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Dr.Gregor Gysi: Verfassungsbruch durch den Bundestag


Podiumsdiskussion Sahra Wagenknecht – Andreas Popp – abgesagt







    Platzt demnächst in EUROPA eine Immobilienblase?

    Andreas Popp vom Institut für Wirtschaftsforschung und Gesellschaftspolitik in dem Podcast
    bei YouTube "Was wir wir nicht wissen sollen, lehren Sie uns auch nicht."



    In dem in der Mediendatei bzw. dem Podcast wiedergegebenen etwa zweistündigen Vortrag von Andreas Popp vom Institut für Wirtschaftsforschung und Gesellschaftspolitik werden auf sehr interessante und leichtverständliche Weise wesentliche gesellschaftliche Zusammenhänge deutlich herausgearbeitet. Deshalb lohnt es sich durchaus, sich die Zeit zu nehmen, um diese Informationen zu erhalten und in sich aufzunehmen.

    Fragen dürfte aber unter anderem die These von Andreas Popp aufwerfen bzw. auch auf Ablehnung stoßen, dass allen bisher in Vergangenenheit und Gegenwart jemals existierenden gesellschaftlichen Systemen die selben Erscheinungen und Abläufe zugeordnet und die wesentlichen Unterschiede dieser gesellschaftlichen Systeme völlig ignoriert werden.

    Er wirft quasi alles in einen Topf, egal, welche gesellschaftlichen Elemente und Zielstellungen da drin stecken. Das marktwirtschaftliche bzw. kapitalistische System wird mit dem sozialistischen System gleichgesetzt. Dies dürfte eindeutig an der Realität vorbeigehen. Ebenso wird die fundierte wissenschaftliche Gesellschaftsanalyse von Karl Marx ausgeblendet, wahrscheinlich sogar als bedeutungslos bewertet.

    Möglicherweise aus Unkenntnis, denn die Marx'sche wissenschaftliche Gesellschaftstheorie ist sehr komplexer Natur und wegen der Komplexität sehr schwer zu erschließen. Karl Marx war seinerzeit einer der größten deutschen Denker und Philosophen, Gesellschaftsanalytiker und wissenschaftlichen Theoretiker überhaupt. Er wurde am 5.Mai 1818 in Trier geboren und ist am 14.März 1883 in London gestorben.

    Statt von Klassen und Schichten innerhalb einer Gesellschaft, getrennt durch antagonistische Widersprüche, spricht Andreas Popp mit einer offenbar eigenen Wortschöpfung von einer "Danistakratie", womit er die Herrschaft des Wuchers bzw. des Zinswuchers im Zusammenhang mit den weltweiten Geldkreisläufen definiert. Das allerdings ist sicher nur ein Teil des Problems, wahrscheinlich jedoch nicht das Hauptproblem.

    Dennoch trifft er überwiegend wohl mit seiner Analyse ins Schwarze, vor allem mit seinen Ausführungen zum so genannten Europäischen Stabilitätsmechanismus ESM. Die sehr komplex aufgezeigten Details lassen für die Zukunft der europäischen Völker nichts Gutes erwarten. Eine enorme Schuldenlawine könnte uns in Europa drohen, die dann neben den vielen Leidtragenden die Steuerzahler besonders hart treffen dürfte.

    Die Wahrscheinlichkeit des Eintretens einer immensen Überschuldung Europas dürfte nach Ansicht von Andreas Popp schon fast an Sicherheit grenzen. Eine weitere Erhöhung des ESM-Kapitalstocks über 700 Milliarden EURO hinaus sei zu erwarten. Erneuten Geldforderungen des ESM könnten sich die nationalen Parlamente dann nicht mehr widersetzen, denn die Budgethoheit haben sie verloren.

    Ausführlich geht er auf die Rolle der Großbanken und Konzerne ein und verweist auf ihren enormen Einfluss. Es werden auch Verschwörungen angedeutet, hinter denen die Finanzoligarchie stecken könnte. So zum Beispiel bei dem Mord an dem 35. Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika John Fitzgerald Kennedy 1963 und beim verheerenden Terroranschlag am 11.September 2001 auf die Twin Towers des World Trade Centers in New York City. Für Verschwörungen gibt es aber keinerlei Beweise.

    Das eigentliche Sagen hat seiner Meinung nach nicht Frau Merkel, sondern Frau Ackermann. Breiten Raum nimmt in dem Vortrag von Andreas Popp die gesellschaftliche Wirklichkeit von Arm und Reich ein. Popp spricht von den Fleißigen auf der einen Seite und den Reichen auf der anderen Seite.

    Des Weiteren kommen die Lissabon-Verträge der Europäischen Union zur Sprache inklusive der sich daraus eventuell ergebenden weitergehenden Handlungsmöglichkeiten für die europäischen Regierungen im Europarat einschließlich der Möglichkeiten zur militärischen Aufrüstung, was er sehr kritisch betrachtet. Selbstverständlich betrachten auch wir als Linke Aufrüstung, die zu Kriegen führt, ebenso wie Kriege selbst immer sehr kritisch. Und nicht nur das. Wir Linke verurteilen jede Form von Krieg und sind uns darin mit den vielen anderen Friedenskräften in der Welt einig.

    Die Demokratie in Europa sieht Andreas Popp durch Einschränkungen der Souveränität der nationalen Parlamente gefährdet. Unter anderem wird auch von ihm ein erneuter globaler Finanz-Crash erwartet, mit dem eine deutliche Geldentwertung verbunden sein dürfte. Bei diesem Crash seien dann auch sogar selbst Totalausfälle bei den Geldanlagen einschließlich bei den Lebensversicherungen nicht auszuschließen. Wegen der damit einhergehenden möglichen Verschlechterung der Wirtschaftslage käme es zu sozialen Unruhen.

    Wer aber glaube, bei einer Geldentwertung schnell seine Kredite los zu werden, täusche sich, führte Andreas Popp inhaltsgemäß aus. Durch die dann steigenden Zinsen und Zinseszinsen sei eher das Gegenteil der Fall. Wegen der Zinsen seien zu allererst Kredite für die Banken gut. Infolge der sehr stark überbewerteten Preise für Immobilien gäbe es derzeit auch in Europa eine Immobilienblase, die alsbald platzen könnte.

    Damit würde er in der nächsten Zeit fest rechnen. Weil Banken, insbesondere wegen des im Jahre 2010 auf dem G-20-Gipfel in Seoul verabschiedeten Abkommens Basel III, demnächst im großen Stil ihre Immobilien verkaufen müssten, um ihre inzwischen gesetzlich vorgeschriebene Eigenkapitalquote von mindestens 20 Prozent zu erreichen, so Finanz- und Wirtschaftsexperte Andreas Popp, werde dieser Abwärtstrend bei den Immobilienpreisen in Zukunft noch massiv beschleunigt. Gegenwärtig liege die Eigenkapitalquote bei den Banken etwa bei Null.


    -     Beitragserstellung:   19. Februar 2013     -

    Eckart Kreitlow








    Gedanken zum Vortrag von Andreas Popp vom Institut
    für Wirtschaftsforschung und Gesellschaftspolitik









    Aus unserer elektronischen Postmappe "Das Leserecho"





    Am 21.02.2013 um 21:45 Uhr erhielten wir von unserem Leser Herrn B. Brüdigam aus Ribnitz-Damgarten eine Email, für die wir uns natürlich sehr herzlich bedanken.


    Bin stolz, der Partei DIE LINKE anzugehören, der einzigen Partei in Deutschland,
    die vor dem Bundesverfassungsgericht gegen den ESM Klage einreichte!



    Hallo Eckart!

    Deinen Kommentar in der "Ostsee-Rundschau" habe ich mir durchgelesen und möchte dazu ein paar Erläuterungen aus meiner Sicht hinzufügen.

    Zunächst muss ich Dir meinen Respekt aussprechen, dass Du Dir die Zeit genommen hast, Dir das Video von Andreas Popp die vollständigen 2 Stunden anzusehen.

    Ich meine, dies ist nicht selbstverständlich, da Deine Zeit unter der Woche schließlich neben anderen Sachen auch zum schlichten Broterwerb gebunden ist.

    Da Popp in der Tat die staatssozialistischen Systeme fast mit dem Neoliberalismus/ Finanzmarktkapitalismus dieser Tage gleichsetzt, kann diese These nicht völlig unwidersprochen bleiben.

    Ich habe ihn so interpretiert, dass er bemängelt, dass die "gewöhnliche" Bevölkerung in der ehemaligen DDR und anderswo nicht an der politischen Willensbildung partizipieren konnte und von den Entscheidungen, die ihr tägliches Leben betraf, ausgeschlossen blieb.

    Nicht zuletzt gab es ja auch da eine Bereicherung/Korruption der Oberschicht (Politbüro), auf die die Bevölkerung keinerlei Einfluss oder gar Einsicht nehmen konnte.

    Ich muss allerdings dazusagen, dass deren korruptes Verhalten alle Vergleiche der heutigen Ausbeutung und Auspressung der Bevölkerung spottet.

    Deren Vergehen sind mit den heutigen Misständen (Millionenabfindung trotz Verfehlungen bei den Konzernen/ Ruinierung ganzer Völkerschaften in Südeuropa/ Subventionierung von Großbanken/ ESM-Betrug usw.) absolut nicht zu vergleichen!

    Aber ich schließe mich Dir im wesentlichen an, seine Aussagen rühren wohl aus der Unkenntnis der damaligen Verhältnisse her.

    In Deiner Bewertung schreibst Du weiter, dass er den antagonistischen Widerspruch zwischen der Arbeiterklasse und der Unternehmerklasse nicht richtig verstanden hätte.

    Ich glaube, hier hast Du ihn nicht richtig verstanden!

    Denn der (Klein-)Unternehmer wird durch das Wirtschaftssystem gezwungen, niedrige Löhne zu zahlen und seine Belegschaft zu unterdrücken. Diese sind gewissermaßen ebenfalls Opfer dieses Systems!

    Dies ist allerdings auch die Auffassung der marxistischen Lesart von Wirtschaft.

    Eben aus diesem Grund zog Popp auch einen fetten Trennungsstrich zwischen normalen Kleinunternehmen und Großkonzernen/ Trusts, die er nur abfällig als "Kapitalsammelbecken" bezeichnet. Auch da liegt dieser Popp mit der sozialistischen Vorstellung auf einer Linie.

    Was die gesamte Problematik des ESM angeht, ist es geradezu zum heulen, dass die Bevölkerung Deutschlands und auch Europas völlig im Unklaren darüber ist, was dieser Knebelungsvertrag langfristig für die europäischen Völker bedeutet!

    Gegen diesen war der Versailler Vertrag des Jahres 1919 geradezu ein Witz! Denn dieser betraf immerhin nur ein Volk, und war auf "übersichtliche" 80 Jahre beschränkt!

    Der ESM hingegen - wie in dem Video ja auch herausgestellt wurde - kann jederzeit durch den "Gouverneursrat" weiter über die 700 Mlliarden € Startkapital erhöht werden und gilt für die Ewigkeit! Denn es besteht KEINE Kündigungsmöglichkeit!

    Interessant ist es noch, wer die Nutznießer dieser ESM Umverteilung sind: Ausschließlich die Gläubigerbanken der verschuldeten Länder Europas - zum Mammutanteil die global agierenden Investmentbanken Goldman Sachs, Deutsche Bank etc.

    Aus diesem Grund hatte ich Dir vormals ans Herz gelegt, Dir die Videos von Erwin Pelzig (YouTube - Goldman Sachs Verschwörung) und von Christoph Süß (YouTube - Sind die alle gekauft) anzuschauen.

    Ich bin stolz darauf, der einzigen Partei in Deutschland anzugehören, die - wenn auch erfolglos - vor dem Bundesverfassungsgericht gegen den ESM Klage einreichte!

    Dass diese Klage kein Hirngespinnst linker Spinner darstellte, wird durch die Tatsache unterstrichen, dass neben der gesamten Linksfraktion im Bundestag auch Peter Gauweiler (CSU), Frank Schäffler (FDP) und weitere 30.000 Einzelpersonen Klage einreichten!

    Lediglich durch die Unterwanderung unseres Staates von der Finanzoligarchie (Goldman Sachs/ Deutsche Bank) wurde es möglich, dass das Gericht neben kleinen Einschränkungen dieses Gesetz durchwinkte!

    Denn wie Du in Deinem Kommentar sehr richtig geschrieben hast, wurde den Parlamenten Europas deren Königsrecht entzogen: die Finanzhoheit!

    Du kannst mir glauben, dass ich am Anfang die Thesen des Herrn Popp ähnlich kritisch sah wie Du. Dies veranlasste mich dazu, mir weiterführende Literatur vorzunehmen.

    Ich las u. a. die Bücher von Prof. Dr. Max Otte. Im Jahr 2006 (also ein Jahr vor der Finanzkrise) schrieb er "der Crash kommt - Zusammenbruch der Weltwirtschaft" und im Jahr 2011 "Stoppt das Euro-Desaster".

    Dass es sich bei bei dem Otte ebenfalls um keinen linken Spinner handelt, wird dadurch unterstrichen, dass er CDU-Mitglied ist (mir bei seiner Erkenntnis völlig unverständlich) und Volkswirtschaft u. a. in Princeton im US-Bundesstaat New Jersey bei Ben Bernanke (ehemaliger US-Notenbankchef) studierte!

    Dass auch dieser nicht weit von der LINKEN entfernt ist, wird nicht zuletzt dadurch bewiesen, dass er eine sehr wohlmeinende Rezension
    zu    Sahra Wagenknechts Buch   "Freiheit statt Kapitalismus"    verfasste.

    Du schreibst weiter, dass unser Geldsystem nicht die Hauptursache für die Verwerfungen darstellt. Ich empfehle Dir einmal, Dir ein Video von unserem ehemaligen Parteivorsitzenden Oskar Lafontaine anzuschauen.

    Es trägt den Titel: "Lafontaine Rede Auferstehungskirche". Mit etwas anderen Worten beschreibt Lafontaine genau den gleichen Sachverhalt wie Andreas Popp in Bezug auf unser (Welt-)Finanzsystem.

    Du musst mir nachsehen, dass ich mich nicht kürzer fassen konnte.

    Eigentlich ist es nicht meine Art, längere "Pamphlete" zu schreiben, aber diese komplexen Zusammenhänge sind leider nicht in zwei bis drei Sätzen zusammenzufassen.

    Aber genau aus diesem Grund versteht die (einfache) Bevölkerung LEIDER auch unser Finanzsystem nicht!

    Zum Abschluss ein Zitat einer bedeutenden Persönlichkeit der "Kapitalsammelbecken":


       „Würden die Menschen das Geldsystem verstehen, hätten wir eine Revolution noch vor morgen früh." Henry Ford 



    Einen schönen Abend, trotz allem!


    B. Brüdigam, 18311 Ribnitz-Damgarten























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Blick auf die Ostsee und den Strand in Ostseebad Dierhagen auf der Halbinsel Fischland in Mecklenburg-Vorpommern. Foto: Eckart KreitlowBlick auf die Ostsee und den Strand in Ostseebad Dierhagen auf der Halbinsel Fischland in Mecklenburg-Vorpommern. Foto: Eckart KreitlowBlick auf die Ostsee und den Strand in Ostseebad Dierhagen auf der Halbinsel Fischland in Mecklenburg-Vorpommern. Foto: Eckart Kreitlow



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