock gegen rechts« mit Esther Bejarano

Stralsund. Eine Woche nach den Landtagswahlen in Mecklenburg-Vorpommern stand die Hafenstadt Stralsund im Zeichen des Antifaschismus.

Der Verein »Rock gegen rechts e. V.«, der 2005 als Initiative von Schülerinnen und Schülern entstand, hatte für Sonnabend in die Kulturkirche

der Stadt zu einem Konzert mit Esther Bejarano und der Microphone Mafia eingeladen.

Am Sonntag fand ein Fußballturnier unter dem Motto »Kickt gegen Rassismus« statt.

Bereits die Lesung mit Esther Bejarano vor dem Konzert war restlos überfüllt.

Weit über 100 Besucher, viele sehr jung, verfolgten mit großer Spannung den Vortrag der Auschwitz-Überlebenden.

Die Lieder, die Esther Bejarano vortrug, waren wie immer voller Temperament und Solidarität, die Dialoge, die Microphone-Mafia-Sänger Kutlu Yurtseven

mit dem Publikum führte, ideenreich, pointiert, mitreißend.

Esther Bejarano war schon lange wieder in Richtung Hamburg aufgebrochen, da standen immer noch kleine Gruppen vor der Kulturkirche,

diskutierten und mochten nicht nach Hause gehen.

Am Sonntag morgen trafen sich Stralsunder und viele junge Gäste aus dem Umland und aus Hamburg zum antirassistischen Fußballspiel.

Auch hier die Stimmung – wie das Wetter – voller Sonne und Freundlichkeit.

Kinder aus ungezählten Ländern sausten herum, spielten Ball, diskutierten miteinander oder schauten einfach zu.

Einige von ihnen gehören zu denen, die hier nicht geduldet werden und mit dem nächstmöglichen Flugzeug wieder dorthin müssen, wo deutsche, europäische

oder US-amerikanische Waffen gerade keinen Frieden schaffen. (jW)

Den Artikel finden Sie unter: http://www.jungewelt.de/2016/09-14/079.php








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-----Original-Nachricht-----
Betreff: Tag der Opfer des Faschismus und Krieg
Datum: 2016-09-11T17:31:11+0200
Von: "Marianne Linke" marianne.linke@web.de
An: "Marianne Linke" marianne.linke@web.de




Das Wochenende 10. / 11. September 2016 in Stralsund stand ganz im Zeichen des Antifaschismus.

Am Sonnabend, dem Vorabend des Tages für die Opfer des Faschismus, fanden in der Kulturkirche eine Lesung und ein Konzert mit Esther Bejarano und der Band Microphone-Mafia statt.

Der Saal war überfüllt, die Stimmung unbeschreiblich. Während der Lesung war außer Esthers Stimme nichts zu hören, kein störender Laut, nur Spannung, Aufmerksamkeit.

Esther, die Deutsche, die Jüdin, die Antifaschistin, die Kommunistin, die Frau - die das Leben liebt und deshalb nie den Widerstand fürchtet - sie beeindruckte, begeisterte ihre Zuhörer.

Dann die Lieder - voller Temperament und Solidarität, Kutlu's Dialoge mit dem Publikum - ideenreich, pointiert, einfach mitreißend, wie der ganze Abend.

Für die sehr jungen, die jungen und die älteren Anwesenden war das ein wunderbares Erlebnis, gerade in dieser Zeit, in der deutsch-nationalistische Töne wieder unüberhörbar vernehmbar sind.

Esther war schon lange wieder in Richtung Hamburg aufgebrochen, da standen immer noch kleine Gruppen vor der Kulturkirche, diskutierten und mochten nach diesem anregenden Abend

einfach nicht nach Hause gehen.


Am Sonntagmorgen trafen sich Stralsunder und viele junge Gäste aus dem Umland, aus Hamburg zu einem antirassistisches Fußball-Spiel.

Auch hier die Stimmung - wie das Wetter - voller Sonne und Freundlichkeit.

Unsere Kindergeneration aus ungezählten Ländern dieser Erde sauste rum, spielte Ball, spielte Fußball, diskutierte miteinander oder schaute einfach zu.

Nicht zu fassen, dass einige von ihnen hier nicht geduldet werden und mit dem nächstmöglichen Flugzeug wieder dorthin müssen,

wo deutsche, europäische oder US-amerikanische Waffen gerade keinen Frieden schaffen.


Ein Dankeschön an das Bündnis "Rock gegen Rechts Stralsund" und den Verein "Ajuku" für dieses tolle Wochenende.


Marianne Linke








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-----Original-Nachricht-----
Betreff: Re: WG: Pressemitteilung der VVN-BdA MV e.V.
Datum: 2016-09-11T09:01:44+0200
Von: "Marianne Linke" marianne.linke@web.de
An: "Axel Holz" axelholz@msn.com





Es gab mal Zeiten, da sprachen wir vom Faschismus.

Liebe Freunde,

es gab mal Zeiten, da sprachen wir vom Faschismus.

Sprache ist Denken!!!

War es nicht so, dass der Magistrat von Berlin 1945 den Beschluss gefasst hatte,

am zweiten Sonntag im September der Opfer des Faschismus und des Krieges zu gedenken, sich dabei natürlich auch auf die Buchenwald-Losung bezog?

Ich weiß es nicht, würde deshalb gern hören, was Ihr meint.

Auf jeden Fall sollten wir nicht die rechte, demagogische Wortwahl "Nationalsozialistische-Diktatur" in unseren Sprachgebrauch aufnehmen.

Wir hatten gestern einen wunderbaren Tag mit Esther Bejarano, am Abend dann ein Konzert, volles Haus, sehr junge, junge, ältere Menschen, tolle Stimmung, bei über 30 Grad im Schatten.

Es geht - wir können mobilisieren, mit klaren Botschaften und freundlich/solidarischer Ausstrahlung,

beste Grüße und einen großen Dank für die finanzielle Unterstützung des Landesverbandes VVN,


Marianne Linke, Stralsund








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-----Original-Nachricht-----
Betreff: Einladung des Dokumentationszentrums Prora
Datum: 2016-06-17T23:32:51+0200
Von: "Marianne Linke" marianne.linke@web.de
An: "Marianne Linke" marianne.linke@web.de





Euch Zur Kenntnisnahme, und vielleicht Teilnahme,

liebe Grüße Marianne



Von meinem iPhone gesendet


Anfang der weitergeleiteten E‑Mail:



Von: "Dokuzentrum Prora"

Betreff: Einladung des Dokumentationszentrums Prora





Dokumentationszentrum Prora e.V.

_____________________________________________________________________




Sehr geehrte Damen und Herren,

ich darf Sie herzlich zu unseren Sonderveranstaltungen ins Dokumentationszentrum Prora einladen.

Am Donnerstag, den 30. Juni , um 17:00 Uhr eröffnen wir die Ausstellung


„Die Opfer des NSU und die Aufarbeitung der Verbrechen“



Die Ausstellung wurde in den Jahren 2012 und 2013 von Birgit Mair im Auftrag des Instituts für sozialwissenschaftliche Forschung, Bildung und Beratung (ISFBB) e.V. erstellt.

Sie setzt sich mit den Verbrechen des NSU in den Jahren 2000 bis 2007 und der gesellschaftlichen Aufarbeitung nach dessen Auffliegen im November 2011 auseinander.

Angehörige der Mordopfer kommen zu Wort, die Bombenanschläge in Köln und die Banküberfälle, bei denen unschuldige Menschen teilweise lebensbedrohlich verletzt wurden, werden thematisiert.


Zudem wird die Neonazi-Szene der 1990er Jahre und ihre den NSU-Kern unterstützende Funktion beleuchtet.


Am Samstag, den 02. Juli, ab 17:00 Uhr zeigen wir die Filme



„Carl Peters“


Propagandafilm von 1941 (117 Min., s/w, Regie: Herbert Selpin)


Die historische Vorlage des Films war das kolonialistische Lebenswerk des als Begründer der Kolonie Deutsch-Ostafrika geltenden Carl Peters.

Der Film verherrlicht unreflektiert das Wirken des rassistisch ausgerichteten deutschen Afrikaforschers und Kolonialisten Carl Peters,

entstellt die historischen Zusammenhänge, um sie im Sinne der NS-Ideologie nutzbar zu machen. Einige Filmszenen wurden in Prora gedreht.

Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges stellte das Oberkommando der alliierten Siegermächte die Aufführung unter Verbot.



„Majubs Reise“


Dokumentation von 2013 (50 Min., Regie: Eva Knopf)


Fast immer, wenn es in den Filmen der Nazizeit einen Schwarzen brauchte, war es Majub, der diese Rolle spielte.

Er war Zarah Leanders Chauffeur, Hans Albers Diener und Heinz Rühmanns Liftboy.

Regisseurin Eva Knopf erzählt in ihrem essayistischen Dokumentarfilm Majubs Reise von seiner Kindheit in der Kolonie,

seinem Leben im nationalsozialistischen Deutschland und seinem Platz in den Kolonialfantasien der Deutschen.


Die Filme zeigen wir im Rahmen der Ausstellung „Dritte Welt im Zweiten Weltkrieg“


Der Eintritt zu den Filmvorführungen ist frei.


Wir würden uns sehr freuen, wenn wir Sie und Ihre Freunde zu diesen Veranstaltungen begrüßen dürfen.



Mit freundlichen Grüßen

Bärbel Riechert

Dokumentationszentrum Prora e.V.

Büro Berlin

Choriner Str. 82

10119 Berlin

Tel. 030 27594166

Fax: 030 27594167

presse@prora.eu

http://www.prora.eu






















Sonderausstellung Dokumentationszentrum Prora - PDF








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-----Original-Nachricht-----
Betreff: Info I - Hermann Kant ist 90!
Datum: 2016-06-17T17:26:28+0200
Von: "Marianne Linke" marianne.linke@web.de
An: "Marianne Linke" marianne.linke@web.de





Liebe Freunde,

am 14.06.2016 vollendete Hermann Kant sein 90. Lebensjahr. Grund genug für viele seiner Verehrer/innen, ihm die Ehre zu erweisen.

Der Aufbau-Verlag, Irmtrud Gutschke mit der Theater- und Orchester GmbH Neubrandenburg/Neustrelitz organisierten eine

Festveranstaltung im Theater, die dem Jubilar gewidmet war und ihn sichtlich beeindruckte.


Als VVN-BdA - Gruppe waren wir selbstverständlich auch unter den Gratulanten. Es war schön, nach langer Zeit einmal wieder neben

Hermann Kant dem Bürgermeister der Stadt Neustrelitz, Herrn Grund, oder Klaus Höpcke, den einst für Literatur zuständigen DDR-Minister,

oder den Intendanten des Theaters Herrn Kümmritz, oder meinem Kollegen Methling, Christa Luft und Genossen Boldt sowie viele meiner

einstigen Berliner Mitstreite/rinnen zu begrüßen, die fast alle per Bus angereist waren.

Von den Veröffentlichungen des Tages aus diesem Anlaß (ND, Berliner Zeitung, jW oder FAZ) füge ich die Beitrage der jW bei. Sie zu lesen, bereitet

großes Vergnügen.


Beste Grüße

Marianne








Zum 90. Geburtstag des Schriftstellers Hermann Kant

VVN-BdA-Gruppe Stralsund gratuliert sehr herzlich!




Aus junge Welt: Ausgabe vom 14.06.2016, Seite 12 / Thema

Unerbittlich gegen deutschen Wahn
und Knechtseligkeit













     1.Mai 2016   



22. Gedenkwanderung
Barth – Ribnitz-Damgarten am 1.Mai 2016


Gedenken in Barth am Ehrenmal und
Abschlussveranstaltung am Rathaus Ribnitz



Mit dem Leitgedanken



„Gemeinsam gegen jede Form des Rechtsextremismus
für ein friedliches Miteinander“





rufen zum diesjährigen Gedenken an die Opfer des Faschismus der Norddeutsche Wanderbund und die Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten M-V

zur Teilnahme an der 22. Gedenkwanderung am 1.Mai 2016 von Barth nach Ribnitz auf.

Auch in diesem Jahr ist die Gedenkwanderung wiederum dem Todesmarsch von 800 Frauen des KZ-Außenlagers Barth gewidmet, deren Ermordung damals vor nunmehr 71 Jahren

am 1.Mai 1945 durch mutige und couragierte Bürgerinnen und Bürger auf dem Ribnitzer Marktplatz verhindert wurde.

Für die Teilnehmer aus Ribnitz-Damgarten fährt dazu ein Bus um 7.30 Uhr vom Ribnitzer Marktplatz nach Barth.

Den Auftakt zur Wanderung bildet auch diesmal wieder um 8 Uhr eine Gedenkveranstaltung am Barther Ehrenmal für die Opfer des Faschismus.

Die Gedenkwanderung erfolgt auf der Strecke der damaligen Häftlinge des Todesmarsches. Die Wanderung wird durch ein Kleinbus begleitet, so dass Teilstrecken möglich sind.

Gegen 16.30 Uhr, eventuell auch schon etwas früher, werden am Rathaus in Ribnitz die Wanderfreunde erwartet.

Unmittelbar nach der Ankunft der Wanderfreunde gegen 16.30 Uhr, eventuell auch etwas früher, in Ribnitz-Damgarten erfolgt eine Abschlussveranstaltung auf dem Marktplatz am Ribnitzer Rathaus,

zu der alle Bürgerinnen und Bürger von und um Ribnitz-Damgarten herzlich eingeladen sind, um durch ihre Teilnahme an dieser Abschlussveranstaltung an den Todesmarsch

und die weiteren unzähligen Schreckenstaten des Hitlerregimes zu erinnern.


    Streckenführung   -   Rast   -   Etappenorte



    07:30   Abfahrt mit dem Bus vom Markt Ribnitz


    08:00    Gedenken am Barther Ehrenmal


    08:30   Beginn der Wanderung


    → Alter Bahndamm - Barther Stadtholz - Fuhlendorf - Neuendorf-Heide

    12:30    Mittagsrast in Neuendorf


    → Langendamm – Beiershagen – Pütnitz – Stadthafen Damgarten


    16:30    Ankunft Rathaus Ribnitz    Ankunft eventuell auch etwas früher!


    → Empfang der Wanderfreunde, Abschlussveranstaltung




    Leichte Abweichungen von der Zeitplanung sind je nach Wetterlage und Teilnehmerzahl möglich.

    Entsprechend der Tagesform sind Teilstrecken möglich, ein Begleitfahrzeug ist vorhanden.

    Dazu erforderliche Transporte sind gewährleistet.




    Ansprechpartner:

    Eckhard Krüger Tel. 0162 49 64 130

    Johann Scheringer   Tel. 038222 - 265




    Flyer 22. Gedenkwanderung Barth  –  Ribnitz-Damgarten am 1.Mai 2016 Gedenken in Barth am Ehrenmal und Abschlussveranstaltung am Rathaus Ribnitz Foto: Eckart Kreitlow












•     Die linke Stimme    Mitteilungsblatt Nr.9    Ausgabe März 2016 / April 2016 - PDF







6. Antifaschistische Hafentage Hamburg 2016 Wolf Hoffmann vom 27. bis 29. Mai 2016 - Programm 6. Antifaschistische Hafentage Hamburg 2016 Wolf Hoffmann vom 27. bis 29. Mai 2016 - Programm
























Aus dem Posteingang an Ostsee-Rundschau.de - Neue Unabhängige Onlinezeitungen (NUOZ) Ostsee-Rundschau.de - vielseitig, informativ und unabhängig - Präsenzen der Kommunikation und der Publizistik mit vielen Fotos und  bunter Vielfalt









-----Original-Nachricht-----
Betreff: Esther Bejarano
Datum: 2016-02-03T17:30:05+0100
Von: "Marianne Linke" marianne.linke@web.de
An: "Marianne Linke" marianne.linke@web.de





Hallochen, liebe Freunde,

für Euch zum Lesen.

Bitte auch mal bei google/youtube in eines ihrer Konzerte mit microphone mafia reinhören....


Grüße Marianne





09.01.2016

Interview

»Alles ist nahtlos weitergegangen …«

Gespräch mit Esther Bejarano. Über den Rechtsruck in Europa, die jüdische »Welt von Gestern«, Zionismus und Israel heute, das Großmachtstreben Deutschlands und seine neuen Kriege

Susann Witt-Stahl

Flüchtlinge in Deutschland sind zunehmend rechter Gewalt ausgesetzt. Die Anzahl fremdenfeindlich motivierter Angriffe auf Schutzsuchende ist seit 2010 um das Vierzigfache gestiegen − 2015 wurden rund 820 Vorfälle dokumentiert. Welche Gedanken kommen Ihnen, wenn Sie die brennenden Flüchtlingsheime vor Augen haben?

Ich bin entsetzt über das Zündeln. Was mich am meisten ärgert: Immer wieder werden diese Taten verharmlost und behauptet, das seien »nur Randalierer« und nicht die Rechten. Es gibt auch immer noch kein Verbot der NPD und anderer faschistischer Organisationen. Dabei treten die Nazis heute viel brutaler auf als vor einigen Jahren. Und dann der NSU-Prozess: Das ist doch eine Farce! Die Behörden sind doch gar nicht an Aufklärung interessiert. Ich frage mich: Wo leben wir eigentlich?

Die Nazis können sogar eigene Schulungszentren eröffnen, um ihre menschenverachtende Weltanschauung zu lehren. Von der Bundesregierung wird absolut nichts dagegen unternommen. Das ist schlimm. Das gilt auch für die Verschleierung der wahren Ursachen für die rechte Gewalt. Ein Teil der Bevölkerung in Ostdeutschland ist arbeitslos und ohne Perspektive. In der DDR gab es noch Jugendverbände; heute sitzen die Jugendlichen auf der Straße. Dann kommen die Nazis aus dem Westen und rekrutieren sie. Unsäglich finde ich es, wenn dieser Rechtsruck auf die DDR zurückgeführt wird und nicht auf die aktuelle wirtschaftliche Lage.


Was ist in der BRD falsch gelaufen?

Es hat keine Aufarbeitung der NS-Verbrechen stattgefunden. Nach 1945 wurde geschwiegen, es gab keine Entnazifizierung, und nur wenige Täter sind verurteilt worden. Viele konnten fliehen; ihnen wurde sogar noch dabei geholfen. So sind viele Nazis in Amerika gelandet, wo sie ihre Ideologie weiterverbreiten konnten und wo man ihre Dienste gern in Anspruch genommen hat. Aber wir brauchen gar nicht in die Ferne schauen. Adenauer hat ja Hans Globke und die ganze Nazigesellschaft wieder aufgenommen − in die Regierung, die Justiz und Geheimdienste. Alles ist nahtlos weitergegangen. Wir brauchen uns nicht wundern, wenn es eines Tages wieder so weit ist.


Was meinen Sie mit »wieder«? Sehen Sie in Europa ähnliche Entwicklungen wie nach der Weltwirtschaftskrise 1929 und perspektivisch den Faschismus an der Macht?

Ja − wenn es so weitergeht, wenn es keine starke antifaschistische Gegenbewegung gibt und die Regierung weiterhin nichts unternimmt. Und es finden sich historische Parallelen. Wenn ich mir heute etwa in Frankreich die Kampagnen mit den Moslem-Karikaturen anschaue, durch die der ganze Ausländerhass zum Vorschein kommt, erinnert es mich an den Stürmer, der während der Nazizeit die Bevölkerung gegen die Juden aufgehetzt hat. Das ist furchtbar. Der Unterschied: Damals war das von oben angeordnet; heute beteiligt sich die Regierung noch nicht daran. Aber Ungarns Ministerpräsident Viktor Orbán hat bereits verkündet, er wolle keine Muslime in sein Land lassen, als es um die Aufnahme der vielen Menschen ging, die jetzt in Europa Schutz suchen. Warum eigentlich die Aufregung über die Flüchtlinge? Wer ist denn verantwortlich? Das sind doch wir: der Westen, der diesen Menschen die Lebensgrundlage zerstört hat. Das alles bringt mich auf die Palme – ich kann das nicht ertragen.


In Ihrem Buch »Erinnerungen« beschreiben Sie an einer Stelle eindringlich Ihr Lebensgefühl 1945 – Sie wollten »einfach keine Deutsche mehr sein«. Geht Ihnen das heute noch so?

Ich werde immer gefragt: Sind Sie jüdische Deutsche, oder sind Sie deutsche Jüdin? Ich antworte darauf: Ich bin ein Mensch. Und ich bin Antifaschistin – nicht zuletzt, weil ich den Faschismus am eigenen Leib gespürt habe. Mir ist die deutsche Nationalität egal. Ich habe sie eben, aber ich kann nicht sagen, dass ich mich dem deutschen Volk zugehörig fühle. Ich habe viel auszusetzen an diesem Staat. Abgesehen davon, dass gegen die Nazis nichts unternommen wird: Der Antikommunismus in Deutschland ist eine Katastrophe. So wird immer nur über den Widerstand der Offiziere vom 20. Juli gesprochen, nie über den kommunistischen. Ich erzähle in meinen Vorträgen davon, auch wie er verschwiegen wird. Und dass Kommunisten ebenso wie Sinti und Roma nicht wie wir Juden Entschädigungszahlungen dafür erhalten haben, was sie Furchtbares erlitten haben – das darf man doch nicht hinnehmen. Aber ich fühle mich in Deutschland zu Hause, weil ich hier etwas bewirken kann mit meiner Aufklärungsarbeit.


Sie haben 15 Jahre in Israel gelebt. Ihre Rückkehr nach Deutschland haben Sie folgendermaßen beschrieben: »Als wir die Grenze Schweiz–BRD hinter uns hatten, wurde mir plötzlich ganz komisch zumute. Ich sah die ersten Bahnbeamten in Uniform, ich sah einen deutschen Polizisten, und mein Herz begann heftig zu schlagen. Ich bekam eine panische Angst.« Kommt diese Angst manchmal wieder hoch?

Nein, so wie damals empfinde ich nicht mehr. Ich habe Deutsche kennengelernt, von deren Existenz ich früher nichts gewusst hatte: Menschen, die wie ich Antifaschisten sind oder ehemalige Widerstandskämpfer, die Ähnliches erlebt hatten wie ich, obwohl sie keine Juden waren: Kommunisten beispielsweise – diese Leute sind meine Freunde. Sie ließen mich zu der Überzeugung kommen, dass ich hier leben kann, und sie sind der Grund, dass ich mich wohl fühle in Deutschland. Ich möchte nicht wieder in Israel leben, weil ich weiß, was dort für eine Politik herrscht.


In Deutschland lag auch ein erheblicher Teil der diaspora-jüdischen »Welt von Gestern«, wie sie der Schriftsteller Stefan Zweig genannt hatte.

Ja, dieser kulturellen Welt fühle ich mich noch verbunden. Auch mit den jüdischen Gemeinden, die es damals gab, in denen wir ein wirklich schönes Leben hatten und die ganz andere waren als heute. Obwohl meine Eltern sehr liberal waren, bin ich jüdisch erzogen worden; wir haben einen koscheren Haushalt geführt. Die jüdischen Gemeinden von heute wollen mit Jüdinnen wie mir nichts zu tun haben, denn ich kritisiere Israel und singe in einer linken Band. Einmal wurde ich hier in Hamburg von Mitgliedern der jüdischen Gemeinde eingeladen. Allerdings waren das russische Veteranen des Zweiten Weltkrieges. Sie sind sehr stolz darauf, dass sie in der Roten Armee gekämpft haben, die Auschwitz befreit hat. Aber wenn ich an den Zentralrat der Juden denke: Er lässt kein einziges kritisches Wort verlauten über die entsetzlichen Dinge, die in Israel geschehen. Wer etwas dagegen sagt, ist sofort abgemeldet.


Dem untergegangenen Diaspora-Judentum, in dem Sie verwurzelt sind, hatten Max Nordau und andere Vordenker des Zionismus eine übermäßige Vergeistigung attestiert und deren Bewohner als »Nervenjuden« bezeichnet. Diesem »schwachen« Judentum hatte der Zionismus sein Ideal des »Muskeljuden« entgegengestellt, der in der neuen Heimstätte Palästina in der linken Hand sein Gewehr hält und mit der rechten sein Feld bestellt. So entschlossen, wie Sie Nazis und anderen Rechten die Stirn bieten, repräsentieren Sie auch das neue Judentum. Sind Sie eine diasporische Muskeljüdin?

(Lacht)

Ich bin Jüdin und lebe als Jüdin, weil ich als Jüdin geboren wurde. Ich bin aber weder stolz darauf, noch schäme ich mich dafür. Ich konnte es mir ja nicht aussuchen. Ich verheimliche meine jüdische Herkunft nicht, im Gegenteil: Ich sage immer wieder gern, dass ich Jüdin bin. Mein jüdisches Elternhaus hat mir sehr viel gegeben, vor allem kulturell. Mein Vater war ja Kantor. Warum liebe ich wohl die Musik so sehr und bin Sängerin geworden? Sogar in Auschwitz habe ich noch Musik gemacht. Dort natürlich erzwungenermaßen und nicht gern.


Moshe Zuckermann, Sohn von polnischen Juden und Auschwitz-Überlebenden, der ebenso wie Sie 1960 aus Israel nach Deutschland kam, hat Deutschland »vertraute Unheimat« genannt. In diesem Begriff steckt eine tragische Dialektik: Einerseits drückt er eine lebensgeschichtliche und kulturelle Verbundenheit aus; andererseits das Juden immer wieder von Deutschland Abstoßende: die Erfahrung der schließlich im Massenmord gipfelnden Verfolgung. Auch für Moshe Zuckermann konnte Israel keine Heimat werden. Er bezeichnet sich als »Heimatloser«. Empfinden Sie ähnlich wie er?

Das Wort »Heimat« kann ich nicht leiden. Als jemand, die hier geboren wurde und als Kind gelebt hat, fehlte mir in Israel die deutsche Kultur. Dort gab es aber andere Dinge, die ich liebe: Offenheit und Freundlichkeit – in Deutschland hingegen ist man ja eher reserviert. Ich hätte nach Amerika gehen können, aber ich wollte damals unbedingt, dass Israel mein neues Zuhause wird. Ich dachte, dort gehöre ich hin. Dann begannen die vielen Kriege. Den ersten gegen das britische Mandat fand ich noch gerecht, aber dann kam Ben-Gurion, und es folgten nur noch Angriffskriege. Als mein Mann 1956 von der Sinai-Front zurückgekehrt war, sagte er: »Nie wieder – ich gehe nicht mehr in den Krieg.« Er hatte Dinge gesehen, die er einfach nicht mehr mit seinem Gewissen vereinbaren konnte. Wir beide konnten die Zustände in Israel einfach nicht mehr ertragen. Auch nicht die ständige Hetze gegen die Palästinenser. Kriegsdienstverweigerung ist dort nicht möglich; mein Mann wäre ins Gefängnis gekommen. Also mussten wir weg. Wir hatten keine andere Möglichkeit, als nach Deutschland zu gehen. Ich war sehr, sehr skeptisch, dass ich das aushalte. Meine Bedingung war, dass wir in eine Stadt ziehen, in der ich früher nicht mit meinen Eltern oder Geschwistern gelebt hatte. Freunde legten mir Hamburg ans Herz. Und so landeten wir im Norden.


Sie waren damals als Zionistin nach Israel gegangen. Wie war Ihr Verhältnis zum Zionismus als Sie es wieder verlassen haben – ist es im Grunde noch positiv geblieben?

Um Gottes willen! Nein. Ich kann überhaupt nicht mehr begreifen, dass ich früher Zionistin war – und zwar eine glühende, und dann war ich auch noch Mitglied in Makkabi Hazair, einer ziemlich rechten Organisation. Damals wusste ich nicht, was der Zionismus wirklich bedeutet. Wir wollten ja nur das Land aufbauen. Aber Auschwitz-Überlebende waren dort nicht gern gesehen. Wir wurden nicht gut aufgenommen. Genauer gesagt: Wir wurden gar nicht aufgenommen. Weil wir überlebt hatten, wurde uns unterstellt, dass wir mit den Nazis kollaboriert hätten.


Verstehen Sie sich heute als Nicht-Zionistin oder Antizionistin? Treten Sie für die Ein-Staat-Lösung des Nahostkonflikts ein?

Ich bin Antizionistin – auf jeden Fall. Ja, ich wünsche mir, dass Palästinenser und Juden gemeinsam in einem Staat leben. Das Land, auf dem sich heute Israel befindet, war seit jeher auch das Land der Palästinenser. Da beide aber momentan nicht in Frieden miteinander leben können, sollten die Palästinenser zunächst ihren eigenen Staat bekommen und Israel und Palästina erst einmal normale Beziehungen zueinander aufbauen …


… bis Juden und Palästinenser eines Tages feststellen, dass es keinen vernünftigen Grund dafür gibt, sich gegenseitig umzubringen?

Ja, genau. Die Politik israelischer Regierungen macht ein Zusammenleben gegenwärtig unmöglich. Die Behauptung von Benjamin Netanjahu, die Palästinenser seien schuld am Holocaust, ist für mich eine Katastrophe. Will er damit seine menschenverachtenden Aktionen in Gaza und überhaupt gegen die Palästinenser rechtfertigen?


Der Konflikt zwischen Juden und Arabern sorgt auch hierzulande für Zündstoff. Der Vorsitzende des Zentralrates der Juden, Josef Schuster, forderte kürzlich eine »Obergrenze« für die Aufnahme von Flüchtlingen in Deutschland mit der Begründung, dass viele von ihnen aus arabischen Kulturen stammen, »in denen der Hass auf Juden und die Intoleranz ein fester Bestandteil ist«.

Das ist eine Sauerei. Das ist Rassismus pur.


Die Befürworter einer rigiden Flüchtlingspolitik aus dem Lager der bürgerlichen Rechten greifen diese Aussage freilich dankbar auf. »Der Präsident des Zentralrates der Juden fordert eine Flüchtlings­obergrenze. Das sollte uns zu denken geben«, sagte Brigitte Abold, Kommentatorin des Bayerischen Rundfunks in den »Tagesthemen«. »Unser Asylrecht, das keine Grenzen kennt, ist als Konsequenz der Ermordung der europäischen Juden während des Nationalsozialismus entstanden – als Mahnung an die Opfer, als Garantie der Menschenwürde. Wenn jetzt Vertreter der Opfer die Anwendung dieses Grundrechtes kritisieren, eines Rechtes, das vor allem dem Schutz der Opfer vor Verfolgung dienen soll, dann haben wir einen Wendepunkt erreicht«, so Abold weiter. »Wenn sich Juden bei uns bedroht fühlen, weil Teile der Flüchtlinge aus Kulturen kommen, in denen Hass auf Juden dazugehören kann, dann müssen bei uns die Alarmglocken schrillen.«

Das kann doch nicht wahr sein! Da werden die Juden als Ausrede benutzt, die muslimischen Flüchtlinge nicht nach Deutschland reinzulassen.


Sie werden oft von Schulen eingeladen, von Ihren Erlebnissen in Auschwitz zu erzählen. Welche Erfahrungen machen Sie mit migrantischen Jugendlichen, die nur eine vermittelte, distanzierte Beziehung zur deutschen Vergangenheit haben?

Als ich vor 20 Jahren damit begann, waren die meisten Schüler sehr verschlossen. Sie konnten nicht mit mir über den Holocaust reden und verhielten sich, als ginge sie das alles nichts an. Manche hatten auch einfach nicht den Mut, mir Fragen zu stellen – sie dachten wohl, sie täten mir damit weh. Heute dagegen sind die Schüler unheimlich aufgeschlossen. Auch die Migranten wollen ganz genau wissen, was damals geschehen ist. Manchmal sind sie noch viel interessierter als die Deutschen. Sie diskutieren mit mir, oft stundenlang. Wunderbar.


Sind Ihnen muslimische Jugendliche jemals mit Judenhass begegnet oder haben im Streitgespräch mit Ihnen den Holocaust geleugnet?

Nein, noch nie. Einmal hatte ein Palästinenser gefordert, dass ich ausgeladen werde, nachdem er erfahren hatte, dass eine Jüdin in seiner Schule sprechen wird. Die Lehrerin hat das natürlich abgelehnt, und ich habe meine Geschichte erzählt und auch meine Meinung zu den Vorgängen in Israel gesagt. Anschließend kam der Palästinenser zu mir, wollte sich um mich kümmern und mir zu essen und zu trinken bringen. Später berichtete mir seine Lehrerin von dem Vorfall und sagte: »Bei diesem Jungen haben Sie etwas verändert.«


Sie gelten in diesem Land als histo­rische Autorität der Aufklärung über die Nazivergangenheit, aber auch als friedenspolitische Instanz, die mit ihrer Existenz für die Untrennbarkeit der kategorischen Imperative »Nie wieder Faschismus!« und »Nie wieder Krieg!« bürgt. Während deutsche Regierungen sich bisher noch zum ersten Imperativ bekennen, haben sie sich von dem zweiten längst verabschiedet. Gegenwärtig sind deutsche Soldaten weltweit an 16 Kriegen und militärischen Missionen beteiligt. Seit einigen Tagen fliegen deutsche »Tornados« Einsätze über Syrien.

Ich finde das unmöglich und entsetzlich. Das ist eine Schande für Deutschland. Furchtbar sind auch die Rüstungsexporte. Oftmals wird zu allem Übel noch mit Ländern Handel getrieben, in denen bereits Krieg herrscht. Dabei wird gar kein Gedanke daran verschwendet, wie viele Menschen durch diese Waffen getötet werden. »Nie wieder Krieg!«, hatten wir einmal gesagt. Und nun will Deutschland wieder die Führung in der Welt übernehmen. Das habe ich schon beim Anschluss der ehemaligen DDR befürchtet. Diejenigen, die an der Macht sind, wollen an der Macht bleiben. Nun fühlen sie sich wieder als Großdeutschland.


Heute bomben sie aber für die Menschenrechte und Frauenbefreiung

Genau das Gegenteil wird damit erreicht. Keine Frau wird ihren Schleier ablegen. Mit Kriegen kann man keinen Frieden schaffen. Das war schon immer so und wird niemals anders sein. Konflikte können nur durch Verhandlungen gelöst werden.


Bundespräsident Joachim Gauck verlangt von den Deutschen mehr »Bereitschaft zur Hingabe« und »Heimatliebe« und meint damit mehr Zustimmung zu Militärinterventionen.

Das ist der größte Blödsinn, den es gibt. Genau das Gegenteil ist der Fall: Wer sein Land liebt, zieht nicht in den Krieg.


Seit dem »Euromaidan« kooperiert die Bundesregierung mit den militanten Nationalisten, die sich in Kiew an die Macht geputscht haben. Am 2. Mai 2014 haben ukrainische Faschisten in Odessa ihre Mordlust demonstriert. Sind diese Tabubrüche und Gewalteskalationen als Warnsignale einer Zeitenwende zu deuten?

Ich glaube, ja. Ich sehe, dass überall ein Rechtsruck stattfindet. Das macht mir Angst. Wenn in Europa wieder ein Grauen geschehen sollte − ich weiß nicht, wo ich mit meiner Familie hingehen könnte.

















EUROPA - Friedensforum




EUROPA-Friedensforum auf Ostsee-Rundschau.de | Für eine Politik des Friedens! Für Zusammenarbeit und Völkerverständigung! Gegen eine Politik der Konfrontation! Gegen Sanktionen!







Linke und die Friedensfrage


100 Jahre nach der Zimmerwalder Konferenz: Imperialismus heute – Differenzen verstehen – Spaltungen überwinden


04. Oktober 2015 | 10-17 Uhr | Haus der Demokratie und Menschenrechte | Greifswalder Straße 4 | 10405 Berlin

Niemals in der Weltgeschichte gab es eine dringendere, eine höhere, eine erhabenere Aufgabe, deren Erfüllung unser gemeinsames Werk sein soll.
Kein Opfer zu groß, keine Last zu schwer, um dieses Ziel: den Frieden unter den Völkern zu erreichen.

Zimmerwalder Manifest von 1915


Linke und die Friedensfrage | Zimmerwalder Konferenz | Imperialismus heute - Differenzen verstehen - Spaltungen überwinden - 04. Oktober 2015 - Haus der Demokratie und Menschenrechte - Greifswalder Straße 4 | 10405 Berlin




Die politische Linke, ob innerhalb oder außerhalb von Parteien, war und ist eine entschlossene Friedenskraft.

War und ist? Immer?

Zu Beginn des 1. Weltkriegs war die erdrückende Mehrheit der einst stolzen deutschen Sozialdemokratie bereit,

die Auseinandersetzung mit Reaktion und Kaiserreich bis zum Ende des Krieges zurückzustellen.

Ähnliche Strömungen gab es in allen europäischen Linksparteien.

Diese Burgfriedenpolitik besiegelte das Scheitern der II. Internationale.

Vom 05.-08. September 1915 aber fanden sich im schweizerischen Zimmerwald LinkssozialistInnen unterschiedlicher Richtungen

im Kampf gegen den imperialistischen Krieg zusammen - trotz und in Kenntnis ihrer Differenzen.


 An diese Erfahrung soll am 04. Oktober in Berlin angeknüpft und ein Beitrag von links geleistet werden zur Stärkung von Friedensbewegungen
und zu
einem tieferen Verständnis der aktuellen Kriegsgründe und der Gegenkräfte.


Nach einer historisch-kritischen Auseinandersetzung mit der Zimmerwalder Konferenz sollen in Vorträgen, Arbeitsgruppen
und mit viel Raum für Diskussionen diese Themen bearbeitet werden:

- Imperialismus heute. Trägt der Kapitalismus den Krieg in sich wie die Wolke den Regen?
- Deutschland im Krieg und (k)einer merkt es: Nebelkerzen, Alltagsbewusstsein, Aufklärung.


Einladung 4.10. Berlin - Linke und die Friedensfrage - Einladung 4.10. Berlin

- Kontroversen in der Friedensbewegung und die Rolle der Partei DIE LINKE in der Friedensbewegung.
- Statt Zäune und Zwietracht: Dass kein Mensch mehr vor Krieg fliehen muss.
- Gewerkschaften, soziale Bewegungen und Frieden: Wo liegen die Probleme?
- Antifaschismus und Frieden: Wie kann zusammen kommen, was zusammen gehört?
- Die EU stiftet Unfrieden – politisch, militärisch, wirtschaftlich: Ist das reformierbar?
- Es ist Krieg und wir begehren, nicht schuld daran zu sein! Friedensbewegung: breit oder links?


Mitwirkende u.a.:

Reiner Braun, Dr. Erhard Crome, Dr. Diether Dehm, Wolfgang Gehrcke, Andreas Grünwald, Heidrun Hegewald, Dr. Volker Külow, Prof. Dr. Annelies Laschitza, Sabine Leidig, Prof. Dr. Kurt Pätzold, Tobias Pflüger, Frauke und Gina Pietsch, Christiane Reymann, Prof. Dr. Werner Ruf, Bernhard Trautvetter, Andreas Wehr


Es laden u.a. ein:

Klaus Bartl (MdL Sachsen); Judith Benda (Parteivorstand Europäische Linkspartei); Ellen Brombacher (Kommunistische Plattform); Dr. Diether Dehm (MdB); Wolfgang Dockhorn (RotFuchs Förderverein); Wolfgang Gehrcke (MdB); Klaus Hartmann (Bundesvorsitzender Freidenker-Verband); Heidrun Hegewald (Bildende Künstlerin); Inge Höger (MdB); Andrej Hunko (MdB); Sabine Kebir (Autorin) Ralf Krämer (Sozialistische Linke); Dr. Volker Külow (Historiker); Sabine Leidig (MdB); Dr. Marianne Linke (Sozialministerin a.D.); Walter Listl (Marxistische linke); Anja Mewes (Friedensglockengesellschaft Berlin e.V.); Dr. Alexander Neu (MdB); Prof. Dr. Norman Paech (Völkerrechtler); Gina Pietsch (Sängerin und Schauspielerin); Dr. Siegfried Ransch (Ökonom, Soziologe); Christiane Reymann (Autorin); Prof. Dr. Werner Ruf (Friedensforscher); Rainer Rupp (Journalist); Dr. Klaus Steiniger (Chefredakteur RotFuchs); Hannelore Tölke (DFG-VK NRW); Bernhard Trautvetter (Sprecherkreis Essener Friedensforum); Kathrin Vogler (MdB); Andreas Wehr (Marx-Engels-Zentrum Berlin); Sabine Wils (Landessprecherin DIE LINKE Hamburg); Laura v. Wimmersperg (Berlin); Dr. Reiner Zilkenat (Historiker); Sabine Zimmermann (MdB)


Um die Planung der Veranstaltung zu erleichtern, bitten wir um Anmeldung: anmeldung@zimmerwald-frieden.eu
Kontakt: info@zimmerwald-frieden.eu








Hintergründe für den Aufstieg eines Imperiums
100 Jahre FED – Geld aus dem Nichts – 100 Jahre Krieg
Von Anneliese Fikentscher und Andreas Neumann


















    LOGO der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes - Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten (VVN-BdA) - BO Stralsund



    Stralsund, 15.Juli 2015


    VORAB - INFORMATION


    Liebe Freundinnen, liebe Freunde,

    die aktuellen Geschehnisse in Deutschland und in unseren europäischen Nachbarstaaten

    bilden den Rahmen für unsere Zusammenkunft anläßlich des Weltfriedenstages und des

    über viele Jahre begangenen Gedenktages für die Opfer des Faschismus.


    Wir laden Euch herzlich ein! Bringt Freunde und Bekannte mit!


    Wann: 12. September 2015, 14.30 Uhr

    Wo: Knieper West, Gartensparte Volkshaus

    Thema: Kapitalismus - Faschismus - Antifaschismus

    Gast: Prof. Georg Fülberth (Marburg)
    .


    Bitte plant den Termin schon heute ein und gebt freundlicherweise bis 01.09.2015 eine Rückmeldung,

    ob eine Teilnahme möglich ist (Freunde, Ehepartner sind natürlich ebenso gern gesehen).


    Mit solidarischen Grüßen


    Marianne und Jens









    •    EINLADUNG in PDF-Format














Linke Politik auf Ostsee-Rundschau.de





VVN-BdA-Veranstaltung mit Professor Georg Fülberth aus Marburg zum Thema "Kapitalismus - Faschismus - Antifaschismus"



VVN-BdA-Veranstaltung mit Professor Georg Fülberth aus Marburg  zum Thema  Kapitalismus - Faschismus - Antifaschismus am 12.September 2015 in Stralsund. Foto: Eckart KreitlowVVN-BdA-Veranstaltung mit Professor Georg Fülberth aus Marburg  zum Thema  Kapitalismus - Faschismus - Antifaschismus am 12.September 2015 in Stralsund. Foto: Eckart Kreitlow
VVN-BdA-Veranstaltung mit Professor Georg Fülberth aus Marburg  zum Thema  Kapitalismus - Faschismus - Antifaschismus am 12.September 2015 in Stralsund. Foto: Eckart Kreitlow





"Der Faschismus an der Macht ist die offene, terroristische Diktatur der reaktionärsten, chauvinistischsten, am meisten imperialistischen Elemente des Finanzkapitals."


Hansestadt Stralsund. Zwar kamen nicht viele Teilnehmerinnen und Teilnehmer zu der Veranstaltung der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes - Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten (VVN-BdA) - VVN-BdA-Gruppe Stralsund am Samstag, dem 12.September 2015, in das Stralsunder "Volkshaus" der Kleingartenanlage in Knieper West, aber die gekommen waren, erfuhren von dem Politikwissenschaftler Professor Georg Fülberth aus Marburg ein breites Spektrum an theoretischen Grundlagen. Darüber hinaus wurden aber vor allem auch die Zusammenhänge von Kapitalismus und Faschismus deutlich gemacht. Zunächst warf Professor Fülberth die Frage auf "Was verstehen wir unter Faschismus?", um dann diese Frage in der weiteren Folge seines sehr umfangreichen Vortrages gleich selbst zu beantworten. Georgi Dimitrow hätte damals Faschismus wie folgt definiert:

"Der Faschismus an der Macht ist die offene, terroristische Diktatur der reaktionärsten, chauvinistischsten, am meisten imperialistischen Elemente des Finanzkapitals."

Besonders interessant war, was "hinter den Kulissen" der Politik 1933 ablief, um die Nazis an die Macht zu verhelfen. Im Verlaufe seines Vortrags hob Professor Fülberth auch hervor, dass es durchaus möglich ist, mit den verschiedensten gesellschaftlichen Kräften ein wirkungsvolles Bündnis zu bilden, um Faschismus an der Macht zu verhindern, selbst mit einem Teil der Bourgeosie, die antifaschistisch eingestellt sind. Anfang der dreißiger Jahre des vorigen Jahrhunderts scheiterte ein solches breites gesellschaftliches Bündnis bzw. eine Einheitsfront gegen den Faschismus, da es zu der Zeit bei einigen führenden linken Kräften die Haltung gab, ein breites gesellschaftliches Bündnis bzw. eine Einheitsfront gegen den Faschismus abzulehnen, was natürlich ein Fehler war. Alles in allem sprach Professor Fülberth viele interessante Aspekte an, die bis in unsere heutige Zeit hinein reichen.


Eckart Kreitlow









•    Redemanuskript von Professor Georg Fülberth in PDF-Format

















    Der Schriftsteller Genosse Hermann Kant (links auf dem Foto) während einer Lesung am 23. Mai 2013 in der Begegnungsstätte der Volkssolidarität in Stralsund aus Anlass der Bücherverbrennung der Nazis 1933 in Deutschland, zu der der Kreisverband DIE LINKE der Hansestadt Stralsund eingeladen hatte. Rechts daneben Dr. Peter Michael Diestel, Rechtsanwalt und Innenminister a. D.. LOGO der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes - Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten (VVN-BdA)



    Stralsund, zum 14. Juni 2015


    Sehr geehrter Genosse Kant,

    lieber Hermann
    ,


    die Mitglieder unserer VVN-BdA-Gruppe Stralsund und mit uns ungezählte Leserinnen und Leser, Wegbegleiterinnen

    und Wegbegleiter gratulieren Dir sehr herzlich zu Deinem Geburtstag.


    Sehr gern würden wir Dir diese Grüße auch in diesem Jahr persönlich überbringen.

    Natürlich respektieren wir Deinen Wunsch und bescheiden uns deshalb mit einem schriftlichen Gruß.



    Lieber Hermann,


    lass Dir herzlich für den jüngsten Lesegenuss danken und sei von uns mit den besten Wünschen für das neue Lebensjahr gegrüßt.



    Im Namen aller unserer Mitstreiterinnen und Mitstreiter verbleibe ich herzlichst,


    Marianne Linke









    •    Glückwunschschreiben an Genossen Hermann Kant in PDF-Format






























Gedenkveranstaltung aus Anlass des 70.Jahrestages der Befreiung des deutschen
Volkes vom Faschismus und des 70.Jahrestages des Endes des Zweiten Weltkrieges




Gedenkveranstaltung aus Anlass des 70.Jahrestages der Befreiung des deutschen Volkes vom Faschismus und des 70.Jahrestages des Endes des Zweiten Weltkrieges am 8.Mai 2015 am Mahnmal für die Opfer des Faschismus in der Mühlenstraße in Ribnitz-Damgarten. Foto: Eckart Kreitlow
Gedenkveranstaltung aus Anlass des 70.Jahrestages der Befreiung des deutschen Volkes vom Faschismus und des 70.Jahrestages des Endes des Zweiten Weltkrieges am 8.Mai 2015 am Mahnmal für die Opfer des Faschismus in der Mühlenstraße in Ribnitz-Damgarten. Foto: Eckart KreitlowGedenkveranstaltung aus Anlass des 70.Jahrestages der Befreiung des deutschen Volkes vom Faschismus und des 70.Jahrestages des Endes des Zweiten Weltkrieges am 8.Mai 2015 am Mahnmal für die Opfer des Faschismus in der Mühlenstraße in Ribnitz-Damgarten. Foto: Eckart Kreitlow
Gedenkveranstaltung aus Anlass des 70.Jahrestages der Befreiung des deutschen Volkes vom Faschismus und des 70.Jahrestages des Endes des Zweiten Weltkrieges am 8.Mai 2015 am Mahnmal für die Opfer des Faschismus in der Mühlenstraße in Ribnitz-Damgarten. Foto: Eckart KreitlowGedenkveranstaltung aus Anlass des 70.Jahrestages der Befreiung des deutschen Volkes vom Faschismus und des 70.Jahrestages des Endes des Zweiten Weltkrieges am 8.Mai 2015 am Mahnmal für die Opfer des Faschismus in der Mühlenstraße in Ribnitz-Damgarten. Foto: Eckart Kreitlow
Gedenkveranstaltung aus Anlass des 70.Jahrestages der Befreiung des deutschen Volkes vom Faschismus und des 70.Jahrestages des Endes des Zweiten Weltkrieges am 8.Mai 2015 am Mahnmal für die Opfer des Faschismus in der Mühlenstraße in Ribnitz-Damgarten. Foto: Eckart KreitlowGedenkveranstaltung aus Anlass des 70.Jahrestages der Befreiung des deutschen Volkes vom Faschismus und des 70.Jahrestages des Endes des Zweiten Weltkrieges am 8.Mai 2015 am Mahnmal für die Opfer des Faschismus in der Mühlenstraße in Ribnitz-Damgarten. Foto: Eckart Kreitlow



Johannes Scheringer, Mitglied der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes - Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten, in der Gedenkrede am 8.Mai 2015 am Mahnmal für die Opfer des Faschismus in Ribnitz-Damgarten:


"Der Schwur von Buchenwald hat sich nicht erfüllt!"


In seiner emotional sehr stark beeindruckenden Rede aus Anlass des 70.Jahrestages der Befreiung des deutschen Volkes vom Faschismus und des 70.Jahrestages des Endes des Zweiten Weltkrieges am 8.Mai 2015 am Mahnmal für die Opfer des Faschismus in Ribnitz-Damgarten ging Genosse Johannes Scheringer, Mitglied der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes - Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten, vor allem auf den Schwur von Buchenwald ein, in dem es unter anderem heißt:

"Wir stellen den Kampf erst ein, wenn auch der letzte Schuldige vor den Richtern der Völker steht! Die Vernichtung des Nazismus mit seinen Wurzeln ist unsere Losung. Der Aufbau einer neuen Welt des Friedens und der Freiheit ist unser Ziel. Das sind wir unseren gemordeten Kameraden, ihren Angehörigen schuldig. Zum Zeichen Eurer Bereitschaft für diesen Kampf erhebt die Hand zum Schwur und sprecht mir nach: Wir schwören! ..."


Auf die Gegenwart eingehend zog Genosse Johannes Scheringer im weiteren Verlauf seiner Rede das Fazit, dass der Schwur von Buchenwald in Deutschland nicht erfüllt worden sei. Einerseits erlebten wir eine enorme Zunahme von Fremdenfeindlichkeit und der Naziideologie in der Gesellschaft. Andererseits müssen wir feststellen, dass wir keine friedliche Welt haben. Selbst in Europa gebe es Krieg und die Kriegsgefahr nehme immer weiter zu.

Nach der Gedenkrede des Genossen Johannes Scheringer wurden am Mahnmal für die Opfer des Faschismus in der Mühlenstraße in Ribnitz-Damgarten rote Nelken und Blumengebinde niedergelegt.

Leider nahmen an der Gedenkveranstaltung am 8.Mai 2015 in Ribnitz-Damgarten nur wenige Teilnehmerinnen und Teilnehmer teil. Dies bedauerte auch die Ribnitz-Damgartener Stadtvertreterin Rita Falkert (Bürgerbündnis) zum Abschluss im Gespräch. Ihr habe die Gedenkveranstaltung gefallen, doch hätte sie eine größere Beteiligung erwartet. Vor allem habe sie den Bürgermeister und noch mehr Stadtvertreterinnen und Stadtvertreter erwartet.

An der Gedenkveranstaltung aus Anlass des 70.Jahrestages der Befreiung des deutschen Volkes vom Faschismus und des 70.Jahrestages des Endes des Zweiten Weltkrieges am 8.Mai 2015 am Mahnmal für die Opfer des Faschismus in Ribnitz-Damgarten nahm auch Egon Krenz, ehemaliger Generalsekretär des ZK der SED und Vorsitzender des Staatsrates der DDR, mit seiner Gattin teil.

Eckart Kreitlow




















Praktizierte Solidarität und Menschlichkeit | Von Dr. Regina Girod, Berlin | Zum 80.Geburtstag von Professor Dr. theol. Heinrich Fink aus Berlin am 31.März 2015.






Aus unserer elektronischen Postmappe "Das Leserecho"







-----Original-Nachricht-----
Betreff: Lesenswert VVN-BdA - neuer Flyer zur AfD
Datum: Sun, 26 Oct 2014 11:35:35 +0100
Von: "Carsten Hanke" hanke.lambrechtshagen@web.de
An: eckartkreitlow@t-online.de






Linke Standpunkte








Liebe MitstreiterInnen,

mir wurde diese lesenswerte Info zugesandt. Kann auch gerne weitergeleitet werden, denn Aufklärung ist wichtig.

Mit solidarischen Grüßen

Carsten Hanke
Lindenanger 19
18069 Lambrechtshagen
Mail: hanke.lambrechtshagen@web.de
Tel. 0381/8651480
Mobil:015201584210
Homepage: www.hanke-mv.de




Frischer Wind bei alten Rechten? - Die "Alternative für Deutschland" - PDF










http://no-afd.tumblr.com









Der Faschismus -  das dunkelste Kapitel der deutschen Geschichte
















Überblick über die NUOZ-Sonderseiten













Ostsee-Rundschau.de



Blick auf die Ostsee und den Strand in Ostseebad Dierhagen auf der Halbinsel Fischland in Mecklenburg-Vorpommern. Foto: Eckart KreitlowBlick auf die Ostsee und den Strand in Ostseebad Dierhagen auf der Halbinsel Fischland in Mecklenburg-Vorpommern. Foto: Eckart KreitlowBlick auf die Ostsee und den Strand in Ostseebad Dierhagen auf der Halbinsel Fischland in Mecklenburg-Vorpommern. Foto: Eckart Kreitlow



Ferienhof-Report.de






Ostseeküsten-Report



Eine Fähre der Scandlines Reederei verlässt Rostock mit Kurs Gedser / Dänemark. Foto: Eckart KreitlowEine Fähre der Scandlines Reederei verlässt Rostock mit Kurs Gedser / Dänemark. Foto: Eckart KreitlowEine Fähre der Scandlines Reederei verlässt Rostock mit Kurs Gedser / Dänemark. Foto: Eckart KreitlowEine Fähre der Scandlines Reederei verlässt Rostock mit Kurs Gedser / Dänemark. Foto: Eckart Kreitlow



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Mahnmal für die Opfer des Faschismus in der Mühlenstraße in Ribnitz-Damgarten. Foto: Eckart Kreitlow


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