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    Sommerinterview mit Dr. Gregor Gysi, DIE LINKE auf YouTube








    Der Vorsitzende der Bundestagsfraktion der Partei Die Linke Dr. Gregor Gysi und die Landrätin von Rügen und Landratskandidatin der Partei Die Linke für den künftigen Großkreis Stralsund Kerstin Kassner zu Besuch in Ribnitz-Damgarten. Foto: Eckart KreitlowDer Vorsitzende der Bundestagsfraktion der Partei Die Linke Dr. Gregor Gysi und die Landrätin von Rügen und Landratskandidatin der Partei Die Linke für den künftigen Großkreis Stralsund Kerstin Kassner zu Besuch in Ribnitz-Damgarten. Foto: Eckart KreitlowDer Vorsitzende der Bundestagsfraktion der Partei Die Linke Dr. Gregor Gysi und die Landrätin von Rügen und Landratskandidatin der Partei Die Linke für den künftigen Großkreis Stralsund Kerstin Kassner zu Besuch in Ribnitz-Damgarten. Foto: Eckart Kreitlow


    Der Fraktionsvorsitzende der Partei Die Linke des Deutschen Bundestages Dr. Gregor Gysi und die Landrätin von Rügen und Landratskandidatin der Partei Die Linke für den künftigen Großkreis Stralsund Kerstin Kassner zu Besuch in Ribnitz-Damgarten


    Ribnitz-Damgarten. Auf seiner Wahlkampftour durch Mecklenburg-Vorpommern machte der Fraktionsvorsitzende der Partei Die Linke im Deutschen Bundestag Dr. Gregor Gysi am Donnerstag, dem 25.August 2011, Station in Ribnitz-Damgarten. An seiner Seite befand sich unter anderem auch die Landrätin von Rügen und Landratskandidatin der Partei Die Linke für den künftigen Großkreis Stralsund Kerstin Kassner. Am 29.August wird der Spitzenpolitiker der Partei Die Linke dann zunächst am Nachmittag in der Hansestadt Stralsund und um 18:00 Uhr im "Treffpunkt Europa" in Grimmen erwartet.

    Auf der Veranstaltung in Ribnitz-Damgarten ging es, nachdem Dr. Gysi dort das Wort ergriff, gleich zur Sache. DIE LINKE würde mehr denn je gebraucht, doch müssten wir aufhören, uns nur mit uns selbst zu beschäftigen. Es gebe eine zunehmend kapitalismuskritische Stimmung. Selbst Erzkonservative wie Charles Moore, ehemaliger Berater der früheren Premierministerin Großbritanniens Margarete Thatcher und der Börsenspekulant und Milliardär George Sorros stellen inzwischen die Systemfrage bzw. zweifelten am Kapitalismus und geben den Linken recht, was man sogar in der FAZ lesen konnte. Und die FAZ sei nun wirklich alles andere, aber bestimmt keine linke Zeitung!

    Dr. Gysi, ein ausgezeichneter Rhetoriker und der Inbegriff für Eloquenz, ließ im weiteren Verlauf seiner Ausführungen kaum ein Thema aus. Das Problem, man musste eigentlich Steno gekonnt haben, um nichts Wesentliches später im Beitrag zu vergessen. Bei der Bewältigung der Eurokrise sei die Regierung nach den Worten von Dr. Gysi wohl mit ihrem Latein am Ende. Die Linke sei zwar auch für den Euro, aber nicht so in der Form, wie man es vorhabe. Leerverkäufe und Hedgefonds müssten verboten werden.

    Es dürfe nicht sein, dass Herr Ackermann Frau Merkel sagt, was sie zu machen hat, sondern die Regierung muss bestimmen, was zu tun ist und nicht umgekehrt. Auch fordere Die Linke im europäischen Rahmen eine unabhängige öffentlich-rechtliche Ratingagentur. Es kann nicht sein, dass drei US-Ratingagenturen, die zudem noch zum Teil sogar in Privatbesitz sind, die ganze Welt bewerten dürften, von deren Ratings letztendlich das Schicksal ganzer Volkswirtschaften abhänge.

    Die Abhängigkeit der Politik von den Großbanken und den großen Energiekonzernen werde immer größer. Dies gefährde immer stärker die Demokratie. Unter anderem wäre Die Linke auch dafür, zum Beispiel die Banken zu verstaatlichen, aber bitteschön nicht so, wie bei der Hypo Real Estate (HRE), wo die Bank Milliarden Euro Kredite erhalte und die Steuerzahlerinnen und Steuerzahler am Ende für die Verluste einzustehen haben. Apropos stelle Die Linke im Kern immer die Eigentumsfrage, weil die schließlich entscheidend sei.

    In Berlin, so Dr. Gysi, erreichte Die Linke durch ihre Beteiligung in der Landesregierung unter anderem, dass sich beispielsweise die Berliner Sparkasse als Teil der Landesbank Berlin AG heute weiterhin im Besitz der deutschen Sparkassen befindet, was auch ein Erfolg des Wirkens linker Politik sei. Übrigens trotz der Krise sei in Deutschland das Geldvermögen gewachsen, im vergangenen Jahr sogar um 4,7 Prozent auf die kaum vorstellbare Summe von rund 5 Billionen Euro, das ist eine 5 mit 12 Nullen dahinter bzw. auf sage und schreibe fünftausend Milliarden Euro!

    Profitiert hätten aber nur die Vermögenden und die Kapitalbesitzerinnen und Kapitalbesitzer. Die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die Rentnerinnen und Rentner, die Sozialhilfeempfängerinnen und Sozialhilfeempfänger hätten sogar deutlich weniger in der Tasche als vorher. Währenddessen das Geldvermögen ständig gestiegen sei, seien die Reallöhne in Deutschland in den letzten 10 Jahren stetig gesunken.

    Beim Geldvermögen gäbe es eine gravierende Entwicklung. Die Schere zwischen Arm und Reich gehe dramatisch auseinander. Zwei Drittel der Bevölkerung würden über kein oder nur über ein sehr geringes Vermögen verfügen, wohingegen die reichsten 10 Prozent der Bevölkerung über 60 Prozent, das reichste eine Prozent der Bevölkerung sogar rund ein Viertel des Gesamtvermögens besitzen würden.

    Auf dem Gebiet des Gesundheitswesens, speziell bei der gesetzlichen Krankenversicherung, plädiere Die Linke, wie Dr. Gregor Gysi während der Veranstaltung in Ribnitz-Damgarten weiter ausführte, für eine Bürgerversicherung, in die alle, auch die Bezieher höherer Einkommen, einen bestimmten Prozentsatz ihres Einkommens einzahlen müssten und bei der alle Einkommensarten berücksichtigt werden würden. Dadurch könnte der Beitragssatz für alle deutlich gesenkt werden und es müssten weder eine Praxisgebühr noch Zusatzbeiträge erhoben werden.

    Nach der furchtbaren Katastrophe von Fukushima wäre mit den Linken der Atomausstieg bereits im Jahre 2014 machbar gewesen, ohne dass es zu Energieengpässen gekommen wäre. Nach Ansicht Dr.Gysis ist hier ein Kniefall der Politik, nicht zuletzt auch von den GRÜNEN, vor den großen Energiekonzernen erkennbar, die sich mit dem Ausstieg erst im Jahre 2022 durchsetzten, nachdem sich die AKW amortisiert hätten.

    Doch dies bedeutet, dass die Bevölkerung acht Jahre länger den Gefahren der Kernkraft ausgesetzt würde, was unverantwortlich sei. Die Linke ist auch für die gesetzliche Fixierung größerer Hürden, zum Beispiel, dass mindestens eine Zweidrittelmehrheit im Deutschen Bundestag zustimmen müsste, um den Atomausstieg in Deutschland wieder rückgängig machen zu können. Neben der ökologischen müsste aber auch gleichzeitig immer die soziale und die kulturelle Frage geklärt werden. Die Energieversorger müssten gezwungen werden, auch Sozialtarife anzubieten, damit auch die Bürgerinnen und Bürger mit geringem Einkommen den Strom bezahlen könnten.

    Außenpolitisch, so hob Dr. Gysi hervor, sei Die Linke eine Partei des Friedens, eine Antikriegspartei und eine Partei des Völkerrechts. Wir fordern vehement den Abzug der Bundeswehr aus Afghanistan. Die Linke trete in allen Teilen der Welt für friedliche Lösungen ein sowie für die Einhaltung des Völkerrechts und die Durchsetzung der Charta der Vereinten Nationen. Dabei darf der Sicherheitsrat nur Beschlüsse auf der Basis der UN-Charta fassen. Man muss klar sagen, dass zum Beispiel der Irak-Krieg völkerrechtswidrig war.

    Der Militäreinsatz in Afghanistan kostet Deutschland jedes Jahr etwa eine Milliarde Euro. Und was sei seither in dem Land erreicht worden? Die Sicherheitslage habe sich seit Beginn des Militäreinsatzes enorm verschlechtert. Die Anzahl der Mohnfelder habe sich jüngsten Schätzungen zufolge um fast fünfzigtausend auf 190000 erhöht. Die Mädchen dürften in den meisten Provinzen Afghanistans immer noch nicht zur Schule gehen. Die Spirale der Gewalt habe sich dort seitdem unaufhörlich weitergedreht. Zivile Projekte kämen kaum voran. Gewalt schaffe wieder neue Gewalt.

    Zum Abschluss der sehr interessanten und inhaltsreichen Veranstaltung in Ribnitz-Damgarten wurden von Dr. Gregor Gysi noch verschiedene Fragen der Teilnehmerinnen und Teilnehmer beantwortet. So fragte beispielsweise einer der Veranstaltungsteilnehmer, ob alles tatsächlich in der ehemaligen DDR schlecht gewesen sei, wie es in den meisten bundesdeutschen Medien ständig zu lesen sei bzw. gebetsmühlenartig behauptet werde. Er habe zum Beispiel in Leipzig an der Karl-Marx-Universität acht Semester Journalistik studieren dürfen und sich vor allem während der Studienzeit unter anderem auch neben anderen studienspezifischen Lehr- und Lerninhalten mit dem Marxismus beschäftigt und fragte dann noch, ob die Lehren von Marx weiterhin aktuell seien, worauf er aber, wahrscheinlich aus Zeitgründen, keine Antwort erhielt.


    Beitragserstellung: 28.August 2011 / 29.August 2011


    Eckart Kreitlow





    >>> IHK zu Rostock Presse 09.07.2010 15:08 >>>

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    Neue Bäderregelung schafft Klarheit

    Rostock, 09. Juli 2010. Nach der Vorstellung der neuen Bäderverkaufsverordnung (*Bäderregelung*) am gestrigen Tage durch Wirtschaftsminister Jürgen Seidel können Handel und Touristiker, vor allem aber die Gäste des Landes, sich auf das künftige Angebot des sonntäglichen Einkaufens einstellen. Die neue Regelung soll ab 1. August 2010 gelten und ohne zeitliche Lücke an die bisherige anschließen.

    *Die neue Bäderregelung mag für viele zunächst ernüchternd sein, da die Zahl der Sonntage deutlich reduziert ist, die Öffnungszeit verkürzt wird, die Sortimente eingeschränkt werden und viele Orte gänzlich rausfallen. Wir hätten gerne größere Gestaltungsmöglichkeiten und Spielräume gehabt. Aber wir müssen anerkennen, was machbar ist und Wünsche zurückstellen*, so Peter Volkmann, Geschäftsführer für den Bereich Handel und Tourismus der IHK zu Rostock.

    Die neue Bäderregelung setzt die Vorgaben des Urteils des OVG Greifswald um und ist nach Auffassung der IHK nunmehr gesetz- und rechtskonform. *Auch wenn der Rahmen beschnitten ist, können auch weiterhin vor allem im wichtigen Saisonzeitraum die Versorgungsbedürfnisse der Urlauber und Tagesgäste befriedigt werden. Jenseits der juristischen Betrachtung geht es aber auch um die Sicherung von Existenzen * sowohl bei Unternehmern wie Arbeitnehmern * und gesellschaftlichen Konsens. Die Kirchen haben ihr Recht bekommen. Die IHK ermuntert alle Betroffenen, die neue Bäderregelung mit Blick in die Zukunft als tragfähige Lösung zu akzeptieren*, sagt Volkmann.

    Die neue Bäderregelung soll zunächst bis zum Jahr 2015 gelten. Die IHK zu Rostock wird aufmerksam die Entwicklung und die Regelungen in anderen Bundesländern im Blick behalten, denn auch in Schleswig-Holstein ist eine Klage der Kirchen anhängig. *Zudem gilt die Beschlusslage unserer Gremien fort, nach der wir uns auch weiterhin für eine vollständige Freigabe der Ladenöffnungszeiten einsetzen werden*, betont Volkmann.

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    Vollversammlung der IHK zu Rostock spricht sich für eine vollständige Freigabe der Ladenöffnungszeiten aus

    Rostock, 19. April 2010. Die Vollversammlung der IHK zu Rostock hat sich in ihrer Sitzung am 19. April auf Empfehlung des IHK-Handels- und IHK-Tourismusausschuss für eine vollständige Freigabe der Ladenöffnungszeiten in Mecklenburg Vorpommern ausgesprochen. Beide Ausschüsse haben über die Entscheidung des OVG Greifswald vom 7. April 2010 zuvor beraten und waren sich darin einig, dass der Handel und die Tourismuswirtschaft vom Kippen der sog. „Bäderregelung stark betroffen sind. Der von der Vollversammlung gefasste Beschluss bringt zum Ausdruck, dass die bisher in Mecklenburg-Vorpommern geltenden Regelungen zu den sonntäglichen Ladenöffnungszeiten ein wesentlicher Schritt zur Entbürokratisierung und Deregulierung seien. Die Vollversammlung der IHK zu Rostock hält nicht nur die Aufrechterhaltung des Angebotes, sonntags öffnen zu können, für besonders wichtig. Vielmehr spricht sie sich für eine vollständige Freigabe der Ladenöffnungszeiten ohne jedwede zeitliche, sachliche und örtliche Beschränkung aus. Laut Beschluss der Vollversammlung sei niemand gezwungen, sein Geschäft am Sonntag zu öffnen oder an diesen Tagen einkaufen zu gehen. Mecklenburg-Vorpommern stehe im Wettbewerb auch mit anderen Ländern. Was dort möglich sei - ein Angebot an Bevölkerung, Gäste und Wirtschaft, ohne Bevormundung durch Dritte selbst entscheiden zu können - müsse auch in Mecklenburg-Vorpommern weiterhin möglich sein.

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    Gehen nun auf den ehemaligen Wadan-Werften in Warnemünde und Wismar die Lichter aus?


    Die maritimen Schiffbaubetriebe   Mathias-Thesen-Werft in Wismar   und   Warnowwerft in Rostock-Warnemünde   erlebten, vor allem in der Zeit nach der so genannten Wende, und erleben bis heute eine sehr wechselvolle Geschichte, die in perspektivischer Hinsicht nun jüngst aber immer dramatischer verläuft. Sie schlägt sich allerdings nicht nur alleine in den laufenden Änderungen der Namen und der Eigentümer nieder. So wurde zum Beispiel unter anderem aus der Kvaerner Warnow Werft Rostock GmbH und der Aker MTW Werft in Wismar der norwegischen Eigner Aker und Kværner zunächst Aker Ostsee. Diesen Werftenverbund wiederum verkauften die norwegischen Unternehmer bzw. Konzerne schließlich 2008 an den Russen Burlakow.

    Russischer Eigner von Nordic Yards Witali Jussufow zog bisher keine Aufträge für Werften in Rostock und Wismar an Land !

    Fortan hießen die beiden Werften in den beiden Hansestädten Rostock-Warnemünde und Wismar Wadan Yards. Doch Burlakow führte offenbar mit hochspekulativen Geschäften an der Börse beide Schiffbaubetriebe nach kurzer Zeit bereits in die Insolvenz. Im Jahre 2009 erhielt dann ein weiterer russischer Investor mit dem Namen Witali Jussufow, Sohn des einflußreichen russischen GAZPROM - Chefs bzw. dessen Aufsichtsratsvorsitzender Igor Jussufow, vom Insolvenzverwalter den entscheidenden Zuschlag. Aus Wadan Yards wurde plötzlich Nordic Yards. Aber trotz millionenschwerer staatlicher Subventionen und vieler Absichtserklärungen des neuen Eigentümers Witali Jussufow, dringend benötigte Aufträge an Land ziehen zu wollen, was Jussufow wahrscheinlich auch ernsthaft und redlich versuchte, ging die Talfahrt der norddeutschen maritimen Schlüsselindustrie und damit nicht nur zugleich der Stolz tausender Werftarbeiter in Mecklenburg-Vorpommern unaufhaltsam weiter.

    Im System der so genannten Marktwirtschaft steht leider nicht der Mensch, sondern Gewinnmaximierung an erster Stelle !

    Jetzt scheint es leider so, als würden an den beiden jahrzehntelangen Werftstandorten die Lichter ausgehen. Wir hoffen natürlich nicht, dass das passiert. Aber in der so genannten Marktwirtschaft ist leider nicht der Mensch das Maß aller Dinge, sondern stattdessen steht bekanntlich stets die Gewinnmaximierung im Vordergrund. Daraus folgt in letzter Konsequenz natürlich auch, wenn in anderen Teilen der Welt Schiffe profitabler gebaut werden können, wird man früher oder später die Produktion dorthin verlagern. Dies ist nun einmal, ob wir es wahr haben wollen oder nicht, das Grundgesetz des gegenwärtigen marktwirtschaftlichen Systems und deshalb leider so klar, wie das Amen in der Kirche.

    -    Beitragserstellung:   07.Februar 2010    Ergänzungen:   11.Februar 2010    -

    Eckart Kreitlow








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    ELENA - Was alle Arbeitgeber jetzt wissen müssen
    Informationsveranstaltung zum Elektronischen Entgeltnachweis


    Rostock, 6. Januar 2010. Ab dem 01. Januar 2010 müssen alle Arbeitgeber monatlich die Entgeltdaten ihrer Mitarbeiter an die sog. Zentrale Speicherstelle (ZSS) melden. Der Elektronische Entgeltnachweis (kurz: ELENA) soll mittelfristig die Betriebe von Bescheinigungspflichten entlasten und dabei helfen, Kosten zu sparen. Wie müssen Sie als Arbeitgeber diese Meldungen konkret durchführen? Welche Daten müssen Sie gegebenenfalls Ihrem Steuerberater zusätzlich zur Verfügung stellen? Antworten auf diese und andere Fragen sowie weitere Tipps und Hinweise zu ELENA erhalten Interessenten kostenlos im Rahmen einer gemeinsamen Informationsveranstaltung der Industrie- und Handelskammer (IHK) zu Rostock, der Handwerkskammer Ostmecklenburg-Vorpommern, der Steuerberaterkammer Mecklenburg-Vorpommern und der DATEV

    am Montag, 18. Januar 2010, 17:00 - 19:00 Uhr in der IHK zu Rostock.

    Interessenten können sich noch bis zum 14. Januar 2010 anmelden über die Veranstaltungsdatenbank unter www.rostock.ihk24.de, Tel. 0381 338-201 oder E-Mail hosak@rostock.ihk.de.

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    Tragödie Wadan-Werften - große Sorge um die 2700 Arbeitsplätze in Wismar und Warnemünde

    Eine Hiobsbotschaft jagt in der bundesdeutschen Marktwirtschaft in diesen Tagen die andere. Seit Anfang Juni 2009 in den beiden Wadan-Werften in Warnemünde und Wismar der Insolvenzverwalter das Sagen hat, bangen die etwa 2700 Mitarbeiter und ihre Familien um die Arbeitsplätze, denn sie sind nicht nur für die Arbeiter ihr Broterwerb, sie sind ihr Leben. So sehr sind sie mit den Werften in all den Jahren verwachsen.

    Doch wo das Großkapital agiert, sind leider die Renditen meist wichtiger als die Schicksale der Menschen. Zwar hat die schwedische Stena Line - Reederei noch zwei moderne Großfähren bestellt, eine ist davon fast fertiggestellt, doch wird gegenwärtig von Stena Line kräftig gepokert. Die Verträge sind offenbar so windig gestaltet worden, dass der Auftraggeber die Schiffe im Falle einer Insolvenz der Werften vermutlich nur unter Vorbehalt abnehmen und bezahlen muss. So soll scheinbar zurzeit in erpresserischer Weise versucht werden, den Preis um bis zu 100 Millionen Euro zu drücken. Andernfalls werde man die Fähren nicht kaufen, soll Stena Line jüngst in einer Pressemeldung verlauten lassen haben.

    Die ganzen Finanzgebahren, auch von dem russischen Anteilseigner Burlakow, haben natürlich ernste Folgen für die Belegschaft und die Unternehmen. Burlakow soll seine Anteile wohl an Finanzinvestoren in Luxemburg, von SPD-Chef Franz Müntefering auch als Heuschrecken bezeichnet, weiterverkauft haben. Schlimmstenfalls könnten sogar noch Ende des Monats auf den Werften die Lichter ausgehen. Das ist schon eine Tragödie für unsere Wirtschaftsregion im Nordosten, was da abläuft. Ob die Politiker da vernünftige Lösungen finden werden, scheint mehr als fraglich zu sein. Wir werden es erleben! Die Wut und Verzweiflung der Kollegen beider Werften können wir natürlich verstehen. Sie wollen mehr als Worte. Sie wollen, dass ihnen wirksam geholfen wird!

    -    Beitragserstellung:   15.Juli 2009    -

    Eckart Kreitlow








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    Gesetzgeber gefordert: Steuerliches Abzugsverbot kann negative Folgen für Hanse Sail haben

    Rostock, 10.07.2009. „Wir befürchten mittelfristig erhebliche negative Folgen für die Rostocker Hanse Sail, sollten immer mehr Unternehmen vom Chartern der Traditionssegler Abstand nehmen, weil sie die diesbezüglichen Kosten steuerlich nicht geltend machen können.“, so Jens Rademacher, Geschäftsführer Recht, Steuern, Handelsregisterwesen der IHK zu Rostock.

    Anlass gebend ist eine Entscheidung des Finanzgerichts Schleswig-Holstein von Ende Mai diesen Jahres. Das Gericht hat entschieden, dass Aufwendungen für Regattabegleitfahrten anlässlich der Kieler Woche, an der Kunden und Geschäftsfreunde sowie Vertriebsmitarbeiter teilgenommen haben, dem sog. Abzugsverbot des § 4 Abs. 5 Nr. 4 EStG unterliegen und damit nicht als Betriebsausgabe abziehbar sind. Dieses Urteil entspricht der aktuellen Rechtsauffassung der Finanzverwaltung nicht nur in Schleswig-Holstein, sondern auch in Mecklenburg-Vorpommern und ist auf Ausfahrten mit Traditionsseglern anlässlich der Hanse Sail übertragbar.

    „Es kann jedoch kein Unterschied machen, ob die Unternehmen Ihre Geschäftsfreude in die DKB-Arena zum Fußball oder zu einer Ausfahrt mit einem Traditionssegler zur Hanse Sail einladen.“, so Rademacher weiter.

    Nach Schätzungen werden beinahe die Hälfte aller mit Traditionsseglern ausgeführten Ausfahrten von Unternehmen gebucht. Das steuerliche Abzugsverbot dieser Kosten ist bei den Unternehmen und auch bei ihren Beratern häufig nicht hinreichend bekannt. Erst bei Betriebsprüfungen - so auch im Kieler Fall - werden entsprechende Kosten von den Finanzämtern herausgestrichen. Die Unternehmen reagieren im Regelfall damit, dass sie auf ein erneutes Engagement verzichten. Auf mittlerer Sicht kann dieses erhebliche negative Auswirkungen auf die gesamte Hanse Sail haben.

    Die IHK zu Rostock sieht den Gesetzgeber gefordert und wird in der nächsten Zeit diesbezüglich aktiv werden. Nach § 4 Abs. 5 Satz 1 Nr. 4 EStG dürfen Aufwendungen für Jagd- und Fischerei, für Segelyachten oder Motoryachten sowie für ähnliche Zwecke und für die damit zusammenhängenden Bewirtungen den Gewinn nicht mindern. Durch dieses Abzugsverbot wollte der Gesetzgeber die tatsächlichen Schwierigkeiten, die bei der Abgrenzung zwischen dem betrieblichen Bereich und der privaten Lebensführung auftreten, in pauschalierter Weise lösen und Missbräuche des Steuerpflichten vorbeugen. Die Norm ordnet ein Abzugsverbot für die dort beispielhaft aufgezählten Repräsentationsaufwendungen an, bei denen die Wahrscheinlichkeit, dass sie die private Lebensführung berühren, auf der Hand liegt. Dem gegenüber sind Einladungen zu vielen anderen Sportveranstaltungen nach dem sogenannten VIP-Logen-Erlass aus dem Jahre 2005 steuerlich teilweise oder gänzlich absetzbar.

    Rademacher betonte: „Die Unternehmen fahren nicht deshalb mit den Traditionsseglern, weil sie dieses privat gerne einmal getan hätten, sondern deshalb, weil sie sich bei Ihren Geschäftsfreunden bedanken und in lockerer Atmosphäre Geschäftskontakte anbahnen wollen. Für sie macht es keinen Unterschied, ob sie ins Stadion einladen oder zur Hanse Sail. Daher muss der Gesetzgeber das Abzugsverbot entsprechend einschränken“.


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    IHK zu Rostock schaltet Service-Hotline für von Insolvenz
    betroffene Auszubildende und Firmen


    Rostock, 22. Juni 2009. Die Industrie- und Handelskammer zu Rostock ist
    sich ihrer besonderen Verantwortung für den Ausbildungsmarkt bewusst.

    „Angesichts der aktuellen Krise haben wir ab sofort eine Servicehotline
    für Auszubildende und deren Angehörige sowie auch für
    Ausbildungsbetriebe eingerichtet. Wir werden alles dafür tun, dass
    Auszubildende aus insolventen Betrieben ihre Ausbildung fortsetzen
    können, sei es in anderen Betrieben oder auch in außerbetrieblicher
    Ausbildung", so Rolf Paarmann, Hauptgeschäftsführer der IHK
    zu Rostock
    .


    Die Mitarbeiterinnen/er der IHK zu Rostock stehen
    in der Zeit von 8:00 - 18:00 Uhr unter der

      Service-Hotline Tel.: 0381/338555

    für alle diesbezüglichen Fragen zur Verfügung.


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    Konjunkturentwicklung zum Frühsommer 2009:
    Die Stimmung sinkt weiter - Wende nicht in Sicht


    Rostock, 22. Juni 2009. Zum Frühsommer 2009 erfährt das Geschäftsklima
    im IHK-Bezirk Rostock abermals eine starke Abkühlung. Bedingt durch
    sinkende Auftragseingänge und rückläufige Reichweiten der vorliegenden
    Aufträge hat sich die Anzahl der Betriebe, die ihre Geschäftslage
    befriedigend bewerten, in den zurückliegenden Monaten weiter stark
    verringert. Sie stellen aber immer noch die Mehrheit der Unternehmen
    dar. Die Anzahl der Unternehmen, die ihre aktuelle Geschäftslage
    hingegen als schlecht bezeichnen, hat deutlich zugenommen und überwiegt
    nun. Beträchtlich vergrößert haben sich auch die pessimistischen
    Geschäftserwartungen. Die Mehrzahl der Unternehmen geht aber
    weiterhin von einer gleich bleibenden Geschäftsentwicklung aus. Das
    zeigen die Antworten von 273 Unternehmen aus dem IHK-Bezirk Rostock im
    Rahmen der Konjunkturumfrage zum Frühsommer 2009.

    „Die auf der Unsicherheit der vergangenen Monate beruhende abwartende
    Haltung bei vielen Unternehmen ist nicht ohne Folgen für die weitere
    Konjunkturentwicklung geblieben. Zunehmend hat sich das Konjunkturklima
    eingetrübt“ kommentiert Rolf Paarmann, Hauptgeschäftsführer der IHK zu
    Rostock
    , die Ergebnisse. Waren es in den zurückliegenden Monaten vor
    allem exportorientierte Branchen, so haben nun auch die
    binnenorientierten Branchen ihre Einschätzungen geändert. Der
    Konjunkturklimaindikator, also ein Gemeinschaftsindikator zur
    Lagebewertung und zur Bewertung der kommenden Monate, rangiert mit 82,4
    Punkten zum Frühsommer 2009 deutlich unter dem sechsjährigen
    Durchschnitt von 102,6 Punkten.

    Maritime Industrie: Umsatzeinbrüche und starke Auftragsrückgänge

    Die neuerliche Verschlechterung ist vor allem auf einen Einbruch bei
    der aktuellen Lagebewertung zurückzuführen. Besonders betroffen von der
    zunehmend schwächeren Auftragsentwicklung sind die Unternehmen der
    maritimen Industrie und deren Zulieferbetriebe, also die
    Investitionsgüterhersteller. Die Lage wird gerade für maritime
    Zulieferunternehmen durch die Insolvenz der Wadan-Werften schwierig. Zum
    Frühsommer 2009 beurteilen nur noch 22,5% der antwortenden Unternehmen
    ihre Lage als gut, 31,2% sind mit ihrer aktuellen Geschäftslage hingegen
    unzufrieden.
    „Damit hat sich die Stimmung im IHK-Bezirk Rostock zum Frühsommer
    gedreht. Im Gegensatz zum Jahresbeginn überwiegen nun deutlich die
    Unternehmen mit einer negativen Lagebewertung“, so Paarmann.

    Konjunktur schaltet einen weiteren Gang zurück

    Der Vergleich zu den Ergebnissen der Vorumfragen verdeutlicht die
    Heftigkeit des Stimmungseinbruchs. Der Konjunkturklimaindikator ist
    gegenüber der Konjunkturumfrage zum Jahresbeginn 2009 um zehn Punkte
    gefallen. Im Jahresvergleich, also gegenüber der Konjunkturumfrage zum
    Frühsommer 2008, ist er um gut 30 Punkte gefallen. Die aktuelle Stimmung
    ist damit schon jetzt vergleichbar mit dem Höhepunkt der letzten
    Rezession im Jahr 2002/2003. Konjunkturklima, Lagebewertung und
    Geschäftserwartungen zeigen damit, dass die Wirtschaft von einer
    Abkühlung nun in einen Abschwung übergegangen ist.

    Konjunkturwende noch nicht in Sicht

    Paarmann: „Mit einer schnellen Entspannung ist in den kommenden Monaten
    nicht mehr zu rechnen. Nur 14,7% der Unternehmer erwarten eine
    Verbesserung, 40,4% gehen hingegen von einer weiteren Verschlechterung
    ihrer Geschäfte aus. Die Talsohle des wirtschaftlichen Abschwunges ist
    im IHK-Bezirk Rostock keinesfalls erreicht.“ In den kommenden Monaten
    sind damit weitere Umsatzrückgänge zu erwarten. Die Auftragseingänge und
    die Auftragsbestände sind stark rückläufig und gehen vor allem bei den
    Industrie- und Bauunternehmen zunehmend zurück. Im Verkehrsgewerbe
    müssen die Unternehmen angesichts der rückläufigen Frachtaufkommen
    deutlich schlechtere Gewinne hinnehmen. Vergleichsweise stabil ist noch
    der Ausblick im Dienstleistungsgewerbe. Die Nachfrageentwicklung ist,
    wenn auch abgeschwächt, weitestgehend unverändert.

    Investitionen werden zurückgestellt

    Auch wenn der Kreditzugang für den Großteil der Unternehmen
    weitestgehend intakt ist, geht mit dem Andauern der Finanzkrise aktuell
    eine Verschlechterung der Kreditkonditionen einher. Banken und
    Sparkassen werden zunehmend konservativer, was ihre Kreditvergabe
    betrifft. Höhere Sicherheitsanforderungen und strengeren
    Dokumentationspflichten stehen hierbei im Vordergrund. Daher lässt die
    Investitionsneigung der Unter-nehmen insgesamt stark nach. Jedes zweite
    Unternehmen will als Folge schlechterer Finanzierungskonditionen seine
    Investitionen zurückstellen. Rationalisierungsinvestitionen erfahren
    zunehmend Auftrieb und werden mittlerweile von jedem fünften Unternehmen
    genannt - und damit deutlich häufiger als in der Vorumfrage zum
    Jahresbeginn (16%).

    Beschäftigungsplanungen noch robust

    Die Einstellungsbereitschaft der Unternehmen lässt stark nach.
    Die Mehrheit der Unternehmen will ihre Beschäftigtenzahlen jedoch
    beibehalten. Zudem dürfte der mittlerweile deutlich spürbare
    Fachkräftemangel die Unternehmen veranlassen, ihre
    Stammbelegschaften so lange wie möglich zu halten. Anpassungen an die
    schwächere Auftragslage werden somit voraussichtlich über die
    Arbeitszeiten, Kurzarbeit und den Abbau von Überstunden erfolgen.


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    Auf dieser Seite werden wir uns bemühen bzw. sind wir künftig bestrebt, anspruchsvolle, sachliche, interessante, differenzierende und verantwortungsvolle wirtschaftsjournalistische Beiträge sowie positive und kritische Berichte von Unternehmern und Unternehmen aus dem Ostseeland zu veröffentlichen. Darüber hinaus bemühen wir uns auch um Hintergrundinformationen und erklärende Berichterstattungen.
    Inwieweit uns dies gelingt? Wir werden bzw. müssen sehen. Dabei hoffen wir stets auf gute Ideen, ohne die wir natürlich "machtlos" wären.

  Eckart Kreitlow  









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Alljährliche Blütenpracht im Rhododendronpark des Ostseebades Graal-Müritz. Foto: Eckart Kreitlow




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